Frage von angelotn, 86

Ältere Katze mit älteren Hund zusammen bringen?

Hallo mein Fall ist anders als alle hier daher frage ich erneut.

Meine Katze Shiela ist heute 17J alte geworden, die 2.Hera die wir hatten mussten wir vor 1 1/2 J einschläfern lassen.

Shiela ist so noch ganz gut drauf, geht in den Garten spazieren, und knuddelt. Hat nur einen Alterstumor im Gehörgang Tief sitzend und daher nicht op. Von daher springt sie auch nicht mehr auf sehr hohe Sachen wie Kratzbaum oder so.

Nun waren wir im TH schnüffeln und haben einen ganz süßen Malteser Rüden gesehen 9J alt. Bei uns ist er super lieb, ruhig, genügsam und interessierte sich auch nicht für andere Tiere. Da die Leute vom TH nicht mit ihm zurecht kommen, und eher Angst vor ihm haben, da er angeblich die Besitzer gebissen hat und nach den TH Betreuerinnen geschnappt hat, tut er mir super leid.

Denn er legt sich zu uns hin, will knuddeln und legt sich auch auf dem Rücken und läßt sich streicheln.

Da machen die ja irgendwas falsch.

Ich möchte den kleinen sehr gerne zu uns hohlen, damit er noch eine ruhige Zeit hat. Nur weiß ich nicht ob mein Prinzeschen damit klar kommt. wo sie 4j alt war, war sie schon mal wo wo eine Hund war (von meinen Vorbesitzern her), und das klappte.

Was meint ihr?

Antwort
von truefruitspink, 21

Wichtig ist, dass der Neuzugang – egal ob Hund oder Katze – zum Charakter des bereits anwesenden Tieres passt. Ein Katzenwelpe oder eine Jungkatze sollte man mit einem Welpen oder Junghund „verkuppeln“, damit keine der beiden Seiten unterdrückt wird; ist der Hund allerdings bereits ausgewachsen, muss die Katze mindestens 4 Monate alt sein. Ist der Hund besonders lebhaft, sollte die Katze zudem eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein besitzen und nicht zu scheu oder gar ängstlich sein. Und alte Tiere passen am besten zu ruhigen oder ebenso alten Neuzugängen.
Bevor der Neuzugang einzieht, sollte man den Geruch des Tieres dem „alteingesessenen Tier“ bereits auf einer Decke zugänglich machen, damit es sich an den Geruch gewöhnen kann. Bringt man einen Hund in einen Katzenhaushalt ist es zudem wichtig, dass sich die Katze an das Bellgeräusch gewöhnen kann. Dazu Aufnahmen von Hundegebell zuerst leise vorspielen, später kann man die Lautstärke langsam steigern.
Außerdem muss man die Wohnung anpassen: Die Futterstellen sollten getrennt sein, damit kein Futterneid entsteht: Am besten die Futterstelle der Katze auf eine erhöhte Stelle verlegen. Wenn das eine Umstellung für die Katze ist, sollte man diese Umgewöhnung langsam vornehmen, damit das nicht als zusätzlicher Stressfaktor zählt. Ebenso wie die Futterstelle muss das Katzenklo für den Hund tabu sein: Hunde neigen dazu, Katzenkot zu fressen und die Katze kann auf eine solche Störung ihrer Privatsphäre mit Unsauberkeit reagieren.
Während der ersten Tage muss zusätzlich eine räumliche Trennung bestehen, also einen Raum für den Neuankömmling vorbereiten, in dem er sich die ersten Tage aufhält und sich an die neue Umgebung gewöhnt. Parallel dazu können sich beide an den Geruch des anderen gewöhnen, ohne sich direkt zu begegnen.
Die erste Begegnung
Nun ist es soweit, die erste Begegnung steht an. Im Prinzip läuft das Verfahren gleich ab – unabhängig davon ob ein Hund zur Katze oder eine Katze zum Hund dazu kommt. Um die Formulierung einfacher zu machen, wollen wir hier den Neueinzug einer Katze in einen Hundehaushalt beschreiben.
Während die Katze also bereits für einige Tage in dem isolierten Raum lebt, sollte man auf keinen Fall den Hund vernachlässigen. Sonst kann Eifersucht auftreten, die die Zusammenführung nur verkompliziert. Zusätzlich sollte die Katze bereits – wenn der Hund abwesend ist, beispielsweise spazieren – Streifzüge in der Wohnung unternommen haben und sich ein wenig auskennen.
Die Zusammenführung sollte auf jeden Fall mit zwei Personen durchgeführt werden, das vereinfacht das Ganze enorm. Es sollte eine stressfreie Atmosphäre herrschen, die nicht durch lästige Geräusche gestört ist. Zusätzlich sollten beide Tiere vorher gefressen haben, dann sind sie prinzipiell „satt und zufriedener“. Man selber fungiert bei der Begegnung als Moderator und sollte entspannt und ruhig sein: Deine Emotionen übertragen sich auf die Tiere, also nicht nervös oder ängstlich sein! Wichtig ist, dass du geduldig bist und Einfühlungsvermögen beweist. Man muss sich dabei bewusst sein, dass die Gewöhnung anstrengend und auch aufwändig sein kann, Rückschläge sind normal und die Tiere bestimmen immer die Zeit der Eingewöhnungsphase. Deshalb Scheinattacken nicht dramatisieren, aber klar kommunizieren, dass ein solches Verhalten nicht erwünscht ist. Zusätzliche Leckerchen lockern die Situation auf und machen das Ganze zu einem positiven Erlebnis.
Wenn man den Raum für das Zusammentreffen ausgewählt hat, sollte man den Hund anleinen und festhalten oder irgendwo fest anbinden. Es darf auf keinem Fall zu einer Jagd kommen, da das die Arbeit um ein vielfaches erschwert. Es hilft, wenn der Hund vorher ordentlich ausgelastet wurde.
Nun lässt du die Katze in den Raum: Sie bestimmt den Abstand zum Hund selber und ihn zu sehen und „aus der Ferne“ zu riechen reicht für die erste Begegnung völlig aus. Man sollte sie nicht in eine Transportbox packen, denn dort hat sie keine Fluchtmöglichkeit. Reagiert der Hund mit Bellen oder Zerren sollte man versuchen, ihn abzulenken: Beruhigt er sich, ausgiebig loben. Wird es nicht besser, die Begegnung erst mal abbrechen. Das sollte auch passieren, wenn sich eins der Tiere zu ängstlich zeigt: Ein erhöhter Aussichtspunkt ist übrigens förderlich, da die Katze hier in Sicherheit ist und ruhig beobachten kann. Während sich die Vierbeiner anfreunden, sollte sich je eine Person einem Tier zuwenden, es streicheln, beruhigend auf es einreden und positives Verhalten mit Leckerchen bestärken. Wenn alles gut läuft, solltest du die Begegnung nach ein paar Minuten beenden (die Katze sollte stets die Möglichkeit haben, den Raum wieder zu verlassen). Beide Tiere danach noch mal ausgiebig loben und mit ihnen spielen oder rausgehen.
Weiterüben
Diese Art von Kontakt so lange praktizieren, bis keine starken...

