Frage von LD50T, 52

ACHTUNG: Langer Text! Albträume wegen meiner (neuen) Arbeit?

N'abend. Ich (M 26) habe vor zwei Wochen eine neue Arbeit angefangen und zwar im Bereich Abwasch (Gastronomie, Vollzeit). Und bevor mich jemand auslachen will für den Job; jaja ich weiß ich bin eh nich stolz drauf aber bin froh, dass ich so schnell wieder was gefunden habe, da ich erst gekündigt wurde und nur 3 Tage arbeitslos war.

Naja zum eigentlichen Thema: Die Arbeit ist sehr stressig, da momentan extrem viele Veranstaltungen sind. Oft habe ich einen 10 Stunden Tag (mal auch mehr mal weniger) meistens schaffe ich es da auch nicht Pause zu machen. Die Arbeit an sich ist eigentlich in Ordnung, komme mit den Leuten dort gut zurecht und ich kann auf jeden Fall damit leben. Ich arbeite generell bis 1 oder 2 Uhr abends wenn ich dann zu Haus bin fall ich gleich ins Bett und schlaf / oder versuche zu schlafen.

Jetzt zum Problem: Ich habe jetzt seit den zwei Wochen wo ich arbeite jeden abend genau den selben Traum: Ich denke immer, dass ich mich immer noch beim Abwasch befinde und es immer und immer mehr wird und es nie ein Ende hat. Mitten im Traum wache ich auf und denke, dass das wirklich so ist und ich immer denke, warum ich jetzt zu Hause im Bett liege obwohl ich doch bei der Arbeit sein muss. Und ich realisiere dann ernsthaft nicht, dass das nur ein Traum war/ist stehe dann manchmal sogar mitten in der Nacht auf, ziehe mich an und will los. Bevor ich meine Wohnung verlasse wirds mir dann doch noch ''einigermaßen'' klar.

Das klingt vielleicht extrem lächerlich und wenn ich so wie jetzt klar im Kopf bin wird mir auch selber klar wie behindert das eigentlich ist, aber wenn mir dieser Mist abends immer passiert ist das echt die Hölle. Ich bin jedes mal total nassgeschwitzt und will mich auf den Weg machen.

Kann man da irgendwas machen gegen (Alb)Träume oder hat das vielleicht sogar einen Grund, warum mich das so verrückt macht ? Überfordert oder so bin ich nicht damit, ich habe auch nicht (wie bei meinem letzten Job) immer vor der Arbeit das Gefühl ''boah näää KEIN BOCK jetzt dahin''. Eigentlich ist alles in Ordnung würde ich sagen.

Sorry für den langen Text. Danke ...

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Antwort
von nobytree2, 8

Nachts verarbeitet das Gehirn Informationen, Wahrnehmungen und Eindrücke, die es tagsüber gesammelt hat, indem es sie neu verknüpft, ordnet, sortiert, löscht etc., damit das Gehirn am nächsten Tag gut arbeiten kann. Nimmt die Wahrnehmung an dieser Aufräumaktion (nach innen) teil, sieht sie diese Verarbeitung in Form von Traumbildern.

Du verarbeitest die neue Arbeit, die zeitliche Belastung, die Pflicht, bei der Arbeit zu sein, und zwar wohl sehr intensiv. Da diese Pflicht, bei der Arbeit zu sein, mit einer sehr starken Priorität empfunden wird, ist es normal, dass man dann im Halbschlaf, wenn die Traumempfindungen noch wirksam sind, aufstehen will und sich fragt, warum nicht bei der Arbeit ist. Das hatte ich schon häufig, dass ich mich im Halbschlaf gefragt habe, warum ich noch im Bett liege oder warum ich im Schlafanzug bin etc.

Also zwei Dinge: Du arbeitest nachts den natürlich starken Eindruck aus der neuen Arbeit ab, das ist völlig normal, sowie ein Stück weit unterbewussten Stress, bei dieser Arbeit zu sein.

Das legt sich spätestens nach einem halben Jahr, das ist nur der Wechsel, der Dich etwas (auch unbewusst) in Anspruch genommen hat und jetzt so nachts verarbeitet wird.

Also: Das ist normal, was Du beschreibst, kommt bei manchen vor, und legt sich dann von selbst.

Antwort
von mistergl, 23

Ich hab das auch öfters, wenn ich vorm schlafen gehen stundenlang das selbe tue. Dann bist du im Schlaf oft immer noch bei dieser Sache.

Es könnte evtl helfen noch ein bis zwei Stunden zu hause auszuspannen, bevor du ins Bett gehst. Lesen oder Fernsehen. Auf jeden Fall etwas, das dich abenkt und entspannt. Das sollte helfen, nicht vom Spülen zu träumen.

Kommentar von LD50T ,

ok, aber ich bin meistens so fertig ich halte da meine augen nicht mehr lange auf ...

Kommentar von mistergl ,

Versteh ich. Aber vielleicht versuchst du es mal. Ich denke auch, wenn du dich an den Rhythmus gewöhnt hast, hast du auch zu Hause noch etwas Zeit und fällst nicht sofort tot um.

Antwort
von flater, 11

Hallo, erst mal Respekt dafür dass du diese Arbeit machst! Dass ist wirklich ein körperlich sehr anstrengender Job. Und du solltest stolz sein dass du arbeiten gehst und nicht von irgendwelchen Hilfen lebst. Ich bin kein Experte aber ich kann mir vorstellen dass du so die neue Situation und den Stress verarbeitet, deshalb glaub ich dass sich das von selbst gibt wenn du da erst mal Routine hast. Ansonsten versuchst doch mal mit entspannungsübungen vorm einschlafen. Alles Gute!

Kommentar von LD50T ,

ok mal sehen, wies sich auswirkt, danke

Antwort
von Poliko100, 24

Du sagst du macht kaum Pause. Wieviel trinkst du während der Arbeitszeit und damit meine ich nicht Alkohol. Wasser zb.

Zusätzlich hast du große Probleme runterzukommen d.h dein Kopf ist nicht Frei. Du musst lernen zwischen Arbeit und Freizeit einen ganz klaren Strich zu ziehen.

Kommentar von LD50T ,

essen und trinken tuh ich dann auch nicht. bekomme aber auch gar nicht das verlangen danach. erst ganz spät wenn ich schon 8-9 stunden da war.

Kommentar von Poliko100 ,

Das ist wirklich nicht gut. Nichts zu Essen könnte man jetzt vielleicht noch sagen ok aber Trinken ist verdammt wichtig. Da du anscheinend Nachts völlig orientierungslos und verwirrt bist wenn du denkst du musst los usw.
Das sind Zeichen von Mangelerscheinungen und Überarbeitung

Kommentar von LD50T ,

ok werd ich versuchen mal dran zu denken, danke.

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