Frage von vivaldi1969 09.02.2011

ADHS - oppositionelles Verhalten

  • Hilfreichste Antwort von diamon 09.02.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich denke hier ist nicht der richtige Ort für solche Fragen, ich rege mich jedes mal über die Antworten auf , von Leuten die meinen sie haben voll den Durchblick und müssten ihren Senf dazugeben obwohl sie null Ahnung haben.Es gibt leider viel zu viele davon die ,uns als Eltern das Leben schwer machen.Zum Glück auch wenige andere.Ich bin nicht negativ Eingestellt,ich bin selber betroffen,aber ich kanns nicht mehr hören was hier so geschrieben wird.Diese Fragen sind in einem ADHS Forum besser aufgehoben, da bekommst Du auch Hilfen,Tipps und Verständnis und wirst nicht immer auf Unfähigkeit in der Erziehung abgestempelt,den das ist das schlimmste was man solchen Eltern antun kann.Fehler machen Eltern ob mit oder ohne ADHS Kindern, und lernfähig sind beide sowohl als auch ,aber das ständige negative unter die Nase reiben macht es nicht besser,diese Eltern machen sich schon genug Vorwürfe obwohl es nicht an der Erziegung liegt und das soll nicht heisen das diese Eltern die Schuld von sich weisen mit dem Glauben: mein Kind hat ADHS -also lieget es nicht an der Erziehung.Diese Eltern wissen das es nicht an der Erziehung liegt und machen sich trotzdem Vorwürfe,weil die Mehrheit der Geselschaft diese Eltern als Erziehungsunfähig hält und das ist mehr als traugig.Das hilft weder den Kindern noch den Eltern.

  • Antwort von hermine2011 27.02.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wie diamon schon ausgeführt hat, auch ich bin es leid, bei jeder Frage wieder das Gezeter um "gibt es ADHS oder nicht" zu lesen, genau wie "Schuldzuweisungen", was die Erzehungskompetenz angeht oder falsche Behauptungen, ADHS entsteht durch durch falsches Essen, störende Funkwellen usw. FAKT IST, ADHS ist angeboren und gab es schon immer!!! Nur haben sich die hirnspezifischen Diagnosemöglichkeiten und damit Ursachenfindung erst später entwickelt. Ich finde, diamon hat hier zu Recht das Sternchen bekommen, inhaltlich absolut zu unterstreichen. Zu mcmomo's Beitrag und deine Antwort möchte ich ergänzen: Regeln MÜSSEN auch für Ferien und Wochenenden gelten!!! ADHS-Kinder BRAUCHEN dieses Gerüst!!!! Es ist natürlich möglich für diese klar abgegrenzten Zeiten ANDERE Regeln gemeinsam mit dem Kind aufzustellen. Zumindest konnten meine Söhne (1x ADS, 1x ADHS und beide heftig)sehr gut damit umgehen, dass z.B. Sa./So. "Regelplan B" einzuhalten ist, da sie auch für sich die Vorteile erkannten: anstelle von Hausaufgabenzeit z.B. Fußballspielen mit Papa, Ausflug oder späteres Aufstehen/später zu Bett gehen dürfen, gemeinsame Mahlzeiten usw.. Wichtig ist nur, dass sich ALLE an gemeinsam getroffene Absprachen halten und somit eine geregelte Struktur zu erkennen ist: "ah, Ferien (bzw. WE)....dann darf ich das.....dann läuft das so....." So lernt auch das betroffene Kind, sich wechselnden Situationen zu stellen, denn später läuft auch nicht jeder Tag nach gleichem Muster ab. Es ist nun mal so, dass die ganze Familie "betroffen" ist, wenn 1 Kind "schwieriger" ist. Aber nur ein solches sicheres Umfeld kann helfen!!!

  • Antwort von mcmomo 09.02.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Kinder mit ADS und ADHS brauchen eine nach ihren Bedürfnissen und Problemen angepasste Erziehung. Der erste Schritt im Umgang mit so einem Kind ist die Information und Aufklärung über das Krankheitsbild. Als Eltern muss man vor allem wissen, dass dem Verhalten des Kindes keine böse Absicht zugrunde liegt. Häufig nehmen Eltern an, ihr Kind wolle Sie nur provozieren. ADS und ADHS Kinder können aber meist nicht anders. Daher ist es wichtig, das Verhalten Ihres Kindes nicht persönlich zu nehmen. Als Eltern braucht man Geduld und Ausdauer, sowie die richtige Einstellung zu Ihrem Kind und seiner Erkrankung , denn die Schwierigkeiten, die es hat, werden Sie möglicherweise lange Zeit begleiten.

