8

ADS. Medikamentöse Behandlung. Nebenwirkungen?

Frage von Halbwissen Halbwissen

Bekanntestes Mittel dürfte Ritalin sein. Gibt es noch andere? Ist das Zeug amphetaminähnlich? Welche Nebenwirkungen sind bei einem 7-jährigen Kind zu erwarten?

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (10)

  • 5
    Antwort von Pestopappa Pestopappa

    Ich würde - so aus eigener Erfahrung - nicht unbedingt mit Medikamenten vorgehen. Zwar helfen einige - klar. Nur haben sie auch böse nebenwirkungen, die oft chronisch verlaufen. Man kann sich mit den Betroffenen beschäftigen, sie sich bewegen lassen... Es fällt ihnen sogar leicht, das der Drang ohnehin dahin geht. Dann könnte man Kinder in den Waldkindergarten geben und sie hätten dort bei NICHT weniger LERNSTOFF viel, viel Spass... Meine beiden waren im WaKiGa... Es hatte ihnen einen Riesenspass bereitet... Mit der Schule fangen dann ... mangels Kompetenz in Sachen Wissen über diese Krankheit die Probleme an. Zugegeben... ADS / ADHS Kiddies sind etwas auffälliger... Ich sage dazu... Ja und ?! Einfach mal SO respektieren, wie sie sind ;oo)))

    Kommentar von oleandra oleandraoleandra

    DH! Zu unserer Zeit gab es auch aktivere Kinder, da kam kein Mensch auf die Idee, dem ganzen einen Namen zu geben, geschweige denn den Kindern Medikamente zu verordnen. Heute wird die Unfähigkeit vieler Lehrkräfte (aber auch die von Eltern - keine Zeit, keine Geduld etc.) auf die Kinder projeziert und das ganze heißt dann ADS/ADHS.

    Kommentar von Pestopappa PestopappaPestopappa

    Ich habe auch im Bekannten - heute Verwandtenkreise ein de facto ausdiagnostiziertes ADHS Kind... Das ist ... sage ich mal nen 95 % Kandidat... Schwierigst tragbar und doch so individuell, manchmal sensibel, intelligent und einfach zum Knuddeln... Er hat es so wahnsinnig schwer... Wenn man den Burschen einfach mal mit Respekt nimmt, dann kann man so irre viel Spass mit ihm haben... Dennoch ist es eine Herausforderung für jeden, der damit behaftet ist und diese Situation lebt.

    Kommentar von Halbwissen HalbwissenHalbwissen

    Ein Kind im Verwandtenkreis ist betroffen. Ich würde selbst als allerletztes Mittel Medikament geben, habe das aber nicht zu bestimmen. Im konkreten Fall ist es leider die erste Maßnahme überhaupt. ADS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Ich weiss natürlich wie das gemeint ist, aber ich denke manchmal die Kinder hatten eher ein Defizit an erhaltener Aufmerksamkeit. Gibt natürlich auch Ausnahmen.

    Kommentar von Lorelai LorelaiLorelai

    Es fehlt bei den Kinder und den Eltern an Struktur und festen Ritualen im Alltag. Wenn die Kinder wissen wo sie dran sind, ist es für sie auch einfacher mit den ganzen Einflüssen umzugehen, die bei ADS Kindern für Durcheinander sorgen. Es benötigt viel Zeit, die man sich nehmen muss.

    Kommentar von Pestopappa PestopappaPestopappa

    @Lorelai... Dieser aspekt hat wahnsinnig viel ! So ist es !

    Kommentar von Lorelai LorelaiLorelai

    Danke M.P.

