Hier ein Text dazu wie ich meine erste Abtreibung verarbeitet habe:
Ich weiß nicht wer du gewesen bist und wer du hättest werden können, du bleibst Teil meines Lebens, aber ich vermisse dich nicht.
Unsere Beziehung war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Ich konnte dich nicht ertragen, habe mich schon nach den ersten neun Wochen von dir getrennt.
Anfangs hatte ich Zweifel ob es wirklich das war was ich wollte,
ob ich das Richtige tue wenn ich sage dass ich dich nicht in meinem Leben haben will, dass du keinen Platz hast in mir.
Und dann sprach ich das Urteil,
hab es sogar schriftlich gegeben, mit Datum und Unterschrift.
Überzeugt und endgültig habe ich dir verboten zu existieren.
Ob ich dazu berechtigt war?
Ich denke schon. Schließlich ging es dabei auch um mein Leben...
Mein Weg war zu unsicher um ihn mit dir zu teilen, da hattest du einfach keinen Platz. Ich hätte dich tragen müssen, allein.
Ich wäre umgefallen und hätte Einen von uns unter dem Anderen begraben
und ich wollte nunmal nicht der Eine sein!
Und dich unter mir begraben wissen wollte ich auch nicht, also habe ich dich einfach rausgeworfen...
Ich habe dich gar nicht erst nach deiner Meinung gefragt, darauf gewartet dass vielleicht doch noch eine Lösung für unser Problem auftaucht, darauf gehofft dass er mir vielleicht helfen könne...
Egoistisch habe ich beschlossen nicht zu teilen, nichts von mir auf oder ab zu geben.
Ich wollte mich für mich, für mich ganz allein.
Und ich mache mir keinen Vorwurf deswegen, nicht mehr.
Du warst schließlich auch nicht besser.
Nie hast du mich gefragt ob ich dich will, ob ich mich wohl fühle mit dir.
Ohne Vorwarnung bist du aufgetaucht, warst da, hast es dir bequem gemacht und bist stumpf da geblieben, bis ich dich rausgeworfen habe.
Als sei das selbstverständlich bist du davon ausgegangen dass ich dir mein Leben opfere und dich dabei noch mit Freude aufnehme.
Du hast es nicht verlangt, vielleicht hast du es dir nicht einmal wirklich gewünscht aber es war deine Vorraussetzung für unsere Zukunft.
Aber so geht das nicht!
Ich glaube schon dass ich dich irgendwann geliebt hätte,
vielleicht habe ich das sogar getan.
Immerhin, neun Wochen warst du ein Teil von mir...
Allerdings werde ich das, so wie viele andere Dinge, nie erfahren.
Ich werde nie erfahren ob wir vielleicht doch glücklich gewesen wären miteinander, ob du mich geliebt hättest wie ich dich hätte lieben sollen, ob ich dir den Weg zu deinem Glück hätte bereiten können.
Ich werde dir nie etwas zum Geburtstag schenken, was auch besser ist denn ich weiß ja gar nicht was dir gefällt.
Nie wirst du mich morgens kitzeln um mich zu wecken und nie werde ich dich dabei beobachten wie du schläfst.
Diese Gedanken wecken eine Sehnsucht in mir
und trotzdem, ich vermisse dich nicht!
Es zerreißt mir das Herz dass ich diese Entscheidung treffen musste,
aber es war richtig.
Du fehlst mir nicht, es geht mir besser, ohne dich.
Ich war einfach noch nicht bereit,
ich war nicht bereit deine Mutter zu sein.
Ich habe dich abgetrieben und ich vermisse dich nicht.
Entschuldigt bitte die vielen Fehler... Das kommt davon wenn man sich ablenken lässt ^^