Frage von cinderellasuse, 116

Abtreibung ja oder nein. Ich bin so ambivalent :-(?

Hallo ihr Lieben, vielleicht finde ich hier Anregungen und interessante Meinungen. Ich (36 J.) bin in der 7. SSW (6+4). Ich habe bereits zu Beginn (3.SSW) gespürt, dass ich schwanger bin und denke bereits seit 3 Wochen über eine Entscheidung nach. Ich hatte mich eine Woche bevor ich von der SSW erfahren habe von meinem Partner nach knapp 8 Jahren getrennt. Ich bin wirklich hin und her gerissen. Ich bin alleinerziehende Mutter von einem 17 jährigen Sohn und war es auch in der Partnerschaft, da wir auch nicht zusammen gewohnt haben. Die Beiden haben ein super Verhältnis zueinander. Mein (Ex?)-partner freut sich wahnsinnig und das obwohl er gar nicht weiß, ob ich es behalte. Er hat mich angefleht es zu behalten und uns als Paar noch eine Chance zu geben. Er kämpft voll und ganz um mich und dem Ungeborenen. Ich hatte vor 3 Jahren in etwa meine Pille abgesetzt, um schwanger zu werden. Nur passierte Jahre nichts und hatte mich nach gut einem Jahr damit abgefunden, dass wir keine Kinder zusammen bekommen können. Im nachhinein weiß ich, dass ich nie ernsthaft davon ausgegangenbin je von ihm ein Kind zu bekommen. ( (enorme) Potenzprobleme und vielleicht 8-9 mal Sex Jahr. Ich hatte dadurch angefangen mich emotional von ihm zu distanzieren und hatte auch zwei Jahre lange ein virtuelle Affäre mit sexuellem Hintergrund. Wir hatten uns zwei Mal getroffen, wo außer "Fummeleien" nichts weiter geschah. Mir fehlten Aufmerksamkeit und der Sex. Ich war wohl einfach zu seinem Inventar geworden. Wir haben uns auseinander gelebt und unterschiedlich entwickelt. Somit weiß ich nicht, ob wir vielleicht doch noch mal eine gemeinsame Zukunft haben werden. Als Eltern harmonieren wir mit Sicherheit sehr gut. Er liebt mich bzw. abgöttisch und würde Alles für uns tun. Vielleicht hege ich auch Mitlei Ich habe Angst, denn ein Kind bedeutet, dass mein gesamtes Leben umgekrempelt würde. Auch habe ich finanzielle Ängste. Aber auch habe ich vor einem halben Jahr erst Fuß fassen können in meinem Job, da ich auch erst mein Studium beendet habe. Mein Job macht mir wahnsinnig Spaß. Mein Vertrag ist auf 06 /2016 befristet u. es würde bedeuten, dass ich dann ohne Job wäre.😢 Ich wäre komplett von meinem (Ex )partner abhängig, was ich im Leben nicht möchte. Zumal ich denke, dass die Basis für ein Kind nicht vorhanden ist, nämlich eine stabile Beziehung u.ein Kind kann keine Beziehung kitten. Auch habe ich Angst wieder unglaublich dick zu werden. Ich habe jetzt 20 kg abgenommen u. ich wäre totunglücklich, wenn ich wieder so aussehen würde wie vorher. Das mögen einige nicht nachvollziehen können, aber es sind Ängste, die in mir sind Auch die Vorstellung, dass mein Kind zu meiner oberflächlichen Ex Schwiegermutter Kontakt hätte, widert mich an. Auch eine Diskussion bzgl. der Konfession würde auftauchen. Zudem müssten wir zusammenziehen u. auch aus finanziellen Gründen auch später heiraten. Ich fühle mich nicht bereit mich diesen Herausforderungen zu stellen.:-(