    Kommentar von Pestopappa PestopappaPestopappa

    Naja... Betrachtet man die Begriffe im Umkehrschluss, so haben die Fratzen ja doch oft schelmiges im Nacken ;oo)) Denke ich an meinen Großen, der viele Probleme damit hatte / ( hat ) , so sind da schon mal Schäden von 10.00 Euro dabei gewesen... Mal eben sooon kleiner Ticcer... Dat hat man mal so... Überlebt haben wirs trotzdem... NACH der jeweiligen Aktion hatte ER die Aufmerksamkeit ;oo)))

  • 3
    Antwort von Medard Medard

    Mein elf-jähriger nimmt Ritalin, er hatte eine zeitlang weniger Appetitt als sonst und war die ersten Tage leicht gereizt.Hat sich aber alles wieder gelegt. Jetzt geht es ihm gut. Nähere Informationen findest du hier: arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SUCHT/Ritalin.shtml Liebe Grüße Medard

  • 2
    Antwort von moon73 moon73

    Mein Neffe wurde mit Ritalin behandelt und es hat ihm sehr gut geholfen, endlich wieder am normalen Alltag teilhaben zu können.
    Ritalin wirkt bei ADHS Kindern ja nicht wie bei gesunden Menschen aufputschend, sondern im Gegenteil es hilft ihnen ruhiger zu werden. Mein Neffe war sehr schwierig, er eckte überall an, es ging schon im Kindergarten los. Damals kannte man ADS noch nicht so genau und es war nicht so populär wie heute. Er neigte stark zu Gewalt , zu Wutausbrüchen etc. , er folg aus dem Hort usw.
    Seine Mutter war erleichtert, als sie nach Jahren endlich wußte, warum ihr Sohn so war.
    Nachdem die Diagnose fest stand, wurde er mit Ritalin behandelt und bekam auch noch eine Therapie. Es war ihm endlich wieder möglich am Unterrich teilzunehmen. Schwierigkeiten gab es zwar immer noch und das Leben mit ihm war zu der Zeit nicht einfach, aber Ritalin hat das Familienleben wieder leichter gemacht.
    Nebenwirkungen hatte er keine. Also bitte verteufelt Ritalin nicht nur - es kann tatsächlich helfen.

    Kommentar von Winterbird WinterbirdWinterbird

    Du hast recht..den Begriff kannten wir 1990 auch nicht.Unser Sohn war damals 6 Jahre alt und hyperaktiv und gefährdete sich und andere.Ihm wurde als es gar nicht mehr ging Ritalin verschrieben,Nebenwirkungen hatte er keine.Aber es wurde erträglicher.Er konnte zeitweise nicht mehr beschult werden.Es folgten jahrelange Therapien..übrigens bei Dr.Winterhoff(in SternTV zu sehen vor 2 Wochen)Eltern,die solche Kinder haben wissen wie es ist .Das Ritalin wurde aber auch nach einigen Wochen wieder abgesetzt.

    Kommentar von moon73 moon73moon73

    @Winterbird: eben, 1990 kommt bei meinem Neffen auch hin, er wird bald 18. Diagnostiziert wurde ADHS bei ihm glaube ich erst mit ca. 6 Jahren? Ritalin bekam er erst noch später. Bei einem echten ADHS Fall kann der Leidensdruck für das Kind und auch die Familie so groß werden, daß Ritalin eine Chance auf einen Neubeginn stellt.

    Kommentar von Winterbird WinterbirdWinterbird

    oh ja..moon 73..mein Sohn ist jetzt 24 und die hyperaktivität hat sich mit ca 13 ausgewachsen aber das Problem über alle Grenzen zu gehen blieb leider.Es war die Hölle und dazwischen bin auch ich mal schwer krank geworden..aber wir alle haben es geschafft.Er ist jetzt selbstständig (Beruf)und erfolgreich...damals habe ich ihn im Geiste im Knast gesehen.Es gibt also Hoffnung!

    Kommentar von ghostwriter ghostwriterghostwriter

    @moon:stimmt. wir haben erst durch das Medikament unseren Sohn richtig neu kennengelernt.Er war bis zu seinem 6.Lebensjahr nicht in der Lage zu spielen, weil er einfach keine Ruhe im Kopf fand.Erst durch das Medikament fand er endlich die Ruhe, sich auf etwas längere Zeit zu konzentrieren, ohne das er jedoch ruhig gestellt oder wie unter Drogen wirkte.Für unsere ganze Familie war das Medikament ein Segen.

