Abzweigdose richtig verkabelt?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Die Wago Klemmen bieten einen riesen Vorteil ggü. Lüsterklemmen. 

Kupfer ist ein sehr weiches Metall. Der Fachmann nennt es ein "Fließendes Metall". Reines Kupfer so wie wir es in der Elektrotechnik verwenden, ist so weich, dass es bei leichtem Druck schon seine Form verändert. 

Lüsterklemmen verwenden Schrauben. Diese schraube drückt die Kupferadern zusammen. Das Kupfer gibt nach, die schraube bleibt aber an Ort und stelle. 

Früher oder später gibt's es den sogenannten Wackelkontakt. An diesen lockeren klemmstellen entsteht jede menge Hitze. Irgendwann schmort die Dose und wenn es ganz blöd läuft brennt es. 

Die Wagos haben sogenannte Zugfederklemmen. Diese erhalten den Druck auf den Kupferleiter über Jahre hinweg, auch wenn die Kupferader nachgibt. Klemmstellen mit Wagoklmmen halten sehr lange ohne dass es zu nennenswerten Ausfällen kommt. 

Wir Fachmänner verwenden in Klemmdosen ausschließlich Wagoklemmen. Die gibt es bis 6mm2 

Erst ab 10mm2 wird wieder geschraubt. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JuicyLuisian
31.01.2016, 19:21

Dem ist kaum noch was hinzuzufügen.

Vieleicht zur Prüfung der Funktionalität. Bei der Steckdose kannst du mit einen einfachen Messgerät den Widerstand an den Schutzleiter der Steckdose messen. Dazu schaltest du bestenfalls ersteinmal die Sicherung ab (ggf Spannungsfreiheit prüfen etc, Sicherheit geht vor) und dann die blanken Metallklemmen an der Steckdose gegen jeweils die beiden Leiter messen (Widerstand messen). Der Widerstand muss größer als 1MOhm sein. Wenn die Lampen das machen was sie sollen, scheint alles in Ordnung. Auch da kann man, wenn dort ein Schutzleiter verbaut ist, den Widerstand messen. Bei vielen Lampen ist das nicht der Fall.

Ich drücke mich öfters schlecht aus, also besser nochmals nachfragen wenn etwas unklar ist. 

0

Die Wagos sind kompakt und man kann schnell arbeiten. Abisolieren, reinstecken, fertig. Ich persönlich nehme aber die Wago 2273, die sind um 50% kompakter als die die du benutzt hast. Die sind durchsichtig, da sieht man das richtig geklemmt wurde. Zugelassen sind die bis zu 24A Nennstrom, es können damit Querschnitte zwischen 0,5mm² bis 2,5mm² geklemmt werden. Mischungen gehen auch, also 1,5mm² und 2,5mm² miteinander in einer Klemme zu verarbeiten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du alles wieder so verdrahtet hast, wie es vorher war und alles funktioniert, sollte es keine Probleme geben. Ich kann auf den Bildern dir leider nicht zu 100% sagen, ob alles richtig verdrahtet ist, da ich Beispielsweise nicht weiß, ob die schwarze Ader auch wirklich der Neutralleiter ist, der an der Neutralleiterklemme angeschlossen wurde.

Wagoklemmen sind platzsparender, schneller und sicherer, da diese Ader "einrasten" und natürlich auch sicherer, da du bei den Schraubklemmen an die Schraube kommen kannst und ggf. da durch einen elektrischen Schlag erleiden kannst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Lüsterklemmen sind einzig zum Anschließen einer Leuchte zulässig, in einer Abzweigdose haben sie nichts zu suchen. Dosenklemmen sind aber zulässig. Dosenklemmen sehen fast so aus wie Lüsterklemmen, haben aber nur eine Schraube.

Kupfer fließt mit der Zeit, und so lockert sich bei einer Dosenklemme oder auch Lüsterklemme die Verklemmung. Dadurch erhöht sich der Übergangswiderstand und es kann zu einer starken Erwärmung der Verbindung kommen, bishin zum Brand. Bei einer Federklemme bleibt die Klemmkraft auch nach Jahren immer gleich. Zudem ist die Montage deutlich einfacher.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?