Hallo,
auch wenn es ein wenig off topic ist und nicht die Frage beantwortet...
ADS & ADHS sind Störungen, die nur subjektiv erfasst werden können. Zwar gibt es diverse Tests, allerdings sind diese nie zu 100% reliabel, das geht ganz einfach nicht.
Was ich damit sagen will: Nur weil ein Arzt euch sagt, euer sohne hätte ADS / ADHS, bedeutet das noch lange nicht, dass dem so ist, bzw., noch wichtiger, dass eine medikamentöse Behandlung notwendig oder sinnvoll ist.
Medikamente sind immer ein Eingriff in das System des Körpers, und gerade bei neurologischen Medikamenten sollte man nicht vorschnell handeln.
Überlegt es euch gut. Schließt andere Eventualitäten aus. Gerade bei solch subjektiven Geschichten wird gerne voreilig eine Krankheit diagnostiziert.
Ist er vielleicht einfach in der Schule gelangweilt, oder unterfordert? Du sagst selbst, dass er im logischen Denken überdurchschnittlich begabt ist. Zieh also eine Unterforderung in Erwägung.
Ist vielleicht einfach sein Lehrer in der Schule ne Knalltüte die es nicht schafft seine Aufmerksamkeit anzusprechen?
Hat er vielleicht Probleme in der Schule? Mit anderen Kindern? Oder auf dem Schulweg?
Gibt es eventuell zu Hause Probleme? Einen Todesfall (z.B. eines Haustiers oder Verwandten, auch wenn es länger her ist), eine Scheidung, irgendetwas?
Das sind nur mal ein paar vorläufige Ideen... es gibt zich verschiedene Faktoren die die Konzentration eines Kindes zeitweise beeinträchtigen können.
Bedenkt die Sache gut. Und, am ALLER wichtigsten: Vergesst die sache, dass ihr eine medikamentöse Bahndlung beginnen MÜSST. Das MÜSST ihr zu 100% NICHT. Es wird euch empfohlen, nahegelegt, der Arzt möchte dies machen - aber ihr MÜSST NICHT. Es steht euch frei was ihr mit eurem Kind macht. Ganz einfach.
Überlegt selbst: bei wie vielen Ärzten wart ihr? Holt euch entsprechende Meinungen anderer Ärzte ein, auch anderer Psychologen und Psychotherapeuten, auch von Neurologen und von mir aus auch vom Schamanen um die Ecke.
Medikamente KÖNNEN bei entsprechenden Erkrankungen helfen. Medikamente KÖNNEN aber auch sehr großen Schaden anrichten - bevor man diesen Schritt geht sollte man sich zu 100% sicher sein und ALLE Eventualitäten ausschließen können.
Ich meins nur gut... in einer Gesellschaft, in der Schüchternheit als Sozialphobie diagnostiziert wird sollte man eben vorsichtig sein :-)
Diese Antwort deckt sich zu 100 % mit meiner Erfahrung! ;-)
@PrinceVan, Danke für Deine Denkanstösse, dennoch muss ich Dir sagen, dass diese Diagnose nicht so aus dem Himmel gefallen ist, so wie es vielleicht durch meine Frage aussieht. Insgesamt sind wir schon seit der Kindergartenzeit "dran", also schon mindestens vier Jahre. Er hat bereits mehrere Therapien mitgemacht (Logo u. Ergo) mit mehr oder weniger Erfolg. Die aktuelle Testung durch einen Psychologen ist sehr fundiert durchgeführt worden, einschließlich Eltern- und Lehrerbefragung. Auch bei den Elternschulungen habe ich ihn "wiedererkannt". Die Referentin hat selbst vier Kinder, eines davon mit ADHS, daher bin ich mir sicher, dass sie nicht nur theoretisch weiß, wovon sie spricht.
Müssen müssen wir gar nichts, da geb ich Dir Recht, ich weiß auch von der Problematik der Medikamentengabe.
Mittlerweile ist der Leidensdruck aber sehr groß, da mein Sohn wegen den sehr schlechten Leistungen so langsam sein Selbstwertgefühl verliert, weil er sicher spürt und gewillt ist, mehr zu können, dies aber durch dieses Handikap eben nicht KANN. Ein Teufelskreis...
Wir tun uns wirklich nicht leicht mit der Entscheidung, gleichzeitig wollen wir nur das Beste für ihn, die Zeit drängt, um noch Jahre hin und her zu experimentieren.
Hallo,
wie gesagt... in diversen Fällen ist es ja in Ordnung und bringt Besserung. Da es bei euch ja nichts neues ist und ihr andere Dinge zu genüge versucht habt ist es natürlich ein potentieller nächster Schritt. Ich wollte ja - und ich denke das hast du auch so verstanden - einfach nur einen Neuling ein wenig warnen :-) Aber solch ein Neuling bist du ja scheinbar nicht.
Viel Glück für die Zukunft!
Ich danke Dir für Dein Verständnis und Deine Wünsche, ich habe Deine Absichten schon verstanden. LG
@Blissy77 Das war bei uns exakt genauso. Mein Sohn ist sogar aus der Entspannungsgruppe beim Kinderarzt rausgeflogen. Ich war jede zweite Woche beim Schulleiter und musste mit Engelszungen reden, damit mein Kind auf dieser Schule bleiben durfte. Der Heilpraktiker hat ihm ein Medikament verordnet, dessen Dosierung ich nach zwei Wochen auf ein Drittel zurückschrauben musste, weil mein Sohn völlig transusig geworden war.