Frage von Marastefan 11.10.2010

ADHS bei Kindern wer hat erfahrung mit Medis?????

  • Antwort von shoemaker 11.10.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du möchtest Erfahrung mit Medikamenten? Hier Erfahrung, ausdrücklich ohne Wertung und Meinung, allerdings nicht aus Eltern- sondern Erziehersicht. Hier ausschließlich die Veränderung, die nach der Medikamenteneinnahme sichtbar wurde:

    Kind 1: Tic's, Rückzug aus der Kindergruppe, lautes Schreien, Angst vor Insekten , Gefühl, dass Insekten über den Körper krabbeln. Nach einem Jahr wiederholter Einstellung nur noch Tic's und gelegentlich Kontaktschwierigkeiten. Schullaufbahn verläuft gut.

    Kind 2: Autoaggressionen (vorher Aggression), Schreikrämpfe, Suiziddrohung, nach wiederholter Einstellung nur noch Autoaggression. Schullaufbahn positiv

    Kind 3: Gelegentlich auffallender Rückzug aus der Kindergruppe, sehr gute Schulleistungen.

    Kind 4: Schreikrämpfe, Aggressionen, Angstzustände, Essensverweigerung, geringe Frustrationstoleranz. Schulverweigerung, Schwänzen.

  • Antwort von Quarz1 12.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viele Leute so viel Ahnung von den Medis haben (haha) und sagen die Leute sollen dies und das machen. Und haben selbst kein ADHS Kind! Diese Frage können nur Leute beantworten die ein ADHS Kind haben. Mein Sohn 8 Jahre hat bis zur 2. Klasse keine Medikamnte genommen. Er bekommt sie auch nicht damit wir besser mit ihm klarkommen, sondern weil er sein Potenzial in der Schule besser nutzen kann. Ein echtes ADHS Kind kann 4 stunden toben und bei den Hausaufgaben wird trotzdem Theater gemacht. Wenn ein Kind auf Medis eingestellt wird, wird ein guter Kinderphsychologe die Dosis möglichst gering halten. Mein Sohn nimmt sie nur für die Schule. Ich habe mich auch sehr schwer damit getan. Aber ich möchte das mein Sohn sich einen Beruf aussuchen kann, den er möchte! Wir leben in einer Leistungsgesellschaft da muß ich als Mutter sehen das mein Sohn darin klas kommt. Wer möcht denn ein Aussenseiter sein! (So schade das auch ist). Mien Sohn hat übrigens keine Nebenwirkungen. (Wirkstoff Methylphenidat)

  • Antwort von Poulette 12.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Sorry, aber wie ignorant manche Menschen hier schreiben. Medikamente sind Teufelszeug - man soll nicht alles pauschalisieren - wenn man ein ADHS-Kind hat, welches sich pausenlos in Bewegung befinden muss, sich laufend hin- und herschaukeln muss, sich spüren muss durch Hinwerfen auf den Boden (noch autistisch), dann überlegt man es sich und wird am Ende, weil nichts gefruchtet hat, doch eine Medizin geben - und das Kind leidet dann nicht mehr so!!! Das muss jeder für sein Kind UND im Interesse des Kindes sehen! Meckern kann jeder, aber nicht jeder denkt am Ende wirklich an sein Kind, sondern spielt den Moralapostel und ist der Meinung, dass man fast sein Kind umbringt - so kommt es mir manchmal vor. Bei schweren "Fällen" hilft auch keine Ernährungsumstellung!

  • Antwort von sesostris73 11.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo! Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, mit Musiktherapie. Alles was mit Klang, mit Vibration zu tun hat. Wir haben auch Medikinet genommen- meine Tochter und ich! Dann abgesetzt. Mein Sohn ist auch 8 und bekommt keine Medikamente....er ist wesentlich auffälliger und wir werden es auch weiterhin ohne Medikamente schaffen. Mein Sohn hat sehr viel Beschäftigung (Musiktherapie, Inline-Skaten, 2x schwimmen, Kampfkunst...). Ich habe es zwar bereits in einem anderen Beitrag geschrieben und wiederhole es gerne nochmal! Die Ernährung wurde komplett umgestellt, kein Glutamat & co., keine Limos oder andere Zuckerbomben und 1-2 mal Woche Fernseh (eine Kinder-Serie). Sehr viele Ausflüge(Bauernhof liebt er). Er mag z.b. auf dem Klavier spielen und er mag es, wenn man ihm Klangschalen auf den Rücken und die Oberschenken stellt. In der Schule hat er ein Luft-Sitzkissen.

    Es stellt sich mir die Frage, für wen es besser ist- für deinen Sohn oder eher für Dich??? Er ist nicht krank...er hat ein Problem damit, die Dinge zu verarbeiten- deswegen sollte er aber nicht für das Umfeld erträglich gemacht werden (mit Medikamenten)

    Ich hoffe sehr, dass Du für deinen Sohn das Beste entscheidest (und nicht für die anderen).

    LG

    Sesostris

  • Antwort von Eratya 11.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wem nützen diese Medis???

    Der Gesellschaft oder ihm... Danach wäge ab, bitte...

