Frage von schamhuber, 161

AFD: Protestwahl oder ernst zu nehmende Partei Eure Meinung?

Hallo Community,

Da ich mich neuerdings für Parteien interessierte, wollte mal wissen, wie ihr über die AFD denkt, was ihr von dem Vorwurf haltet, dass die Partei aus Protest gewählt wird, wie ihr vom Programm der AFD denkt und über das Verhältnis zur NPD.

Ich persönlich halte nichts von der AFD, weil sie (wie ich gehört habe) dafür sein soll, dass z.B. Alkoholiker eingesperrt werden sollen, anstatt den Betroffenen zu helfen.

Jedenfalls bin ich auf eure Meinungen gespannt

LG

Antwort
von Guz88, 80

Es gibt Menschen, die konservativ eingestellt sind. Diese wählen dann vor allem die AfD, da sie in der AfD eine Antwort finden. Vieler der AfD sind ehemalige CDU-Wähler. Doch da die CDU nach Meinung vieler zu "links" geworden ist, ziehen diese die AfD vor.

Gerade durch die Flüchtilingskriese konnte die AfD Stimmen gewinnen, weil sie die einzige Partei ist, die sich direkt gegen die Aufnahme von Flüchtlingen stellt. Dazu nutzt die AfD aber fragwürdige Methoden, wie z.B. das Pauschalisieren von Einzelfällen. 

Auch sind viele gegen den Euro, da sie den Euro bzw. der EZB dien Schuld für die im Vergleich zur D-Mark hohe Inflation geben. 

Antwort
von Daria700, 12

Nun Menschen die,die AFD wählen wollen was verändern!

Verständlich es gab Anschläge in Deutschland und das mit den nie endenden Flüchtlingszahlen ist ausser Kontrolle!Menschen fühlen sich nicht mehr sicher,wie soll die Polizei das schaffen?Kan nicht überall sein!

Sehe die AFD als Chance was bleibt den sonst noch?Abschiebungen abgebrochen gelesen war mal bei web.de!Flüchtlinge durften bleiben!

Vogel Salafisten werben weiter für den IS!Wieso ist der noch in Deutschland mit seinen Kollegen?Irgendwie haben wir keine richtige Gesetze zur Terrorbekämpfung!

Kommentar von soprahin ,

Und das ist ja das Problem, die jetzigen hetzen und übergehen die eigene Bevölkerung und dann gibt es keine andere Auswahl, da ihre eigenen Interessen nicht mehr vertreten werden.

Antwort
von Maxieu, 41

Beides.

Aus Protest zu wählen oder gewählt zu werden, kann übrigens kein Vorwurf sein. Das bedeutet doch nur, dass die betreffenden Wähler ein taktisches Verhältnis zu dieser Partei haben und glauben, so die Politik der anderen Parteien am wirksamsten beeinflussen zu können.

Dass diese Überlegung bereits funktioniert hat, zeigen der Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik, die Reförmchen im Bereich der Leiharbeit, das Lostreten der Rentendebebatte und ganz allgemein  die weniger diskrete Thematisierung des Zusammenhangs von Kriminalität und Zuwanderung. 

Die Partei arbeitet aber gleichzeitig kräftig an ihrer Selbstzerstörung durch folgende Faktoren:

*überwiegend inkompetentes Führungspersonal

*einen undemokratisch organisierten Programmparteitag
(Verzicht auf gewählte Delegierte) mit schwerwiegenden inhaltlichen Folgen

*ein überladenes Programm, in das z. T. Sektierer ihre speziellen Anliegen einbringen konnten, ohne dass diese vorher oder auf dem Parteitag auch nur annähernd hinreichend diskutiert  worden wären

*andererseits das Ausklammern wichtiger Fragen sozialpolitischer wie der Beamtenversorgung

Die Partei könnte - je nach Entwicklung der wichtigsten Problemfelder - ihren Höhepunkt bereits überschritten haben. Sie orientiert sich ja mehrheitlich auf den meisten Politikfeldern rechts von der CDU - entweder behäbig konservativ (eher Süddeutschland) oder schrill national (ehemalige DDR).

Für so eine Partei gibt es keinen Rückenwind, der über 15% auf Bundesebene hinausführen könnte. Ihr fehlen einfach ein Thema oder ein geschlossenes Konzept, das das Signal zu einem positiven Aufbruch geben könnte, und ein gesellschaftliches Milieu, das ein Reservoir für dauerhafte Unterstützung bieten könnte.
Das wird besonders deutlich, wenn man es mit dem Aufschwung der Grünen
Ende der 70-er, Anfang der 80-er Jahre vergleicht.
Die Grünen hatten beides: die Themen (Umwelt/ alternative Lebensformen/
Abrüstung/ moralischere Außenpolitik im Zeichen der Menschenrechte und auf dem Hintergrund der Auflösung der Nachkriegsblöcke) und das reformbegeisterte Reservoir (die über die Bildungsreformen massenhaft produzierten akademischen Schichten).

