Frage von Scheisskluger, 33

Achtung "Expertenfrage": In wie weit unterscheidet sich der Wassergehalt von zb. Fichtennadeln im Vergleich zu Fichtenholz (frisch geschlagen)?

Hallo, ich beschäftige mich seit kurzem mit der Wassergehaltsbestimmung bzw. Klassifizierung von Holz (Waldhackgut). Bei der Bestimmung des Feinanteils (über Gewichtsermittlung) kam mir kürzlich folgender Gedanke: FALLS sich der Wassergehalt vom Grobanteil (Holzstücke) stärker vom Wassergehalt des Feinanteils (hier die Nadeln des Fichtenholzes) unterscheidet, und diese beiden Anteile nicht gleich sind (zb. 20% Holzanteil, 80% Nadelanteil) kann dies, zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, je nach dem, in welchem Trocknungszustand sich die Probe befindet... Sprich FALLS die Nadeln mehr Wasser beinhalten, verlieren diese natürlich auch mehr Gewicht, wodurch dann der prozentuelle Nadelanteil sinken würde ... So zumindest meine Schlussfolgerung. Hat hier jemand Erfahrungswerte? ev. mit Quellen? Google habe ich diesbezüglich schon bemüht, aber meine Frage ist wohl zu speziell. Sehr interessieren würde mich hier die Antworten von Leuten, die "vom Fach" sind.

EDIT 06.03.2016 - DANKE für die bisherigen Antworten!
Die % beziehten sich immer auf Gewichtsprozente, das diese als einzige genau nachvollziehbar ermitteln lassen (Waage).

Nadel und Holz ist natürlich nicht vergleichbar-außer dass alles brennt-die Situation ergibt sich aus dem Ausgangsmaterial...

Ausgangssituation (und auch Erklärung des Zwecks der Übung): Beurteilung von Brennstoffen-in diesem Fall Waldhackgut aus sog. Schlagabraum. Daher 50% Holzanteil (Stammholz, Äste, etc.) + bis max. 50% Nadelanteil. Als Feinanteil gilt alles, was kleiner als 2,8mm ist - und daher bei dem Beispiel zum großteil die Nadeln.
Da es für den Feinanteil ebenfalls Maximalgrenzen gibt, muss dieser ermittelt werden: Siebung einer Brennstoffprobe mit 2,8er Sieb, abwiegen des "Grobanteils" >2,8mm, abwiegen des "Feinanteils" <2,8mm
Idealerweise sollte die Siebung mit einer trockenen Probe durchgeführt werden, (obwohl abwicklungstechnisch schwierig ...Überschreitung der Feinanteilsgrenze ist ein KO Kriterium für das Hackgut)

FALLS der Wassergehalt von Nadeln und Holz sich nun stärker voneinander unterscheiden kann dies auch zu gröberen Abweichungen bei der prozentuellen Feinanteilsermittlung führen - wenn zb. die Nadeln ein sehr viel besserer Wasserspeicher als das Holz sind ... was ich befürchte.

Das ganze ist eine ganz schöne Krux...

Antwort
von janfred1401, 27

Du kannst Nadeln nicht mit Holz vergleichen, genauso weinig wie das Laub der Laubbäume mit deren Holz.

Nadeln kann man auch nicht als Feinanteil gegenüber des Holzes eines Stammes als Grobanteil bezeichnen.

Und was sind die % Angaben? Volumen% oder Gewichts% ?

Ich bin nicht direkt ein Holzfachmann, aber mal gespannt, was sonst noch geantwortet wird.

Kommentar von Scheisskluger ,

Danke für die Antwort. Die % sind immer Gewichtsprozent. Nadeln und Holz müssen in dem Fall miteinander verglichen werden, da sich beide im Ausgangsmaterial befinden (Waldhackgut aus Schlagabraum, ca. 50% Holz, 50% Nadeln).

Antwort
von rudelmoinmoin, 21

die  vom "Fach" sind, sehen darin kein Sinn, wegen der "Bedeutung/Zweck !"

Kommentar von NormagFrank ,

...lass das doch diejenigen entscheiden, "die vom "Fach" sind"

Kommentar von Scheisskluger ,

Sinn und Zweck ist die Bestimmung vom "Feinanteil" (alles kleiner 2,8mm) von Waldhackgut aus Schlagabraum (min. 50% Holz, max.  50% Nadeln) - über eine Siebung mit einem 2,8er Sieb und darauffolgender Gewichtermittlung. Wenn hier beim Holz und den Nadeln unterschiedliche Wassergehälter vorliegen ergeben sich -je nach Trocknungszustand der Materialprobe- auch unterschiedliche Gewichtsverluste durch die Trockung...das führt zu verfälschten Werten.
Aktuell muss die Siebung in Anlieferungszustand stattfinden - (Wassergehalt ca. 40...60%) - ideal wäre eine Vortrockung, da aisch dann auch die Nadeln besser vom Astmaterial lösen. Ganz fehlerfreie Ergebnisse gäbs wohl erst bei Wassergehalt ca. 0% - aber so eine Trocknung ist sehr zeitraubend.)
Probengewicht sind jeweils um die 500-700 Gramm

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