Frage von Ralfi1988,

Ärztliches Attest reicht nicht aus

Hallo Leute, habe kürzlich Prüfungen geschrieben, bei 3 davon innerhalb von 3 Tagen konnte ich wegen Krankheit nicht teilnehmen. Habe das korrekte ärztliche Attest auch abgegeben, wo mein Arzt eindeutig drauf geschrieben hat das ich nicht mitschreiben konnte.

Jetzt schreibt mir der Prüfungsausschuss auf einmal dass das Attest nicht anerkannt wird. Das einzige, was der Grund sein kann, sind eigentlich die "Bauchschmerzen" die der Arzt mit drauf geschrieben hat.

Meine Frage: Gibt es nicht eine ärztliche Schweigepflicht, bzw darf der Arbeitgeber/Prüfungsausschuss überhaupt nachfragen was die genauen Symptome sind? Wenn der Arzt sagt ich kann nicht mitschreiben, die Sesselfurzer aber meinen mit Bauchschmerzen ist mitschreiben kein Problem, dann kann doch irgendwas nicht richtig sein.

Hilfreichste Antwort von stinkertum,

Das kommt auf eure Uni an. Es gibt noch ein paar Unis/FHs, die wollen die genaue Diagnose. Dafür musst du den Arzt von der Schweigepflicht entbinden.

Das geht insofern, als dass du keinen Rechtsanspruch auf Wiederholung/Gutschrift der Prüfung hast. Und die Uni sagt, wir machen das nur "freiwillig", wenn du uns die Diagnose zur Verfügung stellst.

Arbeitgeber und Prüfungsausschuss Uni ist (leider) ein himmelweiter Unterschied.

Kommentar von Ralfi1988,

was isn das fürn bullsh1t, soll das heißen nur weil mein lieber herr doktor bauchschmerzen statt bauchkrämpfe in das attest geschrieben hab kann ich jetz das studium knicken? war leider schon der 2. versuch, den ersten hatte ich verkackt und den zweiten habe ich halt wegen der krankheit gar nicht erst unternommen, das ich durchgefallen bin steht schon drin. nen dritten versuch gibts leider nicht.

und da wundert sich deutschland dass es nen fachkräftemangel gibt, wegen unfähigen büroaffen die einfach so ein ärztliches attest unwirksam machen können. ich geh erstmal ne runde ko7zen, trotzdem danke für die antwort. und morgen besuch ich mal meine freunde beim prüfungsausschuss.

Kommentar von knowx2,

Sie haben es nicht unwirksam gemacht, sie haben es nicht anerkannt!

Ein Attest macht dich Arbeitsunfähig, aber noch lange nicht Prüfungsunfähig.

Trotz Bauchschmerzen kann man ja eine Prüfung schreiben! Prüfungsunfähig wärst du erst geworden, wenn dein Arzt dir auch Übelkeit und Erbrechen aufgeschrieben hätte.

Dein Prüfungsausschuss hat korrekt reagiert - dein Arzt war leider nicht detailliert genug.

Antwort von chaotic,

Mittlerweile reicht ein Attest nicht aus, der Arzt muss die Prüfungsunfähigkeit feststellen. Wie genau das funktioniert... keine Ahnung.

Warum schreibt der Arzt überhaupt einen Grund drauf? Fällt das nicht auch unter Schweigepflicht?

Kommentar von knowx2,

"der Arzt muss die Prüfungsunfähigkeit feststellen. Wie genau das funktioniert... keine Ahnung"

Ganz einfach: Gar nicht! Ein Arzt hat nicht die Befugnis, eine Prüfungsunfähigkeit festzustellen. Dieses Privileg liegt allein beim Prüfungsausschuss. Und dieser urteilt nach dem ärztlichen Attest.

Und damit der PA nach dem ärztlichen Gutachten entscheiden kann, muss/sollte der Prüfling notgedrungen Informationen darlegen können.

Antwort von franzi111,

Wahrscheinlich war ein amtsärztliches Attest notwendig.

Das Attest muss den Vermerk "nicht prüfungsfähig"

http://www.uni-marburg.de/fb02/studium/Pruefungsamt/faq?toshow=A

Kommentar von Ralfi1988,

An der FH liegen Atteste aus die man zum Arzt mitnehmen muss, das habe ich dem Arzt gegeben und "nicht prüfungsfähig" stand auch drauf. Das kanns also auch nicht sein.

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