Frage von RedPanther, 23

Änderungskündigung als Arbeitnehmer... Wie genau?

Hallo,

ich arbeite aktuell in Vollzeit, kann aber wegen Studium ab Oktober nicht mehr so viel arbeiten. Um die Finanzen während des Studiums zu sichern und weil mir der Job einfach Spaß macht, möchte ich als Aushilfe weitermachen . Ich war früher schon in einem Aushilfsverhältnis beschäftigt, ähnlich dem wie ich es mir jetzt vorstelle. Mein aktueller Arbeitsvertrag ist sogar nur eine "Aufwertung" des ursprünglichen Aushilfsvertrags.

Da mein Arbeitgeber händeringend Leute sucht, die wenigstens ein paar Schichten arbeiten, ist davon auszugehen dass ich als Aushilfe gern gesehen bin, wenn ich denn schon nicht mehr Vollzeit kann.

Ich hätte ja gerne aufgrund einer Einigung mit meinem Arbeitgeber einen Änderungsvertrag abgeschlossen, jedoch ist unsere Führungsriege gerade wegen Urlaub und Krankheit nicht abkömmlich, und in spätestens zwei Wochen müsste ich kündigen, um die Kündigungsfrist einzuhalten. Demnach wird das mit dem einvernehmlichen Änderungsvertrag also aufgrund unglücklicher Umstände nicht zustande kommen. Ich selbst arbeite bis zu dem Termin, an dem ich spätestens kündigen muss, quasi nonstop durch. Habe also auch nicht unendlich viel Zeit.

Die Personalverwalterin war am Telefon auch eher phlegmatisch... "Schicken Sie mir halt Ihre Kündigung...gähn..."

Da ich zum Oktober definitiv aus meinem jetzigen Vertrag raus sein muss und vllt einfach etwas Druck nötig ist, damit sich jemand für mein Anliegen interessiert, muss ich also kündigen. Als Änderungskündigung.

Meine Fragen nun: Kann ich eine Änderungskündigung schreiben, und praktisch den alten Aushilfsvertrag als Anhang ranhängen, wie ich es gerne ab 1.10. wieder hätte?

Oder kann ich auch nur den Nachtrag, der aus der Aushilfstätigkeit eine Festanstellung gemacht hat, kündigen?

Oder muss ich alles einzeln ausformulieren, was im Aushilfsvertrag anders ist als in der Festanstellung? Das gäbe ziemlich viel Text...

Des Weiteren: Findet jemand im Netz ein Muster zu einer Änderungskündigung vonseiten des Arbeitnehmers?

Grüße!

Antwort
von BrandnerKaspar, 9

Eine Änderungskündigung ist eine Kündigung, bei der der Gegenseite gleichzeitig der Abschluss eines anderen Vertrages angeboten wird.

Die Gegenseite kann dadurch aber nicht gezwungen werden, den neuen Vertrag anzunehmen.

In Deiner Situation kommt es darauf an, den jetzigen Vertrag fristgerecht zu kündigen. Das kannst du mit einer schriftlichen Kündigung erreichen, die du sofort abgibst. (Hiermit Kündige ich den Arbeitsvertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt, Unterschrift) Wichtig: Zugang sicherstellen, z.B. durch Eingangsbestätigung der Personalverwalterin.

Jetzt schon einen neuen, fertigen Vertrag anbieten, macht keinen Sinn.

Sobald der Chef wieder da ist, bittest du um eine Gespräch und ihr vereinbart den neuen Vertrag. Dabei könnt ihr flexibel alles so regeln, dass  es für beide Seiten passt. (Du kannst in deiner Kündigung in einem zweiten Satz reinschreiben, dass du um ein Gespräch bittest wegen Besprechung einer Nachfolgeregelung.)


Antwort
von Lumpazi77, 7

Die Lösung ist einfach:

Kündige Deinen jetzigen Vertrag und biete Deine Weiterbeschäftigung als Aushilfe an.

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