Irrtum: ich würde sagen, mit klaren Gedanken ist das Leben auch nicht schöner, als ohne Gedanken! Und wenn man den Zustand des 'Nichts-Denkens' öfter erreicht hat, dann weiß man auch während der Zustände, in denen man von Gedanken überschwemmt ist, stets im Hinterkopf, dass das Leben eigentlich etwas sehr simples, ungefülltes, ja sogar leeres ist und es uns allein obliegt, es mit Leben zu füllen oder eben nicht. Wer diese Weisheit erlangt hat schafft es dann auch des öfteren einfach mal nichts zu denken, da er weiß, dass viele Gedanken eigentlich nur ein Übertünchen des 'Nichts-Denkens' darstellen. Eine Ablenkung vom eigentlichen Zustand des Daseins sozusagen. Manche Menschen richten es auch regelrecht so ein, dass sie soviel Gedanken mit sich herumtragen können, dass sie diesen Zustand NIE erfahren müssen, da sie panische Angst davor haben. Sogar im Alter stopfen sich manche mit Aktivitäten regelrecht voll, ohne mal innezuhalten und eben 'nichts zu denken'. Wenn man älter wird und viel Zeit mit Selbstbeobachtung, In-sich-hineinhorchen, Introspektion verbracht hat fühlt man öfter diese 'Leere' als den eigentlichen wahren Zustand. Die Weisheit würde ich sagen, besteht dann darin, diesen Zustand genau so zu akzeptieren und anzuerkennen ohne dabei einen großen Mangel zu erleiden. Dann hört auch bei manchen diese ständige Rast-und Ruhelosigkeit auf, denn sie erweist sich dann ja als unnötig.
D.H. Respekt!