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AD(H)S Ambulanz für Erwachsene in ESSEN?

Frage von DarkTemptation DarkTemptation

Ich bin 23 Jahre und soll mich nun auf AD(H)S testen lassen. 2005 wurde bei mir posttraumatische Belastungsstörungen und Borderline festgestellt, woraufhin ich eine stationäre Psychotherapie gemacht habe. Jetzt bin ich ca. 3 Jahre später wegen eines Burnout krank geschrieben. Ich verzweifel langsam, weil ich ohne Eltern, Familie etc. dastehe, bin Heimkind. Habe mit Erfolg meine Ausbildung zur Industriekauffrau abgeschlossen, ums überleben gekämpft, ne Therapie gemacht und nun stehe ich da. Brauche Hilfe, bitte...

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Antworten (5)

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    Antwort von cathystraum cathystraum

    http://www.essen.de/module/gesundheit/orga_detail.asp?ID=305

    Obige Rheinische Klinik behandelt Kinder und Jugendliche mit ADHS, vielleicht können die dir weiterhelfen, wenn du dort mal anrufst. Oder schließe dich mit Marah kurz. Aber mach was, du brauchst Kontakte!!

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    Antwort von Marah Marah

    Ja da ist eine Ambulanz für ADS im Uniklinikum. Ich war dort...Wie kann ich Dir helfen? Brauchst Du ne Telefonnummer? Kenne Deine Probleme sehr gut! Habe auch ADS und bin 28. Ich wohne auch in Essen...sag wie ich Dir helfen kann :o)

    Kommentar von DarkTemptation DarkTemptation

    Ich brauch ne Telefonnummer und nen festen Tritt in den Hintern. In mir findet ein Kampf zwischen guten und schlechten Gedanken statt und ich stehe daneben und kann nichts machen. Ich fühle mich total blockiert und ehrlich gesagt habe ich kaum noch Kraft, ewig lang zu warten. Ich kämpfe in fremden Umgebungen seit ich 6 Jahre alt bin und langsam verliere ich das Vertrauen. Vor allem in mich selbst, weil ich nicht nachdenken kann und immer im Risiko den Nervenkitzel suche. Ich komme mit meiner Umwelt nicht klar, weil ich niemanden verstehe und mich niemand versteht aber viele mich bewundern. Je mehr man meine Leistungen in den Vordergrund stellt, desto mehr fühle ich mich innerlich unter Druck gesetzt, kann nicht nein sagen und stehe zum Schluss doch wieder allein dar. Mir fehlt die Motivation, weil ich mich nicht an Erfolgen freuen kann, obwohl ich weiß, dass ich es trotz Essstörungen und Abhängigkeiten bis hier her allein geschafft habe. Vielleicht klingt es für einige, als würde ich mich selbst bemittleiden aber mir fehlt der Verstand. Ich habe eine verkehrte Weltanschauung. Ich wurde von meiner Ma weggenommen, vom Jugendamt zu meinem Vater gegeben, dort bin ich schwer misshandelt worden, mir wurde erzählt, meine Mutter liebt mich nicht mehr und wenn ich so weiter mache, komme ich ins Heim. Ich hab nichts gemacht, bin mit nem Schädelbruch ins Krankenhaus gekommen und danach ins Kinderheim mit ca. 7 Jahren. Mit 10 Jahren zurück zu meiner Mutter, das war aber nicht lange gut zwischen uns, da ich mich nicht wohl gefühlt habe, weil meine Mutter mich manchmal rausgeschmissen hat. Mit 13 Jahren bin ich dann für immer abgehauen, in eine Wohngruppe gekommen und hab nur Mist gemacht und ständig rebelliert.Seit ich 15 Jahre bin, habe ich eine eigene Wohnung. Anfangs natürlich erst mit Betreuung. Die erste Klasse habe ich nicht besucht aber ab der 2. Klasse bis zur 8. war ich immer Klassenbeste ohne zu lernen. In der 2. Klasse konnte ich bis 100 rechnen, steht in meinen Zeugnissen und ich weiß nicht woher ich das kann. Ich habe immer neue Anforderungen an mich und habe bisher noch nie etwas nicht geschafft. Aber ich empfinde dabei nichts, weil ich schon immer ziemlich einsam war und für jedes bißchen Aufmerksamkeit alles tun würde. Ich bin abhängig seit ich 13 Jahre bin und nicht mal das merkt einer in meiner Umgebung. Amphetamine hilft mir aber das glaubt mir wahrscheinlich keiner! Davon hab ich nen schmaleren Horizont, kann klar denken und habe keine Angst vor meiner Umwelt. Cannabis macht mich hibbelig, davon bin ich voll in Action. 2005 habe ich nen Entzug gemacht, von Mitteln wie Valeron, Tramal, Tilidin. Koka und XTC waren auch oft da aber seit dem Entzug habe ich dahingehend keinen Rückfall gehabt. Nur das Amohetamin hilft mir. Davon kann ich essen, ich wog 2005 nur 43 Kilo und jetzt wiege ich zwischen 59 - 61 Kilo. Aber ich weiß nicht ohb ich das beim Arzt sagen kann. Ich schäme mich für meine Abhängigkeit und habe Angst, dass man mich nicht ernst nimmt. Dabei stehe ich trotz allem voll auf eigenen Beinen und will es auch weiterhin, da ich sonst rein gar nichts fühlen kann, nicht mal Schmerzen. Ich kenne mich selbst nicht wirklich. Aber ich will nicht aufgeben. Vielleicht ist es kein AD(H)S aber es ist auf keinen Fall nur Borderline, weil ich mich noch nie hab hängen lassen und weil ich immer Pläne habe, zwar zu viele aber besser als keine, so hab ich wenigstens ne Auswahl. Wie sieht so ein Test aus? Kann man mir helfen?

