Frage von Lilly096, 130

"Ängstlicher" Hund, was tun?

Hallo,
Ich habe ein kleines Problem mit meinem Hund. Er ist 6 Jahre alt, ein Zwergpinscher und er ist kastriert( falls das wichtig sein sollte). Er ist ziemlich gut erzogen, auf meine Eltern hört er sehr gut und auf mich( ich bin 14 und weiblich) hört er auch ziemlich gut. Zwar klefft er immer wenn es klingelt oder wenn fremde Leute bei uns sind, woran wir uns aber mittlerweile gewöhnt haben. Das eigentliche Problem ist aber ein anderes: wir haben ein ziemliches großes Haus und auch unser Wohnzimmer ist ca. 70 Quadratmeter groß. Im Prinzip ist das gut, weil gerade Zwergpinscher viel Auslauf brauchen. Ich habe ihm auch immer seinen Ball( den er immer mitnimmt) durchs Wohnzimmer geworfen und das hat ihm sehr viel Spaß gemacht. Vor ca. einem Jahr haben wir aber unser Wohnzimmer renoviert und haben Laminat ausgelegt ( hatten früher Teppich). Jetzt ist da für ihn so etwas wie eine "Grenze". Er geht nur noch an der Wand lang( ihr müsst vielleicht wissen, dass unser Wohnzimmer um eine Ecke geht). Er traut sich überhaupt nicht mehr in die Ecken oder überhaupt weiter in die Mitte rein, sobald ich seinen Ball werfe holt er ihn nicht mehr und piepst die ganze Zeit weil er zu ihm will, sich aber nicht traut. Er tut mir total leid, weil er wenn er drinnen ist, kaum mehr laufen kann und die ganze Zeit auf einer Stelle liegt, gerade wenn schlechtes Wetter ist. Ich habe auch schon versucht ihm Wurst dahin zu legen aber selbst dann steht er da die ganze Zeit, will sie haben aber geht nicht weiter als 1-2 Meter. Meine einzige Erklärung ist, dass er immer rutscht aber andere Hunde trauen sich das doch auch und er ist jetzt total eingeschränkt. Ich dachte am Anfang auch es legt sich noch aber ich hab das Gefühl seine Angst wird immer größer und ich weiß einfach nicht woher das kommt, wie gesagt, er tut mir total leid. Wisst ihr woran das liegt und vorallem was ich dagegen machen kann, damit er wieder mehr laufen kann und nicht die ganze Zeit nur auf einer Stelle liegt? Ich weiß nämlich nicht mehr weiter.
Danke im Voraus!

Lg Lilly

PS: Hundeschule/- oder Trainer stehen nicht zur Auswahl, weil meine Eltern nicht bereit sind dafür Geld auszugeben

Antwort
von Fuchssprung, 45

Vermutlich ist er auf dem glatten Zeug einmal mit vollem Speed gerannt, ausgerutscht und hat sich weh getan. Da er vorher auf der gleichen Bahn nie ausgerutscht ist, war das eine neue Erfahrung für ihn und diese Erfahrung hat er sich eingeprägt. 

Du kannst ihm die Angst nehmen! Nimm ihn an die Leine und führe ihn hinter dir durch die Wohnung. An der "Grenze" bleibst du stehen, drehst dich zu ihm um und ziehst nur noch ganz leicht an der Leine. Beobachte deinen Hund ganz genau und sobald er auch nur einen einzigen Fuß nach vorn bewegt, hörst du auf zu ziehen und lässt die Leine locker. Wenn er sich darauf hin nach vorn bewegt, lässt du die Leine weiterhin locker, gehst aber langsam voraus über die "Grenze". 

Im Normalfall dauert es aber ein wenig länger. Nach dem dein Hund den ersten Fuß bewegt hat, wird er erneut "einfrieren". Dann ziehst du erneut ganz leicht an der Leine und lässt sie locker, sobald er wieder einen Fuß bewegt. Das Timing ist dabei ganz wichtig! Du darfst nicht dauerhaft ziehen! Und du musst locker lassen, so bald er sich bewegt! Er soll die Erfahrung machen, dass nichts Schlimmes passiert, wenn er sich nach vorn bewegt. 

Die Leine ist dabei eine Hilfe für ihn, wenn du sie richtig einsetzt. Du kannst sie mit nur zwei Fingern greifen und so den Zug dosieren. Es geht nicht darum, dass du deinen Hund über die "Grenze" zerrst, er soll sich selbst bewegen. Du lässt bei jedem seiner Schritte die Leine locker und so bald er mehrer Schritte macht, ziehst du gar nicht mehr. 

Irgendwann wird er dir langsam und vorsichtig folgen. Du gehst langsam voraus und zeigst ihm, dass er sich auch auf der glatten Fläche sicher bewegen kann. Wenn er ein paar Schritte gegangen ist, dreh um und führe ihn wieder auf den sicheren Bereich. Du musst seine Angst nicht beim ersten Versuch vollständig beseitigen. Außerdem steigst du in seiner Achtung, wenn du auf seine Ängste acht gibst und ihm Zeit lässt sie zu überwinden. 