  • Antwort von missmolly68 14.04.2011

    hallo,mein sohn 12 jahre konnte trotz therapie und fördeschule nur 2 stunden beschult werden!auch mit  medikinet und ritalin gab es keine besserung!die einstellung auf strattera hat eine deutliche besserung gebracht!hoffe für meinen sohn das er bald auf eine haupschule gehen kann!da es ihm auf der förderschule gar nicht gefällt!nebenwirkungen hat mein sohn nicht,auch die blutwerte die wir regelmässig untersuchen lassen sind immer ok!      auch nachmittags beim spielen mit andern kindern gibt es eine deutliche verbesserung mein sohn hatt endlich freunde gefunden!was für ihn sehr wichtig ist!auf zucker (auch fruchtzucker) solltes achten! wenn du es nicht sowieso schon tust.wünsche euch alles gute!

  • Antwort von Jogi7 26.10.2010

    Ein Klassenkamerad meines Sohnes (18), fing mit 16 an Ritalin zu bekommen. Jetzt will jemand eine Psychose an dem festgestellt haben, was die Einnahme von Neuroleptika rechtfertigt.

    Habe auch viele Erfahrungsberichte von anderen gelesen. Und da stellten sich die meisten Schwierigkeiten besonders erst nach dem Absetzen des Psychopharmakons ein.

    Meiner Meinung nach wird hier fast eine zukünftige Generation von Drogenkonsumenten gezüchtet, die dann stets versuchen ihre Lebensprobleme auf chemischem Wege zu lösen.

  • Antwort von BlueRoseLover 17.10.2010

    hallo

    ich rate dir aus eigener erfahrum von den medikamenten ernsthaft ab. ADHS ist ein symptom, dass viel zu schnell festgestellt und überbeurteilt wird. Was für "probleme" sind denn vorhanden? also bei schulischem, muss man nur wollen und dann geht dass sehr gut. gewisse punkte die ihr miteinander generell beachten solltet: 1. Sorgen Sie für eine reizarme Umgebung, indem Sie das Spielzeugangebot im Kinderzimmer beschränken 2. Fernseher, Computer oder die Musikanlage sollten nur zu festgelegten Zeiten verfügbar sein 3. Achten Sie darauf, dass das Kind ausreichend Schlaf erhält. 4. Machen Sie täglich 15 Minuten gemeinsam mit dem Kind Spiele oder Übungen, die eine positive Wirkung auf die Konzentrationsfähigkeit haben. Beispiele finden Sie in unserem monatlich erscheinendem Newsletter. 5. Zusätzlich hat sich die Gabe von Omega-Fettsäuren als sinnvoll erwiesen. In Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass sich bei einem Teil der Kinder, die Omega-3-Fettsäuren (eye q) erhielten, die Konzentration und die Lernfähigkeit verbessert haben.

    LG

  • Antwort von sesostris73 12.10.2010

    Hallo nochmal- Eine Anekdote! Ich begleitete letztes Jahr eine Jugendfreizeit nach Sylt über 3 Wochen (34 Kinder im Alter von 11-12). Mehrere davon nahmen Midikinet/Ritalin. Einer sollte nach Aussage der Mutter nur nach Bedarf- was schon echt "Schwachsinn" ist. Nun gut. Ich habe Ihm die gesamte Zeit nichts gegeben- ich habe Ihn, sowie die anderen auch "Strukturiert" und habe mit Ihm Gespärche geführt, bzw. wenn ich merkte, dass es zuviel für ihn wurde, Ihn aus der Situation geholt. Er war recht pflegeleicht- es ging also auch nur Durch Geduld, Rücksicht und Verständnis für seine Situation. Er war richtig stolz darauf, ohne das Zeug auszukommen. Er lachte viel, hatte "SPAß". Ich hatte es der Mutter auch gesagt..ihr ins Gewissen geredet, es würde ihm so gut tun, ohne das Zeug. Und beim Nachtreffen sah ich ihn und war voll geschockt...er war total voll gedröhnt mit dem Zeug. Er war so introvertiert und kein Lächeln.Er sah nicht glücklich aus:( Das tat echt weh...Also, wer seinem Kind wirklich etwas gutes tun will, der sollte es ohne dem Medikament- denn die Kindheit ist der wichtigste Prozess des Menschen und prägend für seine Zukunft!

    LG

    Sesostris

  • Antwort von favorita 11.10.2010

    warum seit ihr zu diesem entschluß gekommen wenn ich fragen darf? mein sohn bekam 1 jahr lang medikinet (methylphendidat, bekannt unter ritalin) und wenn die diagnose adhs gesichert ist und man definitiv NICHT weiterkommt mit z. b. verhaltenstherapie etc. können medikamente wirklich sehr nützlich sein. wir - mein sohn, ich und die lehrer - konnten schon nach einigen wochen eine deutliche verbesserung bemerken. mein sohn war damals - mitte/ende 2. klasse regelrecht depressiv wegen seiner konzentrationsprobleme u. a. wir mußten das medikament absetzen da mein sohn leider eine wachstumsstörung hat und er unter methylphendidat gar nicht mehr gewachsen ist. seit absetzen wächst er wieder. natürlich haben wir wieder probleme in der schule. diese versuchen wir in griff zu bekommen. wo seid ihr denn in behandlung? lieben gruß einer "gleichgesinnten" - laßt euch von den "ritalin-gegnern" und sprüchen wie "ach, stellt ihr euer kind jetzt ruhig?" nicht verängstigen - vertraut auf euren instinkt, ihr kennt euer kind und sonst keiner! alles gute!!!!

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