    Man, im ernst, ich kann am besten mit der Wahrheit leben und wäre um schnellen Rat dankbar.

    Kommentar von totoro totorototoro

    Viele Deiner Gedanken von da oben kenne ich von mir selbst, auch wenn ich eine sehr geregelte Kindheit hatte mit vergleichbar wenigen Problemen. Ich bin kein Arzt oder Psychologe, aber ich vermute mal, dass Du intelligenter bist als der Durcschnittsmensch und wahrscheinlich auch weniger selbstbewußt als der Durchschnitt. Aber so sehr anders bist Du dann doch nicht vom Durchschnittsmenschen. Und wenn Du Dich selbst ernst nimmst - und das scheint ja der Fall zu sein - brauchst Du Dich für nichts zu schämen, erst recht nicht über Abhängigkeiten gegenüber Deinem Arzt. Viele - so auch ich - sind immermal von irgendwas abhängig, vielleicht nicht von Drogen, aber sicherlich auf der emotionalen Ebene und da sind die Amphetamine gar nicht so weit von weg. Du kannst im Internet die Wirkung der Amphetamine nachlesen, sie sind die 'Glückshormone', und wir alle wollen glücklich sein: http://www.gutefrage.net/frage/kann-mir-einer-sagen-was-glueck-ist Also verstecke Dich nicht, sprich über Deine Probleme und gehe die Zukunft an, was gewesen ist, ist nun auch vorbei!

