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ADHSler in einer Nachhilfeschule

Frage von Fragestellen Fragestellen

Heute hat mir ein Freund, der als Nachhilfelehrer in einem Nachhilfeverein tätig ist erzählt, dass er ein ADHS-Kind (3. Klasse) hatte. Der Mann ist kein Pädagoge und war völlig überfordert.

Da ich selbst betroffene Mutter bin und weiß, wie sehr die kleinen Bömbchen aufdrehen können, wenn der Rahmen ihnen nicht passt oder auch die Lehrkraft, sehe ich seine Kritik von einer anderen Seite. Leider wissen ja die meisten Menschen gar nicht, was dahintersteckt.

Hat jemand von Euch Erfahrungen gemacht mit diesem Krankenbild und Gruppennachhilfeunterricht?

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Antworten (5)

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    Antwort von kalinka007 kalinka007

    ich bin soz pädagogin und verstehe schon mal nicht wer auf die idee kommt ein kind, dass mit zu vielen reizen überfordert ist in eine gruppen nachhilfe zu stecken. diese kinder brauchen eine einzel betreuung, zumindest zu beginn. später dann in kleingruppen. aber doch nicht mit jemandem, der eigentlich keine ahnung von kindern und deren entwicklung hat... ich verstehe so was nicht.

    Kommentar von Fragestellen FragestellenFragestellen

    Ja, ich bin auch etwas entsetzt, denn auch mein Sohn wäre in einer solchen Gruppe völlig überfordert. Ich bin schon jedes Mal froh, wenn wir in der Regelschule einen verständnisvollen Lehrer haben, der sich evtl. auch mit Verhaltensauffälligkeiten auseinandergesetzt hat.

    Schlimm fand ich die Äußerungen, welchen Scheiß der Junge gemacht hat und wie schlimm es war und dass er (der Nachhilfelehrer) nun völlig am Ende seiner Nerven ist - nach 1,5 Std. Seit Jahren versuche ich Verständnis zu vermitteln, was eigentlich in diesen meiste so genialen Kindern vorgeht und dass sie dringend und unablässlich positiv eingestellte Menschen benötigen, die offen und individuell sind. Gut...ich bin ja ungelernt sozusagen, einfach nur Mutter und bewältige diese hammerharte Aufgabe und auch ich stehe mitunter an meinen Grenzen, aber ich verdiene ja nicht mein Geld damit, sondern versuche meine Aufgabe gut zu machen, dem kleinen "Andersdenker" einen guten und sonnigen Start ins Leben zu geben.

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    Antwort von Danii358 Danii358

    einzelunterricht wäre besser. dann bekommt das Kind keine impulese die es anregen auszuticken

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    Antwort von mariechen3 mariechen3

    also mit adhs -kindern eine gruppenhausaufgabenbetreuung anzubieten finde ich voll daneben; aus folgenden gründen : diese Kinder lassen sich eh superschnell ablenken, weil sie meistens visuell oder auditiv oder beides eine reizfilterschwäche haben. in einer reizärmeren umgebung können sie sich wenn besser konzentrieren. in einer gruppe meinen diese kinder , sich nochmehr präsentieren zu müssen, die Nachhilfelehrer sind darin nicht erfahren , wie sie solche Kinder händeln sollen usw. usw. also eine eins-zu-eins-situation ist in jedem fall besser , am besten nicht die Mama , sondern irgendeine andere Person mit dicken Nerven und ein wenig einfühlungsvermögen.

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    Antwort von Susi5001 Susi5001

    Ich habe zwei Söhne und kenne einige andere Eltern, die auch Kinder mit ADS oder ADHS haben. Leider muß ich zustimmen, daß viele, ob Eltern, Erzieher, Lehrer oder einfach Leute aus dem Bekanntenkreis, sich nicht mit Verhaltensauffälligkeiten auskennen. Da einer meiner Söhne mal stotterte und ich ewig lange nach einer Therapie und Hilfe suchte, diese aber nicht fand, weiß ich, wie schwierig oft der Weg ist und wie alleingelassen man sich fühlen kann. Gott sei Dank fand ich durch eine Freundin einen Pädagogen der sich mit Verhaltensauffälligkeiten auskennt und der auch das Stottern bei meinem Sohn in kurzer Zeit in den Griff bekam. Leider ist so etwas die Ausnahmen, man bräuchte mehr von geschultem Personal.

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    Antwort von Cebi1 Cebi1

    Also ich bin der Meinung, dass es bei ADHS ohne stärkere Medikamente nicht geht!

    Es ist zwar verständlich, wenn Eltern die Therapie vermeiden wollen, aber sie tun sich und allen die mit dem Kind zu tun haben und letztlich auch dem Kind nichts Gutes damit eine nötige und meist sinnvolle Therapie zu verschleppen! Es geht letztendlich um die Zukunft dieser Kinder!

    Ich habe dazu einen Artikel geschrieben:

    http://schukiju.de/adhs.html

    Ich hoffe, ich konnte helfen! (:

    Kommentar von mariechen3 mariechen3mariechen3

    hast du einen vertrag mit der pharmaindustrie gemacht? ist doch ein bischen arg medikamentös dein beitrag!

    Kommentar von Cebi1 Cebi1Cebi1

    Nein - habe ich nicht!

    Ich hab meine Erfahrungen mit Schülern gemacht und ich kenne den Unterschied. Ich finde die Medikamente auch nicht gut, aber es ist die leider der einzige Weg, um den Kindern zu helfen.

    Ich bin allerdings nicht sicher, ob die Diagnose AD(H)S nicht manchmal etwas voreilig gestellt wird. Da würde ich empfehlen doch lieber bei Zweifeln eine zweite Meinung einholen.

    Kommentar von mariechen3 mariechen3mariechen3

    das mit der 2. meinung finde ich ,ist das mindeste! trotzdem zeigst du in der seite die empfohlen hast keine alternative auf. schade, leider nicht gut recherchiert dein beitrag.

    Kommentar von Cebi1 Cebi1Cebi1

    Nun gut, falls Du brauchbare Alternativen kennst, dann lass es mich wissen, ich wäre sehr daran interessiert - allerdings sollten diese auch wissenschaftlich abgesichert sein. Ich bin schon sehr gespannt!

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