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Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Frauenarzt & Schwangerschaft, 47
  • Ratschläge bei solchen höchst persönlichen Themen sind ungemein schwierig und können immer nur in dem Sinne gemeint sein, wie man selbst handeln würde, wäre man in einer ähnlichen Situation -- so man sich das denn halbwegs vorstellen und sich da hineinversetzen kann. Dies vorausgeschickt wage ich dennoch einen absolut persönlichen Ratschlag.
  • Die Partnerschaft ist gescheitert und die sexuellen Probleme werden nicht besser werden. Es ist nicht zu erwarten, dass ihr zukünftig plötzlich eine harmonische und erfüllende Partnerschaft führen werdet. 
  • Den Tatsachen in die Augen geschaut, wirst du also alleinerziehend sein, aber den Einfluss des Expartners und der Ex-Schwiegereltern erdulden und sogar fördern müssen. Dies wird dir ganz gewiss auf Dauer nicht gefallen. Du hast auch recht, dass Kinder nach Möglichkeit in eine intakte Familie geboren werden sollten.
  • Zudem wirst du in deinem Alter mit einem Säugling so gut wie keine Chancen haben, eine neue erfüllende und dauerhafte Partnerschaft einzugehen. Kaum ein Single-Mann will eine Frau mit Säugling und das zu recht. Du wirst dich mit einem Single-Dasein oder einer Vielzahl von scheiternden Beziehungen abfinden müssen, so zeigt es zumindest die Lebenserfahrung von unzähligen anderen Frauen in deiner Situation. Du hast zudem das Recht, auch deine berufliche Situation zu bedenken und auch zu berücksichtigen, wie sich wohl dein Sohn fühlen und darauf reagieren wird. 
  • Mein kurzer Ratschlag wäre daher, diese ungewollte Schwangerschaft so früh wie möglich abzubrechen. 
  • Du solltest Dir UNVERZÜGLICH einen Termin für eine dringliche Schwangerschaftskonfliktberatung geben lassen. ProFamilia berät neutral, professionell und umfassend. Auf profamilia.de findest Du rechts-oben "Angebote vor Ort" und kannst dort eine nahegelegene Filiale kontaktieren. Nach der Beratung hast Du immer noch ALLE Optionen und kannst Dich fundiert entscheiden.
  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensziele und Lebensplanung, ihre eigenen Ansichten und Wertvorstellungen, ihre wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft und Partnerschaft berücksichtigen. Schwangerschaftsabbrüche sind immer eilig. In Deutschland gilt die strenge Fristenlösung, nach der Abbrüche nur bis zur 12. Woche (SSW 14) nach Empfängnis erlaubt sind.
Antwort
von DeathMagicDoom, 116

Hör auf dein Bauchgefühl - schalte mal Herz und Verstand aus.

Ich denke, nachdem ihr eigentlich ein Kind bekommen wolltet - jetzt kommt eines. Und dein Partner steht zu dir und möchte das Kind.

Nie gab es so gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten wie heute - du kannst auch nach einer Kinderpause wieder zurück in den Beruf gehen. Kita- und Krippenplätze sind ja nun garantiert.

Niemand zwingt dich zu heiraten und eine Diskussion um die Konfession muß niemand zu dem jetzigen Zeitpunkt führen. Bis das nicht geklärt ist, bleibt das Kind eben ungetauft - wo ist das Problem.

Du hast das alles schon geschafft bis hierher - dann schaffst du auch den Rest. Manchmal sind "ungewollte" Kinder am Ende die geliebtesten und das Beste, was einem passieren konnte...

Mein zweitgeborener Sohn, nach einer Fehlgeburt, kam völlig unpassend (hatte auch gerade erst nach der ersten Erziehungszeit wieder Fuß im Beruf gefasst) - aber durch ihn habe ich nach der Erziehungszeit einen viel besseren Job gefunden! Der mich wirklich ausfüllt und glücklich macht.

Ohne ihn wäre ich immer im alten Job geblieben, weil es nach meinen damaligen Gedanken "gepasst" hat. Daß es eigentlich nicht gepaßt hat, hab ich erst viel später gemerkt.

Geh mal in dich, allein, ohne irgendwelche Leute (geh spazieren oder in eine Therme) und dann lausch mal in dich hinein. Wenn du dein Kind lieben kannst, fügt sich der Rest auch

Kommentar von cinderellasuse ,

Vielen Dank für deine Worte. Ich hoffe nur, dass ich auch die richtige Entscheidung treffe. Ich bin so ambivalent mit meinen Gefühlen. Ich glaube, dass es auch mit an den Hormonen liegt.

Kommentar von Kajjo ,

Verstand und Herz ausschalten? Warum das denn? Das ist ein geradezu grotesker Rat.

Man sollte hinter so einer schwerwiegenden Entscheidung schon mit Herz und Verstand stehen, denn beide müssen damit auch später zurecht kommen.

Eine Entscheidung sollte nicht nur sprichwörtlich nach besten Wissen und Gewissen gefällt werden. Daher informieren, nachdenken, in sich hieneinfühlen: Will ich jetzt ein Kind? Will ich es von diesem Mann? Werde ich glücklich damit?

Kommentar von DeathMagicDoom ,

Das Bauchgefühl hat immer Recht

Antwort
von beangato, 89

Ich schreib Dir mal was aus meinem Leben:

Ich bekam mit 32 Jahren mein 3. Kind und war auch alleinerziehend. Nie wäre ich mit dem Kimdsvater (er ist nicht der Vater meiner großen Kinder) eine Beziehung eingegangen. Inzwischen sind alle Kinder erwachsen und leben selbständig.

Wo ein Kind groß wird, passt auch noch ein zweites rein.

Auch habe ich Angst wieder unglaublich dick zu werden.

Das kann ich nun gar nicht nachvollziehen. Spätestens, wenn das Kind anfängt, zu laufen, geht das alles wieder runter. Ich wog nach meinem 3. Kind nur ca. 2 Kilo mehr als vor allen Schwangerschaften.

Das

Auch die Vorstellung, dass mein Kind zu meiner oberflächlichen Ex Schwiegermutter Kontakt hätte, widert mich an.

kannst Du ja steuern.

