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ACE-Hemmer

Frage von KGKBJ KGKBJ

Hallo,

ich habe das Raynaud Syndrom und soll ACE-Hemmer nehmen. Nun lese ich im Internet viele Nebenwirkungen insbesondere Leberversagen und ein Angioödem im Darm usw... sind ACE-Hemmer wirklich so schlimm? Ich nehme noch Betablocker ( wegen Rythmusstörungen) und jetzt noch der ACE-Hemmer wegen Raynaud Syndrom. Ist das indiziert, oder schädigt das meinen Körper. Bin noch jung ( 16 Jahre)

LG Kai

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Antworten (2)

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    Antwort von CeciliaMaria CeciliaMaria

    Wenn Wärmebehandlung und Fettsalben nicht weiterhelfen, kann man mit Trental eine Therapie vornehmen (so jedenfalls nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie). Es geht beim Raynaud-Syndrom ja darum, das rheologische Problem (also den Blutfluß in den kleineren Gefäßen an den Finger- und oftmals auch Zehenendliedern) günstig zu beeinflussen. ACE-Hemmer werden mittlerweile auch mit gutem Erfolg eingesetzt, sie bewirken vor allem, dass der Digitalarteriendruck und somit die Ruhedurchblutung ansteigt. Was an Nebenwirkungen durch ACE-Hemmer auftreten KANN, steht dazu in keinem so bedeutenden Verhältnis. Normalerweise werden diese Medikamente, die auch gegen Bluthochdruck verwendet werden, gut vertragen. Wenn Nebenwirkungen auftreten, kann man immer noch nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt das Medikament absetzen oder entsprechend umstellen. Viel schlimmer wäre das Rauchen bei einem vorliegenden Raynaud-Syndrom, das nachgewiesenermaßen die Gefäße verengt... Gute Besserung!

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    Antwort von dietmarherold dietmarherold

    Um die Durchblutung in der Peripherie (Finger, Zehen) zu verbessern, werden beim Raynaud-Syndrom Herzkreislauf-Medikamente wie z.B. Calcium-Antagonisten, ACE-Hemmer oder auch Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten eingesetzt. Nun ist die Situation bei Dir etwas kompliziert, da offenbar auch noch Rhythmusstörungen vorliegen, die mit Betablocker behandelt werden. Ich würde folgendes vorschlagen: 1. Einen guten Kardiologen finden (das Herz geht vor !). Mit diesem besprechen, ob von seiner Seite aus eine ausschließliche Behandlung mit einem AT-II-Rezeptorantagonisten (z.B. Losartan) oder einem Calciumantagonisten oder aber mit dem Betablocker Nebivolol niedrig dosiert in Kombination mit Losartan möglich wäre. Da ACE-Hemmer unangenehme Nebenwirkungen wie z.B. Reizhusten und Angioödeme haben können, wären ein Sartan oder ein Calciumantagonist gegen die Raynaud-Beschwerden auf Dauer schon die bessere Wahl. 2. Wenn der Kardiologe sich zu diesen Optionen (Behandlungsmöglichkeiten) geäußert hat, zum Dermatologen gehen. Kardiologe und Hautarzt müssen in diesem Fall zusammenarbeiten!

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