3

ADHS- Tabletten eigenmächtig erhöhen, je nach Tageslaune?

Frage von Funnybabe Funnybabe

Guten Morgen!

Ich hab eine ganz wichtige Frage. Die Tochter von meiner Freundin hat ADHS und sie nimmt jetzt 10mg equazym. Davor hatte sie 20mg, aber das war zu viel. Sie war zu ruhig und hatte keine Reaktion mehr. Mit den 10mg ist sie immer noch total aufgedreht und die Tabletten wirken nicht wirklich. Sie geht jetzt zum Chor und da wurde sie verwarnt, und zur Mutter wurde gesagt, dass es so nicht weitergeht... Jetzt hat sich die Mutter gedacht, dass sie einfach an stressigen Tagen 2x 10mg gibt. Also z.B. Montag 2x10mg und am dienstag 1x10mg. Und das immer wie sie es gerade braucht. Und das alles ohne mit der ärztin zu sprechen! Jetzt zur Frage: ist das in ordnung, wenn man unregelmäßig mal mehr oder weniger gibt, oder sollte man das auf jeden fall unterlassen?

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (9)

  • 1
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von o0Alea0o o0Alea0o

    Das sollte ein Arzt entscheiden ob nun erhöhen oder nicht. Evtl. erlaubt er eine Bedarfmedikation (MPH kann man als Bedarf benutzen) aber in meinen Augen sieht das eher nur als Ruhigstellung aus. Da könne man gleich allen ADHSlern Neuroleptika geben... V.V . Zwar bin ich sehr mutig, was Tabletten und "Eigendosierungen" angeht, sofern ich mich darüber informiere, aber bei MPH hört auch bei mir der Spaß auf!

    Wenn schon 20mg eine Überdosis war, dann sind 10mg schon hart an der Grenze. Es macht übrigens keinen Sinn einfach mehr MPH zu geben, wenn es ruhiger zugehen soll.

    Dadurch wird es nicht besser und die Störung, bleibt das Kind leidet mehr. Da nützen nur Therapien und passendes Umfeld. btw: Was macht sie im Chor??? Warum sollte sie da hin, wenn es nicht funktioniert? Will sie das überhaupt? Wenn ja, würde es dort i.d.R. auch ohne Medikamente gehen...

    Ich würde dort eher den "sinnlosen" Chor rausnehmen statt gleich das "Totschlag!"-Medikament zu benutzen. "Tot" im Chor zu sein ist genau so sinnfrei- macht also keinen Sinn ob mit 10mg oder 20mg.

    Ich habe keine Ahnung wie alt das Kind ist, aber ich nehme/nahm 10mg Ritalin schon mit 17 Jahren. Etwas darüber scheint auch schon überdosiert zu sein (und die Konzentration ist erst recht weg!)

    Meiner Meinung nach sollte sie sich um ein besseres Umfeld kümmern (kein Chor, Therapie, spezielle Schule, etc.) oder wenigstens einen Arzt dafür aufsuchen um über die Sache überhaupt sich zu informieren!

  • 3
    Antwort von Wolpertinger Wolpertinger

    Die viel interessantere Frage ist, ob es notwendig ist dem Kind so ein unausgereiftes Medikament zu geben.

    Zudem es keinerlei Langzeitstudien gibt.

    Was man allerdings weiß ist, dass erwachsene Menschen die als Kind Ritalin und Co eingenommen haben, später häufiger Depressiv sind und auch häufiger Suizidal.

    ADHS-Kinder brauchen Struktur, Regeln, Grenzen und ganz viel Liebe und keine Medikamente

    Kommentar von Raubritterin RaubritterinRaubritterin

    Ich hoffe du hast kein Adhs kind zuhause. Unsere Tochter hat es auch und nur mit den Medikamenten kriegt sie ihren tag auf reihe. Ich habe schon einige Auslassversuche in den Ferien hinter mir und ich kann dir sagen, das das die Hölle war. Warum soll man ein Kind daran nicht unterstützen, wenn es nicht alleine klarkommt, auch mit Struktur Regeln und einem überschaubaren Aktivitäten? Das sollen ja die Medikamente bewirken, das das Kind sieht, wie es später mal ohne war um es dann alleine zu schaffen

    Kommentar von Wolpertinger WolpertingerWolpertinger

    Warum nicht?

    Weil es keine Langzeitstudien gibt, dass was man weiß ist dass erwachsene häufiger Depressiv sind und häufiger Suizid begehen, wenn sie als Kind Ritalin eingenommen haben.

    Das alleine wäre für mich ein Grund, keinen Kind dieses Medikament geben.

    Ob Ritalin ein Medikament ist oder eine Droge ist noch die Frage, würdest Du deinem Kind auch Amphetamin verabreichen????

    Und nein, ich habe keine eigenen Kinder, aber genügend Kinder betreut, die ADHS haben und bei mir waren diese Kinder zwar auch anstrengend aber führbar.

    Und wie Du schon sagst, für dich war es die Hölle, deswegen bekommt dein Kind eine Droge von dir verabreicht....