Von einer politische Linie, die es der AfD z. B. ermögllichen würde, ins gewerkschaftliche Milieu vorzudringen (sozial, aber ohne die Flausen der akademisierten SPD-Schickeria), wie es sogenannten "populistischen" Parteien in den Nachbarstaaten z. T. gelingt, ist die Partei weit entfernt.

Antwort
von NanMadol, 13

Also ich denke, sowohl ernst zu nehmen, als auch wieder nicht. Meiner Meinung nach ist die AfD nichts anderes als die NPD in leicht milderer Ausgabe und mit einem ganz guten Ruf, der bei der NPD ja so ziemlich am Ende ist.

Andererseits ist die die AfD eine legale und nicht zu verachtende Partei die (meiner Meinung nach beängstigend) viele Anhänger hat.

Antwort
von Exisaur, 56

Ich finde das ist keine entweder-oder-Frage.

Klar wird die AfD aus Protest gewählt - und ob diese Menschen tatsächlich einen Anlass haben, sich zu beschweren, ist dabei eigentlich nicht wichtig.

Und auch wenn ich Zustimme, dass es der AfD wahrscheinlich nicht möglich sein wird, sich langfristig zu etablieren, muss worum es ihr geht, ernst genommen werden. Denn in der Zustimmung zur AfD manifestiert sich der latente Rassismus, Sexismus und Chauvinismus, der in Deutschland in einem großen Teil der Bevölkerung (und eben auch unter den vermeintlich gebildeten "Eliten") verbreitet ist. Das zu ignorieren, halte ich für sehr gefährlich.

Aber die AfD ist nicht der Grund, nicht das Problem, sondern nur ein Symptom. Das Problem, sind die Menschen, die das gleiche oder ähnliches denken und bereit sind zu unterstützen.

Antwort
von voayager, 48

Es läge an sich in der Hand dewr staatstragenden Parteien, diesem ganzen braunen Spuk ein Ende zu bereiten, in dem sie klar Kurs gegen Krieg, für Sozialleistungen und Stärkung der Demokratie sich einsetzten. Da sie dies nicht tun, zudem so allerlei Böcke schießen, generieren sie sogenanntwe wutbürger, die sich in die Arme der AfD schmeißen. Da also die regierenden Parteien nicht den Willen haben, das Ruder rum zu reißen, werden wir aucvh vorerst weiter mit dieser AfD konfrontiert sein, da bin ich mir ziemlich sicher.

Kommentar von Tteller ,

Naja, meiner Meinung nach haben die Etablierten die beste Wahlkampfwerbung für die AfD gemacht. Vor allem seit Merkel ist für uns alles immer beschissener geworden. Stichpunkte Steuern, Armut, Überwachung, Denk-und Sprechverbote. Und seit 2015 die absolute Bestätigung dafür,  dass Fremde unserer Kaspertruppe mehr wert sind als die eigenen Leute. Googlet mal nach Alleinerziehende, 63 Rente und Hartz iv. Jahrelang war für uns kein Geld da, jetzt fließt es in Strömen. So eine Regierung will ich nicht. Schlimmer als jetzt kann es eh nicht mehr kommen...

Kommentar von Crack ,

Vor allem seit Merkel ist für uns alles immer beschissener geworden. Stichpunkte Steuern, Armut, Überwachung, Denk-und Sprechverbote.

Kannst Du etwas genauer werden?

Nie ging es den Deutschen besser als heute.
Das meine ich insgesamt gesehen - das der Unterschied zwischen arm und reich langsam unerträglich wird bestreite ich nicht - aber auch jemand der "arm" ist muss nicht hungern und hat ein Dach über`m Kopf.

Was also meinst Du mit "beschissen"?
Steuern gab es schon immer. Wurden die erhöht? Hilf mir mal, welche Steuererhöhungen gab es denn?

Was Du mit "Denk-und Sprechverboten" meinst weißt wohl auch nur selbst...?

Kommentar von voayager ,

Unsinn, in den 80-er und sogar in den 90-ern ging es doch den Leuten besser als heute, red` daher keinen Blödsinn.

Wenn ein Mensch gerade so vorm Hungern bewahrt wird, ist das in einem Land, das die viertstärkste Wirtschaftsmacht der Erde ist, verdammt wenig, einfach nicht akzeptabel.

Kommentar von Marc8chick ,

Flüchtlinge werden woanders nicht vorm hungern und vor schlimmen krankheiten bewahrt... 

Wieso sollen die weniger Rechte haben, Sie können doch nichts dafür, dass sie woanders herkommen.

