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ängstlicher Hund soll im Urlaub betreut werden, Hat aber irrsinnige Angst vor Erwachsenen.

Frage von Mick77 Mick77

Hallo, unser Hund (Cavalier King Charles Spaniel) kam als Welpe zu uns. Da ich in seinem 1. LJ permanent bei ihm war kann ich klar sagen, er hat NIE eine schlechte Erfahrung gemacht! Vorerst ging er auch auf jeden fröhlich zu, ungefähr als er in die Pupertät kam ( Pinkeln mit Bein heben etc) setzte bei ihm eine unbändige Angst vor Erwachsenen ein. Es darf Niemand außer mein Mann und ich ihn anfassen, der halbwegs Erwachsen ist. Das kurriose: meine Tageskinder dürfen ALLES! Sie spielen, toben, etc, und von Angst keine Spur! Auch draußen z.b. im Stall darf auch jedes fremde Kind ihn anfassen. Bückt sich ein Erwachsener dreht er durch, bellt, rennt wie der Teufel weg, und ist außer sich!

Auch hat er angefangen zu bellen,, wenn die Tageskinder von ihren Eltern gebracht werden, die macht u.a. auch einen MEGA schlechten Eindruck!

Im nächsten Urlaub wollen wir einen Urlaub ohne Hund machen (Fliegen) und fragen uns, wie er/bzw. der betreuende das mit ihm schaffen soll! Meine Mum würde ihn nehmen aber sie darf ihm weder Leckerli reichen, geschweige denn Anleinen. Oder streicheln. Wie würdet ihr vorgehen??

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Antworten (5)

  • 5
    Antwort von niska niska

    Zunächst mal kann man euren Hund aus der Entfernung nicht einschätzen was seinen Charakter insgesamt angeht, aber ich würde zumindest mal raten, dass ihr ein ziemliches Sensibelchen abbekommen habt.

    Aber abgesehen davon, seid ihr ganz sicher, dass er nicht irgendwann mal ein prägendes Erlebnis hatte? Vielleicht hat er ja sein Beinchen irgendwann mal an irgendeinem Gartenzaun gehoben und irgendein Irrer ist auf ihn los, was dann entsprechend seines sensiblen Charakters zu dieser Angst geführt hat.

    Aber unabhängig davon ob das nun so gewesen ist, hat hanco schon irgendwo recht. Ein Hund braucht eine sichere Führung durch emotional solide Menschen - ein sensibler Hund um so mehr, weil gerade solche Hunde absolut sensibel auf das Verhalten ihrer Menschen reagieren. Da reicht es vielleicht schon, wenn Herrchen oder Frauchen nervös oder beunruhigt sind, sobald sich ein Erwachsener dem Hund nähert.

    Ich persönlich halte euer Problem für ein ziemlich großes (Ich weiß: Womöglich findet ihr das ganze nicht so schlimm, vielleicht findet ihr es einfach nur ein bisschen nervig - aber der Hund hat kein normales Leben und das ist schlimm. Punkt.) und deshalb würde ich persönlich zu nem guten Hundetrainer gehen. Womöglich einer der sich Verhaltenstrainer nennen kann (bei der Suche nach sojemandem immer schön auf die Qualifikationen achten - je renomierter, desto besser). Und erst wenn das Problem gelöst ist würde ich damit anfangen den Urlaub zu planen.

    Kommentar von Izusa IzusaIzusa

    @ DH

    Kommentar von Portbatus PortbatusPortbatus

    Sehr gut

  • 3
    Antwort von guterwolf guterwolf

    Hängt viel davon ab, wie ihr in solchen Situation am Anfang reagiert habt: den Hund betüddelt, auf den Arm genommen, ihm beruhigend zugesprochen, ihn gestreichelt? Damit hättet ihr sein Verhalten bzw. seine Angst verstärkt und das jetzt raus zu bekommen ist ein langwieriger Prozess und erfordert von euch Konsequenz, ignorieren seines Verhaltens und belohnen wenn er nicht mehr ganz so schlimm reagiert.

    Unser 3. Hund war "gefährlich", ließ nur bestimmte Menschen an sich und wir hatten das Problem, auch ihn während eines Urlaubs unterzubringen. Wir fanden eine sehr gute Hundepension und hatten uns schon damit abgefunden, dass unser Hund 2 Wochen im Zwinger bleiben muss, keinen Auslauf bekommt. Doch oh Wunder: wir riefen jeden Tag an und fragten nach und am 3. Tag sagte man, man wäre mit unserem Hund spazieren gewesen, was wir gar nicht glauben konnten und dachten, man will uns nur beruhigen.