    Kommentar von moon73 moon73moon73

    Ich finde es sehr schön, auch positive Argumente zum Medikamemt Ritalin zu hören.
    Das Thema kam hier schon sehr oft, aber leider wurde es fast immer nur schlecht geredet und es kamen Argumente wie: Die Kinder brauchen Regelmäßikgeiten, Liebe, Geduld und Konsequenz. Aber leider ist es in härteren Fällen eben damit nicht getan, da man kaum zum Kind vordringen kann und das Kind seine Umwelt gar nicht richtig wahrnehmen kann.

  • 2
    Antwort von fragile196 fragile196

    ads wird viel zu schnell diagnostiziert und dann hat ritalin exakt die Gegenteilige Wirkung und wirkt amphetaminähnlich.

    Kommentar von ghostwriter ghostwriterghostwriter

    Stimme dir zu.Die Medikamente bewirken bei Kindern die kein ADHS haben, tatsächlich das Gegenteil.Leider gibt es immer noch Ärzte die viel zu leichtfertig die Medikamente verordnen.

  • 2
    Antwort von xyungeloest xyungeloest

    eine superfrage für einen arzt, du kennst doch da bestimmt einen kollegen :o))

    Kommentar von Halbwissen HalbwissenHalbwissen

    Weisst Du was meine Kollegen für so eine Frage berechnen? Ich bin Kassler!

    Kommentar von CrazyDaisy CrazyDaisyCrazyDaisy

    @Halbwissen: Nicht krankenversichert???

    Kommentar von Halbwissen HalbwissenHalbwissen

    Kassler=Kassenpatient. Zu mehr reicht es bei uns Ärzten nicht mehr.

    Kommentar von pippi60 pippi60pippi60

    :-)) und DH!

  • 1
    Antwort von EvelinK EvelinK

    Hallo, meine Tochter (12) hat auch ADHS. Leider muß ich sagen wurde es erst vor 2 Jahren festgestellt. Sie bekam nach 10 wöchiger Untersuchung (Aufenthalt in einer psychologischen Kinder- und Jugendklinik) Medikinet. Leider hat sie innerhalb 5 Wochen sechs Kilo abgenommen. Das Essen bis zum nachmittag total verweigert und abends nicht vor 22 Uhr geschlafen. Nach sechs Wochen habe ich eine Umstellung verlangt, was unser Arzt auch getan hat. Jetzt bekommt sie Strattera, aber nur morgens, damit es für die Schule ausreicht. Wir sind sehr froh, daß wir jetzt wissen was mit ihr war und ist. Und auch das man mit richtig eingestellten Medikamenten etwas helfen kann. Bei uns waren auch Tabletten das allerletzte Mittel, wollte es nie. Aber ab und zu sollte man auf die Ärzte hören. Alles Gute für Euch!!!!

  • 1
    Antwort von Lorelai Lorelai

    Ich kenne nur das Ritalin, aber ich denke egal welches Medikament zur Beruhigung, das sollte man gut überdenken, ob man dazu greifen möchte. Es werden viel zu schnell solche Medikamente verschrieben und dann noch bei Kindern.

    Kommentar von Marah MarahMarah

    Klar sollte man kritisch sein aber Ritalin soll nicht beruhigen sondern den Normal-Zustand herbeiführen.

