Frage von EllieJade, 42

Ärger mit Mutter (schon wieder), was jetzt?

Hallo Leute,

ich bin 15, Schülerin der 10. Klasse und habe oft Probleme mit meiner Mutter. Zur Erklärung: Ich lebe bei ihr, mein Vater ist neu verheiratet, hat ein Alkoholproblem, trotzdem ein lieber Mensch. Sie respektiert meine Privatspähre nicht (dh. durchwühlt mein Zimmer, kommt einfach rein, während ich dusche usw.), ist sehr intolerant meinen Bedürfnissen gegenüber und schreit mich immer sehr schnell an obwohl sie ganz offensichtlich im Unrecht ist.

Jetzt grade war das Thema, dass sie auch in meinem Zimmer raucht. Ich habe es ihr verboten, seit der 2. Klasse gucken mich die Lehrer und Mitschüler schief an, weil ich wirklich nach Rauch stinke und nichts hilft. Ich bin eh schon sehr unbeliebt. Ich habe ihr das grade eben gesagt. Daraufhin ist sie beleidigt ins Wohnzimmer gegangen und hockt da immer noch. Ich nehme an, dass sie schmollt.

Ich würde ihr wirklich, wirklich gern die Meinung geigen, aber das endet dann damit, dass eine von uns heult, sie das alles umdreht, sodass sie im Recht ist und ich mich für das entschuldigen muss, was sie falsch gemacht hat. Nebenbei brauche ich noch was von ihr und ich will mir das heute Abend nicht mit einem Streit und unsinnigen Verboten zunichte machen.

Wir hatten es wirklich nicht leicht, aber sie hat mich, als ihre Ehe in die Brüche ging, als Therapeuten betrachtet. Zu der Zeit war ich 8 Jahre alt. Das tut sie jetzt immer noch und wundert sich dann, dass ich aggressiv werde.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Wie soll ich sie wenigstens vom Rauchen im meinem Zimmer abhalten? Sie meint immer, sie hätte Recht, nur weil sie älter und meine Mutter ist.

Danke für die Antworten ^^

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ille1811, 8

Hallo EllieJade!

Ich verrate dir mal was: Die Alkoholiker saufen, aber die Angehörigen, das sind die besonders Schlimmen!

Woher ich das weiß? Ich bin selbst eine Angehörige von Alkoholikern. Bevor es mir bewusst wurde, wie krank ich durch das Leben mit Alkoholikern geworden bin, mussten meine Kinder sehr unter meinem Verhalten leiden.

Stöbere mal auf der Webseite Nacoa.de. Nacoa ist für Kinder aus suchtkranker Familie. Die haben verschiedene Angebote, die du nutzen kannst.

Kommentar von EllieJade ,

Wie meinst du das mit den Angehörigen, die schlimmer sind?

Kommentar von Ille1811 ,

Liebe EllieJade!

Menschen, die ein Alkoholproblem haben, merken das irgendwann. Aber die Angehörigen, die mit diesen Menschen gelebt haben oder aktuell leben, haben durch das Leben mit einem alkoholkranken Menschen Strategien entwickelt, die allles andere als gesund sind. Nur sehen das die Angehörigen nicht ein. Wie habe ich damals gedacht? "Wenn mein Mann nicht mehr trinkt, ist alles in Ordnung." Das war aber nicht so.

Du musst das ja auch bei deiner Mutter erleben, dass nicht alles in Ordnung ist, nachdem deine Eltern sich getrennt haben.

Heute weiß ich durch den Austausch mit anderen 'Angehörigen', dass alle Angehörigen krankes Verhalten haben und auch nach einer Trennung vom alkoholkranken Menschen dieses Verhalten weiter haben. Das einzusehen fällt Angehörigen noch schwerer als es Alkoholkranken fällt einzusehen, dass sie ein Alkoholproblem haben.

Du findest auf der Webseite al-anon.de/Familienkrankheit auch Berichte von Kindern jeden Alters aus alkoholkranker Familie.

Antwort
von itslotta, 12

Wenn es so schwer ist mit ihr zu reden würde ich ihr mal alle meine genanken und meinungen aufschreiben vielleicht hilft dass und sie lässt mit sich verhandeln.
Sonst könntest du auch mit anderen(experten) darüber reden(kummer nummer)
Viel glück

Antwort
von AimeeOffiziell, 20

Es tut mir wirklich echt furchtbar leid aber ich sehe da echt nur eine Lösung. Bei diesen Problemen und deiner Erklärung fällt mir nur Jugendamt ein. Rede mit dennen, schau ob du erstmal wo anders unter kommst und schaue das deine Mama eine Therapie macht. Vielleicht hat sie eine Depression und du solltest als ihr Kind nicht darunter leiden. Vielleicht liege ich auch Falsch aber das ist das einzigste das mir einfällt. Auch wenn solch eine Veränderung nicht schön aber Hilfreich ist und für ein zukünftiges Glückliches leben beiträgt.

Ich wünsche dir alles gute und viel kraft!

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