1

Adoption. Kinder & Eltern wie sind eure Erfahrungen?

Frage von Tonic84 Tonic84

Hallo zusammen, ich möchte irgendwann ein Kind adoptieren. Allerdings möchte ich mir damit noch einige Jahre Zeit lassen und sammel momentan einfach nur Informationen.

Deswegen richte ich meine Frage an adoptierte Kinder und Eltern die ein Kind adoptiert haben?

An die Kinder: Wann habt ihr Erfahren das ihr adoptiert seid und fandet ihr das schlimm? Habt ihr Kontakt zu euren leiblichen Eltern gesucht?

An die Eltern: War es schwer den Antrag durch zu bekommen? Worauf wurde besonders geachtet? Wann habt ihr entschieden eurem Kind die Wahrheit zu sagen? Wie haben eure Eltern reagiert? Viele hätte ja doch gerne ein leibliches Enkelkind...obwohl das meiner Meinung nach keinen Unterschied macht.

Wäre nett, wenn ein paar Leute auf meine Fragen antworten würden. Sonst sind die Informationen immer sehr spärlich und unpersönlich gehalten.

Danke schön :)

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (11)

  • 1
    Antwort von MetinFreek MetinFreek

    Hi. Also, das ist für mioch schon ein sehr ernstes Thema, da ich auch Adoptiert bin. Ich bin 13 und meine Eltern haben es mir mit 12 gesagt. Erstmals war es ein KLITZEKLEINER Schock. Aber da ich mit meinen Eltern aufgewachsen bin, liebe ich sie ja trotzdem. Eigentlich ist es garnicht anders, und ich bin froh das ich nette Eltern habe. Denn die,die mich ausgesetzt haben hätten bestimmt keine Zeit gehabt, sonst hätten sie mich nicht ausgesetzt... Ein bisschen traurig bin ich schon, das ich meine richtigen Eltern nicht habe, aber ich habe sie auf Fotos gesehen, habe sie gegooogelt und herrausgefunden das BEIDE im Knast sitzen...Wegen Mord!

    Kommentar von Tonic84 Tonic84Tonic84

    Hallo, danke für deine Antwort. :) Es freut mich, dass es dir bei deinen (Adoptiv-)Eltern gut geht.

  • 1
    Antwort von MetinFreek MetinFreek

    Hi. Also, das ist für mioch schon ein sehr ernstes Thema, da ich auch Adoptiert bin. Ich bin 13 und meine Eltern haben es mir mit 12 gesagt. Erstmals war es ein KLITZEKLEINER Schock. Aber da ich mit meinen Eltern aufgewachsen bin, liebe ich sie ja trotzdem. Eigentlich ist es garnicht anders, und ich bin froh das ich nette Eltern habe. Denn die,die mich ausgesetzt haben hätten bestimmt keine Zeit gehabt, sonst hätten sie mich nicht ausgesetzt... Ein bisschen traurig bin ich schon, das ich meine richtigen Eltern nicht habe, aber ich habe sie auf Fotos gesehen, habe sie gegooogelt und herrausgefunden das BEIDE im Knast sitzen...Wegen Mord!

  • 1
    Antwort von Semilocon Semilocon

    Kommentar von Tonic84 Tonic84Tonic84

    Hö? :) Sprachlos?

