Ich habe einen Haufen Kleidung und Schuhe und würde die gern nach Afrika zu den Armen schicken, statt in die Kleidersammlung. Also das ist alles top i.O., nichts kaputt. Hat da jemand ne Adresse in HH oder Lpz in der Nähe, wo man das hinschaffen oder hinschicken kann und wo man GENAU WEISS, DASS DAS DA AUCH ANKOMMT?
Antworten (6)
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AffiaAffia
Ich 'spende' schon lange keine Altkleider mehr. Mit diesen Sachen werden Geschäfte gemacht und das in ganz großem Stil mit der Folge, dass in afrikanischen Ländern einheimische Produktionen nicht mehr unbedingt lohnenswert sind.
Was hier gesammelt wird in Containern oder per Sammelaktionen wird aussortiert und kommt in Ballen sortiert per Container in afrikanischen Häfen an. Dort werden die Ballen gekauft von afrikanischen Händlern und die wiederum verkaufen die gebrauchten Sachen auf den Märkten und das oftmals zum gleichen Preis wie hier billig gekauft bei Discountern.
Selbst wenn du die Sachen über irgendeine Organisation los wirst, kannst du nicht sicher sein, ob nicht doch jemand sein Geschäft damit macht. Die Transporte sind teuer und im Moment werden sicherlich andere Dinge dringender gebraucht als Kleidung. Sieh dir die Bilder im TV an, da siehst du überwiegend traditionelle Kleidung bei den Erwachsenen, nur die Kinder sind anders gekleidet.
Auch wenn immer wieder angezweifelt wird, dass Spendengelder ihrem Zweck zugeführt werden, würde ich an eine der großen und seriösen Orgas spenden. Das ist im Moment sinnvoller als Altkleider zu schicken.
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susannejennysusannejenny
Hallo,
wieviel ist es denn (in kg)? Evtl. könnten wir die Sachen in Uganda brauchen und zwar ganz ohne Abzocke, Geschäftemacherei und Zwischenhändler, sondern von Mensch zu Mensch, zum Anziehen und nicht zum Weiterverkauf.
(In die Altkleidersammlung gebe ich aus o. g. Gründen auch seit Jahren nichts mehr, sondern entweder nehme ich was nach Uganda mit bzw. gebe es jemand anderem mit oder spende es an ein Asylbewerberheim in der Nähe).
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dirodadiroda
Das muß du schon selbst hinbringen um sicher zu sein das es ankommt. Geld läßt sich einfacher transportieren.
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aycawolfaycawolf Hm, das mit dem Geld bezweifle ich stark. Sonst würde die Hungersnot wohl nicht so lange anhalten bei denen. Es gibt ja schon paar Leute, die Geld hinschicken, aber das wird, wenn überhaupt, ja dann für die Lebensmitteltransporte ausgegeben, was ja auch i.O. ist, logisch. Aber direkt für die Leute, weiß nicht, das geht wohl nicht. An die Leute selbst kann man eben auch kein Geld schicken.
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aluss Die haben alle hunger weil die Lebensmittell eben auch nicht durchkommen xD Vielleicht sollten sie mal bewaffnete Leute schicken und die Rebellen abknallen
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aycawolfaycawolf Ja, das weiß man ja. Es beantwortet leider nicht meine Frage.
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aluss Man kann bei keiner Adresse genau wissen, dass sie da auch ankommen, weil die Rebellen dort alle Hilfsgüter abfangen und nicht durchlassen.
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aycawolfaycawolf Nee, ist klar. Aber Lebensmittel werden ja auch immer versucht. Zumindest würde ich da gerne mit helfen, wenn ich kann.
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paula2005paula2005
Ich hab gehört,die wollen nur neue Sachen haben,drum denk ich,die kommen eh nicht an,und werden vorher anderswo verhökert...
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aycawolfaycawolf Das glaub ich nicht. Nur neue Sachen ?????
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paula2005paula2005 Im Buchladen ist jedes Jahr so ne Aktion,aber da darf nichts gebrauchtes bei sein..