  • 0
    Antwort von ghostwriter ghostwriter

    Mein heute 12-jähriger Sohn wird seit der 1.Klasse medikamentös behandelt.Bei ihm ging es einfach nicht anders, möchte mich da der Antwort von Marah anschliessen.Wenn du noch mehr wissen möchtest, kannst du gerne per Email Kontakt mit mir aufnehmen.Doch nun zurück zu deiner Frage: Ja, es gibt noch andere Medikamente, z.B. Medikinet, Concerta.Diese MEdikamente unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz (hört sich schlimm an, ich weiß).Nebenwirkungen gibt es wie bei fast allen Medikamenten.Aufgetreten sind bei meinem Sohn ganz am Anfang leichte Bauchschmerzen, die aber,nachdem er richtig eingestellt war, verschwunden sind.Geblieben sind die Appetitlosigkeit tagsüber, abends dagegen haut er oft mächtig rein.Wichtig ist, unser Arzt legt da sehr großen Wert drauf, dass medikamentös behandelte Kinder alle 3 Monate zur Gewichts-u. Größenkontrolle kommen, sowie alle 6 Monate zur Blutabnahme u.Blutdruckmessung.Such dir auf jeden Fall einen ADHS-erfahrenen Arzt.Wichtig sind auch die umfangreichen Voruntersuchungen zur Feststellung von ADHS (denn nicht jedes Kind, dass hibbelig u.überdreht ist, hat auch ADHS!!),dazu gehören ein psychologischer Test,ein EEG (um die Neigung zu Krampfanfällen auszuschliessen, denn dann dürfen die Medikamente nicht genommen werden), ein Test auf zentrale Fehlhörigkeit (hat nichts mit schlecht hören zu tun), EKG,Blutdruckmessung.Schau auch mal bei google nach, es gibt viele Foren,in denen man dir mit Rat u. Tat zur Seite steht.Und wie gesagt, gerne kannst du mir eine Nachricht übermitteln u. wir können uns dann per Email austauschen.

  • 0
    Antwort von Marah Marah

    Erst einmal möchte ich hier nochmals betonen: ADS bedeutet nicht einfach nur, dass die Betroffenen hyperactiv sind oder etwas überdreht...Die Symptome gehen viel mehr in die Tiefe als so manch einer, dass hier überhaupt erfassen kann. Es fängt schon bei der Aufnahme von Umweltreizen an und geht dann über deren Verarbeitung hin bis zu posttraumatischen Belastungsstörungen. ADS wäre mit etwas mehr Toleranz der Außenstehenden nicht so traumatisch, jedoch hätten die Betroffenen weiterhin mit sehr belastenden Symptomen zu kämpfen. Ich als ADS-"Kranke" muss echt mit dem Kopf schütteln, wenn ich so manch eine Bemerkung hier lese. Ritalin muss nicht unbedingt sein aber es kann wirklich helfen den Kindern einiges zu ersparen. Wenn das Kind medikamentöse Behandlung benötigt und nicht bekommt, ist es möglich das sich im Erwachsenenalter so krasse Depressionen und Angst/Selbstbewusstseinstörungen entwickeln, dass man dann erst richtig heftiges Zeug nehmen muss. Also schraubt eure naive Moral mal etwas herrunter und fragt mal Betroffene selbst ob sie in ihrer Kindheit, bereit geqwesen wären Medis zu nehmen! Ich bin mir sicher, dass da so einige mit "Ja" geantwortet hätten...Übrigens gibt es auch alternative Medis zu Ritalin. Man bekommt nicht immer automatisch Ritalin. Zusätzlcih muss auch unbedingt eine Verhaltenstherapie gemacht werden. Viele Leute sehen imm er nur das arme Kind vor dem TV, dass mit Ritalin ruhiggestellt wird- völliger Unsinn bei einer seriösen Diagnose!

    Kommentar von bublegum bublegumbublegum

    Endlich mal jemand der weiß was er sagt, die meisten haben doch keine Ahnung wie es einer Familie geht, die ein Kind hat das ständig mit 300% Lebt.

  • 0
    Antwort von vollimleben vollimleben

    Meine Kinder,heute erwachsen waren auch ständig "Überdreht"Damals kannte keiner den Begriff ADS sie waren einfach Quick lebendig!Hätte kein Arzt was unternommen!

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.