  • 0
    Antwort von smizza smizza

    Hallo,

    ich bin auch adoptiert. Ich bin jetzt 27 und weiß es schon seit meiner frühsten Kindheit, ich glaube damals war ich 4 oder 5. Ich habe seit zehn Jahren Kontakt zu meiner leiblichen Mutter. Sie kommt aus Italien und hat mich damals in Deutschland zur Adoption freigegeben. Meinen leiblichen Vater kenne ich nicht. Ich weiß nicht einmal, ob er noch lebt bzw. ob ich noch weitere Geschwister habe. Ich denke man sollte sich bei einer Adoption keine Illusionen machen. Es ist schon richtig, dass meine Adoptiveltern meine Eltern sind, dennoch wird es für jedes Kind immer belastend sein zu wissen, dass man nicht gewollt war und einfach abgegeben wurde. Auch wenn es natürlich der Beste Weg ist, angesichts der vielen Meldungen über getötete Kinder etc. Trotzdem wird die Frage nach der Herkunft immer ein Thema sein. Und sie ist für die Eltern genauso belastend, wie für das Kind. Du wirst dich an diesem Punkt irgendwann fragen, ob dein Kind dich nicht mehr lieb hat, oder ob es die leibliche Mutter mehr liebt. Das kann sehr belastend sein. Aus Sicht eines adoptierten Kindes kann ich nur sagen, dass es ein emotionaler Höllenritt ist. Als ich meine Mutter besucht habe, haben meine Eltern mich am Telefon regelrecht ausgequetscht und ich hatte das Gefühl, dass ich ihnen einen Beweis erbringen muss, dass meine Liebe zu ihnen genauso strak wie vorher ist. Ich kann das ja auch alles verstehen, aber ich habe bei jeder Frage, die mir über meine leibliche Mutter gestellt wird, das Gefühl, dass sie wollen, dass ich sie in einem schlechten Licht sehe. Mein Vater ist sogar schonmal so weit gegangen ihr am Telefon zu sagen, dass ich sein Kind bin und nicht ihrs.

    Natürlich kommt irgendwann auch die Frage, wann muss ich es meinem Kind sagen. Dazu kann ich nur sagen, je früher desto besser. Ich finde es absolut schlimm, wenn man seinem Kind erst sehr spät erzählt, dass es adoptiert wurde. Für mich wäre das ein totaler Vertrauensbruch.

    Ich finde es gut, dass du ein Kind adoptieren möchtest, aber ich denke man muss sich diesen Schritt sehr gut überlegen, denn es kann sehr viele Probleme mit sich bringen. Und an dieser Stelle möchte ich auch noch einmal darauf hinweisen, dass es unglaublich viele Heimkinder gibt, die teilweise schwer traumatisiert sind und auf ein liebevolles Elternhaus warten.

  • 0
    Antwort von Geri18 Geri18

    Ich weiss seit 8jahren, dass ich adoptiert wurde...vorvestern bin ich 14 geworden. Klar hab ich ganz cool gesagt "ja kein problem ist doch nicht schlimm bin ja nicht die einzige" Aber iwie...fehlt meine Mutter mir sehr....an jedem Geburtstaq denk ich mir ein taq vorher "wow...vor....jahren warst du noch mit deiner mutter vereint.." Ich bin froh, dass ich nicht ins heim gekommen bin. Aber trotzdem geht es mir in letzter zeit SEHR SCHLECHT ich weiss nicht mehr weiter....habe angst, dass meine kinder mir später weqqenommen werden, weil eig. Möchte ich NICHT, dass sie so etwas durchmachen müssen wie ich jetzt. Meine Freunde unterstützen mich in dieser Zeit wofür ich ihnen SEHR DANKBAR BIN. Obwohl ich früher in der 2.klasse desweqen gemobbt wurde.....(bastard.....)

  • 0
    Antwort von Tinkergirl Tinkergirl

    Hi, also ich weiß nicht ob man das so wirklich adoptieren nennen kann was bei mir passiert ist.

    Also als ich 5 Jahre alt war sind meine Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Danach haben mein Onkel und meine Tante gesagt das sie mich und meine Zwillingssis auf jeden Fall nehmen. Sie haben auch eine selbst erzeugte Tochter die ist jetzt 11 und wir sind 13.

    Aber ich sag jetzt auch Mama und Papa zu ihnen, weil ich mich auch gar nicht mehr an meine richtigen Eltern erinnern kann. Man hat uns auch gleich gesagt dass unsere Eltern tot sind und uns nciht irgendetwas erzählt. Meine "Eltern" machen auch keinen Unterschied zwischen uns und ihrer Tochter. Wir gehen alle 3 auf die gleiche Privatschule, haben unsere eigenes Zimmer, PC, und so.

