Benjy am 26.02.2009 um 8:43 Uhr
Meine Mutter ist vor 5 Wo. beim überqueren der Straße (scheinbar leicht vereist) hingefallen und hat sich eine Verletzung, deren genaue Bez. ich nicht kenne, zugezogen. In der rechten Hand wurden alle Knochen zusammengeschoben, d.h. die Mittelhandknochen haben in der Regel zwischen Zeige und Kleinem Finger einen Zwischenraum (ich hoffe ihr wisst was ich meine). Dieser bestand nicht mehr. Ferner wurde das Handgelenk stark gestaucht. Vom örtlichen Chirurgen wurde sie sofort ins Krankenhaus überwiesen. Dort schien der Wahnsinn anzufangen: Anstatt unter Vollnarkose (wie vom Chirurgen beschrieben), wurde sie unter örtlicher Beteubung "bahndelt". D.h. zwei Ärzte packen Daumen/kl. Finger bzw. Ellenbogen und ziehen daran. Danach bekam meine Mutter einen Gips. 2Tage später wurde nochmals geröngt, um zu sehen ob die Knochen richtig stehen. Das taten sie nicht, und so wurde die Prozedur wiederholt, wobei diesmal gänzlich auf Schmerzmittel verzichtet wurde... Nebenbei gesagt hatte sie sehr große Schmerzen, teilweise bis zur Übelkeit, und wenn sie das sagt, dann stimmt das auch da sie eigentlich hart im nehmen ist. Nun gestern kam der Gips ab, immer noch sehr starke Schmerzen. Trotzdem soll sie nun unter Wasser einen Schwamm ausdrücken und zur Physiotherapie. Zum Muskelaufbau. Daumen und kl. Finger finger sind noch geschwollen! Geben sich hier Pfusch und Fehlbehandlung ein stelldichein?

Ich würde SOFORT einen anderen Arzt suchen und mir eine zweite Meinung einholen! Und wenn es wirklich ein Pfusch ist, muss ein Anwalt dazu. Alles gute für sie.

tja, götter in weiss, ich kenn da was von... du kannst dich an die ärztekammer wenden... besser du suchst dir einen fachanwalt für die geschichte... so sehe ich das.

Ich wüßte genau, was ich während der Behandlung ohne Schmerzmittel mit der anderen Hand gemacht hätte! Danach hätten sie mich zwar verklagt, aber das wäre ja dann auf Gegenseitigkeit gewesen....
Wechsle den Arzt!
matrix2k9 am 26. Februar 2009 08:50 G Ich auch.
Das hört sich nach einer mehrfachen Mittelhandfraktur an. Auch wenn ich kein Chirurg bin, ist mir doch bekannt, dass solche Verletzungen i.d.R. nicht konservativ, also mit Gips, sondern operativ mit Nägeln, Platten oder Schrauben versorgt werden. In Einzelfällen kann das natürlich varriieren.
Deine Mutter sollte zunächst einen anderen Facharzt für Unfallchirurgie aufsuchen, und mit ihm die Behandlungsoptionen besprechen. Dort muss auch eine evtl. stattgefundene Falschbehandlung dokumentiert werden.
Der nächste juristische Schritt, wäre dann eine Schadenersatzklage durch einen Anwalt.
Warum geht deine mama nicht nocheinmal zu der örtlich gelegenen Chirurgin oder sucht einen Orthopäden auf der sich das nochmal anschaut also zweite Meinung. Und sonst Ärztkammer oder einen Rechtsanwalt mit soeinem Schwerpunkt

Definitiv Pfusch. Anwalt einschalten.
DocRoc am 26. Februar 2009 08:53 Mutige Ferndiagnose.

Sofort zu einem Anwalt der Ahnung von Medizinrecht hat.

Zumindest eine Regionalanästhesie (Plexusanästhesie) wäre nötig gewesen.
Unverschämtheit so zu reponieren.

Anderen Arzt konsultieren und zweite Meinung einholen dann der Ärztekammer melden und Rechtsanwalt einschalten.