Kommentar von Crack ,

Wenn ein Mensch gerade so vorm Hungern bewahrt wird, ist das in einem Land, das die viertstärkste Wirtschaftsmacht der Erde ist, verdammt wenig, einfach nicht akzeptabel.

Jetzt redest Du aber Blödsinn!

Sind Dir die sozialen Systeme in D bekannt?
Deutschland ist sicher nicht perfekt und es ist sicher auch eine Zumutung für die Betroffenen die da hineingeraten sind - es läuft aber hier niemand Gefahr verhungern zu müssen.

Kommentar von voayager ,

Leider verharrst du in einem störrischen Stumpfsinn, meinst es Belobigen zu müssen, nur weil hier niemand verhungert, als wenn das bereits eine kleinere Ruhmestat dieses Staates sei.

Kommentar von Tteller ,

Klar verhungern bei uns auch Leute. Vor allem erfrieren jedes Jahr viele Obdachlose.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Und in den 80ern haben die Leute gesagt, dass es ihnen in den 70ern besser ging, in den 70ern waren dann die 60er besser usw. Früher war halt immer alles besser.

Kommentar von voayager ,

wie hohl von dir. Es sollte doch bekannt sein, dass die 70-er Jahre die besten waren und nicht gerade die 60-er und auch die 80-er waren schon eingetrübt, zusehens ging und geht wes bergab.

Herrgott, sind so viele tapfere Bundesbürger so was von unwissend.

Kommentar von Crack ,

Herrgott, sind so viele tapfere Bundesbürger so was von unwissend.

Du bist ganz schön verblendet wenn Du Deine Meinung über Statistiken stellst.

Niemand bestreitet das es arm und reich und somit große Unterschiede im Lebensstandard gibt. In den 80ern waren diese Unterschiede nicht so groß, das man sich dagegen wehren muss gebe ich Dir recht.
Aber zu behaupten das vor 30, 40 Jahren der Wohlstand größer war als heute ist doch wohl nicht Dein Ernst?
Wenn Du mit der Wohlstandsverteilung ein Problem hast dann benenne das auch so. Wenn Du aber Glauben machen willst in Deutschland müssten Einige den Hungertod fürchten dann ist das einfach nur Unsinn.

Kommentar von voayager ,

Das ist schon recht dreist und gedankenbefreit, was du mir da unterstellst. So als wenn ich behaupten würd, dass hier Einige den Hungertod ausgesetzt seien, oder aber dies befürchteten.

Kann es sein, dass du mir gekifft hast und dann ein wenig unsortiert fabulierst?

Wenn du gegenteiliger Auffassung bist, dann verlinke mal, statt nur was einem vor die Füß zu schmeißen, um es mal sehr moderat zu sagen.

Kommentar von Crack ,

Ich unterstelle Dir etwas, einen Satz später bin aber ich der Kiffer?

Vielleicht sollten wir noch einmal von vorn anfangen.
Das bedingt aber das Du Dich zuerst einmal wieder beruhigst, denn sämtliche Posts von Dir strotzen nur so vor Aggressivität und haben cholerische Merkmale.
Wenn Du dann wieder etwas runter gekommen bist könntest Du damit beginnen Deine Behauptung aus Deinem ersten Kommentar "in den 80-er und sogar in den 90-ern ging es doch den Leuten besser als heute" in geeigneter Form zu belegen.

Sollte es daran schon scheitern erübrigt sich jede weitere Diskussion.

Kommentar von voayager ,

Ich glaube nicht, dass ich in einer Bringschuld mich befinde, vielmehr umgekehrt, denn du bezweifelst ja meine Aussage. Also erbringe erst mal du deinen Gegenbeweis, dann sehen wir weiter. Also dann mal ran!

Kommentar von Crack ,

Ach so, jetzt muss also derjenige der eine falsche Behauptung anzweifelt diese widerlegen?
Soll ich jetzt nach etwas suchen von dessen Existenz ich nicht überzeugt bin, z.B. einer Statistik in Deinem Sinne?
Fällt Dir vielleicht noch mehr Unsinn ein?
Warum hältst Du nicht einfach die Finger still wenn Dir die Argumente ausgehen? Wäre einfacher und würde nicht so lächerlich aussehen.

Gute Reise noch...

Kommentar von voayager ,

werd mal nicht unverschämt in Tateinheit zu deiner Gedankenbefreitheit. Du kannst mir bei Bedarf ganz gern mal den Hobel ausblasen, das steht dir zu und mehr nicht. So und nun behellige mich nicht weiter, deinen Frust lade wo anders ab. Es gibt hier nix mehr zwiwchen zu besprechen, merk dir das.

Kommentar von Crack ,

Welch intelligenz-geladene Zurechtweisung....

