Hallo Forum,
wir haben uns ein Haus angeschaut und haben nun einige Gedanken, die uns beschäftigen.
Es ist ein Bungalow, 120qm2, Baujahr 1978, Vollkeller, 600qm2 Garten, 230.000 - Verhandlung. Eine neue Drainage und Kellerisolierung wurden vor kurzem gelegt, das ist schon mal viel wert, denke ich. Weitere Sanierungsmaßnahmen wurden allerdings noch nicht durchgeführt.
Wir werden selbstverständlich vor einem Kauf einen Sachverständigen durch das Haus schicken, da geh ich kein Risiko ein.
Was muss man bei dem Alter des Hauses generell bedenken? Die Öl-Heizung läuft noch fehlerfrei, muss ich aber einplanen. 8.000-15.000€ ? Was ist mit Leitungen, Rohren, Bausubstanz? Ist das die nächsten 20 Jahre ein Thema? Muss man Fenster (2fach Isolierverglast) und Türen erneuern? Die sind soweit in Ordnung, nicht verzogen etc.
Die Decke des Erdgeschosses kann man von oben gut und günstig isolieren, da der Dachboden zu klein ist, um ihn anderweitig zu nutzen.
Renovierung kommt auch noch, klar, aber das ist ja eine Sache, die man freiwillig macht und gut planen kann. Mir gehts eher um die notwendigen ggf. versteckten Kosten, und die wahrscheinlichen Probleme die ein 30 Jahre altes Haus mit sich bringt.
Was ist mit dem Dach - wann und warum muss man ein Dach neu machen?
Ich hoffe, ihr könnt mir Jungspund mit euren Erfahrungen helfen. Ich brauche keine konkreten Antworten und Preise - eher eine Einschätzung der Lage.
Gruß, Jonas
Das Haus steht relativ frei. Eckgrundstück in einer Siedlung, also kein Schatten etc. Keine hohen Tannenwälder der 70er im Garten.
Heizung ist echt ein schwieriges Thema. Da gehen die Meinungen ja dermaßen auseinander, dass sich nichtmal eine Tendenz zur Beliebtheit der einzelnen Möglichkeiten erkennen lässt. Öl, Gas, Pellet, Wärmepumpe... Ich werd mir mal Angebote schicken lassen und dann intensiv vergleichen. Man kanns ja schlimmstenfalls falsch machen.
Aussenisolierung stelle ich mir recht aufwendig vor. Fenster kann man, sofern noch OK (-> Gutachter), auch später noch nachholen. Das ist zwar ein Kostenpunkt, aber kein großer Akt.
Nächste Woche habe ich einen Termin mit einem Gutachter. Dann gibts endlich Antworten.
Was muss ich für einen zusätzlichen Edelstahl-Schornstein an der Aussenwand ungefähr einplanen? Ich schätze auf ca. 2.000€. Der eigentliche Schornstein ist leider in der Küche und durch den Flur vom Wohnzimmer getrennt.
Heizung: stimmt, das ist wohl die technischste Anlage in einem Haus und mittlerweile gibt es hierzu glücklicherweise viele Varianten. Da führt in eurem Fall offenbar nichts an einem intensiven Vergleich nach verschiedenen Kriterien vorbei, z.B. fossile Brennstoffe oder regenerative, ein Mix? voraussichtliche Preisentwicklung der Energiequellen, kontrollierte Wohnraumbelüftung usw.
Außenisolierung ist in der Tat aufwändig und fängt im 5-stelligen € Bereich an. Wird sich voraussichtlich langfristig amortisieren, abhängig vom Wandaufbau. Das kann noch schwieriger als die Heizungs-Entscheidung sein bei Aufbau, Material und Ästhetik.
Edelstahl-Schornstein Außen: abhängig von Durchmesser, Isolierung, Höhe etc. mit Montage würde ich sicherheitshalber 3.000€ ansetzen.
Das schöne bei der Kombination Jungsein und Gebrauchtimmobilie. Man hat Zeit und kann die Investitionen strecken, wenn man will oder muss.
Zumal mich ein ähnlich zufriedenstellender Neubau ca. 370.000€ kosten würde. Der Grundstückspreis liegt bei 145-175€/qm. D.h. ich könnte noch einiges sanieren. Nur möchte ich die Kosten momentan nicht allzu hoch haben.