    Kommentar von o0Alea0o o0Alea0oo0Alea0o

    Link , Quelle, Name?

    Es wäre schön, wenn man nach 5min Google auch eine Studie findet, die genau beweißt, dass man als Erwachsener ein erhöhtes Depressionsrisiko hat, wenn man Ritalin als Kind bekam...

    Es ist schon logisch, da so ein Medikament eine Menge Veränderungen im Gehirn bringt, jedoch wird dies wohl erst nach Dauereinahme geschehen.

    Außerdem sind wohl Kinder, die AD(H)S haben aber nicht behandelt wurden (damit meine ich nicht nur Medikamente), erst recht im späteren Leben Depressions- und Suizidgefährdet.

    Kommentar von Raubritterin RaubritterinRaubritterin

    Genau so ist es. Es gibt wohl kaum Eltern, denen das Woihlergehen ihrer Kinder egal ist. Sie wäre nicht da, wo sie jetzt ist, wenn sie dieses medikament nicht kriegen würde.

    Kommentar von Raubritterin RaubritterinRaubritterin

    Selbst nichts zu stande gebracht und dann anderen seine Meinung aufdrücken. Wenn Du es als Drogen siehst kannst du es ja so sehen. Für meine Tochter ist es das was sie braucht, so dosiert, das sie gut damit leben kann.....auch wird halbjährlich ihr Blut untersucht Ich würde mir später Vorwürfe machen, wenn ich es ihr nicht gegeben hätte und sie aufgrund dieser Medikmentenmaßnahme am Ende der Schulzeit mit nichts da steht. Das kann nicht das Ziel sein.

    Kommentar von Raubritterin RaubritterinRaubritterin

    Selbst nichts zu stande gebracht und dann anderen seine Meinung aufdrücken. Wenn Du es als Drogen siehst kannst du es ja so sehen. Für meine Tochter ist es das was sie braucht, so dosiert, das sie gut damit leben kann.....auch wird halbjährlich ihr Blut untersucht Ich würde mir später Vorwürfe machen, wenn ich es ihr nicht gegeben hätte und sie aufgrund dieser Medikmentenmaßnahme am Ende der Schulzeit mit nichts da steht. Das kann nicht das Ziel sein.

    Kommentar von Wolpertinger WolpertingerWolpertinger

    Nochmal es gibt keine Langzeitstudien, deswegen kannst Du auch nach 5Minuten suche keine Finden.

    Die Studien die es gibt, beziehen sich höstens auf 30Jahre und da hat sich halt gezeigt, dass das Depressionsrisiko und die Suizidrate gestiegen ist.

    Dafür kann ich aber keine Quelle im Internet angeben, da ich dies mal auf einen Kongress zu dem Thema ADHS und Riatalin erfahren habe.

    Und in übrigen, möchte ich nochmal Betonen Ritalin ist ein Amphetamin-Abkömmling.

    Es als Medikament zu bezeichnen widerstrebt mir total, es ist eine Droge.

    Und die Gefahren die Amphetamin auslöst brauch ich hier doch nicht darzustellen, oder?

    In übrigen habe ich nicht gesagt, dass sie nicht behandelt werden sollen.

    Sie sollten durchaus lernen mit ihrer Symptomatik umzugehen und Hilfe bekommen.

    Aber ihnen ein Amphetamin-Abkömmling zu verabreichen ist für mich keine Adäquate Therapie.

    .

    Und meine liebe Raubritterin, wie kannst Du es dir wagen hier zu sagen ich hätte nichts zustande gebracht?

    Weißt Du irgendetwas über mich?

    Weißt Du wer ich bin?

    Kennst Du mich?

    Nein?

    Dann ist solch eine Aussage ziemlich vermessen, dumm und disqualifiziert dich als Person.

    Kommentar von Nona13 Nona13Nona13

    und wenn dass nicht reicht?

    Kommentar von Wolpertinger WolpertingerWolpertinger

    Was bedeutet wenn das nicht reicht? und vorallem wem sollte es nicht reichen?

    Meistens sind es doch die Eltern, die einen Leidensdruck empfinden und deren Erwartungen an das Kind enttäuscht werden.

    Und meistens sind es doch auch die Eltern bzw. die Erwachsenen (Angehörige, Erzieher, Lehrer, Trainer) die mit der Situation bzw. den Bedürfnissen nicht umgehen können.

    Von ADHS-Kindern habe ich noch nie gehört, dass sie ohne Einfluss von Erwachsenen Tbl. einnehmen wollen.

    Kommentar von o0Alea0o o0Alea0oo0Alea0o

    Ich schon xD (teilweise sogar ich).

    Jedoch habe ich auch schon welche gesehen, die freiwillig Neuroleptika nehmen, obwohl sie keine Psychosen haben oO

    Kommentar von Wolpertinger WolpertingerWolpertinger

    Alea schau noch mal genau hin, wie oft hat das Kind gehört, dass es nicht okay ist wie es ist, bevor es die Tbl haben wollte?

    Und hat es sich dann wirklich aus einer freien Entscheidung hin für Medikamente entschieden?

    Bestimmt nicht...

