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Äußeres und oft auch inneres Fenster von Doppelkastenfenstern naß

Frage von newlife84 newlife84

Habe diese alten, schönen aber undichten Doppelkastenfenser. Trotz Heizen (Schlafzimmer um die 18 Grad, andere Räume 20-22 Grad) und mehrmaligem Stoßlüften am Tag (meist 3 Mal) sind die Außenfenster bei kalten Temperaturen Tag und Nacht naß, und die Innenfenster über Nacht, am Tag trocknen sie dann. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt führt das dazu, dass das Außenfenster gefriert und ich nicht mal mehr raussehe! Ich kann doch nicht mehrmals täglich alles trocken wischen, das ist nicht zumutbar. Habe vor Kurzem die Fenster mit diesen eigens dafür gemachten Gummis abgedichtet, Problem besteht aber genauso wie im letzten Winter. Was kann ich machen? Mittlerweile habe ich auch etwas Schimmelbildung...trotz Heizens und Lüftens! Mein Vermieter gibt trotzdem mir die Schuld. Was ich gegen den Schimmel tun muss weiß ich, aber wenn ich die nassen Fenster nicht loswerde, kommt der Schimmel immer wieder.

FRAGE: Was kann ich gegen die nassen Fenster tun?!!!

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Antworten (2)

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    Antwort von Energeizer Energeizer

    Schau nach Scandinavien. Dort sind diese Fenster üblich und es ist dort auch kälter. Die machen z. B. ein kleine Glühbirne mit 3 oder 5 Watt dazwischen, aber keine Enrgiesparlampe, sondern eine , die ein wenig heizt. Diese geben, neben dem Licht, Strahlungswärme ab. Strahlungwärme wird von Glas nahezu vollständig reflektiert und erhitzt deshalb nur die Oberfläche wie einen Film. So sollte das Fensterproblem gelöst werden. Zwischen den Scheiben baut sich dann auch noch ein Luftwärmepolster auf, ähnlich, wie die Wärmevorhänge bei den Ausgängen großer Kaufhäuser ist das ein Schutz vor Kälte.

    Aber, wenn Ihr soviel Wasser (Feuchtigkeit) und Schimmel habt, dann ist scheinbar ein zum Gebäude unpassendes Heizsystem vorhanden. Zu relativ ungedämmten Wänden passt einfach keine Konvektionsheizung wie die meisten Heizkörperheizungen. Fußbodenheizungen haben wenigstens noch einen geringen Strahlungsanteil.

    Durch Konvektion wird die Luft aufgeheizt und umgewirbelt. Sie steigt auf, bringt viel Wärme zur Decke und die sich abkühlende Luft zirkuliert dann wieder nach unten. In den Raumecken, wo es am kältesten, ist bilden sich Staupolster und die Wände absorbieren die Wärme aus der Luft, weil sie kälter sind. Dabei fällt Feuchtigkeit aus. Das Schimmelproblem ist damit vorprogrammiert und eigentlich nur mit einer der nachfolgenden Maßnahmen in den Griff zu bekommen: Entweder eine guteWärmedämmung, d. h. eine fachgerechte Lösung oder eine passende Heizung, d. h. evtl. das vorhandene System ein wenig modifizieren, damit ein größerer Strahlungsanteil entsteht. Das ginge z. B. mit Umleitung der vorhandenen Heizleitungen bevor sie in den Heizkörper münden. So steigt der Stahlungsanteil, die Wandoberflächen werden wärmer als die Raumluft und geben somit Feuchtigkeit in den Raum hin ab, die dann durch Lüften besser abgeführt werden kann. Die Heizkosten werden reduziert. (google unter Strahlungsheizung, bes. bei Konrad Fischer findest Du Bilder zu dem Thema.

    Eine weitere ideale Lösung wäre eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Diese gibt es als Einzelgeräte mit einem Keramikkern, der der abgehenden Luft Wärme entzieht und diese wieder an die Frischluft abgibt. So wird Energie gespart und der Raum entfeuchtet. Jen nach Bauzustand sind das 25 - 50% der Energiekosten. Auch hier gibt es neuerdinges die Airheater, Luftungsgeräte mit einem Solarmodul. Der elktrische Antrieb erfolgt durch Photovoltaik und der thermische Anteil wird zur Zuluftvorwärmung genutzt. Damit kann man sogar ein wenig zuheizen.