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AffiaAffia Dann liegt es am Sammelkonzept des Buchladens und nicht daran, dass gebrauchte Kleidung nicht verschickt wird. Hier verdienen sich so manche Unternehmen eine goldene Nase mit gebrauchten Sachen. In Kanada und den USA sind das ebenfalls florierende Unternehmen.
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hauseltrhauseltr In Afrika (Kenia usw.) werden auf den Märkten die Riesenballen gebrauchter Kleidung aus Europa geöffnet und der Inhalt wird verkauft, ohne das das irgendwie vorsortiert wird.
Gebrauchte (und auch neuwertige) Kleidung landet immer bei Firmen, die diese sortieren, weiterverkaufen usw. Niemand kann garantieren, das diese Sachen in Afrika ankommen und dort auch noch kostenlos verteilt werden.
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paula2005paula2005 Schlimm..Wir verschenken die Kleidung,und da handelt die Mittelschicht mit...Und die Ärmsten der Armen kriegen wat mit Löcher...Toll..
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AffiaAffia In erster Linie verdienen hier die Unternehmen, die mit Altkleidern handeln. Ab Hafen in Afrika ist es ein Mittel um die eigene Familie zu ernähren.
Vielen Dank für den Stern!!!!
Du könntest deine Sachen ja vielleicht auf einem gut besuchten Flohmarkt verkaufen und dann das Geld spenden. So würdest du immer noch etwas für die Menschen in Somalia tun und du wärest deine Sachen los.
Kann ich so nicht unterschreiben...:-)
Klar werden die Klamotten verkauft, nur sind alleine in Kenia tausende in diesem Umfeld tätig, die überwiegende Mehrheit sind dabei Frauen, die mit diesem Geschäft oft eine vielköpfige Familie ernähren...
Die traditionelle Kleidung mag in West-Afrika vorherrschend sein, trotzdem ist die eigentliche Bedrohung der lokalen Texttilindustrie nicht die Altkleider-Industrie, sondern Billig-Importe aus China, selbst die traditionellen Stoffe und Tücher werden bereits im grossen Stil in Asien produziert. Letztendlich ist es für Kleinstgewerbe weitaus einfacher an Altkleider zu kommen, denn die grossen asiatischen Händler machen den Reibach bereits beim Weiterverkauf der importierten Ware...
In Westafrika werden die Altkleider auch verkauft und natürlich halten sich damit ganze Familien über Wasser. Zum Business mit Altkleidern gibt es unterschiedliche Meinungen aber Fakt ist, dass der überwiegende Verdienst daran in den USA, Kanada und Europa verbleibt. Ich finde es auch wenig seriös, dass Container für Kleiderspenden aufgestellt werden und Spender nicht darüber aufgeklärt werden, dass mit ihren Spenden Geschäfte gemacht werden.
Hier tauchen regelmäßig Handzettel auf von einem Orden, der Kleiderspenden für Bedürftige sammelt und auch dahinter steckt ganz normales Altkleiderbusiness. Man sollte da wirklich mal ehrlicher mit umgehen, für mich ist das kurz vor Betrug.
Wir haben selbst auch immer mindestens einen verschifften PKW voll mit Altkleidern. Die Koffer werden der Familie übergeben und es ist jedem selbst überlassen, die Sachen zu verkaufen oder zu behalten, verdienen tun wir nicht daran.
Dass ausländische (Billig)Produkte (aus Asien und/oder Europa) afrikanische Märkte überschwemmen und einheimische Industriezweige verkümmern lassen, ist mir bekannt. Soweit es uns neben unseren Berufen möglich ist, versuchen wir Exporte von Westafrika nach Europa zu fördern. Da es nicht in sehr großem Umfang machbar ist und die Anzahl der Lieferanten / Hersteller überschaubar ist, gibt es auch keinerlei Zwischenhandel, zumindest wir verdienen daran nichts. Wir sind immer nur Vermittler. Es ist nix großes aber für unsere Familie und gute Bekannte äußerst lukrativ.