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ADS bei Erwachsenen ?

Frage von PeterBgh PeterBgh

Hallo zusammen, ich bin der Peter (47). Ich bin auf diese Seite gestossen, als ich bei Google eingab, "dass ich nicht weiß was ich will". Ich meine damit, ich beginne unzählige Dinge, bringe sie aber nicht zu Ende. Hier einige Beispiele: ich begann 4 mal das Abi nachzuholen, schmiss es aber jedesmal nach spätestens einem Jahr wieder hin. Ich begann zum 2.mal den Heilpraktiker für Psychotherapie, aber sobald mir jemand sagt, dass der Beruf aussichtslos ist gebe ich wieder auf. Ich nehme mir vor mein Englisch zu verbessern, Französisch oder Italienisch zu lernen , kaufe mir diverse CD 's, komme aber jedesmal nicht weit, und alles landet wieder in der Ecke Nach meiner Scheidung vor 3 Jahren habe ich häufig wechselnde Partner, was ich nicht besonders prickelnd finde. Für mich UND die Partnerin nicht. Und so weiter, und so fort. Will damit sagen, ich lasse mich leicht von meinen Plänen abbringen, springe von einem Vorhaben in das nächste, und bleibe nicht bei einer Sache, oder sagen wir eher selten. Anmerkung: Nach meiner Scheidung war ich auf Kur, und es wurde eine bipolare Störung festgestellt. Sind das Anzeichen von ADS?

Liebe Grüße vom Peter

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Antworten (12)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von autsch31 autsch31

    Ich sehe da kein ADS. Du hast deine Frgae aber schon selbst gelöst mit ... "dass ich nicht weiß was ich will". Deine verschiedenen Anläufe zu einer Ausbildung zeigen dir, dass du ein guter und für die Gesellschaft nützlicher Mensch sein willst. Nur kann dieses Bild stark von deiner Erziehung und dem Umfeld geprägt sein und nicht wirklich deinem inneren Bedürfnis entsprechen. Versuch mal (z. B. mit "systemischer" Hilfe)heraus zu finden, was ein echtes Ziel in deinem Leben sein kann und in welcher beruflichen Situation du dich wirklich wohlfühlen kannst.

    Kommentar von PeterBgh PeterBgh

    Ja, das stimmt wohl ! Da gebe ich dir recht. Ich wurde so erzogen es immer allen recht zu machen, und ein ganz Braver zu sein. Meine Scheidung war der Beginn meines " Nein sagens ". Als ich damit begann, wankte auch meine Ehe, und ging in die Brüche. Heute bin ich froh darüber, aber auch auf der Suche nach meinem Innersten.

    Kommentar von Veganer09 Veganer09Veganer09

    gut gemacht!! ICh habe mich auch immer den Zwängen der Gesellschaft unterworfen und weiss erst jetzt dass dies ein grosser FEhler war :)

    Kommentar von autsch31 autsch31autsch31

    Nach den vielen "Ja gerne" bist du auf "Nein, ich will nicht" gekommen. Und dazu kannst du lernen, dass du auch ein "böser" sein darfst mit "Schadenfreude" und allem, was einem "kleinen braven" Jungen verboten ist. Aus diesen Erfahrungen ist es die Arbeit am "Erwachsenwerden" für dich selbst herauszufinden, was nun für dich ganz alleine das Richtige ist. Zwischen der "bequemen" Anpassung und der "kämpferischen" Revolte die brauchbare und "lebenswerte" Mitte zu finden ist für niemanden einfach. Es bleibt ein lebenslanger anstrengender Balance-Akt. Und lernen, sich selbst und anderen zu verzeihen, wenn es nicht so toll gelaufen ist! Wünsche dir viel Mut, Ausdauer und Glück.mary

  • 4
    Antwort von galliano galliano

    Jeder Mensch kennt es: Schwankungen der Gefühle. Manchmal ist die Stimmung gut, manchmal eher schlecht. Das aber ist normal. Menschen mit bipolaren Störungen – auch manisch-depressive Erkrankung genannt - leben jedoch mit extremen Emotionen. Zwischen Manie und Depression ist ein geregeltes Leben kaum möglich.

    Das wiederkehrende Auf und Ab der Emotionen mit Schwankungen der Stimmung und des Antriebs sind ebenso Realität wie ein zwanzigfach erhöhtes Suizidrisiko im Vergleich zur Normalbevölkerung. Obwohl die Erscheinungsformen der bipolaren Erkrankung Ärzte schon seit 2000 Jahren beschäftigen, steht die Aufklärung der Öffentlichkeit noch ganz am Anfang.

    Nur wenige Betroffene wissen um ihre Krankheit und finden den Weg zu einem geschulten Arzt oder Psychologen. Dabei könnten eine rechtzeitige Diagnose und eine gezielte Behandlung den Krankheitsverlauf wesentlich verbessern.

    Normalerweise hättest Du Dich weiter behandeln lassen sollen bzw. solltest Du Dich weiter behandeln lassen.

