Frage von sbm94, 43

Änderung des Lebensstils als Therapie?

Ich w/21 habe keine festgestellte bipolare Störung doch seit frühster Kindheit gibt es nur höhen und tiefen die dann auch wirklich sehr extrem sind. Ich habe auch keine Interessen oder Hobbies sodass mein Alltag immer gleich aussieht und dadurch das ich viel zu hause bin und viel zu viel Zeit zum nachdenken habe, "drehe ich innerlich durch". Ich habe seit Tagen ein Inneres bedürfnis etwas zu ändern, die Motivation ist da. Ich möchte meinen Lebensstil und meine Gewohnheiten von heute auf morgen brechen. Einen Neuanfang, nämlich mit Fitness und der dazugehörigen Ernährung. Bisher habe ich nur positives gelesen was Sport in Bezug auf die Psyche angeht. Meine Frage ist nun ob mich hier jemand damit bestätigen kann, die selbe/ ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Wenn ich mich im Fitnessstuido anmelde, bekomme ich da einen individuellen Ernährungsplan oder muss ich mir den selber zusammen stellen (wo finde ich dazu Hilfe Stellung?). Ist mein Plan überhaupt realistisch oder mache ich mir damit etwas vor??

Antwort
von winchester27, 22

Mir geht es da exakt genauso wie dir!!

Ich hab jetzt zwar auch keine Diagnose, aber ich werde demnächst zum Arzt gehen und vermute, dass es sich bei mir auch um eine bipolare Störung oder ähnliches handelt.

Ich bin zwischendurch auch sehr motiviert und würde am liebsten alles umkrempeln und verliere aber sehr schnell die Lust daran. Ich habe mich mittlerweile 3x im Fitnessstudio an- und kurze Zeit später wieder abgemeldet.

Allerdings drücke ich dir die Daumen und hoffe, dass du es durchziehst.
Vielleicht findest du ja jemanden mit dem du das zusammen machen kannst, damit ihr euch gegenseitig motiviert und er/sie dich dann wieder hochzieht, wenn du alles hinschmeißen willst? Das hätte mir vermutlich geholfen.

Ich bin jetzt gerade auch wieder motivierter, aber die Kraft alles auch wirklich durchzuziehen und umzusetzen fehlt mir leider.

Kommentar von sbm94 ,

Momentan Zweifel ich auch wieder daran.. Ein Teufelskreis den wir durchbrechen müssen! Andere haben es auch geschafft und irgendwann werden wir es auch.. :) danke für deine Antwort

Antwort
von food0graphie, 20

Hallo sbm94!

Zur Jahrtausendwende gab es Berichte in den Printmedien, dass Bewegung die Medizin des 21 Jh. ist. Daran glaube ich fest - und in gewisser Weise habe ich dort mit einem Gesundheitscoach auch eigene Erfahrungen gemacht.

Bei mir ist es eine gewisse Anrtriebslosigkeit gewesen. Grund hierfür war/ist eine Hashimoto-Thyreoiditis (eine spezielle Form der Schilddrüsenunterfunktion. Nach einer medizinischen Untersuchung, und einer daraus resultierenden medikamentösen Einstellung, wurde es besser. Aber noch nicht wie gewünscht.

Ich hatte auch das Gefühl, dass Bewegung, Ernährung und ein genereller Lebenswandel hilfreich wären. Dabei habe ich mich unterstützen lassen.

Neben einer erneuten Blutuntersuchung, in der ein erheblicher Vitamin D und Vitamin B12 Mangel festgestellt wurden, habe ich zusammen mit meinem damaligen Coach an meinen Zielen und Wünschen gearbeitet. Was will ich, warum will ich es, und wieso war es mir bis dato nicht möglich, dies zu erreichen.

Regelmäßige Bewegung, gepaart mit einer veränderten Ernährung und einem bewussten Lebenswandel haben mir sehr geholfen.