Hier weiterlesen 👉🏼 http://www.zooroyal.at/ratgeber/hunde/hund-katze-vergesellschaften/

Kommentar von angelotn ,

Ja das hab ich auch gelesen, doch da gibt es ein paar Probleme, und hört sich zwar einfach an aber praktisch sieht es dann meistens anders aus.

Sie springt nicht mehr sehr hoch, auf Grund ihres Gehörtumors, nur noch Bett, Sofa, Badewanne zum Trinken, Wäschekorb. 

Dann das ich unten bis auf den kleinen WC und Abstellraum keine Türen habe. Nur oben, und wenn sie dann nur oben ist, ist sie die meiste Zeit alleine, wenn sie nicht runter kommt. 

Denn zerteilen kann ich mich ja dann nicht.

ich kann das nur so machen das die Katze oben ihr Reich hat und der Hund unten und wenn sie mag kann sie runter kommen.

Kommentar von truefruitspink ,

Ich würde es einfach mal probieren. Wenn es nicht klappt kannst du den Hund ja weiter vermitteln.

Antwort
von Sugermagikmausi, 9

Wenn er ein paar mal schön hin und her geschubst worden ist, würd ich es lassen bevor was schlimmeres passiert...

Antwort
von Sugermagikmausi, 31

Hallo,

Wenn die beiden gut miteinander aus kommen kannst du es ja mal versuchen 👍🏻😉

Kommentar von angelotn ,

Das weiss ich eben nicht ob das funktioniert, da der arme Kerl ja schon ein paar mal hin und her geschuppst worden ist, läßt das dumme TH keinen Probetag zu.

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