    Kommentar von Marah MarahMarah

    Hast Du Dir mal den Artikel über Borderline und ADS im Wikipedia durchgelesen? Borderlin triit häufig mit ADS auf und viele ADSler haben Probleme mit Drogen- da man irgendwann an solche Mittel gerät und bemerkt:"hey- ich bin damit zum ersten Mal in meinem Leben entspannt und fühle mich normal..." Man möchte ja unbedingt ein bißchen innere Ruhe haben, da man völlig unter volldampf steht mit ADS. Das kann man (wenn man die moralischen Aspekte und Abhängigkeitsgefahren aussen vor läßt) als Selbstmedikation beschreiben. Deine schulische Begabung spricht für einen hohen Intelligenstquotienten und auch dieser wäre typisch für ADS (einer der wenigen Vorteile)! Offensichtlich hast Du völlig die Orientierung verloren und das ist bei Deinem Hintergrund garkein Wunder! Tramal und Valeron sind für mich auch keine Fremdwörter allerdings habe ich sie mir zum Beispiel nie illegal beschafft, sondern mich nur über die Angenehme Wirkung gefreut wenn ich mal wieder elende Rückenverspannungen hatte. Die paradoxe Wirkung der Medikamente und Drogen, die Du beschreibst ist auch typisch! Was soll ich mehr sagen...Du solltest unbedingt zum Uniklinikum in Essen gehen und Dich diagnostizieren lassen. Das Du ADS hast, steht für mich persönlich ausser Frage...aber nur mit einer vernünftigen Diagnose und einer medikamentösen Therapie wird es Dir besser gehen. Und wenn Du dann mal wieder ein bißchen Boden unter den Füßen hast, kannst Du auche eine Verhaltenstherapie anfangen. Eine Gesprächstherapie mit Vergangensheitskonfrontation wird bei zusätzlichem Borderline übrigens nicht empfohlen- das könnte einen total fertig machen! Deien krampfhafte Suche nach Aufmerksamkeit ist typisch für Heimkinder...Ich denke eine Diagnose wird bei Dir recht einfach werden. Das läuft folgendermaßen ab: Dein Neurologe muss ein EEG machen um gesundheitliche/anatomische Beeinträchtigungen auszuschließen (das Du zum Beispiel keinen Tumor hast) dann machst Du einen Termin in Essen und dort wird man ein EKG machen und Dir Blut abnehmen. Direkt danach triffst Du denn Arzt, welcher Dir Fragen stellt und Dir einen riesen Batzen Fragebögen mitgibt. Diese mußt Du ausfüllen und zur Auswertung wieder abgeben. Dann bekommst Du einen neuen Termin und dabei findet ein Gespräch mit dem Arzt und dem Oberarzt statt. Sofort darauf wird Dir das Ergebnis gesagt und Du bekommst direkt ein Rezept für ein entsprechendes Medikament. Es wird gefragt ob Du dort weiter behandelt werden willst oder ob Du wieder zu Deinem Neurologen/Psychologen gehen möchtest. Ausserdem wird noch gefragt ob Du an eiener Studie teilnehmen möchtest, da inzwischen vermutet wird ob ADS vererbbar ist...das wird Dir ja nicht so ohne Weiteres möglich sein :o( Du mußt also cirka mit zwei Folgeterminen rechnen. Ich bekomme seit zwei Jahren auch Medikamente und kann sogar in einer wirklich glücklichen Beziehung leben- das wäre vor der Diagnose nicht möglich gewesen. Leider verliere ich jeden noch so kleinen Pobeljob und finde nichts vernünftiges für mich. Deshalb mache ich mich demnächst selbstständig :o) Man kann mit ADS ganz gut leben- wirklich! Ich habe übrigens auch leicht Borderline und eine ausgeprägte posttraumatische Belastungsstörung. Aber das Leben ist nicht so schei-e wie es Dir gerade vorkommt :o) Ich habe super viele Freunde die mit der Krankheit zurecht kommen und mich nicht unter Druck setzen würden da sie begriffen haben, dass ich nicht absichtlich so unzuverlässig und chaotisch bin ;o) Meine Eltern kommen mit der Krankheit allerdings garnicht zurecht und deswegen habe ich keinen Kontakt mehr zu ihnen :o( Damit muss man halt leben aber trotz allem bin ich ein glücklicher Mensch! DAS KANNST DU AUCH!!! Wende Dich telefonisch an Herrn Dr. Kis (kisch ausgesprochen). Er ist der ständige Vertreter des Prüfarztes und ein super netter ;o) Die Telefonnr. lautet: 0201/7227241. Ich weiß nicht wie lange es dauert bis Du einen Termin bekommst aber geh auf jeden Fall dorthin!!! Es könnte Dir helfen, wenn Du bis dahin einen Serotonin-Wiederaufnahmehemmer nimmst- der gleicht die Angst und die emotionale Übersteurung aus und so kannst Du ein paar Monate erst einmal Luft holen. Wenn Du Deinen Termin hast, kannst Du mir bescheidsagen und ich hole Dich vom Hauptbahnhof ab und bringe Dich dorthin. Das Gelände des Klinikums ist nämlich ein bißchen riesig ;oD und man verläuft sich ganz gern. Ich weiß nicht vorher Du kommst aber diese Hilfe biete ich Dir gerne an! Bei Interesse biete mir Deine Freundschaft auf GF an und wir bleiben in Kontakt.Liebe Grüße

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    Antwort von Lissa Lissa

    Vielleicht hilft dir diese Seite: http://www.adhs-selbsthilfepool.de/selbsthilfepool/index.php?option=com_content&task=view&id=6&Itemid=8

    Kommentar von Lissa LissaLissa

    Hast du schon mal über Asperger nachgedacht? http://www.psychotherapiepraxis.at/surveys/test_asperger.phtml

    Hochbegabung in Verbindung mit ADS könnte auch interessant sein: http://www.ads-kurse.de/verkannte_genies.htm

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    Antwort von SilentBob SilentBob

    Ich verstehe was Du meinst.Ich bin selbst betroffener,ich möchte Dir sagen das Du nicht alleine bist.

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    Antwort von totoro totoro

    Erstmal tief durchatmen! Und dann kannst Du wegen dem Test mal Deinen Arzt fragen, wo man das so machen lässt und ob er Dir eine Überweisung geben kann. Gegen Stress hilft mir immer gut eine Tasse Tee, meine LieblingsCD und ein paar Minuten auf dem Sofa mit geschlossenen Augen. Versuch' das doch mal, bevor Du zum Arzt gehst.

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