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adhs, agression und Medikamente

Frage von lotus108 lotus108

Hallo! Wer hat Erfahrung mit ADHS und agressiven Verhalten?

Mein Sohn (5) soll nun testweise auf Medis eingestellt werden- besonders schwierig ist seine Impulsivität, Ungeduld und Agression--- im Sozialen Kontext.

Mein Arzt meinte- das es da nicht immer zu einer "Besserung" käme.......... wer hat Erfahrungen damit und kann mir weiterhelfen?

DANKE

PS: Bitte keine Hausfrauenpsychologie

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Antworten (4)

  • 2
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von DatNinaleinchen DatNinaleinchen

    Ich bin Erzieherin und arbeite mit solchen Kindern, also ist das jetzt nicht unbedingt Hausfrauenpsychologie g

    Medikamente haben den Nachteil, dass sie immer nur kurzfristig helfen, sobald sie abgesetzt werden, sind die Symptome fast immer komplett wieder da UND das Kind hat noch mit nem Entzug zu kämpfen.

    Wir versuchen bei uns in der Einrichtung eher, einen gesunden Mittelweg zu finden, was ist das, was die Kinder aggressiv macht, wie können wir sowas vermeiden, solche Umstände usw. Vielleicht ist das auch ein Weg für euch? Ich weiß, was du oder ihr mit so einem Kind durchmacht, versteh mich nicht falsch, aber es gibt auch immer eine andere oder eine gesündere Lösung für alle Beteiligten....

    Wünsch euch viel Kraft für alles!

    Kommentar von lotus108 lotus108

    Ach- ja-- die liebe KITA ;-((( Sind in einer Kita, in der alles nach altem OST-STil läuft- wusste nicht dass es SOWAS noch gibt. Die Gruppe ist alterhomogen, bis auf meinen SOhn und noch ein kind - die sind ein JAhr Jünger. Es gbit noch ein weiteres ADHS Kind- der ist aber immer gutgelaunt- eher noch mehr impulsiv und "stänkert". Mein Sohn ist immer schon regelrecht mürrisch gewesen, alles muss nach seiner Facon laufen etc.--- er muss erster sein (schon besser geworden), kann nun auch recht gut "verlieren" aber im Freispiel ist er einfach sehr dominant.

    Die Erzieherin hat lange FAUSRECHT als pädagogisches MIttel gewählt - also die Jungs immer Kämpfen lassen- nach dem MOTTO - die lösen das schon- bei zu langem Weinen wurde mein Sohn mit nichtmal 2 Jahren einfach "ausgesperrt"- da er ja lediglich verwöhnt war und eben keine Grenzen kannte- so unterstellte man mir. Wir haben nun endlich eine I-Erzieherin- die wiedrum primär mit einem NEUEN Jugen beschäftigt war- den nun wieder weg ist aus der Gruppe. und um allen Fragen vorzubeugen: NEIN- wir haben in drei JAhren KEINEN anderen Kitaplatz gefunden.

    Aber SEHR gerne nehme ich TIPS an ;-D

    Kommentar von Buckskin BuckskinBuckskin

    Hallo DatNinaleinchen. Du scheinst eine gesunde erzieherische Einstellung zu haben. :-) Deshalb überrascht mich deine negative Äusserung zu Medis. Ich stimme dir zu, dass Medis allein keine Probleme lösen und daher auch immer unterstützend eingesetzt werden müssen. Das wichtigste bei ADSler und ihrem näheren Umfeld wie z. B. Eltern, Geschwistern, Lehrer usw. sind verhaltenstherapeutische Massnahmen!

    Jeder ADSler ist anders und braucht ob mit oder ohne Medi individuelle Unterstützung wie übrigens auch Nicht-ADSler. Ich frage mich, wieviele Erfahrungen du mit Ritalin & Co. hast und was du unter kurzfristiger Wirkung meinst. Falls du an 2 - 4 Stunden denkst, dann wäre vielleicht eine retadierte Variante besser. Es gibt solche mit ca. 4 - 6 und solche mit ca. 8 - 12 Stunden Wirkungsdauer, ist ja auch wieder individuell.

    Wie erwähnt weiss ich nicht, welche Kenntnisse du über ADHS und Medis hast. Ich nutze jetzt einfach die Gelegenheit für ein bisschen Aufklärung. Du musst ja nicht weiterlesen. :-) Ich bin kein Arzt, Psychologe oder Pädagoge. Ich bin eine leidenschaftliche Mutter mit negativen und vielen positiven Erfahrungen. Als erwachsene ADSlerin und Mutter eines ADSlers konnte ich umfangreiche Erfahrungen sammeln, vorwiegend positive! Ist im Fall echt wahr...