    Ich finde es nicht schlimm das das nicht meine leiblichen Eltern sind.

  • 0
    Antwort von colombiagirl colombiagirl

    Ich bin Adoptivmutter (wie ich das Wort hasse!!!) zweier kleiner Mädchen. Ich nenne mich aber hier nur Mutter der Mädchen, denn ich bin ihre Mutter durch und durch! Unsere erste Adoption beantragten wir 2001 und bewarben uns in Kolumbien. Anfang 2005 durften wir dort dann ein prächtiges, wunderschönes einzigartiges kleines Bündel Mensch in Empfang nehmen. Sie wurde unsere Tochter! Bis dahin mussten wir 2 Aktenordner Dokumente bearbeiten. Zuerst einmal Jugendamt. Infoabend, Gespräche, Hausbesuche usw. und immer wieder Formulare ausfüllen, Lebensberichte schreiben, 1000 Fragen beantworten. Ein Termin bei einem Psychologen stand dann noch auf dem Programm und der Check beim Hausarzt (bzgl. lebensverkürzender Krankheiten usw.). Das war schon hart, aber man schafft das wenn mann 1000%ig den Willen hat, ein Kind bei sich aufzunehmen. Da muss man durch und wenn man dann sein Kind in den Armen halten darf, ist alles vergessen. Wie nach der Geburt! Geachtet wird bei einem Adopotionsverfahren, dass das Kind in ein stabiles Umfeld kommt. Unsere Ehe wurde genauestens analysiert, wie wir mit Konflikten umgehen usw. Finanziell mussten wir auch nachweisen, dass wir uns ein Kind überhaupt leisten können. Wobei wir ein Haus gebaut hatten und natürlich Schulden haben, aber alles auf einer soliden Basis halt. Meine Eltern haben den "Schock" sehr gut verkraftet, das war nach einer Nacht abgehakt das Thema. Die Mutter meines Mannes, die noch zu Deutschlands schlimmster Zeit aufgewachsen ist, hat sich heute nach Jahren noch nicht damit abgefunden, dass ihre Enkelkinder nicht blond und blauäugig sind, sondern schwarze Haare und schwarze Augen haben und eine Mischung aus Schokolade und Vanille sind. Sie sehen halt anders aus als wir, aber wir selbst sehen das schon gar nicht, es sind unsere Kinder! Leider macht die Schwiegermutter heute immer noch Unterschiede. Geburtstag und Weihnachten bekommen die "leiblichen Enkel" meines Schwagers viel mehr geschenkt. Obwohl es unsere Kinder sind, die immer an die Oma ranschmusen und ihr zeigen, dass sie die Oma von Herzen lieb haben. Aber so sind unsere Mädels, einfach herzzerreißend! Irgendwie scheint es mir so, als würden sie ihr zeigen, dass Liebe nicht an Haut- oder Haarfarbe oder an irgendwelchen Genen festgemacht werden kann. Unsere Kinder wussten von Anfang an, dass sie nicht in meinem Bauch gewachsen sind, sondern in unseren Herzen. Deswegen sprechen wir von den leiblichen Müttern auch von den "Bauchmamas". Wir sprechen öfter über sie, denn auch sie sind ein Teil unserer Familie. Sie werden immer dazu gehören, denn sie sind ein Teil unserer Töchter. Beide erklären jedem der es wissen will ihre Geschichte mit einer Selbstverständlichkeit und mit einem Selbstbewusstsein, das mich manchmal fast umhaut. Ja, sie sind zwei starke kleine Persönlichkeiten!. Unsere zweite Tochter war übrigens eine Inlandsadoption und wir bekamen sie 2007 völlig überraschend. Morgens klingelte das Telefon und zwei Stunden später hatten wir sie in der Klinik in unseren Armen. Einfach so aus heiterem Himmel wurden wir vom Jugendamt angefragt, ob wir noch ein Mädchen adoptieren möchten, denn die leibliche Mutter ist auch Kolumbianerin. Somit haben beide Mädchen die gleichen Wurzeln und wir sind eben schon "kolumbienerprobt". Abschließend möchte ich Dir noch mitteilen, dass der Adoptionsprozess im Ausland teilweise 5 Jahre dauern kann. Berechnet das bitte ein. Und gebt nie den Mut auf. Am Ende werdet ihr mit dem Schönsten belohnt: Eurem Kind! Sicherlich gibt es viel Adoptions-Gegner die meinen, man sollte solche Kinder nicht aus ihrer Kultur herausnehmen sondern für "geeignete Heimplätze" sorgen. Aber diese Menschen übersehen, dass jedes Kind sich Liebe und Geborgenheit und eine Familie wünscht. Das kann selbst das beste Heim nicht bieten. Unsere älteste Tochter kam mit einem offenen Rücken zur Welt. Ihr geht es heute sehr gut und wir sind dankbar, dass sie den Weg zu uns gefunden hat. In Kolumbien hätte sie nie und nimmer die Chance gehabt, ein gesundes Leben führen zu dürfen. Ich wünsche Euch von Herzen viel Glück und alles Gute!