    Lies Dich mal hier durch:

    http://www.dgbs.de/index.php

  • 3
    Antwort von ewalli ewalli

    ADS ist meiner Meinung nach eine erfundene Krankheit, auch bei Kindern. Ich denke mal, wenn die Eltern nervös und unkonzentriert sind, überträgt sich das auch auf die Kinder. Ich denke mal, du hast einfach ein Problem, dich zu entscheiden, lässt dich zu leicht beeinflussen, weil du selbst nicht sicher bist, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist. Mein Rat: Lass dich von niemandem beeinflussen, jeder hat eine andere Meinung- mach einfach dein Ding und zieh es auch durch!

    Kommentar von kikkerl kikkerlkikkerl

    so ist es!!!!!kein wunder, manche lehrer, erzieher, psychologen usw haben einfach keine lust und keine geduld mehr mit der person die vor ihnen steht und wenn ihnen die puste ausgeht ist man gleich ad(h)s krank.....

    Kommentar von Morti MortiMorti

    ADS ist eine nachweisbare chronische Krankheit, bei der biochemische Prozesse im Hirn ablaufen. Ich denke aber, dass sie zu häufig diagnostiziert wird bei Kindern und deshalb so eine Meinung auslöst.

    Kommentar von Veganer09 Veganer09Veganer09

    genau, jedes Kind was nicht von seinen Eltern erzogen wurde leidet heutzutage unter ADHS, erstaunlich ;)

    Kommentar von Kyra700 Kyra700Kyra700

    das liegt dann aber eher daran, dass diese Krankheit erblich ist und die Eltern dann ihren Kindern nicht die richtige Erziehung mit auf den weg geben konnten, nicht weil sie es nicht wollten, sondern weil sie selbst betroffene sind und es damals bei ihnen nicht festgestellt worden ist.

  • 3
    Antwort von miniwo miniwo

    Kann muss aber nicht,.. ich finde es unwahrscheinlich,.. ADS kommt nicht einfach so, dass hat man. Und Gymnasium ohne Therapie spricht sehr gegen ADS :)

  • 2
    Antwort von schildi schildi

    ob es das ist was du meinst kann ich dir nicht sagen,aber ich meine du solltest dich mal zusammen reißen und etwas zu Ende machen du hast einfach keine Ausdauer und in deinem Alter sollte man,wenn man seine Fehler schon einsieht auch bekämpfen können. Viel Glück

  • 1
    Antwort von Veganer09 Veganer09

    ja wenn man seine Kinder nicht erziehen kann oder will, dann hat das Kind eben ADS und man benötigt Beruhigungsmittel um es ruhigzustellen, ist schliesslich einfacher als es zu erziehen.

  • 1
    Antwort von Morti Morti

    Bipolare Störung ist das was früher als "manisch-depressiv" bekannt war. Deshalb versteh ich die Verbindung zu ADS nicht,was eine andere chronische Krankheit ist, (die bei Kindern heute vorschnell diagnostiziert wird).

    Kommentar von Morti MortiMorti

    Mir scheint eher dir fehlt die Motivation irgend etwas durchzuziehen und ohne zugkräftigen Antrieb hältst du eben nix durch. Vielleicht fragst du dich mal was du eigentlich wirklich willst, dann ziehst du nämlich auch was durch von dem andere sagen, dass es sowieso nichts bringt.

    Kommentar von Kyra700 Kyra700Kyra700

    ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass ADHS nicht rechtzeitig erkannt wird und die Lehrer ein auffälliges Verhalten eher auf die Erziehung schieben. Leider erkennen Eltern von betroffenen Kindern es auch oft nicht, dass ihre Kinder krank sind, weil sie es sich nicht eingestehen wollen oder weil sie selbst betroffen sind und es nicht einschätzen können. Deine Aussage finde ich deshalb zu pauschal und nicht richtig.

    Kommentar von Morti MortiMorti

    ich kenne es eben verstärkt andersrum - Kinder die nicht so wollen wie sogenannte Autoritätspersonen werden abgestempelt und mittels Medies ruhiggestellt. Oft sind es nämlich sehr wohl Fehler im Verhalten von "Erziehungspersonen".

  • 1
    Antwort von fragesteller2 fragesteller2

    bei ads kann man sich eher schlecht konzentrieren. Ist das denn bei dir auch der fall oder bist du ausschliesslich sehr sprunghaft u ziehst dinge nicht konsequent durch?

    Kommentar von PeterBgh PeterBgh

    Sagen wir so, wenn mich etwas sehr interessiert, dann kann ich mich konzentrieren, aber auch nur bis zu einem gewissen Grad. Leider gibt es ja immer wieder Dinge, z.B. bei einer Weiterbildungsmaßnahme, dass man auch Dinge lernen muss, die einen nicht so sehr interessieren, oder die man auf Anhieb nicht versteht. Beispiel :der Text ist mit vielen Fremdwörten durchzogen. Dann ist es bei mir ganz aus. Dann konzentriere ich mich nicht mehr, und gebe vorschnell auf.