Kommentar von voayager ,

es ist klar erkennbar, dass du meinen Beitrag hier nur als Aufhänger für ganz was Anderes nutzt. Dir passt meine gesamte politische Richtung nicht und nun suchst du  einen Anlaß um zu pöbeln und zu stänkern. Ggf. hoffst du gar, dass ich mich hinreißen lasse, ausfallend werde, um dass du dann mich beim Support melden kannst, um mich so rauszukegeln. Sei mal sicher, derlei Ansinnen wird dir nicht gelingen, solltest du das vorhaben. Solltest du hingegen "nur" rumpöbeln, dann pass eben auf, dass du die Form einhälst, andernfalls muß ich dich melden.

Längst iss klar, dass es hier nicht darum geht, wie die Lebenslage in der alten BRD oder dem jetzigen D. geht. Man wäre wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert, würde man das annehmen wollen. Meine Einstellung hier im thread ist einfach nicht so bedeutsam, um solch einen Wind zu veranstalten, wie du ihn entfachst, ergo isses ganz was Anderes, was dich umtreibt. Denke mal nicht, dass ich derlei simple Machenschaften und Unappetitlichkeiten nicht durchschaue. Auch geh mal nicht davon aus, dass ich nur brav die bloße Erscheinungsebene einhalte, also nur deinen frechen Texten folge, oder gar Beweise meiner Aussage weiter oben liefere. Der Zug ist längst abgefahren, auf Grund deiner unkooperativen Art. Du kannst gern glauben was dir gefällt, das interessiert mich nicht die Bohne. 

So, und nun sieh mal zu, dass du einigermaßen ungefrustet durch den Tag kommst und erwarte nur ja nicht, dass ich mich auf deine Spielchen, sprich Thread-Bewertung einlasse. Denk stet auch an den altrömischen Grundsatz: " wer sich verteidigt, klagt sich an."

so mein crack, in diesem Sinne

   Glück Auf!

Antwort
von Ursusmaritimus, 63

Protestpartei, sie wird untergehen wie die Republikaner und DVU vor ihr

Antwort
von ErsterSchnee, 53

Reine Protesterfolge. Wenn das Thema "Flüchtlinge" ausgelutscht ist, ist auch die AfD wieder weg. Zumal sie keine wirklichen Alternativen bietet!

Antwort
von Tteller, 52

Die AfD spricht aus, was viele denken. Nicht umsonst hat sie in einigen Bundesländern über 25% bekommen. Sie kommuniziert, was vor der Merkelaera als gesunder Menschenverstand galt. Das Problem ist eher, dass jemand, der nicht absolut links und Mainstream ist und sogar eine eigene Meinung hat, sofort als Nazi gilt. Auch darum wird die AfD mit Dreck beworfen. 

Kommentar von Crack ,


Nicht umsonst hat sie in einigen Bundesländern über 25% bekommen.

In welchen BL hat sie denn 25% bekommen?

Mir ist da noch was von 24,3% im Kopf - das aber auch nur in einem BL und nicht in "einigen".

So werden falsche Behauptungen aufgestellt so fängt Propaganda an.


Sie kommuniziert, was vor der Merkelaera als gesunder Menschenverstand galt.

Das mag Deine Meinung sein,
ich lehne das was von der AfD so kommuniziert wird aber in großen Teilen ab, halte mich dabei aber für völlig gesund.
Beweise Du das Gegenteil.


Das Problem ist eher, dass jemand, der nicht absolut links und
Mainstream ist und sogar eine eigene Meinung hat, sofort als Nazi gilt.

Wer sagt denn das?
Ist es nicht eher so das diejenigen die rechts denken sich selbst in diese Ecke stellen? Und das noch bevor ein Anderer sich derart geäußert hat?
Im Übrigen ist es etwas Neues das ein AfD-Anhänger eine eigene Meinung hat...

Kommentar von Marc8chick ,

Ähm halt... Die Afd ist nicht rechtsradikal (stimme ich zu) und es ist nicht ok wenn andere Sie so nennen, da diese sie gar nicht ernstnehmen, usw. - jede andere partei ist (und sei sie noch so gegen homoehe und wirtschaftsliberal) linksradikal... 

Jetzt überlege mal warum das zwar zu meiner erheiterung beiträgt, mich aber irgendwie durchaus auch beunruhigt...

Kommentar von Apfelkind86 ,

Ja, sie bekommt in Bundesländern viele Prozente, die immer schon gerne mal rechte Parteien gewählt haben und in denen neonazis schon einige national befreite Zonen errichten konnten. Aber du hast recht: Zufällig ist das alles nicht.

Antwort
von soprahin, 7

Wenn dem so ist, ist sie wohl nicht ernst zu nehmen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten