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ADS - Psychologische Beratung für Eltern

Frage von Blissy77 Blissy77

Bei meinem Sohn (9) wurde ADHS diagnostiziert, wobei die Hyperaktivität nicht so stark ausgeprägt ist, wohl aber die Aufmerksamkeitsstörungen und Impulsivität.

Durch sehr schlechte schulische Leistungen, obwohl er überdurchschnittlich begabt ist (Logik) müssen wir eine Behandlung beginnen, leider auch eine medikamentöse.

Wir haben bereits eine Elternschulung absolviert und es stehen individuelle psychologische Beratungen mit dem Kind und uns als Eltern an.

Nun ist meine Frage, wie diese Beratungen gestaltet sind, wer hat solche Beratungen durchlaufen und sind sie hilfreich ?

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Antworten (6)

  • 2
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Dreimonstermami Dreimonstermami

    Hey, ich bin zwar ein bisschen spät dran, aber vielleicht kannst du meine Antwort trotzdem noch gebrauchen.... Ich finde schon, dass diese Beratungen hilfreich sind. Nicht jedes ADS Kind ist gleich, der eine ist impulsiver, der andere stärker Hyperaktiv, bei dem anderen steht evtl. die Aufmerksamkeit ganz oben auf der Mängelliste. Ich bin der Meinung, man sollte jede Hilfe, die einem angeboten wird auch in Anspruch nehmen, schliesslich ist sie immer zum Wohle des Kindes gedacht. Erst wenn man alle Therapievorschläge ohne ausreichende Besserung probiert hat, kann man meiner Meinung die medikamentöse Behandlung verantworten. Mein Ältester musste im letzten Jahr ebenfalls Medikinet nehmen, es hat ihm wirklich sehr viel gebracht, er sah plötzlich viele Dinge klarer und konnte einiges, was er sich in dieser Zeit angewöhnt hat in die jetzt wieder medikamentenfreie Zeit übernehmen. Für ihn war es also die richtige Entscheidung. Die Psyche ist total wichtig, nur wer innerlich stark genug ist, kann erkennen wo was fehlt und auch kleine Rückschläge gut verarbeiten....

  • 4
    Antwort von PrinceVan PrinceVan

    Hallo,

    auch wenn es ein wenig off topic ist und nicht die Frage beantwortet...

    ADS & ADHS sind Störungen, die nur subjektiv erfasst werden können. Zwar gibt es diverse Tests, allerdings sind diese nie zu 100% reliabel, das geht ganz einfach nicht.

    Was ich damit sagen will: Nur weil ein Arzt euch sagt, euer sohne hätte ADS / ADHS, bedeutet das noch lange nicht, dass dem so ist, bzw., noch wichtiger, dass eine medikamentöse Behandlung notwendig oder sinnvoll ist.

    Medikamente sind immer ein Eingriff in das System des Körpers, und gerade bei neurologischen Medikamenten sollte man nicht vorschnell handeln.

    Überlegt es euch gut. Schließt andere Eventualitäten aus. Gerade bei solch subjektiven Geschichten wird gerne voreilig eine Krankheit diagnostiziert.

    Ist er vielleicht einfach in der Schule gelangweilt, oder unterfordert? Du sagst selbst, dass er im logischen Denken überdurchschnittlich begabt ist. Zieh also eine Unterforderung in Erwägung.

    Ist vielleicht einfach sein Lehrer in der Schule ne Knalltüte die es nicht schafft seine Aufmerksamkeit anzusprechen?

    Hat er vielleicht Probleme in der Schule? Mit anderen Kindern? Oder auf dem Schulweg?

    Gibt es eventuell zu Hause Probleme? Einen Todesfall (z.B. eines Haustiers oder Verwandten, auch wenn es länger her ist), eine Scheidung, irgendetwas?

    Das sind nur mal ein paar vorläufige Ideen... es gibt zich verschiedene Faktoren die die Konzentration eines Kindes zeitweise beeinträchtigen können.