    Kommentar von o0Alea0o o0Alea0oo0Alea0o

    Jetzt hast du tasächlich eine Menge aus meiner "Grauzone" herraus gebracht!

    Dann wäre es wirklich sehr selten, dass ein Kind die Tbl. von sich aus haben wollte. Kinder, die von sich aus um eine Diagnose kümmern schon aber wie es weiter ging weiß ich nicht...

    Es ist auch so gut wie nicht möglich, dass ein Kind dies selbst entscheiden kann. Die wissen nicht unbedingt um welches Medikament es sich handelt und was es macht, evtl bemerken sie ihre eigenen Gefühle darüber nicht mehr. Dann wird dies noch von den Erwachsenen als "unmündig" erklärt und schon sind es die Eltern, die entscheiden.

    Kommentar von o0Alea0o o0Alea0oo0Alea0o

    kleine Ergänzung:

    Rein theoretisch wäre selbst ich zu Tabletten gezwungen (damit meine ich auch Antidepressiva, Neuroleptika etc.) worden, einfach wegen einer Gesellschaft, die auf Leistung, Stress, Mobbing und Ausgrenzung Andersartiger basiert.

    Insofern dankt der Industrieländer!

  • 2
    Antwort von Pfifferling1907 Pfifferling1907

    auf keinen fall. dieses medikament ist nicht ohne grund verschreibungspflichtig und fällt unter das betäubungsmittelgesetz. eine neue dosierung, egal ob höher oderniedriger ist unbedingt mit dem arzt zu besprechen!allein das medikament wird dem kind ohnehin nicht helfen, mit seinem problematischen verhalten aufzuhören. hier sind entscheident auch die eltern und das gesamte umfeld gefragt. alle müssen sich reflektieren und ihren anteil am problem erkennen. nur wenn dann auch alle bereit sind, etwas zu ändern, wird das ganze erfolg haben.

    ich verstehe einfach nicht, dass so viele menschen glauben, mit der richtigen pille läuft alles gut. denkt bitte an eure kinder und was diesen mit so einem verhalten vermittelt wird, bitte!!!!

    Kommentar von Nona13 Nona13Nona13

    genau!

  • 2
    Antwort von Terrorpinguin Terrorpinguin

    So so. Die Mutter hat gedacht.

    Genau das tut sie offensichtlich nicht.

    Das Kind gehört in ärztliche Hände und nur ein Arzt entscheidet über die Dosierung.

  • 1
    Antwort von Harald2000 Harald2000

    Es gibt auch Leute, die derartige Mittel vor konzentrativen Anforderungen nehmen (Klassenarbeiten, Prüfungen etc.), um Leistungen zu erzielen, die sie sonst nicht schafffen würden oder glauben, nicht schaffen zu können - so wie im Sport: Dort nennt man es ja dann auch "Doping". Manche Mütter oder Lehrerinnen verabreichen es aus Bequemlichkeit, eigener Überforderung etc. Eine ADS oder ADHS-Behandlung ohne begleitende VT ist eben Unfug. Mich würde es nicht wundern, wenn eines Tages noch der Doping-Test in der Schule oder Universität eingeführt werden muss.

  • 1
    Antwort von meike71 meike71

    Sorry, aber wie kann man so ein Zeug seinem Kind geben?????Ganz ehrlich, das verstehe ich nicht. Adhs gibt es gar nicht. Adhs wurde sich von der Pharmindustrie ausgedacht, damit sie ordentlich verdienen können.

    Kommentar von Raubritterin RaubritterinRaubritterin

    Ich hoffe du hast kein Adhs kind zuhause. Unsere Tochter hat es auch und nur mit den Medikamenten kriegt sie ihren tag auf reihe. Ich habe schon einige Auslassversuche in den Ferien hinter mir und ich kann dir sagen, das das die Hölle war. Warum soll man ein Kind daran nicht unterstützen, wenn es nicht alleine klarkommt, auch mit Struktur Regeln und einem überschaubaren Aktivitäten? Das sollen ja die Medikamente bewirken, das das Kind sieht, wie es später mal ohne war um es dann alleine zu schaffen.

    Auch komisch das es dann Kinderärzte verschreiben........

    Kommentar von Nona13 Nona13Nona13

    Genau... bist du bescheuert oder was???

    der Terrorismus ist auch nur eine Erfindung der Polizei, sonst hättte si ja nichts zu tun...

  • 0
    Antwort von sonne64 sonne64

    von allein erhöhen lieber nicht gehe zu deinem hausrzt er gibt dir hilfreiche tips und anregungen was zu machen ist

  • 0
    Antwort von frauausdorf frauausdorf

    ohne deinen Artikel komplett zu lesen:

    NEIN!!!!!!!!!!!!!

    So etwas kann auch ins Gegenteil umschlagen.

    Setzt euch mit dem behandelnden Arzt zusammen

  • 0
    Antwort von Backniete Backniete

    Das sollte sie auf jeden Fall mit dem Arzt besprechen! Das arme Kind wird je nach Bedarf ruhig gestellt! Geht gar nicht!!!

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.