ADS - Richtigstellung?

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5 Antworten

Richtig.

ADSler haben einerseits die Fähigkeit, sich sehr stark auf einen Gegenstand, der sie interessiert, zu fokussieren, zu hyperfokussieren, daß sie nichts anderes mehr mitkriegen, weil sie eingetaucht sind.

Andererseits fällt es ihnen bei Desinteresse schwer, an einem Gegenstand dranzubleiben, dann fesselt die Fliege an der Wand genauso (oder mehr) wie der Lehrer.

Das wichtigste ist also, Interesse zu wecken - und dann hyperfokussieren zu lassen. Das geht am besten im Privatunterricht oder beim Selbstlernen. In der "normalen " Schule geht das nciht.

ADHS ist allerdings noch gepaart mit Hyperaktivität, Hummeln im Hintern. Manchmal aber auch schlicht eine Weizenunverträglichkeit oder anderes. Ich bin viel ruhiger, wenn aller Weizen gestrichen und durch frischgemahlenen Dinkel ersetzt wird.

Dann gibt es auch noch den Fall, daß Kinder (oder großgewordene) wirklich nach Aufmerksamkeit suchen, das ist dann allerdings kein ADHS, auch kein ADS, sondern Unerzogenheit. Und das nimmt leider sehr zu in unserer Gesellschaft, weil sich kaum einer mehr traut, den armen lieben Kleinen Grenzen zu setzen.

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Kommentar von Seanna
15.03.2016, 11:23

Jaein betreffend dem letzten Absatz. Es gibt eine Reihe von Krankheiten, bei denen die Sucht/Suche nach Aufmerksamkeit ein Symptom oder gar zentral ist. Allen voran die narzisstische Persönlichkeitsstörung. Diese hat aber mit AD(H)S nur insofern zu tun als dass bei beiden der genetische Faktor für psychische Erkrankungen eine Rolle spielt und eine vorhandene Prädisposition für ein hirnchemisches Ungleichgewicht die Wahrscheinlichkeit des Auftretens erhöht, jedoch nicht zwangsläufig voraussagt. Da spielen in beiden Fällen auch noch andere Faktoren eine entscheidende Rolle. Also muss es nicht unbedingt Unerzogenheit sein wenn jemand nach Aufmerksamkeit sucht.... Aber stimmt schon - mit AD(H)S hat das dann auch nichts zu tun.

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Nö das ist völlig korrekt.

Es gibt 3 Subtypen der AD(H)S. Vorwiegend hyperaktiv - verbreiteter bei Jungs. Vorwiegend hypoaktiv / unaufmerksam - verbreiteter bei Mädchen. Und den gemischten Typ.

Allen gemein ist das Konzentrationsproblem. Zusätzlich spielt auch eine gewisse Impulsivität oft eine Rolle - außer bei der hypoaktiven Form. Ebenso haben alle das Problem des Hyperfokus und Schwierigkeiten mit der Selbstdisziplin. Auch Vergessen ist oft ein Problem und Organisation bzw Tagesstruktur. Auch Sind alle Typen sehr leicht ablenkbar.

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Kommentar von Hooks
15.03.2016, 11:13

Genau, das trifft es so ziemlich. Wobei die Konzentration bei selbstbestimmtem Interesse super klappt, bis hin zum Hyperfokussieren.

Dumm nur, daß heute in denSchulklassen alle über einen Kamm geschert werden sollen - dann stören diese Kinder natürlich.

Für diese Kinder ist das Selbstlernen als homeschooler oder unschooler eine Erlösung. Mit den allerbesten Resultaten!

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Ja diese Beleidigung kenne ich unter Jugendlichen nur zu gut.

AD(H)S steht ja bekanntlich für AufmerksamkeitsDefizitSyndrom mit oder ohne Hyperaktivitär.

Das mit de Aufmerksamkeit bezieht sich in beiden Fällen eher auf die Konzentration bzw die Aufmerksamkeitsspanne also das heißt, dass die Betroffenen sich nicht wirklich lange und ausreichend konzentrieren können.

Es wird dabei noch zwischen verschiedenen Subtypen unterschieden. Aber die Probleme mit der Aufmerksamkeit treten bei allen Betroffenen auf und haben rein gar nichts damit zu tun, dass diese Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen.

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Kommentar von Hooks
15.03.2016, 11:09

Das mit der Konzentration stimmt so nicht, denn ist ja gerade ein Anzeichen von ADS, daß die Betroffenen hyperfokussieren (also gar nichts anderes mehr mitkriegen), aber eben auf das Objekt ihres Interesses, nicht auf das, was ihnen vorgesetzt wird.

Das ist das große Problem der Schule. Und erst recht seit der Integration, oder Inklusion. Solche Kinder müssen anders ans Lernen herangeführt werden - oder am besten ganz selbstbestimmt lernen dürfen.

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Kommentar von einfachichseinn
15.03.2016, 12:28

Natürlich stimmt das mit der Konzentration. ADHSler haben große Probleme damit sich zu konzentrieren. Klar gibt es den Hyperfokus, aber das ist eher selten

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Ja,im großen und ganzen stimmt das so.Bei AdHs steht das H für hyperaktiv, dh es fällt schwer sich ruhig zu verhalten, ist so eine Art Zappelphillip.Und Ads,meist eher verträumt.Die unkonzentriertheit trifft aber bei beidem zu.

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Nein da liegst du komplett richtig. Das ADS heisst zwar Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, hat aber eher damit zu tun, dass sich die Betroffenen nicht gerade leicht konzentrieren können und sich dafür aber umso leichter ablenken lassen. Viele bezeichnen das ADS als eine Verschwörungstheorie (Frag mich nicht wieso) oder als eine Modekrankheit. Aber in Wahrheit ist das eine ganz "normale" Krankheit.

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Kommentar von Hooks
15.03.2016, 11:06

Nein, das ist keine Krankheit, das ist "eine andere Art, die Welt zu sehen", wie Thoma Hartmann das in seinem sehr guten Buch beschreibt. Leider ist unsere Gesellschaft auf die andere Sorte ausgerichtet (wie ein Lehrer meines Heimkindes mal sagte: Im Urwald wäre er Häuptling, aber für die Schule ist er nicht zu gebrauchen), aber mit ein paar Tricks und der richtigen Arbeitsstelle kann man sehr gut auch ohne Medikamente zurechtkommen.

Als Modekrankheit betrachte ich eher die um sich greifende Unerzogenheit, die von außen ähnlich aussieht wie angeborene Hyperaktivität, die aber nur durch falsches Verhalten der Eltern anerzogen worden ist.

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Kommentar von einfachichseinn
15.03.2016, 18:45

hooks lebt leider in einer ganz ganz anderen Welt. Was er da von sich gibt kann zwar in der Theorie richtig sein, ist in der Praxis aber nicht durchzusetzen und führt vermutlich zu noch größeren Schäden bei den Betroffenen

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