    Trockene Wände durch die Strahlungsheizung oder trockenere Luft durch die Dauerlüftung bringen interessante Energieeinsparungen.

    Schimmel ist ein Gesundheitsproblem für die Bewohner und ein Finanzproblem für den Hausbesitzer. Schimmel breitet sich aus, Feuchtigkeit schadet der Bausubstanz und Mieter können und sollen die Miete kürzen!

    Kommentar von newlife84 newlife84

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Eine Glühbirne zw. die Fenster zu stellen ist technisch etwas schwierig, ich werde es mal mit Teelichtern probieren, die brennen ja ewig und kosten fast nichts... Heute Nacht habe ich eine Schüssel mit Salz aufgestellt und die Innenfenster waren nicht naß, somit hat das schon mal funktioniert. Leider habe ich keinen Balkon, sodass die nasse Wäsche einmal pro Woche für etliche Tage rumsteht. Auch liebe ich Pflanzen... Diese anderen Geräte wie Wohnraumlüftung und Airheater klingen zwar alle sehr ansprechend, aber auch nach recht viel Aufwand, bautechnisch und finanziell gesehen...

    Kommentar von Energeizer EnergeizerEnergeizer

    Glühbirne und Kerze sind unterschiedliche Wärmequellen. Ich würde mir für wenig Geld Christbaumbeleuchtung kaufen und die auseinanderschneiden und von einer Steckdose aus verteilen. Der Airheater funktioniert sinnvoll auf der Sonnenseite, also ohne Schatten und die Kosten sind mit rund 600,- € überschaubar. die Bohrung in die Aussenwand wird vom Fachunternehmen ohne Staub gemacht. mit dem AirHeater wirst Du auch die Zuluft echt vorheizen, d.h. Energie gewinnen.

    Der Vermieter hat das Problem, dass man bei Schimmel die Miete senken kann. Das sind schon Argumente, dass er zahlt.

    Kommentar von Energeizer EnergeizerEnergeizer

    Übrigens, die nasse Wäsche wird ein großes Problem sein, wenn nicht das Problem überhaupt. Bei den Planzen solltest Du nicht unbedingt Sumpf- oder Phyrruspflanzen haben oder Blattpflanzen. die viel Feuchtigkeit abgeben. Pflanzen die wenig Wasser brauchen...

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    Antwort von napoloni napoloni

    Ich vermute, du kannst das Problem mit noch konsequenterem Lüften und Heizen lösen.

    Klar ist in deinem Fall, dass die Feuchtigkeit von Innen - also von dir - kommt. Atmen, Schwitzen, Kochen, Kleidungsfeuchtigkeit von draußen, Zimmerpflanzen, Duschen, Haustier, Trocknen von Wäsche... dies alles bringt Wasser in die Raumluft, die dann regelmäßig durch Lüften ausgetauscht werden muss. Wenn "meist 3mal" Stoßlüften nicht reicht, muss es halt einfach etwas öfter sein.

    Die Technik ist so: Kalte Luft kann nicht viel Feuchtigkeit tragen. Daher gelangt durch kurzes effektives Lüften trockene Frischluft in die Wohnung, die sich schnell an den warmen Wänden + Inventar erwärmt. Als warme Luft kann sie bedeutend mehr Feuchtigkeit aufnehmen, und genau das macht sie auch. Wenn die Luft allmählich "gesättigt" ist, sollte man sie wieder durch kurzes Stoß- oder besser noch Querlüften austauschen. So bringt man Wasser aus der Bude. Wie oft hängt von deinem Nutzerverhalten ab, aber auch natürlich von der Größe der Wohnung. Je weniger Luft innendrin ist, desto öfter muss selbstverständlich gelüftet werden. Und halt immer in möglichst kurzer Zeit viel Luft austauschen, damit die Räume nicht auskühlen und du keine Heizenergie verschwendest.

    Die alten Fenster schützen dich übrigens ein wenig vor Schimmel. Bessere Isolation wäre energetisch sinnvoll, würde die Feuchtigkeit aber mehr in die Wände leiten.

    Dein Schlafzimmer ist kühler als andere Räume. Daher sollte die Verbindungstür geschlossen sein (sonst überträgt sich die Feuchtigkeit insbesondere in diesen Raum). Das wichtigste Lüften ist natürlich abends vor Zubettgehen und morgens nach dem Aufstehen. Also schau mal, ob da nicht noch etwas drin ist ;)

    http://www.mieterbund.de/942.html

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