    Bedenkt die Sache gut. Und, am ALLER wichtigsten: Vergesst die sache, dass ihr eine medikamentöse Bahndlung beginnen MÜSST. Das MÜSST ihr zu 100% NICHT. Es wird euch empfohlen, nahegelegt, der Arzt möchte dies machen - aber ihr MÜSST NICHT. Es steht euch frei was ihr mit eurem Kind macht. Ganz einfach.

    Überlegt selbst: bei wie vielen Ärzten wart ihr? Holt euch entsprechende Meinungen anderer Ärzte ein, auch anderer Psychologen und Psychotherapeuten, auch von Neurologen und von mir aus auch vom Schamanen um die Ecke.

    Medikamente KÖNNEN bei entsprechenden Erkrankungen helfen. Medikamente KÖNNEN aber auch sehr großen Schaden anrichten - bevor man diesen Schritt geht sollte man sich zu 100% sicher sein und ALLE Eventualitäten ausschließen können.


    Ich meins nur gut... in einer Gesellschaft, in der Schüchternheit als Sozialphobie diagnostiziert wird sollte man eben vorsichtig sein :-)

    Kommentar von Kristall08 Kristall08Kristall08

    Diese Antwort deckt sich zu 100 % mit meiner Erfahrung! ;-)

    Kommentar von Blissy77 Blissy77Blissy77

    @PrinceVan, Danke für Deine Denkanstösse, dennoch muss ich Dir sagen, dass diese Diagnose nicht so aus dem Himmel gefallen ist, so wie es vielleicht durch meine Frage aussieht. Insgesamt sind wir schon seit der Kindergartenzeit "dran", also schon mindestens vier Jahre. Er hat bereits mehrere Therapien mitgemacht (Logo u. Ergo) mit mehr oder weniger Erfolg. Die aktuelle Testung durch einen Psychologen ist sehr fundiert durchgeführt worden, einschließlich Eltern- und Lehrerbefragung. Auch bei den Elternschulungen habe ich ihn "wiedererkannt". Die Referentin hat selbst vier Kinder, eines davon mit ADHS, daher bin ich mir sicher, dass sie nicht nur theoretisch weiß, wovon sie spricht.

    Müssen müssen wir gar nichts, da geb ich Dir Recht, ich weiß auch von der Problematik der Medikamentengabe.

    Mittlerweile ist der Leidensdruck aber sehr groß, da mein Sohn wegen den sehr schlechten Leistungen so langsam sein Selbstwertgefühl verliert, weil er sicher spürt und gewillt ist, mehr zu können, dies aber durch dieses Handikap eben nicht KANN. Ein Teufelskreis...

    Wir tun uns wirklich nicht leicht mit der Entscheidung, gleichzeitig wollen wir nur das Beste für ihn, die Zeit drängt, um noch Jahre hin und her zu experimentieren.

    Kommentar von PrinceVan PrinceVanPrinceVan

    Hallo,

    wie gesagt... in diversen Fällen ist es ja in Ordnung und bringt Besserung. Da es bei euch ja nichts neues ist und ihr andere Dinge zu genüge versucht habt ist es natürlich ein potentieller nächster Schritt. Ich wollte ja - und ich denke das hast du auch so verstanden - einfach nur einen Neuling ein wenig warnen :-) Aber solch ein Neuling bist du ja scheinbar nicht.

    Viel Glück für die Zukunft!

    Kommentar von Blissy77 Blissy77Blissy77

    Ich danke Dir für Dein Verständnis und Deine Wünsche, ich habe Deine Absichten schon verstanden. LG

    Kommentar von Kristall08 Kristall08Kristall08

    Insgesamt sind wir schon seit der Kindergartenzeit "dran", also schon mindestens vier Jahre. Er hat bereits mehrere Therapien mitgemacht (Logo u. Ergo) mit mehr oder weniger Erfolg. Die aktuelle Testung durch einen Psychologen ist sehr fundiert durchgeführt worden, einschließlich Eltern- und Lehrerbefragung.

