Heute hat mir ein Freund, der als Nachhilfelehrer in einem Nachhilfeverein tätig ist erzählt, dass er ein ADHS-Kind (3. Klasse) hatte. Der Mann ist kein Pädagoge und war völlig überfordert.
Da ich selbst betroffene Mutter bin und weiß, wie sehr die kleinen Bömbchen aufdrehen können, wenn der Rahmen ihnen nicht passt oder auch die Lehrkraft, sehe ich seine Kritik von einer anderen Seite. Leider wissen ja die meisten Menschen gar nicht, was dahintersteckt.
Hat jemand von Euch Erfahrungen gemacht mit diesem Krankenbild und Gruppennachhilfeunterricht?
Ja, ich bin auch etwas entsetzt, denn auch mein Sohn wäre in einer solchen Gruppe völlig überfordert. Ich bin schon jedes Mal froh, wenn wir in der Regelschule einen verständnisvollen Lehrer haben, der sich evtl. auch mit Verhaltensauffälligkeiten auseinandergesetzt hat.
Schlimm fand ich die Äußerungen, welchen Scheiß der Junge gemacht hat und wie schlimm es war und dass er (der Nachhilfelehrer) nun völlig am Ende seiner Nerven ist - nach 1,5 Std. Seit Jahren versuche ich Verständnis zu vermitteln, was eigentlich in diesen meiste so genialen Kindern vorgeht und dass sie dringend und unablässlich positiv eingestellte Menschen benötigen, die offen und individuell sind. Gut...ich bin ja ungelernt sozusagen, einfach nur Mutter und bewältige diese hammerharte Aufgabe und auch ich stehe mitunter an meinen Grenzen, aber ich verdiene ja nicht mein Geld damit, sondern versuche meine Aufgabe gut zu machen, dem kleinen "Andersdenker" einen guten und sonnigen Start ins Leben zu geben.