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Ängstliche Katze

gefragt von MautzMautz am 18.02.2008 um 6:11 Uhr

Hallo ..... ich habe da ein Problem bzw. brauche euren rat. Gestern habe ich mir über den Tierschutz eine junge Katze geholt. Sie ist jetzt zwischen 3-4 Monate. Aber sowas ängstliches habe ich noch nie gesehen. Zur Zeit verkrischt sie sich in die hintersten Ecken. Ich lasse se jetzt auch in Ruhe weil ich se nicht bedrängen will. Aber eine Dauerlösung ist das ja nun auch nicht. Was kann ich tun um das se sich an uns gewöhnt?? Die Nacht hat se wenigstens schon mal gefressen. Kann mir jemand nen Tip geben?? Weil se ist wirklich total süß aber halt so ängstlich. Danke im voraus. Liebe Grüße Mautz


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evistie
beantwortet von evistie am 18. Februar 2008 06:50
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Hallo, Mautz, Glückwunsch zu Deinem neuen "Lebensgefährten"! Es ist schön, daß Du einer heimatlosen Katze ein neues Zuhause geben willst.

Du bist schon mal auf dem richtigen Weg, wenn Du sie jetzt völlig in Ruhe lässt. Du kannst Dir nicht annähernd vorstellen, wie verunsichert das Tier durch die vorangegangene Zeit ist - und nun schon wieder eine neue Umgebung! Da ist verkriechen das erste Mittel der Wahl. Dass sie frißt, ist schon mal ein gutes Zeichen! Mein Tipp: mach zunächst keinen Versuch, mit ihr Kontakt aufzunehmen! Stell unauffällig fest, wo sie sich versteckt hat, und dann tust Du, als wäre sie gar nicht vorhanden. Kannst gerne Selbstgespräche führen, in der der Katzenname häufig vorkommt ;o), aber ansonsten ist sie Luft für Dich. Eine gesunde, neugierige Katze wird nach wenigen Tagen (es kann aber auch länger dauern!) von sich aus erste Kontaktversuche unternehmen. Bleib dann zurückhaltend und lass die Katze bestimmen, wieviel Streicheleinheiten sie von Dir haben möchte (und ob überhaupt). Hat man Dir etwas von der Herkunft der Katze erzählt? Hat sie eine "wilde" Mutter? Dann kann dieser Prozess unter Umständen länger dauern. Als "Dosenöffner" hast Du natürlich unschlagbare Argumente für eine Annäherung im Napf... :o)

Bei aller Behutsamkeit, die Du jetzt haben solltest, denke doch bitte daran, Deine Katze baldmöglichst einem Tierarzt vorzustellen. Der kann und wird Dir sagen, ob Deine Katze gesund ist, welche Impfungen sie braucht, usw. Das ist wichtig! Denn auch, wenn man Dir versichert hat, Dein Tier wäre gesund und geimpft (Impfpass??) - es kann sich längst bei anderen Tieren angesteckt haben. Sollte sie also plötzlich nicht mehr fressen wollen - dann musst Du sie leider doch "mit Gewalt" einfangen und sofort zum Tierarzt gehen!

Ich wünsch Dir und Deiner Mieze viel Glück!

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 18. Februar 2008 07:48

Ganz super, die Antwort, evistie! Ein riesiger DH (Daumen hoch für die Newbies) von mir!

Kommentar von A771c1885496c251388a1b89bbe694edsmallkoira1975 am 18. Februar 2008 08:29

DH!!


RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 18. Februar 2008 13:57
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Nur noch zum Trost und zur Beruhigung - denn das Wichtigste wurde schon geschrieben: Wir hatten auch so ein "Angstkätzchen" - Merlin kam rund drei Monate nicht unter dem Küchentisch vor, unter dem ich ein Katzennestchen gebaut hatte. Aber plötzlich kam die Wndlung über Nacht: So ein liebes, kuscheliges und rührendes Katzentier hatten wir seither noch nie wieder....


anonym
beantwortet von anjanni am 18. Februar 2008 09:35
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Ach - bei unserer hat das damals auch zwei Wochen gedauert.

Wir haben uns oft in der Nähe (nicht zu nah, aber in Sichtweite) ihres Verstecks auf den Boden gesetzt und ein Buch gelesen - also uns ziemlich still verhalten. So hatte sie Gelegenheit, uns ein wenig zu beobachten und kennenzulernen.

Irgendwann kam sie dann wenigstens zum Fressen in unserer Gegenwart hervor.

Inzwischen ist sie so ein verschmuste Katze, wie man es sich nur wünschen kann!

Kommentar von Simple_avatar7smallPerserkatze am 20. Februar 2008 08:43

Du kannst dich auch in ihre Nähe setzen und laut vorlesen. So hört sie deine Stimme und gewöhnt sich daran.