Beim zweiten Versuch führst du ihn schon ein Stück weiter und den Rest kannst du dir denken. Irgendwann merkt er selbst, dass seine Angst unbegründet war.

Kommentar von brandon ,

Super Antwort. 🌷

Antwort
von maulwurfsohr, 40

Ich vermute mal, dass der kleine Kerl angenommen hat er könnte auf dem Boden ebenso gut laufen wie vorher beim Teppichboden und ist dann vielleicht sehr erschrocken als er gemerkt hat, dass er wegrutscht und hat daher so viel Angst. 

Wo hast du das Wurststück denn hingelegt wenn du sagst er geht zwei Meter und dann nicht weiter? Das klingt so als ob du es mitten in den Raum gelegt hast und geglaubt hast er geht da gleich direkt hin. Wenn er aber wirklich Angst hat über den Boden zu laufen dann ist jeder Schritt für ihn schon eine Überwindung. Also legst du das Leckerli am besten erstmal nur einen halben Meter vor ihm auf den Boden wenn er das geschafft hast kannst du die Entfernung immer mehr vergrößern bis er merkt, dass nichts schlimmes passiert und sich irgendwann wieder frei bewegt. Das kann jedoch einige Zeit dauern, wenn es schlimm ist auch Wochen. Wichtig ist, dass du ihn nicht überforderst.

Antwort
von Bitterkraut, 52

Zuerst mal solltest du draußen mit dem Hund Gassi gehen und spielen und ihn nicht im Wohnzimmer beschäftigen. Der Rest ist eine Frage von Geduld.

Antwort
von RayD94, 44

Vielleicht gefällt ihm der Boden einfach nicht weil es rutschig ist oder seine Krallen Geräusche machen. Versuch mal einen/ein paar Teppich/e so 1-2 Meter in den Raum zu legen, ob dein Hund darauf geht.
Vielleicht gefällt es ihm ja besser.
Ansonsten kannst du versuchen ihn daran zu gewöhnen indem du mit ihm öfters den Boden abläufst und ihm ein paar leckerli gibst. Vielleicht wird es ja davon besser mit der Zeit

Antwort
von nomorewar7, 60

Guck dir doch mal martin rütter oder den hundeflüsterer auf vox an, sind manchmal gute tipps dabei, hat er schlechte erfahrungen gemacht mit normalem boden in der Wohnung oder so ... wie du das machst ist es schon gut, mehr kann man nicht machen, ausser vll immer wieder mit ihm spielen und vor ihm auf dem boden laufen um ihm die angst zu nehmen.ansonsten eben mehr raus gehen oder teppich auslegen..

Kommentar von Bitterkraut ,

Der Hundeflüsterer auf Vox ist ein Hundequäler - nicht zu empfehlen. Der würde dem Hund vielleicht Luftballons oer klapperzeug auf den Rücken binden, damit der Hund sich an Stress gewöhnt oder dergleichen.

Kommentar von nomorewar7 ,

Jooo wahrscheinlich😂

Kommentar von Bitterkraut ,

Wie nennst du denn jemanden, der Würgehalsbänder,  Tritte in die Hoden, Elektroschocks anwendet, nennen? Jemanden, der einen Hund solangen würgt, bis der vor Atemnot zusammenbricht und der das dann Erziehung, bzw Unterwerfung nennt? Jemanden, der mit Angst und Meideverhalten arbeitet?

Kommentar von nomorewar7 ,

Das hab ich jetzt noch nicht gesehen, er hat immer ohne gewalt gearbeitet, und das sozialverhalten der hunde gestärkt durch legitime methoden ( andere hunde, sport, leckerlis )..

Kommentar von Bitterkraut ,

Ich kenne reichlich Videos, die z.T aus dem Netz genommen wurden, wo er Hunde quält.

Kommentar von Bitterkraut ,

https://www.youtube.com/watch?v=AaJXlJRRvAc oder das hier, wo der Hund wieder und wieder aufs Laufband gezwungen wird? Was könnte das mit Erziehung zu tun haben? Oder mit Sozialisierung? Guck dir ma die Körperhaltung des Hundes an, der ist psychisch am Ende.

Kommentar von brandon ,

@ Bitterkraut

Was erzählst Du denn da?

Du scheinst überhaupt keine Ahnung zu haben was C.M. in seiner Sendung macht.

Ich habe alle oder fast alle Folgen von ihm gesehen und er hat in keiner davon einem Hund in die Hoden getreten und das was hier als getreten bezeichnet wird ist ein anstupsen mit dem Fuss.

Zwei mal hat er mit einem Elektroschockhalsband gearbeitet und das bei Hunden die sich dummerweise selbst in Gefahr gebracht haben. 

