kmoorschlatt am 04.11.2009 um 19:02 Uhr
Hallo! Ich habe ein Problem mit meiner KFZ-Werkstatt. Nach mehreren schlechten Erfahrungen habe ich die dann auch gewechselt. Jetzt bin ich mit einem Problem (vermutlich Zylinderkopfdichtung) zur neuen Werkstatt. Die raten mir aber, zu meiner alten Werkstatt zu gehen, da es möglicherweise der Folgeschaden einer alten Reparatur sei. Die alte Werkstatt habe Nachbesserungspflicht. Jetzt heißt es dort aber, es sei vermutlich kein Folgeschaden, sondern ein neues Problem. Wir kann ich Folgeschäden nachweisen, um dann die Nachbesserungsreparatur kostenfrei zu bekommen? Muss ein Gutachter her? Wie teuer ist ein Gutachter ungefähr? Oder ist es dazu schon zu spät, weil die Werkstatt schon eifrig am schrauben ist? Muss die Werkstatt mir einen Ersatzwagen stellen bis mein Fahrzeug fertig ist? Würde mich über Tipps sehr freuen!

Wurde der Zylinderkopf erneuert oder zumindest geplant ? In der Werkstatt haben die anscheinend nur das Problem behoben, ohne die Ursache entdeckt zu haben. So ein Motor wird ja nicht aus Jux und Tollerei heiss - entweder, in diesem Fall, Wasserpumpe oder Thermostat - oder anderweitig Wasserverlust. Bereits zu diesem Zeitpunkz hätten Wasserpumpe und Thermostat erneuert werden müssen. Wenn die nun behaupten, es sei kein Folgeschaden, sag ihnen: Es war die Ursache des erten Schadens.

Schwierig, kenn ich aus früheren Zeiten, wenn mal gepfuscht wurde bei uns in der Werkstatt. Am besten ist es man geht zu einer anderen, die erkennen dann in der Regel den Pfusch. Die alte Werkstatt jedoch wird den Fehler vertuschen. Lass dir jedenfalls alle Rechnungen, Teile und Arbeiten auflisten

So eine Kfz-Werkstatt ist Mitglied der Industrie- und Handelskammer.
Und da ruf mal an, die haben nämlich Schiedsmänner.
Und wenn Du Rechtschutz hast, laß Dich beraten.
Kronkorkenkugel am 4. November 2009 22:20 Der Schaden müsste genauer beschrieben werden ( vermutlich Zylinderkopfdichtung ist vage ).
kmoorschlatt am 5. November 2009 07:32 Im Januar fiel die Heizung aus, der Temperaturanzeiger ging nach kurzer Fahrzeit hoch und es war Öl im Kühlwasser. Man verwies auf ein elektronisches Problem. Auswertung der Messdaten dauerte ewig (angeblich Stress zwischen Vertragshändler und Zentrale) und man ließ mich zwei Wochen mit dem Wagen weiterfahren! Dann kam heraus, es war kein elektr. Problem, sondern Zylinderkopf und Zylinderkopfdichtung. Im Juni hatte ich wieder Öl im Kühlwasser. Da hieß es, es seien noch leichte Rückstände von der Sache im Januar. Kühlwasser abgelassen, neu aufgefüllt. Jetzt fiel vor drei Tagen wieder die Heizung aus, der Temperaturanzeiger ging hoch. Selbe Symptomatik wie im Januar. Allerdings soll jetzt angeblich Zylinderkopf und die Dichtung ok sein. Erste Diagnose der Werkstatt: vielleicht immer noch Rückstände von damals, ein kaputter Thermostat oder kaputte Wasserpumpe. Wohl kein Folgeschaden und daher keine kostenfreie Nachbesserungsarbeit. Da werde ich natürlich misstrauisch! Ist übrigens der Vertragshändler bei dem ich den Wagen auch gekauft habe.
jbinfo am 5. November 2009 00:49 @ReinerUnsinn, die IHK hat damit nichts zu tun. Du meinst die Kfz-Innung.
Danke für den Tipp! Habe heute Nachmittag die Nachricht erhalten, dass es - wie in Deinem Tipp vermutet - das Thermostat ist. Ersatzteil kommt morgen. Jetzt muss ich noch irgendwie durchkriegen, dass das Thermostat schon von Anfang an die Ursache gewesen sein könnte...