Wie schon gesagt, kommt es darauf an was in Deinem Arbeitsvertrag steht. Ob da Nahverkehr erwähnt wird. Bei mir z.B. Steht im Arbeitsvertrag: "Für alle im Betrieb anfallenden Verkehre...." steht sowas drin, kannst Du Dich nicht dagegen wehren. Ich glaube, daß Du mit Deinem Chef darüber reden kannst, zumindest wie das Arbeitsverhältnis in Zukunft aussehen wird. Aber jetzt kurzfristig gesehen, wird Dir nichts anderes übrig bleiben als auf die Belange des Betriebes einzugehen. Ob das Verhalten Deines Chefs nun, wie in anderen Antworten gegeben, rücksichtslos ist, darüber läßt sich streiten. Du bist ja auch rücksichtslos, wenn Du nicht auf diese Umstellung eingehst und die Belange des Betriebes nicht erfüllst. Du bekommst ja Dein Geld dafür, daß Du Deine Arbeitskraft 100%ig dem Betrieb zur Verfügung stellst. Wie in einer anderen Antwort gegeben, daß es schlecht für Dich ist, wenn Du kein Gewerkschaftsmitglied bist, finde ich ich total daneben. Selbst wenn Du Gewerkschaftsmitglied bist, kannst Du auch nicht von heute auf morgen einfach so streiken. Streiks müssen von der Gewerkschaft eingeteilt werden und ausgerufen werden. Alles andere ist Arbeitsverweigerung und somit spielst Du Dir selbst schlechte Karten in die Hand. Ich bin kein Gewerkschaftsmitglied und hatte noch nie Probleme mit meinen Arbeitsgebern, weder mit dem früheren, bei dem ich 16 Jahre lang in Produktion und Industrie als Fachkraft tätig war, noch bei meinem jetzigen Arbeitgeber bei dem ich nunmehr 4 Jahre als Kraftfahrer im Güterfernverkehr tätig bin. Das erwähnen von Gewerkschaft führt bei vielen Arbeitgebern zu rot-sehen. Am besten wird es sein, die jetzige Situation zu akzeptieren und ruhig und sachlich mit dem Chef über die Erwartungen und und Zusagen des Arbeitsverhältnisses in der Zukunft zu reden. Als erwachsene Menschen sollte miteinander reden eigentlich kein Problem darstellen. Steht in Deinem Arbeitsvertrag nicht "ausschließlich Nahverkehr", dann ist seine Androhung von Abmahnung und Kündigung rechtens, das es von Deiner Seite aus Arbeitsverweigerung wäre. Vergiss nicht, daß der Arbeitgeber am längeren Hebel sitzt und er, selbst wenn Du in dieser Situation im Recht bist, immer wieder andere Punkte finden kann Dich abzumahnen, kündigen oder Dir Deine Arbeit so aufzuerlegen, daß es Dir keinen Spaß mehr macht und entweder aufgibst und kündigst oder Deine Arbeit mit Verdruß erledigst und psychisch kaputt gehst. Wie gesagt, normal und ruhig und sachlich über weiteres Vorgehen mit dem Chef reden, Zugeständnisse machen aber auch nicht übertriebene Forderungen stellen. Ein Miteinander bringt dem Betrieb, sowie Dir privat mehr als ein Gegeneinander.
Ganz dickes DH.
Mehr sog i ned!