    @Blissy77 Das war bei uns exakt genauso. Mein Sohn ist sogar aus der Entspannungsgruppe beim Kinderarzt rausgeflogen. Ich war jede zweite Woche beim Schulleiter und musste mit Engelszungen reden, damit mein Kind auf dieser Schule bleiben durfte. Der Heilpraktiker hat ihm ein Medikament verordnet, dessen Dosierung ich nach zwei Wochen auf ein Drittel zurückschrauben musste, weil mein Sohn völlig transusig geworden war.

    Kommentar von Nona13 Nona13Nona13

    ads ist keine Störung!!!

    Kommentar von Antwortenfrau AntwortenfrauAntwortenfrau

    Ignorier es einfach, die meisten wissen es nicht besser, weil es für sie unnormal ist anders zu sein. Wir wissen ja dass das nicht stimmt.

  • 3
    Antwort von Kristall08 Kristall08

    Als mein Sohn damals auf ADS getestet wurde, bekam ich auch als erstes einen Prospekt über Ritalin in die Hand gedrückt. Dann habe ich mein Kind genommen, bin zum Heilpraktiker gegangen und habe mich eingelesen, was ich noch tun kann http://www.schulprobleme.info/html/ernahrung.html.

    Beim Psychologen waren wir auch. Es hat uns geholfen, unsere Beziehung untereinander zu verbessern. Inzwischen haben wir keine Probleme mehr mit unserem Großen. Medikamente hat er nie bekommen.

    Das ist nur ein Erfahrungsbericht. Ich weiß, dass sich das nicht eins zu eins auf jedes Kind übertragen lässt.

    Kommentar von timbatal timbataltimbatal

    ein heilpraktiker ist kein mediziner und kann mit adhs garnix anfangen.

    Kommentar von Kristall08 Kristall08Kristall08

    Ach. Worauf stützen sich denn deine fundierten Erfahrungen? Hast Du es selbst schon ausprobiert? Vermutlich nein. Aber wir schon.

    Kommentar von PrinceVan PrinceVanPrinceVan

    sie hat nie behauptet, dass ein Heilpraktiker ein Mediziner ist. Lediglich, dass sie bei einem Heilpraktiker war, und das scheinbar mit Erfolg.

    Der Erfolg zählt. Der Rest ist egal.

    Kommentar von PrinceVan PrinceVanPrinceVan

    By the way, schau dir mal die Nebenwirkungen von Ritalin an:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ritalin#Nebenwirkungen

    und DANN sag mir, ob man es voreilig nehmen sollte, oder doch lieber alle Eventualitäten ausschließen sollte...

    Kommentar von Nona13 Nona13Nona13

    Ritalin ist sicher eine Erleichterung, aber sicher auch kein muss!!!

    Kommentar von Kristall08 Kristall08Kristall08

    Ich nehme an, du hast noch nie ein Kind auf Ritalin gesehen, oder? Denn sonst würdest du das kaum sagen...

  • 2
    Antwort von Moonie1970 Moonie1970

    ob es euch hilft, hängt sehr von den jeweiligen Beratern ab und auch von euch als Eltern ab. Seht es als Hilfestellung, als Angebot. Letztlich muss jede Familie seinen eigenen Weg damit finden, denn jedes Kind ist ja auch anders. Ich habe jede Hilfe angenommen, die mir geboten wurde und aus jeder Hilfe konnte ich in irgendeiner Weise nutzen ziehen.

  • 1
    Antwort von Nona13 Nona13

    In der schweiz ist es Elpos.

    ich(16) habe auch ein anerkanntes ADHS, mir und meinem Umfeld hat es sehr geholfen, wir haben alle viel gelernt. Und ADS ist eine Chance, keine Behinderung: ich bin begabt in Logik und Intelligenz, habe dafür zwischenmenschlich viele probleme: Elpos half mir, auch diese in den griff zu bekommen

    www.elpos.ch

  • 1
    Antwort von cheRyy01 cheRyy01

    http://www.tokol.de/content/view/620/508/

    Sieh dich mal auf diesen Seiten um. Vielleicht hilt es dir/euch.

    cheRyy

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