Frage von Simsfrau1988, 40

Ändert sich der Unterhalt, wenn unser Baby geboren ist?

Hallo, kurze Schilderung:

Mein Freund hat eine kleine Tochter, die bei der Mutter lebt. Er zahlt ihr monatlich Unterhalt und die Kleine ist alle 2 Wochenenden bei uns. Das Jugendamt geht mit einer gewissen Summe in Vorkasse, den Rest zahlt mein Freund. Nun kommt in 10 Wochen unser Baby zur Welt und mich interessiert, ob sich da etwas an der Unterhaltssumme für seine Tochter ändert, die bei der Mutter lebt?

Des weiteren ist im Oktober die Scheidung, da er mit der Mutter noch verheiratet ist, falls das eine Rolle spielt. Vielen Dank.

Antwort
von ichweisnix, 10

Zunächstmal ist es im Mangelfall ganz wichig, das der Unterhalt in der richtigen Höhe tituliert wird. Wird mangels Leistungsfähigkeit nicht der Volle Unterhalt geschuldet dann muß der Unterhaltsvorschuss auch nicht zurückgezahlt werden, wenn der Unterhalt in entsprechend niedriger Höhe tituliert wurde.

Beide Kinder sind im Unterhalt gleichberechtigt, so das der Unterhalt im Mangelfall sinkt. Der Unterhalt wird dabei im Verhältnis der Einsetzbeträge ( Zahlbetrag der DDT) auf die Kinder verteilt. Dazu kommt, das die Gerichte dann seltener fiktive Einkommen annehmen, da dies zu Lasten des neuen Kindes gehen würde. Es ist dabei wie gesagt extrem wichtig, den Unterhaltstitel als solches anzupassen.


Des weiteren ist im Oktober die Scheidung, da er mit der Mutter noch verheiratet ist, falls das eine Rolle spielt. Vielen Dank.

Wenn ihr Freund schon in Bezug auf den Kindesunterhalt nicht leistungsfähig ist, kommt nachehelicher Unterhalt ohnehin nicht in Frage. Dieser ist nämlich nachrangig nach den Kindern. Ist das ältere Kind schon über 3 Jahre als, wäre die EXFrau auch nach Ihnen nachrangig.



Antwort
von rasperling1, 18

Die Antwort hängt davon ab, nach welcher Einkommensstufe der Düsseldorfer Tabelle er bislang Unterhalt zahlt. Grundsätzlich führt ein weiteres unterhaltsberechtigtes Kind dazu, dass man eine Unterhaltsstufe niedriger eingestuft wird. Das führt normalerweise zu einer Ersparnis beim Kindesunterhalt für das erste Kind vo rund 20,- Euro monatlich. Sollte er aber bislang schon nur Unterhalt nach der alleruntersten Stufe zahlen (Mindestunterhalt), so ändert sich gar nichts. Denn die unterste Stufe kann man nicht unterschreiten.

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