kiramarie am 20.05.2007 um 15:43 Uhr
Ich finde es echt zum k....das Lehrer oft wochenlang (in einigen Fächern sogar monatelang)keine einzige Arbeit schreiben u.dann kurz vor den Zeugnissen eine nach der anderen.Da meine Kinder für ihre Noten immer gut was tun müssen u.ihnen leider nicht alles so zufliegt, müssen wir immer recht viel Pauken.Eigentlich hätten wir das schöne lange Wochenende jetzt schön geniessen können, aber mein 11 jähriger schreibt kommende Woche gleich 3 Arbeiten für die wir die ganzen Tage gelernt haben.Dazu noch Diktat üben mit der Jüngsten (1.Schuljahr)u.täglich lesen üben.Kann ja verstehen,das die Lehrer irgentwie ihre Noten zusammenkriegen müssen, aber muss sich das so häufen?
das problem kenne ich auch und ich glaube das ist so alt wie die schule :O) es liegt bestimmt daran, dass ja das vorbereiten von klassenarbeiten und dann das korrigieren dieser mit viel arbeit verbunden ist. und unangenehmes schiebt man halt gern etwas vor sich her :O) um aber genügend zensuren für die zeugnisse zu haben, wird dann alles schnell nachgeholt. finde das schon belastend für die schüler, aber das wird auch in 100 jahren noch so sein, oder? ist ein lehrer anwesend - dann buitte melden :O))))
Zahl und Dauer der schriftlichen Arbeiten für die Sekundarstufe 1 sind festgelegt. In NRW ist die Schulkonferenz befugt, "Grundsätze für Umfang und Verteilung der Hausaufgaben und Klassenarbeiten" festzulegen (§ 65, Abs. 2 Nr. 11). Es sollen in einer Woche nicht mehr als drei Arbeiten geschrieben werden. Nach § 16 Allg. Dienstordnung hat der Klassenleiter darauf zu achten, dass "die Klasse, insbesondere durch den Umfang der Hausaufgaben und die Verteilung der Klassenarbeiten, im Laufe des Schuljahres ausgewogen und nicht unangemessen belastet wird." Von den schriftlichen Arbeiten zu unterscheiden sind kurze, etwa 20minütige Lernzielkontrollen, die dem Bereich "Sonstige Leistungen im Unterricht" zuzuordnen sind (Beispiel: Englisch Vokabeltest). Es dürfte also eigentlich vermeidbar sein, dass solche "Häufungen" von Klassenarbeiten vorkommen. Zudem: Schulordnung § 6, Abs. 8: "Einmal im Schuljahr kann pro Fach eine Klassenarbeit durch eine andere, in der Regel schriftliche, in Ausnahmefällen auch gleichwertige nicht schriftliche Leistungsüberprüfung ersetzt werden." Beispiel für eine andere schriftliche Form: Die Schül. haben eine Ganzschrift (Lektüre) im Unterricht gelesen und legen dazu eine Mappe an, die wie eine Klassenarbeit bewertet wird. Und auch: Das Korrigieren von Klassenarbeiten, zumal im Fach Deutsch, ist enorme Arbeit, die auch vom Lehrer "ökonomisch" auf das Schuljahr verteilt werden sollte.

Bin zwar kein Lehrer aber mir scheint da gibt es eine Logik. Also der Stoff wird über die ganze Zeit gelehrt. Am Ende der Periode muss er abgefragt werden. So jedenfalls ist es im Studium auch gewesen. Wieso sollte es in der Schule anders sein. Man kann doch zu Beginn des Schuljahres noch keine Arbeit über einen Stoff schreiben, der erst im Schuljahr bearbeitet wird - oder?
nein, so glaube ich das nicht. ein lehrer braucht eine gewisse anzahl von zensuren um im zeugnis eine endnote zu bilden. wenn ein sachgebiet abgeschlossen ist, kann er eine klassenarbeit schreiben lassen. ohne natürlich den lehrstoff aus der zukunft. am ende vor der zeugnisausgabe kann er ja nochmal eine arbeit über den gesamten lehrstoff aufsetzen. as ist für den lehrer mehrarbeit, ja, aber für die schüler ist der druck kurz vor schuljahresende nicht so groß. ist denn hier echt kein lehrer unter euch ???? :O)
kiramarie am 20. Mai 2007 20:32 Die haben alle keine Zeit,weil sie Arbeiten vorbereiten müssen :-)
kiramarie am 20. Mai 2007 18:28 Hallo EdgarNiklaus!Es kann aber nicht sein,das in sogenannten Nebenfächern im ganzen Schulhalbjahr kein Test geschrieben wird,und am ende des Jahres häuft es sich dann, oder?Im gesamten Schuljahr! ist noch kein einziger Vokabeltest geschrieben worden,für morgen ist jetzt einer angekündigt u.dort werden die Vokabeln eines ganzen Schuljahres abgefragt.Mein anderer Sohn an anderer Schule schreibt fast jede Woche einen solchen Test, das find ich völlig ok.

ich hatte mich über lehrer geärgert, als ich noch schülerin war, und ich ärgere mich über lehrer nun noch mehr, da ich mutter bin. die meisten lehrer machen nur "dienst nach vorschrift", haben also nur einen job und keine berufung, daraus resultiert auch die von dir geschilderte situation.