    Regeln einführen

    ADS und ADHS Kinder brauchen ein ganz konsequentes, klar erkennbares Erziehungskonzept, mit regelmäßigem (strukturiertem) Tagesablauf und einem realistischen Anforderungsprofil. Daher ist es wichtig, einen genau festgelegten Zeitpunkt zu machen, zu welchem Zeitpunkt die Hausaufgaben erledigt werden sollen. Die Einhaltung dieser Zeit sollte genau beachtet werden. Konsequent auf die Einhaltung einer kleinen Zahl von Regeln bestehen. Über diese festgelegten Regeln sollten keine Machtkämpfe und Diskussionen entstehen. Dem Kind muss klar sein, was es darf und was nicht. Regeln immer positiv formulieren. Loben und belohnen Sie ihr Kind, wenn es Regeln eingehalten hat und sich gut benimmt. Die Eltern sollten bei der Erziehung an einem Strang ziehen. Durch Routine und deutliche Strukturen im Familienalltag sowie ein ruhiges Umfeld lässt es sich zunehmend besser mit einem ADS und ADHS Kind auskommen.

    Bestrafung vermeiden

    Wenn sich das Kind negativ verhält, sind Bestrafung und Ermahnung nicht hilfreich, denn dadurch wird es zunehmend "elterntaub". Versuchen Sie, mit dem Kind ruhig zu reden und ihm zu sagen, was Ihnen nicht gefallen hat. Ein Kind mit ADS und ADHS hat Schwierigkeiten zuzuhören, wenn man ihm etwas vermitteln will. Wichtig ist daher die Aufmerksamkeit durch Blickkontakt.

    (Quelle: http://www.selbsthilfegruppe-wunderkind.de/bedeutung-kinder-ads-adhs.html)

  • Antwort von mokamoka 09.02.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hier sagt Jemand: Also, ich muss halt einfach wissen, dass ich einem Kind oder einem Jugendlichen mit ADHS alles was ich von ihm will, vorher ankündigen muss. Freundlich und unaufgeregt, ohne eine Antwort zu erwarten. Ich muss mit Widerstand rechnen und ich muss kurze, knappe, klare Ansagen machen. (wewewe).ads-adhsfundgrube.de/PDF/Hoerdateien/24dFrauNeuhausTeil2.pdf


    Meine Freundin hatte sich vor Jahren mal ein relativ gutes Buch zum Thema ADHS gekauft. Hier kannst du sogar mal einige Seiten ansehen. http://www.weltbild.de/3/14884470-1/buch/ratgeber-adhs.html

  • Antwort von klara2005 09.02.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wieso negativ gegen ADHS eingestellt sein???Das ist nur ne Ausdrucksform für wilde kluge unterforderte Kinder,um sie mit Medikamenten ruhig zu stellen...Es sei dein Kind trinkt zuviel Cola und ißt nur Industriefrass...

  • Antwort von turalo 09.02.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Man sollte sich gelassen zeigen - auch wenn es nicht einfach ist.

    Ich habe zwar keine ADHS-Erfahrung, aber ich habe drei Kinder durch Trotzphasen und Pubertät gelenkt. Da war Gelassenheit Trumpf. Das Kind meiner Nachbarin hat angeblich ADHS, sie ist äußerst gelassen und gleichmütig im Umgang mit dem Kind. Sie wird nicht laut, flippt nicht aus, zeigt sich absolut konsequent und hat dadurch schon so einiges an "Einsicht" bei ihrem Sohn erreicht. Und: Sie beschäftigt sich oft mit ihm, geht raus, zeigt und erklärt und und und ....

  • Antwort von VielesNeu1968 09.02.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wir haben einen ADHS - Sohn (12), (mein Mann ist ein ADHS - Mann).

    Ich komme mir manchmal vor, wie im Kindergarten: die beiden können nur mitmachen, nach klarer Vorgabe, klare Regeln, ... Nur das Geregelte gibt Sicherheit. Spontanes ist eine grosse Forderung.

    Ihc sehe es aber immermehr so, dass mein Sohn sich den Vater als Vorbild nimmt, und deshalb so handelt und nicht "krank" ist. (Wir waren ein gutes Jahr getrennt, da wurde mein Sohn viel freier, zuverlässiger, offener !)

