ViVi2802 am 04.05.2008 um 23:24 Uhr
Es geht mir darum im Grundsätzlichen die Pros und Cons einer (Auslands-)adoption zu erfahren. Wie sind die finanziellen Aufwendungen? Wartezeiten? Welche Hintergründe werden von den potentiellen Eltern erwartet (Beruf, Wohnsituation etc.). Was ist das Höchstalter bei beiden Adoptionen? Ist die Wahrscheinlichkeit einer positiven Resonanz grösser wenn das Paar keine Kinder auf natürlichem Weg bekommen kann? ...

In Deutschland gibt es genügend Kinder, die auf ein vernünftiges Elternhaus warten. Wenn Du mit einer Adoption Schwierigkeiten hast, gibt es immer noch die Möglichkeit ein Dauerpflegekind zu Dir zu nehmen.

alles wissenswerte findest Du unter http://www.helpachild.de/
Viel Glück
Ach ja, eine Adoption und da kommt es auch auf das jeweilige Land an kostet ca 16.000 Euro!
Wartezeit nachdem ein Kindervorschlag da ist ca 1 Jahr
Miss gf 2008, miss world 2010, miss universum 2012 am 4. Mai 2008 23:31 habe mir die seite vorhin auch angeschaut und die sah a bissl schäbig aus...meinst du nicht? :)
Taraa am 4. Mai 2008 23:40 Meine Nachbarn haben über diese Institution ein Kind Adoptiert. Ich weiß von Ihr das die sehr seriös sind und bei meinen Nachbarn ging es auch unsagbar schnell vom ersten Treffen bis die kleine da war vergingen nicht einmal 3 Jahre! Schau Dich genau um auf dieser Seite. Infos bekommst Du dort jedenfalls genug. Alles Gute
@gertrude2: was ist da bitteschön schäbig? Das Geld in dieser Institution geht an die richtigen Stellen und nicht in die Werbung oder ins Web Design. Was willst Du mehr?
ViVi2802 am 4. Mai 2008 23:45 Werde ich auf jeden Fall machen! Vielen lieben Dank!
Miss gf 2008, miss world 2010, miss universum 2012 am 4. Mai 2008 23:48 ist doch gut...wenn du die instution schona us erfahrungen kennst, nehme ich alles zurück. war ja auch nicht böse gemeint.
ViVi2802 am 4. Mai 2008 23:32 Dankeschön :o) Hast du persönliche Erfahrungen bzgl. einer Adoption gemacht? Die nackten Zahlen kenne ich. Ich kenne nur niemanden, der den Schritt gewagt hat. Was bedeutet es emotional etc.?

http://www.bundesjustizamt.de/cln049/nn258946/DE/Themen/Zivilrecht/BZAA/BZAAnode.html?nnn=true man hat die möglichkeit dort anzurufen und die zuständigen auszufragen
ViVi2802 am 4. Mai 2008 23:35 Dankeschön :o)
Miss gf 2008, miss world 2010, miss universum 2012 am 4. Mai 2008 23:37 büüddee
Taraa am 4. Mai 2008 23:46 Was bitte ist an dieser Seite schäbig?
Die Voraussetzungen für eine Auslandsadoption sind fast dieselben wie für eine Inlandsadoption - nur ist es viel teuerer, dafür sind viele Länder beim Alter großzügiger als es in Deutschland der Fall ist (keine Möglichkeit mehr in der Regel ab 35 Jahren): 1. Positiver Sozialbericht muss vorliegen (positive Bewertung idR Deines Jugendamtes Deiner Beziehung, Deiner Motive, Deiner Lebensumstände, Deiner finanziellen Motive etc) 2. Haager Konventionen müssen eingehalten werden (Hauptaussage: nur wenn ein Kind nicht im Inland vermittelt werden kann, darf es ins Ausland adoptiert werden; deshalb vergeht idR ein Jahr ab Geburt der Kinder) Und nun zu Deinen Fragen: Cons Auslandsadoption: Kind wird evtl. mit Ausländerfeindlichkeit konfrontiert, stammt aus einem anderen Kulturkreis, verliert seine kulturelle Identität, Adoptions-Imperialismus, besser wäre es, den armen Müttern im Ausland zu helfen, dass sie ihre Kinder behalten können. Pro: Bis die Verhältnisse in zB Afrika sich ändern, können die Kinder in den Waisenhäusern dort nicht warten, die kulturelle Identität des Kindes kann in die Adoptionsfamilie integriert werden und bereichernd wirken, in Deutschland gibt es kaum noch Kinder, die adoptiert werden können. Kosten: rund 15.000 bis 20.000 Euro. Es wird von Dir erwartet, dass Du in einer stabilien Beziehung in guten finanziellen Verhältnissen lebst, mit Deinem eigenen Kinderwunsch abgeschlossen hast, die adoptierten Kinder kein Ersatz für eigene Kinder sind, bzw mit eigenen konkurrieren müssen. Diese letzten Voraussetzungen und noch viele mehr werden von einer Psychologin des Jugendamtes oder der Organisation für die Du Dich entschieden hast bei ca vier Hausbesuchen und diversen Psychotests abgeklopft. Du/Ihr werdet also "durchleuchtet" - aber das finde ich auch ok. Viel Erforlg!
Nachtrag: bei einer Auslandsadoption müsst ihr euch für ein bestimmtes Land entscheiden, aus dem ihr adoptieren wollt. Zu dem Land solltet ihr in irgendeiner Form einen Bezug haben. Dann müsst ihr euch eine Organisation suchen, die aus dem jeweiligen Land vermittelt. Nicht jede Organisation vermittelt aus jedem Land, ich glaube, helpachild vermittelt überwiegend aus Haiti. Wenn ihr diese Entscheidungen getroffen habt, bewerbt ihr euch bei der Organisation (man kann sich nur bei einer Bewerbung und nur ein Verfahren durchführen) und beginnt das Verfahren. Es dauert in der Regel ca ein halbes Jahr, bis der positive Sozialbericht vorliegt (wenn er denn positiv ist! ;-)), dann beginnt die Wartezeit auf den Kindervorschlag. Die Organisationen stellen sich auf Infoveranstaltungen vor. Du bekommst dort einen guten Eindruck von den Vorsitzenden und ihrer Arbeitsweise.
Genau und deshalb hat eine Adoption in Deutschland auch so viel Aussicht auf Erfolg da ja nur ca 16 Paare auf ein Kind kommen!
Deshalb sprach ich von einem Dauerpflegekind. Ich weiß wovon ich rede. Ich habe selber 2 Pflegekinder, die keiner haben wollte und die sonst im Heim gelandet wären.
Aber die rechtliche Situation ist bei einem Pflegekind eine andere, oder?
Ja ist sie und du hast das JuAmt und die Eltern im Nacken...muss man(n) wissen ob man das braucht?!
Es wird vor dem Gesetz nicht als Dein leibliches Kind gewertet, das ist der einzige Unterschied. Glaub mir, ich würde es immer wieder machen. Ich habe meinen autistischen Pflegesohn(6Jahre) fast soweit dass er normal spricht. Kannst Du dir ein größeres Glück vorstellen?
Quetan, Du hast völlig recht. Aber nicht jeder schafft es, und bevor man mit einem Pflegekind und der Situation (Eltern und Jugendamt immer mit im Spiel, meist verhaltensauffällige Kinder) nicht zurecht kommt, sollte man es doch lieber lassen, oder? Ich glaube, sich um eine Pflegekind zu kümmern ist um einiges belastender und schwieriger, als eine Adoption. Und von daher ist es gut, die Unterschiede und seine eignen Grenzen zu kennen.