Wann gibt's denn bei Euch Zeugnisse? - Vielleicht könnten sich die Lehrer ein und derselben Klasse manchmal besser absprechen, weil sich eine Häufung von Arbeiten natürlich negativ auf die Noten eines Schülers auswirken können. - Ansonsten ist es bei schriftlichen Arbeiten häufig so, dass der Lehrer auch den Stoff abgedeckt haben möchte, der gegen Ende des Schuljahres gelernt wird, und das funktioniert meistens leider nur mit der "Schulaufgabenpeitsche"; sprich: ohne schriftliche Arbeit wird oft nicht mehr richtig gelernt. Ein anderer Grund, vor allem für Stegreifarbeiten, mag sein, dass ein Lehrer absturzbedrohten Schülern noch eine Gelegenheit geben möchte, ihre Note zu verbessern.
Grundsätzlich finde ich die Art, wie an Regelschulen Noten zustandekommen, zu grobmaschig. Deshalb meine Empfehlung: lass Dich und Deine Kinder nicht zu sehr einspannen. Wichtig ist natürlich, dass sie keine Ehrenrunde drehen müssen, alles Andere ist Schall und Rauch, da es von zu vielen Zufälligkeiten abhängt. LG soust
Ja, das Problem kenne ich. Eine Sache ist, die Lehrer anzusprechen und zu bitten, die Arbeiten nicht bis zum Schluss warten zu lassen.
Die andere Sache ist, von Seiten der Schüler ständig am Ball zu bleiben. Vielleicht haben die Schüler noch nicht die Sicht, dass sie nicht für die Klassenarbeit lernen, sondern für sich.
Solche Gewalt-Lern-Wochenenden, wie von Dir geschildert, sollten die Ausnahme bleiben (am besten ganz vermeiden!). Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sich das Wissen nur ins Kurzzeitgedächtnis hämmert. Ein Tag nach der Klassenarbeit ist es wieder weg! Wofür hat man dann gelernt?
Besser ist, Häppchen für Häppchen lernen und die früheren Häppchen mehrfach "wiederkäuen". Damit lernt man zum einen langfristig, zum anderen kann man den Klassenarbeiten entspannter entgegen sehen und man spart sich solche "Hammerwochenenden". Klar ist dabei Disziplin erforderlich. Und man muss lernen zu lernen. Das Dumme: genau das lernt man nicht in der Schule! Schade! Aber diese Lücke müsstest Du als Mutter (bzw die Eltern) versuchen zu schließen. (Ich weiß, dass das nicht einfach ist! Aber wenn die Kinder einmal kapiert haben, wie sie sich Lernstoff erschließen, hast Du gewonnen - und Deine Kinder auch!)
Gruß wiele
kiramarie am 20. Mai 2007 18:31 Ich gebe dir in allen Punkten völlig recht. Nur bei 4 Kindern verliert man auch manchmal den Überblick u.verlässt sich zeitweise auf die Aussage der Kinder,dass sie gelernt haben.Zudem kommt noch,dass mein Sohn (11)ADHS hat u.in Mathe große Schwierigkeiten.Eigentlich sollte er seit 5 Wochen schon nach Aussage des Lehrers in der Matheförderung sein,aber leider ist da bisher nichts passiert. Also musste ich jetzt leider mal wieder versuchen die Lücken zu schliessen.Seufz!
Ich wollte Dir mit meiner Antwort auch kein schlechtes Gewissen machen oder sagen, Du würdest alles falsch machen.
Ich kann gut verstehen, dass Du bei 4 Kids nicht immer den Überblick behalten kannst (ich habe 3 Kinder).
Zu dem ADHS-Problem kann ich Dir leider keinen Tip geben, da ich keine Erfahrung diesbezüglich habe.
Mach den Lehrer vielleicht nochmal darauf aufmerksam, was seit 5 Wochen dran wäre!
Vielleicht könntest Du - wenigstens ab und zu - prüfen, ob es stimmt, wenn Deine Kinder Dir sagen, die Aufgaben seien gemacht.
Gruß und viel Kraft!
wiele
kiramarie am 20. Mai 2007 20:34 Klar Stichproben mache ich ständig,wenn´s dann irgentwo hakt, wird natürlich geübt. Bin froh,wenn die die Schule alle hinter sich haben!Seufz!!!
Das Schlimme ist ja, dass die Eltern sich viel mehr verrückt machen als die Kinder :-(
kiramarie am 21. Mai 2007 06:41 Das stimmt leider. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Eltern sich so verrückt gemacht haben bei mir.Aber ich glaube,damals war der Druck auch noch nicht so groß wie heute.Finde den Kindern wird von den Schulen manchmal einfach zu viel abverlangt
Ergänzend zu meiner Antwort möchte ich noch erwähnen, dass an vielen Schulen, besonders an solchen mit hohem Differenzierungsaufwand, die Termine der Klassenarbeiten nach Rücksprache mit den Fachkonferenzen auf dem Hintergrund der in der Schulkonferenz festgelegten Grundsätze schulleitungsseitig für einen bestimmten Zeitraum festgelegt werden. An diese Termine muss sich jede Lehrperson halten. So werden Häufungen von Klassenarbeiten von vornherein vermieden.
kiramarie am 21. Mai 2007 23:29 Das ist dann wohl an unserer Schule nicht der Fall,denn alleine diese Woche schreiben sie 3 Arbeiten,gleich nächste Woche noch eine + 2 Test´s.Naja,aber mach mal was dran, mich ärgert das einfach nur.