    Das wichtigste ist das passende Medi mit der richtigen Dosierung zu finden. Unter Umständen kann das ein langwieriger Prozess werden. Eine gering überhöhte Dosis wirkt (noch) beruhigender und eine noch höhere Dosis wiederum hypriger. Also, das passende Medi ist entscheidend! Ein Rebound (Verstärkung der Symptome) kann, muss aber nicht auftreten. Oft hält es ca. eine halbe bis ganze Stunde an und kann nach der Eingewöhnungszeit ganz verschwinden. Rebounds können auch gemildert oder verhindert werden, indem man z. B. nochmals 5 mg Ritalin nimmt, bevor die Wirkung ganz nachlässt. Bestimmt machen sich auch einige Nebenwirkungen bemerkbar. Ich finde es wichtig nicht gleich abzubrechen sondern eher die Dosis anzupassen und mal abwarten, wie die Situation sich weiter entwickelt. Selbstverständlich meine ich die einigermassen erträglichen Nebenwirkungen! Wichtig ist die positive Einstellung zu ADHS und dem Medi, dann treten gleich weniger Beschwerden auf oder verschwinden schneller wieder. :-)

    Wenn du mit kurzfristiger Wirkung meinst, dass die Wirkung nicht z. B. tagelang anhält, spricht es doch für das Medi. Im Gegensatz zu Antidepressiva passiert nichts Bedrohliches, wenn die Einnahme des Medis vergessen wird. Es ist halt wieder so wie ohne. Methylphenidat verursacht beim ADSler keinen Entzug weder körperlich noch psychisch. Es ist jedoch durchwegs möglich, dass der ADSler sich nach dem Medi sehnt, weil es ihm einfach hilfreich ist.

    Dass die ADHS-Abklärung kompetent durchgeführt wird und andere körperliche Ursachen wie z. B. Eisenmangel, Schilddrüsenfehlfunktion, Magnesiummangel usw. ausgeschlossen worden sind, setzte ich mal voraus. Ebenso dass der sorgfältige Umgang mit Medis und gesunder Ernährung gewährleistet ist . Es ist für niemanden hilfreich, pauschal den Einsatz von Medis abzulehnen. Vorallem weil zum Thema so viele Vorurteile und schlechte Erfahrungen herrschen. Bei einigen erwachsenen ADSlern kann sogar ein zusätzliches SSRI Antidepressiva unterstützend wirken. Ist doch schön, dass wir Menschen so unterschiedlich sind. Einige finden das halt beschwerlich. Ich denke mal, du gehörst nicht zu denen. :-)

    Als Erzieherin weisst du ja auch, dass Freude zum erfolgreichen Lernen gehört. Ich habe erlebt, wie mein Sohn in der 2. Klasse zunehmend depressiv wurde, weil er nicht mehr fähig war den Lernstoff zu bewältigen. Erst ab dann bekam er Ritalin. Das Medi genügt natürlich für ein erfolgreiches Lernen nicht. Auch sein Lernstil musste angepasst werden. Die wichtigste Wirkung von Ritalin in der Schule ist, dass er damit das störende Umfeld besser ausblenden kann. Mein Sohn ist jetzt in der 5. Klasse und überrascht uns immer wieder mit seinen Leistungen. Es gibt eine These, dass Teilleistungsschwäche wegen Misserfolg entstehen kann und nicht zwangsläufig angeboren ist.

    Ich möchte niemandem auf die Füsse treten. Es handelt sich hier um meine persönlichen Erfahrungen und ich erhebe keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit! Ich möchte bloss ermutigen!

    Kommentar von lotus108 lotus108

    Ein wirklich toller Beitrag! Vor allem der mit der FREUDE beim Lernen.

    Auch FREUDE für Kitakinder- nicht immer nur aufder BANK sitzen etc.!!

    Es gibt sogar Hinweise darauf- dass das Gehirn- wenn es die MEdis bekommt- die Reize im Gehirn förderlicher weiterleitet- und so GELERNT wird- in dieser Zeit des Hirnwachstums--- wo später viel mehr Arbeit nötig wäre--- gerade!! Das Sprach und das Motorikzentrum profitieren häufig von den Medis- und ein Kind- was gestärkt und voller Vertrauen in die Schule kommt- hat doch eine ganz andere BASIS- alle Kinder haben in RECHT DARAUF. ;-)

    Das da NUR Medis helfen- ist natürlich HUMBUG, Sprachförderung, Sport, etc. auch eventuell eben Logo und Ergo müssen schon dazukommen- aber ein Kind-was sich - wie mein SOHN- seit seinem 2.Lebnsjahr in der Kita als zuuu wild, zuuu hibbelig zu agressiv erlebt- als störend, etc........... der Entwickelt ja zum ADHS erst recht NEUROSEN.