Retzlaff
beantwortet von Retzlaff am 18. Februar 2008 09:57
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Also ich habe im Dezember 2 Katzen aus dem Tierheim geholt. Der eine kleine war weniger ängstlich, das Weibchen bis heute, bsp. Staubsauger, Klingel etc. Jedoch ist sie schnell aufgetaut und zur richtigen Schmuserin geworden. Aber lass ihr Zeit, sie kommt von alleine raus. Rede mit ruhiger Stimme, vermeide laute Geräusche. Stelle möglichst alles, was sie braucht, in den Raum, wo sie sich jetzt befindet, Napf, Klo etc. Sie wird schnell zutraulich werden, hab einfach Geduld.


tradaix
beantwortet von tradaix am 18. Februar 2008 09:59
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Hinweise zum Vertrauensaufbau wurden von evistie und Tanzwiesel ausreichend erläutert. Daher von mir zur Gesundheit ergänzend

Katzen-Impfplan (keine Vorschrift)http://www.katzenmagazin.eu/katzeundgesundheitkatzenkrankheiten/katzenimpfungen/...

Ich entwurme meinen Kater halbjährlich. Die Extra-Fahrt zum Tierarzt plus Spritze sind mir zu aufwendig und zu teuer. Untermischen einer zerkleinerten Tablette ins Futter wurde nicht angenommen (Fressverweigerung). Seitdem benutze ich ein flüssiges Mittel in Einwegpipetten, das im Nacken aufgetragen wird. Es ist "Droncit® Spot-on" und in der Apotheke erhältlich.


Angela2305
beantwortet von Angela2305 am 18. Februar 2008 06:56
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Hallo und Guten Morgen, evistie, hat schon alles geschrieben was wichtig ist. DH. Wichtig ist vor allen Dingen dass die Kleine jetzt erst mal Ruhe hat und sich eingewöhnen kann. Alles Gute Euch beiden.


geheim
beantwortet von geheim am 23. Februar 2008 05:47
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und wenn du mit ihr soweit bist, dass du mir ihr richtig spielen kannst, dann bau Schritt für Schritt Selbstbewusstsein mit ihr auf. Ich hatte in Deutschland auch u.a. eine sehr schüchterne Katze, die aber mit mir und einem Seil (ein dünner Stab geht auch) spielte, an dessen Ende ich ein paar Federn befestigt hatte (Federn hat sie geliebt und hat sich richtig ausgetobt, wenn ich damit mit ihr gespielt hab). Naja, am Anfang traute sie sich kaum, auf das Seilende zu springen. Ich zog es langsam vor ihr her, machte leichte "mäusische" Bewegungen mit dem Seil. Ganz zaghaft fasste sie manchmal mit einer Pfote zu. Ich lobte sie dann sofort ganz sanft dafür, und schon während des Spiels ließen sich Erfolge feststellen. Schon am Ende einer "Session" brachte sie manchmal den Mut auf, mit zwei Pfoten auf die Federn zu springen!

.
Am Anfang halte ich Seil oder Stab für die geeignetesten Spielzeuge, weil man damit der KAtze nicht zu nahe kommen muss und ihr im wahrsten Sinne des Wortes SPIELraum lassen kann.

.
Viel Glück und Erfolg mit dem Kätzchen! Ich finde es toll, dass du ihm ein Zuhause gegeben hast!


Mautz
beantwortet von Mautz am 18. Februar 2008 07:00
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Danke für die schnelle ausführliche Antwort. Ich befürchte das es bei ihr wohl sehr lange dauern wird bis sie etwas vertrauen fasst. Sie ist draußen geboren wurde erst vor ca. 14 Tagen von dem Tierschutz aufgenommen. Sie hat also sogut wie noch gar keinen Kontakt zu Menschen. Ich hatte ihr gestern das Futter über Nacht stehen lassen, so hat sie dann auch schön gefressen weil sie alleine war. Nun überlege ich ob ich ihr erst mal nichts hinstelle wenn se alleine ist, sondern nur dann wenn ich auch da bin so das sie mich sieht. Aber ihr trotzdem ihre ruhe lasse. Oder wäre das verkehrt?? Geimpft ist sie noch nicht nur entwurmt. Nochmals danke

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 18. Februar 2008 08:16

Mautz, das ist genau richtig. Essen geben, wenn du da bist, dann stellt sie eher den Bezug zwischen Futter und "Dosenöffner" her. Viel Glück und Freude auch von mir mit deinem kleinen Zwerg. Ich vermute mal, dass der Tierschutz den kleinen Racker schon hat vom Tierarzt gründlich untersuchen lassen, da hats also noch nicht soooo Eile, den Tierarzt noch mal aufzusuchen. Das hat Zeit, bis sie sich bei dir eingewöhnt hat.