    Kommentar von Kyra700 Kyra700Kyra700

    warum nimmst du dir dann nicht mal Hilfe zu Hand? Zum Beispiel ein Fremdwörterlexikon? Eigentlich sollten Barrieren doch Herausforderungen sein. Was du machst, hört sich mehr nach: Weglaufen an, sobald etwas dich fordert. Kann deine Frau gut verstehen. Wer will einen Partner haben, der zu allem Ja und Amen sagt und dann noch nicht einmal die Herausforderung des Lebens angehen mag. Wann willst du denn anfangen, dein Leben in die Hand zu nehmen? So wahnsinnig viel Zeit bleibt dir nämlich gar nicht mehr. Wenn du sagst, du wolltest immer allen, alles recht machen, hättest du doch in allem super toll sein müssen und nicht ein Typ, der nach kurzer Zeit alles hin schmeißt. Das widerspricht sich meiner Meinung nach, denn scheinbar findest du an dir selbst nichts, worauf du in deinem Leben stolz sein kannst. Überdenke mal dein Leben und schaue, was deine Ziele sind. Der Mensch braucht Ziele im Leben - kurz,- mittel,- und langfristige Ziele. Wo willst du in 2 Monaten stehen und wo in 5 Jahren?

  • 1
    Antwort von kikkerl kikkerl

    bipolare störungen können auch anzeichen auf schizzophrenie oder andere störungen sein. leider

    ausserdem es gibt viele leute die oft was angefangen und nicht beendet haben, zu denen muss ich zugeben dass ich auch gehöre. aber mir hat noch niemand gesagt ich würde ads haben. im kopf muss es selber "klick" machen und dann schafft man was zu ende was man sich vorgenommen hat.

    tja... psychologen heute wollen eh alle menschen in eine kiste stecken nur nicht selbst.zu schnell wird gesagt man habe ad(h)s, legasthenie oder sonstwas...

    Kommentar von Morti MortiMorti

    Guten Morgen kikkerl ;o)
    Bipolare Störung ist eine Störung bei der Phasen der manischen Erregung, Euphorie und Depression sich abwechseln.

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    Antwort von Kyra700 Kyra700

    du solltest dich entsprechend von einem Neurologen und Psychotherapeuten behandeln lassen. Es gibt inzwischen gute Medikamente gegen diese Krankheit. Nur komisch, dass man das bei dir als Kind nicht festgestellt hat, denn bei Erwachsenen lässt die Krankheit meist von selbst nach. Mein Stiefsohn hat ADHS und das war sehr schlimm, als er klein war. Heute mit 16 J. merkt man ihm kaum noch etwas an.

    Könnte es nicht auch einfach sein, dass du zu oberflächlich bist. Verfolge deine Ziele und bringe mal etwas zu Ende oder fange gar nicht erst damit an. Ich bestärke mich immer damit, in dem ich mir sage: du hast damit angefangen, nun wird es auch durchgezogen, komme was wolle. Ist aber auch eine Erziehungssache meiner Eltern gewesen.

    Wie gesagt, suche dir mal fachmännische Hilfe.

    Kommentar von PeterBgh PeterBgh

    Hallo Kyra,

    danke für deine Antwort. Mittlerweile glaube ich ziemlich fest, dass es eher Zweiteres ist. Ich bin eher zu oberflächlich. Kaum taucht, z.B bei einem Lehrbrief, ein schwieriges Kapitel auf...mit vielen Fremdwörten, verliere ich den Faden, und das Interesse.

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    Antwort von momolo13 momolo13

    irgendwie komisch. eine bipolare störung lässt sich nicht in ein paar sitzungen wegterapieren. die stansdartbehandlung lautet eher doppelte prophilaxen unter anderem mit lithium. sobald die medikamente gut eingestellt sind, kann man die sitzungen in grösseren abständen abhalten, aber ganz sicher nicht abbrechen. die bipolare störung wird als schwere krankheit eingestuft und wird normalerweise lebenslänglich von der kasse bezahlt. ich kann mir gut vorstellen das du ein ads hast. deine beschreibung passt. an deiner stelle würde ich dir empfehlen einen spezialisten zu suchen, der speziell adsler behandelt. oft kennen sich selbst normale psychjater mit dieser störung zu wenig aus. auf jeden fall solltest du dir einen mediziner und keinen psychologen aussuchen. du brauchst auf jeden fall medizinische hilfe. sofern deine diagnosen stimmen.

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    Antwort von PeterBgh PeterBgh

    HERZLICHEN DANK AN ALLE 1 Durchwegs hifreiche und motivierende Antworten ! Und verblüffend ist : ihr habt mit den Antworten absolut recht! Noch eine kleine Anmerkung: die bipolare Störung ist bei mir nur schwach ausgeprägt. Ich war auch diesbezüglich in Behandlung, und beendete diese ordnungsgemäß, sagen wir so, mehr Sitzungen wurden nicht genehmigt. Ich bekomme aber medikamentöse Unterstützung ( Valproatsäure ).

    Der Peter

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