Meine Empfehlung, lass ein großes Blutbild machen. Vitamin D und B12 sollen kontrolliert werden. Sind sie defizitär gilt es hier zu supplementieren.
Was mir in dieser Zeit auch sehr geholfen hatte, war innerhalb der Nahrungsumstellung auch eine Darmsanierung - unschönes Thema, ich weiß, aber oftmals sitzt hier die Wurzel allen Übels. Mein damaliger Coach hat hierzu wirklich lesenswertes in seinem Blog:

http://personal-trainer-berlin.de/darmsanierung-in-3-schritten/

Ich hoffe Dir kann das irgendwie weiterhelfen.

Ich drücke die Daumen!

Antwort
von LottaLou, 14

Sport war auch bei mir der erste Schritt zur Besserung. Allerdings ist es bei mir die Grundstimmung die mit Anspannung benetzt ist. Diese kann beim Sport gut abgebaut werden. 

Generell ist Sport immer ein Teil der Therapie. Also ja, Sport hilft. Allerdings nur, wenn du den Willen hast, wirklich dabei zu bleiben... Motivier dich selbst und nimm jedes Stückchen positiver Veränderung wahr und schätze diese... 

Antwort
von regenbogenmeer, 25

Mir geht es genau so. Was mir sehr gut geholfen hat, waren Workouts. Anfangs konnte ich es mir noch nicht gut vorstellen. Doch es macht mir so riesigen Spaß und ich mache es mittlerweile jedes Wochenende. 

Das Tolle daran ist, das du nicht einmal ein teures Fitnessabo lösen musst, denn du kannst Workouts und Fitnessübungen super Zuhause machen. :) Versuchs doch mal damit. Und zu einer gesunden Ernährung fühlt man sich auch gleich besser. Falls du Inspirationen brauchst, schau doch mal auf YouTube nach. Es gibt da eine tolle Youtuberin, die 4 gesunde Rezepte vorstellt. (Falls es dich interessiert: snukieful) Also ich kann es dir nur empfehlen, ich fühle mich besser als zuvor.

Hoffentlich konnte ich dir helfen. Liebe Grüsse :) 

Antwort
von hundi4, 23

ich würde sagen probieren geht über studieren. probiers einfach aus. schaden wird es wohl nicht. wenn es dann nicht hilft oder merkst das es nicht dein ding ist dann probier was anderes aus. gab es denn etwas wozu du schon immer mal lust hattest? dann go for it! hab auch mal gehört das ehrenamtliches arbeiten sehr gut sein soll. Man tut was für andere und alles was du in die welt herraus bringst kommt ja bekanntlich auch zurück :D zum beispiel die arbeit im tierheim stell ich mir echt schön vor. wenn du dich aber nicht so für tiere beigeistern kannst sondern eher für kinder dann frag mal im kindergarten nach. ich denke die wenigsten würden dich da nach hause schicken. die meisten freuen sich ja über helfer^^ alters- oder flüchtlingsheime wären vielleicht auch noch ne idee. oder halt der sport und gesunde ernährung wenn das eher was für dich is. ich hoffe du findest was was dir spaß macht :) liebe grüße

Antwort
von jonas5555, 18

Sport ist tatsächlich auf vielfältige Weise gut für den Körper und für den Geist ...Das ist alles durch Studien sehr gut dokumentiert.

Villeicht wäre es auch eine Überlegung statt auf Workouts auf eine Teamsportart zu gehen , da hier oft noch mehr positive Effekte zu erwarten sind ?! 

Beim Ernährungsplan können dir die meisten Coaches helfen alleine schon weil sie meistens selbst nach solchen trainieren.

Ich möchte dir aber auch raten .... übernimm dich nicht !! Klar am Anfang ist die Motivation rießig aber man muss das ganze auch auf Dauer durchalten und da sind viele kleine Schritte besser als ein ( zu ) Großer

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