Unterschätze übrigens Katzen nicht. Wenn sie bislang noch keine schlechten Erfahrungen mit Menschen hat, ist es möglich, dass sie sehr schnell zutraulich wird. Wir haben schon etliche Katzen bei uns aufgenommen, und länger als ein, zwei Wochen hat es nie gedauert, dass sie zutraulich wurden.

Ach ja, noch ein Tipp in GF-Sache: Wenn du noch weitere Fragen hast, dann stelle sie nicht als Antwort ein, sondern kommentiere den Beitrag, den du am Besten fandest, in diesem Fall bestimmt evistie. So wird dann evistie deinen Kommentar erhalten und dir antworten. Sonst sieht sie evtl. deine weiteren Fragen nicht.

Kommentar von A7ee77a58b6a4f516be279d53e83a9aesmallevistie am 18. Februar 2008 08:55

Mautz, besser als Tanzwiesel könnte ich das auch nicht formulieren. Bitte hab viel Geduld - Deine Katze hat bisher wohl nur "schlechte" Erfahrungen mit Menschen machen können (gejagt, gefangen, gegriffen, eingesperrt worden...), das muss erstmal durch viele positive Eindrücke bei Dir (Ruhe, Fressen, liebe Worte, nichts gewaltsames...) kompensiert werden.


Perserkatze
beantwortet von Perserkatze am 20. Februar 2008 08:49
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Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Nur noch eins: Wenn du merkst, sie taut langsam auf, kannst du dich auch mal in die Nähe setzen und mit einer Spielangel einfach so für dich spielen (sie über den Boden ziehen, etc.). Viele Katzen können sich dann nicht zurückhalten und "greifen dann irgendwann an". Spiele sind eine gute Methode, das Band zwischen dir und deiner Katze zu festigen.

Kommentar von 529436c4866082f76848dc3ebea8edffsmallMautz am 20. Februar 2008 15:20

So langsam machen wir vortschritte. Wir dürfen uns jetzt schon mal zu ihr setzen und sie kraulen das genießt sie ja total. Aber aus ihren Verstecken mag sie trotzdem nicht kommen. Und sie mag auch nicht hoch gehoben werden. Aber das wird schon alles noch kommen. Im Moment haben wir ganz andere Probleme, denn unsere süße kleine "Sweenie" ( so heißt se) hat leider letzte Nacht Würmer erbrochen. Hab se Fotografiert und geh damit gleich zum Doc. Denn mit ihr geht ja schlecht.... Naja hoffentlich bekommen wir das mit der Entwurmung hin. Sie wird mich hassen glaub ich...Aber was muß das muß ja nun mal.


Mautz
beantwortet von Mautz am 20. Februar 2008 21:46
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Also nachdem ich jetzt mit einem Foto der erbrochenen Würmer beim Tierarzt war meinte dieser das es Spulwürmer sind und gab uns von BAYER das advocate mit. Da dies ja nun mal kleine Pipetten sind konnte ich eben schon mal eine drauf machen. Hoffe das es meiner kleinen Maus bald besser geht. Hat denn jemand schon mal das advocate gehabt und kann mir seine Erfahrungen berichten. Vorallem weiß ich nicht ob und wann ich das nochmal wiederholen muß. Sobald sie etwas zutraulicher ist werde ich auch direkt mit ihr zum Tierarzt gehen im mom. ist es aber eindeutig zuviel Streß für sie. Aber es ist echt ne süße Maus...


Mautz
beantwortet von Mautz am 28. Februar 2008 11:05
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Wollte mal berichten wie es jetzt mit unserer Sweeny läuft. Also sie hat sich schon schwer gemacht. Sie schmust und spielt, wird sogar schon frech. Hat meinem Mann in den Fuss gebissen beim Spielen. Sie frisst jetzt in unserer Gegenwart. Allerdings muß ich dazu sagen das wir ein wenig getrickst haben. Denn um ihr etwas die Angst zu nehmen habe ich mir in der Apotheke von Dr. Bach die Rescue Tropfen besorgt. Und sie scheinen gut zu wirken. Denn es wird echt von Tag zu Tag besser. Klar gibt es immer noch Situationen wo sie sehr scheu ist und sich versteckt. Aber sie kommt auch alleine wieder aus ihrem Versteck hervor. Das hat sie ja am Anfang gar nicht gemacht. Jetzt suchen wir nur noch ein gutes Katzenstreu was den Urin geruch überdeckt. Denn grade morgens riecht man es ganz schön. Dabei haben wir schon das Premium Exellent mit Babypuderduft. Weiß denn jemand ein gutes Klumpstreu?? Weil es sollte aufjedenfall klumpen und nicht soooo stinken. Nächste Woche werd ich dann mit Sweeny auch mal den Schritt zum Tierarzt wagen. Damit sie geimpft werden kann. Aufjedenfall ist es echt eine total süße Maus. Und ich bin echt froh das wir se geholt haben. Liebe Grüße


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