Adoptivmutter alleiniges sorgerecht, biologischer Vater, scheiden lassen?

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6 Antworten

Hallo,

beruhige dich. Die Richter entscheiden so,daß "das Kind nicht aus seiner Umgebung herausgerissen werden sollte". Dein Vater kann tausend Mal das Sorgerecht beantragen, das will nicht heißen,daß er ihn bekommt.

Es läßt sich auch belegen, daß er jahrelang keinen Unterhalt für dich bezahlt hat.

Bei Gericht wirst du auch gefragt, bei wem du bleiben möchtest.

Dein Vater "plant" das alleinige Sorgerecht zu haben, weil er wahrscheinlich keinen Unterhalt an deine Stiefmutter und dich zahlen will.

Es wäre aber jetzt höchste Zeit für deine Adoptivmutter, einen Familienrechtler zu konsultieren, falls dein Vater tatsächlich das alleinige Sorgerecht beantragen will. Momentan wird es so sein, daß deine Adoptivmutter und er das Sorgerecht gleichberechtigt ausüben (können), nur hat dein Vater bisher von seinem Sorgerecht "keinen Gebrauch" gemacht...

Sehr wichtig ist, daß du in letzter Zeit immer bei deiner Adoptivmutter gelebt hast, daß du dich in der neuen Umgebung gut eingelebt hast, und daß dein Vater die ganzen Jahre gar keinen Unterhalt bezahtl hat. Die Richter sind auch nicht dumm, die werden deinen Vater schon durchschauen.

Dein Vater wird wahrscheinlich einen Besuchsrecht bekommen, aber da du kein kleinkind mehr bist, kannst du quasi entscheiden, ob du ihn sehen willst oder nicht.

An deiner jetzigen Situation wird sich also nichts ändern. Nur wird dein Vater wahrscheinlich dazu verurteilt, Unterhalt zu zahlen, das kann auch rückwirkend sein, was ein schönes Sümmchen ausmachen dürfte!

Emmy



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Kommentar von gotstabbed
26.12.2015, 02:01

Dankeschön du hast mich mit deine Antwort sehr beruhigt :)

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Kommentar von blumenkanne
26.12.2015, 08:17

der vater hat bereits das sorgerecht und wird es weiterhin behalten. es wird kein grund genannt, warum dem vater das sorgerecht entzogen werden sollte. weiterhin ist völlig uninteressant für die entscheidung über den aufenthalt des kindes wer unterhalt zahlt oder nicht.  das spielt überhaupt keine rolle. unter umständen kann der vater garnicht zahlen, sonst würde geld fließen.

zudem geht es das kind nichts an ob kv zahlt oder nicht.

weiterhin hat vater nicht besuchsrecht, sondern umgangsrecht. wenn er dies will, dann wird er dies ausleben. dabei kann kind nix entscheiden. hier treffen die entscheidungen nur die eltern. sie bestimmen wo das kind lebt, sie bestimmen was kind macht und sie bestimmen wann kind mit welchem elternteil umgang wahrnimmt.

der vater hat doch garkein interesse an umgang etc. von daher ist es völlig egal - er müsste sich dem kind erstmal wieder annähern.

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Kommentar von emily2001
13.01.2016, 05:47

Danke für die Bewertung!

Emmy

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Erst mal ruhig Blut, gemeinsames Sorgerecht ist heute zwar erst mal normal, aber das bedeutet nicht, dass du zu ihm ziehen musst. Ab 14 Jahren darf das Kind selbst entscheiden, wo es leben will, bei Mutter oder beim Vater. Dein Vater kann dich daher nicht dazu zwingen, bei ihm zu wohnen und in dem Alter auch nicht, dich zu besuchen oder Kontakt zu halten, wenn du das nicht willst.

Mit dem Sorgerecht kann er selbst nicht viel mehr ausrichten in dem Alter, da gibt es nicht so viel, was er mitentscheiden könnte. Den Ausbildungsvertrag muss er ggf. mal unterschreiben, da kann man aber auch notfalls einklagen. Sonst kann deine Mutter alles regeln ohne ihn.

Wegen dem Unterhalt, da muss sie zum Jugendamt, die kümmern sich darum, ob da was zu holen ist bei ihm. Mit dem Sorgerecht hat das nichts zu tun. Wenn er Einkommen hat, dann muss er zahlen. Darum kümmert sich das Jugendamt.

Dort solltest du dich auch deutlich äussern, wie dein Verhältnis zu deinem Vater ist,was vorgefallen ist und dann wird man es auch nachvollziehen können, dass du keinen Kontakt wünschst. Die geben auch eine Empfehlung ab,wenn es um das alleinige Sorgerecht geht bei der Scheidung.