    Durch die vielen Misserfolge ist sein Selbstwertgefühl ganz gering.

    Ich versuche meinem Sohn immerwieder meine Wertschätzung zu zeigen. Er braucht und bekommt ganz viel Zärtlichkeit von mir und Lob für das Kleinste, was gelungen ist. Er schlüpft oft zu mir ins Bett.

    Meine Sorgen wie er durchs Leben kommen soll, sind enorm.

    Ich gebe meinem Sohn keine Medikamente!

    Ich glaube, es gibt keinen Tip, der Dir für alle Zeiten helfen kann. Es ist Dein Leben, Dein Weg.

    (Mein Mann hat die Strategie für sich entwickelt, stets der Schnellere zu sein: er will handeln, bevor es andere tun. Denkt ganz im Stillen seine Lösung aus, und handelt dann. Nutzt den Überraschungseffekt aus, um Vorsprung zu gewinnen. Er ist beziehungs- und teamunfähig. Arbeitet erfolgreich als Software-Entwickler. Wird geschätzt für seine still durchdachten Lösungen.)

    Meine beiden anderen Söhne (8, 10) haben das nicht, und leben viel leichter. Können spontan sein.

  • Antwort von tinimini 09.02.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Zur Info!Thomas Beh. Deine Antwort kann ich so nicht nachvollziehen. Da es vor 3 Generationen noch lange nicht so viel Chemie im essen gab wie heute, ist es auch einzusehen, das es damals diese Kinder nicht gab. Falsche Ernährung und Chemie im Essen fördern sehr stark das Verhalten der Kinder.Maltodexrrine und Hefen Farbstoffe und Glutamate sind schuld an den Hyperaktiven Kindern. Fernsehen und Computerspiele ebenfalls. Solche Kinder brauchen ein reines naturbelassenes Essen mit Steinsalz und keinem Natrium Chlorid, viel Bewegung an der frischen Luft und eine Konsequente liebevolle Erziehung. Cola ist sehr schädlich ,Wie alle anderes Kohlesäurehaltigen, zuckerhaltigen Lebensmittel ! Ich habe selber 2 Kinder mit den Symthomen groß gezogen, und mit der Umstellung der Nahrungsmittel die besten erfahrungen gemacht. Tabletten habe ich von Anfang an abgelehnt, da sie nicht die Ursache bekämpfen ,sondern nur ein Pflaster auf der Wunde sind. Das kann es nicht sein!

  • Antwort von seatleon2010 09.02.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn Ihr (Krankheitsbedingte) Probleme mit eurem Kind habt dann sucht euch professionelle Hilfe. Eine Erziehungsberatung beim Jugendamt kann helfen. Denn "ADHS" Kinder brauchen das selbe wie alle anderen auch - konsequenz, strenge, liebe, geduld

  • Antwort von ThomasBeh 09.02.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Was heißt negativ eingestellt...früher gab es dieses "Krankheitsbild" nicht. Es liegt mir fern, Dir einen Rat zu erteieln,, auch und gerade deswegen, weil ich die Ausprägung nicht kenne. Allgemein stelle ich aber fest, daß es der Jugend an Orientierung, Wertmaßstäben und Disziplin mangelt. Aber sie sind nicht sie Schuldigen. Hier ist der Hebel bei den Eltern anzusetzen, die ihre natürliche Authorität durch dieselben Mangelerscheinungen in nur 3 Generationen verloren haben. Mich wundert schon lange nichts mehr.

  • Antwort von Nerdworld 09.02.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich bin selbst ein ADHSler, hab jahrelange Therapie (zeitweise auch mit Medikamenten) seit meinem 6. Lebensjahr hinter mir. Heute bin ich 19, und blicke auf eine, für mich und meine Eltern, sehr schwierige Zeit zurück. Macht nicht den gleichen Fehler! Beschäftigt euch mit dem Kind, nehmt es in den Arm, und gebt ihm die zusätzliche Aufmerksamkeit, die es braucht. Beschäftigt es, fragt es, was es braucht und gerne machen möchte! Wenn ihr Tips braucht, könnt ihr mich gerne anschreiben - wenn es die Chance gibt, einem anderen Kind meine Probleme zu ersparen, stelle ich mich sehr gerne zur Verfügung!

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