    LOGISCH- das da alle Eltern und Erzieher an ihre Grenzen kommen- deswegen KÖNNEN MEDIS da eine tolle Hilfe sein.

    DIES unter allen bereits erwähnten VOrraussetzungen dafür- Artzabklärung etc. ;-)

    Kommentar von lotus108 lotus108

    Ein wirklich toller Beitrag! Vor allem der mit der FREUDE beim Lernen.

    Auch FREUDE für Kitakinder- nicht immer nur aufder BANK sitzen etc.!!

    Es gibt sogar Hinweise darauf- dass das Gehirn- wenn es die MEdis bekommt- die Reize im Gehirn förderlicher weiterleitet- und so GELERNT wird- in dieser Zeit des Hirnwachstums--- wo später viel mehr Arbeit nötig wäre--- gerade!! Das Sprach und das Motorikzentrum profitieren häufig von den Medis- und ein Kind- was gestärkt und voller Vertrauen in die Schule kommt- hat doch eine ganz andere BASIS- alle Kinder haben in RECHT DARAUF. ;-)

    Das da NUR Medis helfen- ist natürlich HUMBUG, Sprachförderung, Sport, etc. auch eventuell eben Logo und Ergo müssen schon dazukommen- aber ein Kind-was sich - wie mein SOHN- seit seinem 2.Lebnsjahr in der Kita als zuuu wild, zuuu hibbelig zu agressiv erlebt- als störend, etc........... der Entwickelt ja zum ADHS erst recht NEUROSEN.

    LOGISCH- das da alle Eltern und Erzieher an ihre Grenzen kommen- deswegen KÖNNEN MEDIS da eine tolle Hilfe sein.

    DIES unter allen bereits erwähnten VOrraussetzungen dafür- Artzabklärung etc. ;-)

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    Antwort von corinnchen corinnchen

    Hallo, mein Sohn, 10 Jahre alt, hat auch ADHS. Er kann phasenweise auch agressiv werden. Auch bietet ihm seine Impulsivität kaum Zeit zum Nachdenken, ob Dinge, die er tut richtig oder falsch sind. Wir haben es bis jetzt geschafft, seine Verhaltensweisen ohne Medis in den Griff zu bekommen. Ich denke, eine generelle Lösung, die für alle Kinder gleich ist, gibt's nicht. Unser Sohn geht seit einiger Zeit zur Kinderpsychotherapie, das hilft auch. Ich finde die Sichtweise von der Erzieherin ganz toll. Leider gibt es gerade in der Schule sehr wenige solcher Pädagogen. Ich glaube auch nicht, dass es etwas mit Osten oder Westen zu tun hat, wobei ich schon voneinander einigen Eltern gehört habe, dass wir im Osten wesentlich weiter sind, ist wohl alles eine Sache der Erfahrung. Wenn unser Sohn agressiv wird oder ich merke, dass die Situation brenzlig wird, entziehe ich mich der Situation und lass ihn allein, dann beruhigt er sich relativ schnell. Gar keinen Zweck haben Diskussionen, ich entziehe ihm einfach das Publikum, dann macht es keinen Spass mehr. Wir haben unsere Erziehung umgestellt und viele Dinge klappen jetzt besser. Wenn du noch mehr wissen möchtest, frag einfach. Liebe Grüße Corinna

  • 0
    Antwort von Buckskin Buckskin

    Hallo lotus108. Vielleicht ist folgender Link noch hilfreich für deine Entscheidung.

    http://www.ads-mainz.de/index.php?option=com_content&view=category&layou...

  • 0
    Antwort von Lebensschule Lebensschule

    Versuch ersteinmal eine "Kur" für Deinen Sohn zu bekommen. oft sieht man danach klarer..

    Kommentar von lotus108 lotus108

    hatten vor 2 Jahren eine Kur

    Kommentar von Lebensschule LebensschuleLebensschule

    was hält Dich davon ab die Medis zu testen?? Es ist immerhin eine Chance für Dein Kind!!

    Kommentar von lotus108 lotus108

    Ach- ja, danke- wir testens - war ja auch MEIN WUNSCH- nicht der, der Erzieher oder Ärzte. aber es fühlt sich dnnoch noch komisch an

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