Frage von katia92, 49

ADHS im Erwachsenenalter diagnostizieren lassen möglich?

Naja , also Konztrationsstörungen hatte ich eigentlich schon von klein auf , aber sie wurden nie wirklich von meinen Eltern wahrgenommen . Ich War in der Schule auch nie auffällig oder aggressiv , bloß brauchte ich immer etwas länger als meine Mitschüler für die gleiche Leistung . Meist musste ich 150 - 200 % geben , während sie 100 % gaben und beides aufs gleiche hinauskam. Wegen meines Ehrgeizes habe ich es dann doch geschafft vor ein paar Jahre das Vollabitur auf dem Gym zu absolvieren, welches auch einen guten Durchschnitt hatte.

Mit der Zeit merkte ich immer mehr, dass es mir immer schwerer fiel, mich zu konzentrieren. Für meine Exmensprüfungen konnte ich mir dann über Bekannte Ritalin besorgen , welches ich ca 5 Monate einnahm .

Ich War immernoch der selbe Mensch, nur etwas ruhiger und sehr konzentriert auf die Tätigkeit, die ich in dem Moment ausübte .

Nun sind die Exmensprüfungen vorbei , und ich nehme kein Ritalin mehr ein. Jedoch es fällt mir schwer mich im Alltag auf die kleinsten Dinge zu konzentrieren oder sie gar zu erledigen . Ich hab einige online Tests auf ADHS gemacht , welche alle positiv waren .

Meine Frage ist nun , ob ein Psychiater / Neurologe auch ADHS beim Erwachsenen diagnostiziert und wenn ja , wie ? Viele möchten ja so einem Arzt etwas vorspielen um den Wirkstoff zu Missbrauchen, kann der Arzt aber differenzieren ob der Klient etwas vorspielt oder nicht ?

Mit Methylphenidat fühlte ich mich damals auf dem gleichen Niveau wie mein Umfeld . Sonst bin ich immer sehr nervös , zappelig , und leicht ablenkbar.

Antwort
von DasNeutrum, 14

Ehrlich:

Ich finde es recht verantwortungslos, daß Du ohne entsprechende Diagnose und ärztliche Anleitung einfach so Methylphenidat eingenommen hast.

Dieser Wirkstoff unterliegt normalerweise dem BtMG. Das soll heißen, daß die Einnahme ohne Diagnose und entsprechende Verschreibung einen Mißbrauch darstellt, und das sicherlich auch noch strafrechtlich relevant.

Ein anderer Aspekt dieses Selbstversuchs ist die Gefahr, der Du Dich ausgesetzt hast, das Medikament falsch zu dosieren oder trotz medizinischer Gegenanzeigen einzunehmen.

Solltest Du irgendwann mal Methylphenidat verschrieben bekommen, dann lies Dir mal bitte den Beipackzettel gründlich durch. Dann weißt Du, wovon ich da rede... ;o)

War nicht nett von mir, gleich mit den Vorwürfen anzufangen, aber die gehören leider nochmal hervorgehoben, wenn im Internet Erfahrungen mit solchen Selbstversuchen so unkommentiert gepostet werden (siehe Nachahmungseffekte).

Natürlich kommen mir so einige Dinge bekannt vor, die Du beschreibst. Und es geht viel mehr Leuten so wie Dir, als Du glauben magst.
Auch ich habe meine AD(H)S-Diagnose erst im Erwachsenenalter bekommen.

Es gilt, einen Facharzt zu finden, der Dich fachgerecht untersucht und sich bei der Erstellung der Diagnose auch ordentlich Mühe gibt. Es bleibt Dir überlassen, Deinen Stimulansmißbrauch aus der Vergangenheit zu erwähnen.

Wenn ich Arzt wäre, würde ich an dem Punkt sofort blocken. Auch wenn Du signalisierst, es auf eine Therapie mit Methylphenidat abgesehen zu haben.

Daher empfehle ich Dir, ohne Medikationsziel in die Diagnose zu gehen. Wer weiß, ob nicht ein ähnliches oder anderes Krankheitsbild dabei herauskommt, dem mit einer anderen Therapie besser begegnet werden kann?

Antwort
von melinaschneid, 16

Ja adhs kann auch bei Erwachsenen diagnostiziert werden.

Täuschen kann man den Arzt bei einer richtigen Diagnose nicht. Dazu werden nämlich auch die alten Schulzeugnisse sowie Fragebögen die Eltern/Freunde/Partner ausfüllt müssen heran gezogen.

Die Diagnose dauert mindestens 2 Tage. Dabei musst du etliche Fragebögen ausfüllen und es gibt persönliche Gespräche. Oft wird auch ein IQ test gemacht.

Leider gibt es für erwachsene nur sehr wenige Ärzte welche die Zulassung haben erwachsene zu diagnostizieren.

Antwort
von aXXLJ, 12

Warum sollte es im Erwachsenen-Alter nicht möglich sein ADHS zu diagnostizieren?

Vielleicht ist es besser anlässlich der Untersuchungen nicht auf die positiven Erfahrungen mit der genannten Substanz hinzuweisen, um ärztlicherseits möglicherweise vorhandenen Vorurteilen keine Grundlage zu bieten.

Antwort
von huldave, 17

Hallo

Natürlich wird das auch noch bei Erwachsenen diagnostiziert.
Ist gar nicht so ungewöhnlich.
Gehe zu einem Psychiater und erzähle das genauso wie hier.
Die können das schon unterscheiden, ob es einer ernst meint oder nicht

Alles Gute

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