Das eine war ein Hund der die Reifen eines Traktoren angegriffen hat obwohl er dabei schon schwere Verletzungen davon getragen hat, das andere war sein eigener Hund der bei einem anderen Hundetrainer lernen sollte sich von  Giftschlangen fern zu halten. Da es in Californien öfter passiert das Hunde durch einen Schlangenbiss sterben. 

Das soll Tierquälerei sein? 

Die Stachelhalsbänder stammen alle ausschließlich von den Hundebesitzern und nicht von C.M.

Ein Hund wurde von ihm gewürgt bis er aus Atemnot zusammenbrach? 

Diese Folge habe ich dann wohl verpasst.


Kommentar von Bitterkraut ,

Ja, sowas darf im deutschen TV nicht gezeigt werden - ich hab genug gesehen, wie er Hunde bedroht und fertigmacht. auch im TV, nur ohne offensichtliche Quälerei. da hast du was verpaßt.

Kommentar von brandon ,

Der würde dem Hund vielleicht Luftballons oer klapperzeug auf den Rücken binden, damit der Hund sich an Stress gewöhnt oder dergleichen. 

So ein Quatsch, Du scheinst nicht viel über Cesar Milan zu wissen. Er hat in seiner Sendung schon oft Hunden mit Ängsten geholfen.

Ängste bei denen er geholfen hat:

Angst vor einem Kompressor

Angst vor einer Waage

Angst vor Hustengeräusch

Angst vor anderen Hunden

Angst vor Müllcontainer

Angst vorm Autofahren

Angst vor Busfahrten

Angst vor Hundespielzeug

Angst vor Treppen

Angst vor glatten Böden hat er mehrmals geheilt

Babygirl hatte vor fast allem Angst und keiner dieser Hunde wurde gequält.

Schau es Dir doch mal an und erzähle nicht C.M. ist ein Tierquäler.

Ich finde auch nicht alles gut was ich von ihm gesehen habe aber er ist weder ein Sadist noch ein Tierquäler.

https://m.youtube.com/watch?v=n6I6kLTD\_Ec

Kommentar von Bitterkraut ,

Es gibt ein Video, wo er genau das macht, einem Hund so ein Zug auf den Rücken bindet, wenn ich die Senderverwechselt hab, tut mir leid, CM hab ich sicher nicht verwechselt.

Kommentar von LillyFee000 ,

Cesar Milan läuft auf Sixx... Martin Rütter ( arbeitet ohne Gewalt ) läuft auf VOX...

Kommentar von Lilly096 ,

Naja, also das kann man kaum als Hilfe betrachten: https://m.youtube.com/watch?v=b7GrktO29E0
Für mich ist das tierquälerei und wer das nicht genauso sieht ist nicht fähig Hunden zu helfen bzw. überhaupt welche zu halten

Kommentar von brandon ,

Ich bin sehr wohl fähig einen Hund zu helfen und ich halte seit 40 Jahren Hunde und ich empfinde Deine Behauptung als Frechheit und Beleidigung.😕

Kommentar von Bitterkraut ,

Millans Folter-Repertoire:

Wenn auch die PR-Bilder Millan lächelnd und umgeben von scheinbar glücklichen Hunden präsentieren: Er provoziert, fixiert, bedroht, bedrängt, ja terrorisiert die Hunde. Diese zeigen die ganze Palette an Beschwichtigungssignalen, möchten Frieden, ausweichen oder aus der misslichen Situation heraus. Das lässt Millan nicht zu, denn der Hund muss sich ihm unterwerfen, was er dann als «Entspannen» bezeichnet. Stellt der verängstigte Hund jegliches Verhalten ein und wartet «eingefroren» auf die Erlösung, feiert sich Millan als Bezwinger.

Mit der Leine provoziert Millan gerne den Machtkampf. Will sich der Hund nicht darauf einlassen, reizt er den Hund mit einem Fusskick in die empfindlichste Stelle des Hundekörpers. Oder er bearbeitet sein Opfer mit feinem Rucken an der dünnen Würgeleine, die direkt und schmerzhaft hinter den Ohren durchgeht. Die Leine wirkt auf die seitlichen Halsschlagadern, wo schon leichtes Zuziehen die Blutzufuhr zum Gehirn unterbricht

 http://www.wuestenwolf.de/?p=8267

Du kennst scheibar nur die entschärften Filme,die überhaupt in De gezeigt werden durften.

Kommentar von Bitterkraut ,

https://www.youtube.com/watch?v=A_W5i5RmDb8 hältst du das etwa für gewaltfrei? Der Typ erkennt kein einziges Beschwichtigungssignal des Hundes. Er zerrt ihn rum, hebt ihn am Halti hoch - das nennst du "hundeflüstern"?  Ich nenn das brutalen Umgang mit einem Hund.

Kommentar von Bitterkraut ,

ja da hat er nen Vollwürger.

Kommentar von nomorewar7 ,

Manchmal muss man härter durchgreifen um tiere zu heilen und der hund war mega aggressiv im video. Es gibt z.b. auch "knochenbrecher" die pferde heilen

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community