  • 0
    Antwort von Tonic84 Tonic84

    .....

  • 0
    Antwort von Semilocon Semilocon

  • 0
    Antwort von monamaria monamaria

    Ein Adoptionsverfahren in Deutschland ist extrem langwierig und hat wenig Aussichten auf Erfolg, wenn man ein Baby haben will. Da muss man sich schon sehr früh bewerben und verheiratet sein. Ansonsten geht es im Ausland schneller, das kostet aber (Flüge dorthin, Gebühren etc.) Wenn du noch jung bist, versuch lieber erst mal eigene Kinder zu kriegen.

    Kommentar von Tonic84 Tonic84Tonic84

    Danke für den Tipp. Aber das geht leider nicht.

    Kommentar von monamaria monamariamonamaria

    Tut mir sehr leid!

    Kommentar von Tonic84 Tonic84Tonic84

    Danke. Aber das brauch es nicht. Ich habe mich damit arrangiert. Und ich denke, dass ich so die Möglichkeit habe ein Kind auf zunehmen und ihm alle Liebe die ich geben kann zu geben, dass bei seinen Eltern vielleicht vernachlässigt oder misshandelt werden würde.

  • 0
    Antwort von doris11 doris11
    Kommentar von Tonic84 Tonic84Tonic84

    Das ist eine Seite aus Österreich. Und es geht um internationale Adoptionen. Ich bin aus Deutschland und würde gerne ein Kind von hier adoptieren, weil es hier auch genug Leute gibt, die ihre Kinder nicht haben wollen.

    Kommentar von doris11 doris11doris11

    es wird nicht viel anders sein bei euch,..hab dir die Seite eingestellt damit du erste Infos hast, du mußt dich sowieso erst auf eine Liste stellen lassen, das dauert eh,...gibt sicher auch in D solche Info Seiten,..

    Kommentar von doris11 doris11doris11
    Kommentar von doris11 doris11doris11
    Kommentar von doris11 doris11doris11
    Kommentar von Tonic84 Tonic84Tonic84

    Mein Kommentar ist verschwunden. Danke, diese Info-Seite kenne ich. Ich habe aber auch nicht nach Infos gefragt. Ich fragte nach Erfahrungen :) Aber trotzdem danke.

    Kommentar von doris11 doris11doris11

    ich denke, das du hier keine für dich zufriedenstellenden Antworten bekommen wirst,...aber schau einmal bei www.wunschkinder.de dort gibt es eine "Abteilung" für Adoption , in diesm Forum wirst du eher an gleichgesinnte kommen,...alles gute!

    Kommentar von Tonic84 Tonic84Tonic84

    Vielen Dank für deine Mühe. DIE Seite kannte ich noch nicht. :) Sei mir bitte nicht böse, dass ich nach jetzigem Stand MeetinFreek die HA geben würde, weil die genau meiner Frage entsprach.

    Kommentar von doris11 doris11doris11

    kein Problem, wichtig ist doch, das für dich was dabei ist....!!

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.