Äger wegen rückwirkender Krankschreibung?

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1 Antwort

Jetzt mache ich mich hier im internet schlau und lese etwas von Kündigung und Abmahnung wegen solchen krankschreibungen?

Das ist Unsinn.

Der Arzt darf Dich in Ausnahmefällen und unter Beachtung besonderer Sorgfaltspflicht in der Regel bis zu 3 Tagen rückwirkend krank schreiben; so regelt es die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses in § 5 "Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit" Abs. 3 Satz 2:

Eine Rückdatierung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit auf einen vor dem Behandlungsbeginn liegenden Tag ist ebenso wie eine rückwirkende Bescheinigung über das Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen zulässig.

In Deinem Fall ist die Angelegenheit aber auch völlig problemlos, weil Du ja bereits an dem Tag, bis zu dem die jetzige Krankschreibung zurück reicht, beim Arzt warst, er die Erkrankung also aktuell - und nicht erst später - diagnostiziert hat.

Da die Behandlung bereits am Dienstag begonnen hat und nicht erst am Donnerstag, als die Bescheinigung ausgestellt wurde, wurde sie zwar "nachträglich", aber nicht "rückwirkend" auf einen Tag vor Behandlungsbeginn ausgestellt.

Du kannst bezüglich dieser Aussagen im Internet also völlig beruhigt sein.

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Kommentar von Lenipeni92
29.07.2016, 16:42

Danke, dass beruhigt mich, habe mich schon verrückt gemacht 

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