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Abwesendheit der Gedanken

Frage von Farbenspiel Farbenspiel

Ist es bei euch auch schon mal so, dass ihr einfach so vor euch hin sitzt ohne etwas zu denken? Ich würde sagen "Abwesendheit der Gedanken" trifft es vorzüglich. Man lebt einfach in den Tag hinein. Leider ist die Bewusstwerdung dieser Sache meistens nicht so schön, da man merkt, dass das Leben so wie es sich darstellt einfach nicht so schön ist, wie mit klaren Gedanken.

Habt ihr das auch des Öfteren? Was kann man dagegen tun?

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Antworten (6)

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    Antwort von kallike kallike

    Der Gegenstand Deiner Frage ist übrigens das Ziel vieler Meditationen, nämlich einen Zustand jenseits des Denkens zu erreichen, allerdings hier sehr bewusst. Dein Satz "Leider ist die Bewusstwerdung dieser Sache meistens nicht so schön, da man merkt, dass das Leben so wie es sich darstellt einfach nicht so schön ist, wie mit klaren Gedanken." ist sehr interessant. Es gibt nämlich wirklich zwei Möglichkeiten jenseits des Denkens zu sein, nämlich unbewusst zu sein oder voll bewusst zu sein. Versuche mal zum Beispiel einen klaren Sternenhimmel oder einen Park, Wald oder allgemein Natur voll bewusst zu erleben ohne die Dinge zu benennen, sie durch Denken zu interpretieren. Dies erfordert Deine Wachsamkeit. Es ist schön, vitalisierend und sehr entspannend die Wirklichkeit mal ungefiltert wahrzunehmen. Nach so einem Spaziergang o.ä. kannst Du meist auch wieder klarer denken. Die Dinge unbewusst wahrzunehmen finde ich weniger erfüllend.
    Gedanken sind immer auch eine Art von Interpretation der Wirklichkeit. Und die meisten von uns fallen relativ schnell in das (t.w. automatische) Denken zurück. Meist ist das Problem, daß viele ihr ständiges Denken und Interpretieren gar nicht mehr abschalten können. Der Verstand mit seinen Gedanken ist ein sehr nützliches Werkzeug, der von uns bewusst eingesetzt werden sollte. Das Werkzeug sollte uns aber nicht beherrschen. Abwesenheit der Gedanken und Interpretationen bringt uns der Wirklichkeit meist näher, solange wir dabei bewusst und achtsam sind. Geniesse mal voll bewusst ohne Grübeleien einen Spaziergang, Thermalbad-Besuch oder Deine Lieblingsmusik und beachte DANACH die Klarheit Deiner Gedanken :-) Der Verstand braucht auch mal eine Pause wie Du auch Pause von Deinem Verstand ;-)

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    Antwort von fianna74 fianna74

    Irrtum: ich würde sagen, mit klaren Gedanken ist das Leben auch nicht schöner, als ohne Gedanken! Und wenn man den Zustand des 'Nichts-Denkens' öfter erreicht hat, dann weiß man auch während der Zustände, in denen man von Gedanken überschwemmt ist, stets im Hinterkopf, dass das Leben eigentlich etwas sehr simples, ungefülltes, ja sogar leeres ist und es uns allein obliegt, es mit Leben zu füllen oder eben nicht. Wer diese Weisheit erlangt hat schafft es dann auch des öfteren einfach mal nichts zu denken, da er weiß, dass viele Gedanken eigentlich nur ein Übertünchen des 'Nichts-Denkens' darstellen. Eine Ablenkung vom eigentlichen Zustand des Daseins sozusagen. Manche Menschen richten es auch regelrecht so ein, dass sie soviel Gedanken mit sich herumtragen können, dass sie diesen Zustand NIE erfahren müssen, da sie panische Angst davor haben. Sogar im Alter stopfen sich manche mit Aktivitäten regelrecht voll, ohne mal innezuhalten und eben 'nichts zu denken'. Wenn man älter wird und viel Zeit mit Selbstbeobachtung, In-sich-hineinhorchen, Introspektion verbracht hat fühlt man öfter diese 'Leere' als den eigentlichen wahren Zustand. Die Weisheit würde ich sagen, besteht dann darin, diesen Zustand genau so zu akzeptieren und anzuerkennen ohne dabei einen großen Mangel zu erleiden. Dann hört auch bei manchen diese ständige Rast-und Ruhelosigkeit auf, denn sie erweist sich dann ja als unnötig.

    Kommentar von Angel84 Angel84Angel84

    D.H. Respekt!

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    Antwort von Kristall08 Kristall08

    Ich arbeite seit Jahren daran, diesen Zustand zu erreichen. ;-)

    Nimm es nicht so schwer. Ich wäre froh, wenn ich mal fünf Minuten nicht denken müsste.

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    Antwort von tabathaurich tabathaurich

    Abwesenheit ohne D , passiert mir selten aber bei mir hört es dann immer auf wenn jemand nach mir ruft.

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    Antwort von cocacola78 cocacola78

    es sind kurze, furchtbar kurze augenblicke. während ich sonst alles mögliche mit mir mittrage (arbeit, erinnerung, zukunftsplan) so erschrecke ich und stell manchmal fest - gerad hab ich nichts gedacht. dieses gerade erstreckt sich vielleicht auf den hauch von ca 10 sekunden, aber früher glaubte ich, dass ich nicht mal soweit kommen könnte. ÜBERRASCHUNG. guten rutsch

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    Antwort von holodeck holodeck

    Leider nicht ;-)) Wenn Du endgültig in den Nirvikalpa Samadhi eingegangen bist und göttliches Bewusstsein (die Abwesenheit jeglicher Gedanken und Konzepte) erlangt hast, sag Bescheid. Dann will ich wissen, wie's geht.

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