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116 111

Das ist die kostenlose Nummer die ohne Vorwahl in ganz Europa vor allen Dingen für Minderjährige mit Gewalterfahrung Rat bietet. Nutze sie bitte. 

Ich lese jetzt mal nicht die anderen Antworten aber Dir wird sicherlich geschrieben worden sein dass eine Scheidung nicht möglich ist da sie nur nach einer Eheschließung Mittel der Wahl ist. Ebenso wird Dir mitgeteilt worden sein dass Du selbstverständlich ein Mitspracherecht in Deinem Alter vor dem Familiengericht hast. Dieses hat Dein Wohl an erste Stelle zu setzen 

Wesentlich erscheint mir dass Deine Gewalterfahrungen angemessen berücksichtigt werden. Die kompetenten Menschen welche Du unter der Telefonnummer erreichst werden Dir nicht nur hier gut helfen können. 

Es ist gut wenn Du Dich jetzt kümmerst auch wenn Du erst ab 18 selbst Unterhaltsforderungen stellen kannst. 

Sinnvoll erscheint mir noch Dir zu raten bei Wikipedia Jugendamt einzugeben, den ganzen Artikel nicht nur zu lesen sondern auch alle Links im Text zu öffnen. So lernst Du Deine Rechte auf Hilfe kennen und kannst sie nutzen. 

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deine mutter und dein vater sind noch verheiratet, haben beide das sorgerecht und so wird es bleiben, selbst nach der scheidung.

es wird kein grund genannt, warum dem vater ds gemeinsame sorgerecht entzogen werden sollte.

es ist auch völlig egal ob er unterhalt zahlt oder nicht. den hätte deine mutter ja einfordern können.

und ja deine mutter ist schuld, dass du keinen kontakt zu deinem vater hältst. sie muss dafürsorgen, dass du regelmäßig kontakt zu deinem vater wahrnimmst. wenn sich beweisen lässt, dass sie dies nicht tut, dann könnte das ein problem für sie werden. die frage ist aber: was hat der vater getan um den kontakt zu suchen und durchzusetzen? wenn nötig auch per gericht?

wozu es nicht kommt, ist das du wieder zu ihm ziehen musst. es sei denn er kann nachweisen, dass die mutter dich versucht zu entfremden, die ohne zustimmung seinerseits irgendwohin ziehen ließ um ihm den kontakt zu erschweren. selbst das wäre noch nicht wirklich problematisch und könnte dazu führen das sie zurückziehen muss mit dir.

scheiden lassen kannst du dich von deinem vater im rechtlichen sinne nicht. du solltest mit ihm sprechen, dich mit ihm aussöhnen und dinge die vorgefallen sind verarbeiten lernen.

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Kommentar von HobbyPianistin
26.12.2015, 17:54

Wobei die Anfrage zur Aussöhnung deutlich von dem Vater, der sein Kind in der Vergangenheit öfter mit Schuhen und Gürtel geschlagen habe, kommen muss! Nicht umgekehrt.

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Deine ADopftivmutter hat - eben durch die Adoption - die gleichen Rechte wie sie auch deine leibliche Mutter hätte. Oder eben auch dein leiblicher Vater hat.

Von seinen Eltern kann man sich nicht scheiden lassen. Aber wenn er dich gefährdet, dann kann ihm das Sorgerecht entzogen werden. Oder auch nur Teile davon.

Jedenfalls wirst du bei einer Scheidung gefragt bei wem du Leben willst. Und dein Wort gilt das sehr viel.

Dein Vater hat dann "nur" ein Besuchsrecht. Wie oft du ihn dann sehen wirst, das entscheidet der Richter.

Mit 16 bist du auch nicht mehr so leicht beeinflussbar wie ein 3jähriger. Das heißt man kann deiner Mutter nicht so leicht unterschieben das sie dich in der Richtung aufstachelt gegen deinen Vater. Das nämlich dürfte sie nicht.

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Dein Vater hat Dich geschlagen, das ist in Deutschland eine Straftat, es ist unwahrscheinlich, dass Du zu ihm ziehen mußt.

Da Du 16 bist, würde eh nur in absoluten Ausnahmefällen gegen Deinen Wunsch entschieden.

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Kommentar von blumenkanne
26.12.2015, 18:03

es ist unwahrscheinlich, weil kind bei mutti wohnt. die straftat spielt keine rolle mehr, da es dinge sind die mutti behauptet, papa bestreitet und keiner hat jemals anzeige erstattet oder atteste beim arzt. somit ist es leere luft in einem verfahren.

gegen den wunsch des kindes wird verhandelt, wenn mutti gegen den willen von papi irgendwohin in die wallachei zieht. er muss ja nicht zu vati ziehen, aber mutti kann nicht einfach irgendwo das kind mitnehmen. so wird ein schuh draus. also erzähl nix, was nicht der realität entspricht.

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