Frage von Caddyshack83, 150

Ärztepfusch - wie vorgehen?

ein Chirurg hat mein Gesicht entstellt, es war nur ne kleinere Narbe die ich entfernt haben lassen wollte, doch jetzt hab ich durch den Eingriff ne deutlich sichtbare und unschöne Narbe bekommen.

Bin derzeit nicht berufstätig, gehe auch ohne Mütze nie raus, so kanns doch nicht weitergehen. Bitte um ernstgemeinten Rat.

Einen Rechtsberatungsschein habe ich bekommen, d.h. ich kann zum Anwalt. Aber viele Anwälte setzen sich nicht ein da sie nix gegen Ärzte unternehmen möchten und wenn ich nen falschen Anwalt erwische wars das da ich kein Geld habe

Antwort
von peterobm, 75

du bist über die Risiken einer solchen OP aufgeklärt worden und hast eigenhändig unterschrieben? 

Mit ner Mütze im Gesicht würde man nix sehen können

Richtung Schönheitsop: da zahlst den Eingriff selbst - du must dem Operateur Behandlungsfehler nachweisen; da zahlst Anwalt Gutachten 
zunächst mal aus eigener Tasche. 

Antwort
von user8787, 59

Rechtsberaterschein...also gehe ich davon aus das es dir finanziell nicht gut geht.

1. Du hast VOR der Op einen Aufklärungsbogen unterschrieben, es war deine Pflicht den auch zu lesen. Das du dem Arzt also nicht verstanden haben könntest fällt weg.

2. Du musst dem Arzt einen Fehler nachweisen. Hierfür sind Gutachten nötig, oft viele Gutachten und die Kosten richtig Geld. Das Geld musst du erstmal vorlegen. Die Gutachter rücken die Unterlagen erst nach Bezahlung raus, sich zu drücken geht also nicht. 

Der Arzt hat eine umfassende Berufshaftpflichtversicherung + die Versicherung der Klinik. Hier werden immer und immer wieder Gegengutachten in Auftrag gegeben, das kann sich über Jahre ziehen. 

Natürlich kannst du klagen....die Frage ist nur, wie möchtest du das finanzieren ? Das Amt wird dir nicht helfen. 


Antwort
von HalloRossi, 73

Bei der Krankenkasse gibt es eine Hotline. Das währe der erste Schritt. Dort wird auch ein kostenloses Gutachten erstellt und du erhältst ausführlich, ebenfalls als Kassenleistung, Beratung. Fällt das alles in Richtung Pfusch aus ist der Klageweg frei.

Antwort
von RASabrinaDiehl, Business, 18

Am besten lassen Sie sich von jemandem beraten, der fundierte Kenntnisse im Medizinrecht hat. Das Problem ist, dass über dieses Gebiet noch zu viel "Halbwissen" im Umlauf ist. Sie können sich natürlich sofort an einen Fachanwalt für Medizinrecht (wie mich) wenden, allerdings gibt es noch weitere Möglichkeiten um sich beraten zu lassen: Krankenversicherung, Verbraucherzentralen... (Eine Übersicht finden Sie auf meiner Kanzlei-Homepage, wenn Ihnen dies weiterhilft.) Es handelt sich bei jedem einzelnen um einen Einzelfall und um eine richtige Entscheidung zu treffen sollten Sie so gut wie möglich informiert sein! Gerne können Sie sich auch an mich wenden.

Antwort
von frodobeutlin100, 51

War das eine "private" Schönheits-OP oder hat das die "Kasse" bezahlt ... wenn es eine Kassenleistung war, kannst Du Dich auch an die Krankenkasse wenden ...

falls es eine Privat-OP war, musst Du versuchen Dein Recht selbst einzuklagen, wenn Du über das Risiko schrifltich belehrt wurdest, hast Du allerdings schlechte Karten, außer es wurde tatsächlich ein Behandlungsfehler (!) vorleigen, den Du beweisen musst ...

Kommentar von Caddyshack83 ,

die OP lief über die Kasse

Antwort
von DerHans, 23

Aber das Geld für eine höchst wahrscheinlich völlig unnötige Operation hast du gehabt?

Antwort
von FF1315, 67

Guten morgen... Also gegen Ärzte vorgehen soll sehr schwierig sein. Wenn du vor dem Eingriff nichts unterschrieben hast wo unter anderem über Risiken aufgeklärt wurden ( also das die Narbe nicht größer wird oder nicht wie gewünscht weg geht etc..) wäre das schonmal positiv! Dann würde ich einfach telefonisch abklären ob das der rechts Anwalt macht oder Erfahrungen aus dem Internet?? Vielleicht noch zu einem Arzt (psychiater?????? Weiß nicht welcher da der richtige ist) der dir ein Gutachten erstellt wie sehr du darunter leidest! Alles Gute

Antwort
von Nordseefan, 61

Und das stand nicht im Aufkärungsbogen dabei, das es das Risiko einer Narbe gibt?

Kommentar von Caddyshack83 ,

doch aber es war ein sehr qualvoller Eingriff, ich war einen Monat ausser Gefecht, darüber wurde ich gewiss nicht ausreichend aufgeklärt.

Kommentar von Nordseefan ,

Und ganau DAS zu bewiesen dürfte schwer sein, vor allem wenn du eben das mit den Risiken unterschrieben hast.

Die Ärzte sichern sich da schon ab. Nicht weil sie Leichtfertig Fehler machen oder sich keine Mühe geben. Sondern eben weil es passieren kann.

Sonst könnten sie gar keine Ops mehr machen, egal ob nun Schönheit oder "wichtig"

Antwort
von wilees, 30

Hier findest Du Ansprechpartner bzw. Infos wie Du verfahren kannst:


Behandlungsfehler - MDK - Medizinischer Dienst der ...

www.mdk.de › Versicherte



Antwort
von kugel, 38

Ich habe mir jetzt deine bisherigen Fragen durchgelesen...

Sorry - Ich werde das Gefühl nicht los, dass es dir nicht um diese Narbe geht, sondern darum, aus selbiger Kapital zu schlagen...! 

Sei mir nicht böse, aber wie kann es sein, dass es so "qualvoll" war und du 4 Wochen  nicht arbeiten konntest. Was du ohnehin nicht tust! 


Kommentar von Caddyshack83 ,

was juckt mich deine blöde Antwort? habe hier viel hilfreichere Antworten bekommen, deine brauch ich gewiss nicht!!!

Kommentar von kugel ,

*lach* 

ja... genauso hab ich mir eine Kommentar auch vorgestellt...

Was noch interessant wäre zur Beantwortung: 

wie groß ist die Narbe und was wurde beim ersten Mal gemacht?

Wie sieht die Narbe heute aus?

Wo ist die Narbe? (Wange, Nase, Hals...?)

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