    Als wir unseren Hund wieder abholten kam er gerade mit der Besitzerin vom Spaziergang zurück, war fröhlich, ließ sich von ihr anfassen und streicheln....

    Damit will ich sagen, dass Leute, die ein Händchen für Hunde haben, auch Problemhunde betreuen können....

  • 1
    Antwort von MissWunderin MissWunderin

    Kann man ihn denn bis zum Urlaub nicht langsam an Deine Mutter gewöhnen? Manche Tiere "fremdeln" halt stark, aber mit viel Zeit, Geduld und Einfühlsamkeit wird er sie doch bestimmt irgendwann akzeptieren, oder? Notfalls mal einen Hunde"Psychiater" befragen

  • 0
    Antwort von Mick77 Mick77

    Danke schon mal für eure Antworten! Wir haben mit der Hundeschule aufgehört als er anfing permanent alles nurnoch zu markieren, spielen war nicht mehr möglich, und die gestellten Aufgaben machten wir gemeinsam stehts gut. So entschieden wir, das wir " nur fürs pieschern" nicht hinfahren müssen. Kurz darauf begann das "Erwachsenenproblem". Ich habe heut bei unserer Hundeschule angerufen und nen Termin vereinbart. Wir wollen versuchen ihn wenigstens an meine Mutter zu gewöhnen. Falls ihr hierzu Ideen habt freue ich mich SEHR über weitere Zuschriften!

    Wobei mich die Zeilen von Niska doch sehr bewegen. Recht hat er schon. Heut hab ich meinen kleinen vor der Apotheke angebunden, und musste rausrennen, weil er wie verrückt kläffte. (Dies tut er gewöhnlich nicht) Da hatte er sich lt. einer Passantin so vor einem anderen Hund so erschrocken, das er sein Halsband von der Leine zerriss, indem der Ring abriss!!! Ich bin entsetzt, das es so schlimm ist! Er duckt sich auch sofort, falls er mal angesprochen wird von " netten" Hundemenschen. Und sieht zu das er weg kommt. Ganz wenige Menschen scheint er zu mögen. Bei einem Freund von uns setzt er sich in stillem Einverständniss auf den Fuß mit dem Rücken zu unserem Freund und lässt sich dann kraulen. Und nein- trotz massiven einwirken von mir, kann unser Freund ihn leider nicht nehmen.. :(

    Falls ihr hierzu Ideen habt freue ich mich SEHR über weitere Zuschriften!

    Kommentar von niska niskaniska

    Deswegen würde ich euch eher zu einem Hundepsychologen raten, nicht unbedingt zu einer Hundeschule - vor allem in Vereinen sind da nämlich manchmal "Hobbytrainer" aktiv, die nicht viel von Verhaltenstherapie verstehen. Wenn der Hund den Grundgehorsam lernen soll, mag das ok sein, aber auch wenn man keine "Diagnose" per Internet stellen kann, kann so ein extremes Verhalten schon auch klinische Ursachen haben. Ich bin mit meiner Hündin auch erst nach fast einem halben Jahr "normalen Trainings" (übrigens auch deshalb, weil sie in die Wohnung gemacht hat) zu einer Hundepsychologin gegangen (zu der mir übrigens die Trainerinnen der alten Hundeschule geraten haben, weil sich auch nach langer Zeit des Trainings Probleme ergaben) und habe bei der dann nach ein paar Monaten festgestellt, dass meine Hündin eine subklinische Schilddrüsenunterfunktion hat.

    Wie gesagt: Er könnte einfach nur ungewöhnlich sensibel sein (hab ich schon gesehen), er könnte bei einem so extremen Verhalten aber auch ein psychisches oder physisches Problem haben - auch wenn es nur in wirklich seltenen Fällen vorkommt: Nicht immer liegt die alleinige Schuld beim Hundehalter. Ich hab das selbst erlebt. Glaub mir - auch wenn es mir nicht gerade weiterhilft, weil die Arbeit mit dem Hund ja nicht einfacher oder weniger wird - aber sich nichtmehr ständig selbst in Frage stellen zu müssen, weil man macht und tut und der Hund zeigt trotzdem noch anormales Verhalten, ist schon ne kleine Erleichterung.

    Wünsche euch viel Glück!

  • 0
    Antwort von hanco hanco

    Diese Angst kommt nicht von schlechten Erfahrungen sondern von falschen Vorbildfunktionen - das seid ihr als Rudelführer. Geht mit ihm in eine Hundeschule. Dort kann euch geholfen werden.

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