Geldmäßig gesehen: Dir steht Unterhalt zu, das ist kein Abhängigsein. Für Dich 3 Jahre und für das Kind bis zum Ende der ersten Ausbildung.

Zudem müssten wir zusammenziehen u. auch aus finanziellen Gründen auch später heiraten.

Warum? Dazu kann Dich niemand zwingen.

Kommentar von cinderellasuse ,

Ja da gebe ich dir Recht. Zur Heirat kann mich niemand zwingen. Ich war auch zehn Jahre alleinerziehend und bin es auch immer noch. Ich weiß wie anstrengend das Alles sein kann. Und genau mit diesem Wissen möchte ich dies keinem Kind antun (müssen).

Ich bekäme auch für mich Unterhalt? Gilt das nicht nur für Ehepaare? Ich dachte nur für das Kind selbst.

Ja ich möchte meine Differenzen, die ich mit dieser Frau habe nicht auf dem Rücken des Kindes austragen. Ein Kind hat schon ein Anrecht auf seine Großeltern.

Na ja meine Gewichtsabnahme war gerade abgeschlossen und ich war furchtbar stolz und habe mich unglaublich wohl in meiner Haut gefühlt und jetzt fühle ich mich einfach nur total unattraktiv und das mit "nur" 5 kg mehr. Ich kann diesen Heißhunger nicht stoppen. Es ist als sei ich fremdgesteuert. Und ich möchte nie wieder dick sein, da ich weiß wie sich das anfühlt.

Na ja ich dachte auch immer, er sei die Liebe meines Lebens, was irgendwo auch so ist. Nur warum möchte er sich ausgerechnet jetzt, wo ich ein Kind von ihn unter meinem Herzen trage, ändern? Er hatte mich ein Jahr vernachlässigt, weil er genau wusste, dass seine Oma nicht mehr lange am Leben sein wird. Zwei Jahre zuvor starb mein Vater (Suizid) und das hat ihn völlig aus der Bahn geworfen und er fing an diverse Onlinespiele zu spielen und hat mich dabei völlig vergessen. :-( Das Kuriose ist, dass sein Oma und die Entstehung des Kindes ungefähr am selben Tag stattfanden und hierbei merkt man doch ,wie nah Tod und Leben doch beieinander liegen.

Kommentar von beangato ,

Ja, Du bekommst auch für Dich Geld.

http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=47876.html

Ich hatte das damals nicht.

Und es ist immer noch besser, ein (oder 2) Kind(er) allein großzuziehen als mit einem ungeliebten Partner zusammen zu sein. Das ist nämlich eine Leistung, auf die Du stolz sein kannst.

Sch... auf Deine Figur - ein Menschenleben ist viel mehr wert.

Mein Vater ist gestorben, als ich mit meinem 1. Kind schwanger war. Er durfte nicht mal mehr sein Enkelkind sehen.

Ich hatte mal eine Weiterbildung, da war ich so 40. Neben mir saß eine Frau in etwa meinem Alter. Natürlich unterhielten wir uns auch über Kinder. Sie sagte zu mir: Wenn ich nicht abgetrieben hätte, wäre mein Kind 17 Jahre alt. Ich fragte sie, ob sie es bereue, abgetrieben zu haben. Die Antwort lautete : Irgendwie schon.

Du siehst, es ist nicht mit der Abtreibung getan. Das Wissen darum wird immer an Dir nagen.

Natürlich kann ich Dir die Entscheidung nicht abnehmen. Aber lass Dir bitte meine Worte nochmal durch den Kopf gehen.

Kommentar von cinderellasuse ,

Danke für den Hinweis mit dem Unterhalt. Das gibt mir schon ein wenig mehr Sicherheit.

Ja das hatte ich mir früher auch gedacht, deshalb habe ich mich auch von meinem damaligen Partner getrennt und bin alleine auch klar gekommen. Es war zwar nicht immer leicht, aber habe es auch hinbekommen.

Ja mein Vater kann sein Enkel und womöglich seinen zweiten Enkel auch nicht (mehr) sehen bzw. kennenlernen. Mein Vater ist vor 3,5 Jahren verstorben und das stimmt mich verdammt traurig.

Nein mit einem Abbruch ist es eben nicht getan. Das ist mir auch bewusst. Genau aus diesem Grund, weil ich es mir eben nicht leicht mache, grübel ich schon seit 3 Wochen. :-(

Ich werde morgen unabhängig von allen einen schönen ausführlichen Spaziergang machen und mal tief in mich hineinhorchen. Ich glaube meine ambivalente Haltung liegt auch mit an den Hormonen und meinen Ängsten, die ich in mir trage.

Kommentar von beangato ,

Ich werde morgen unabhängig von allen einen schönen ausführlichen Spaziergang machen und mal tief in mich hineinhorchen

Tu das :)

Und vlt. kannst Du ja mal Rückmeldung geben, wie Du Dich entschieden hast?

Antwort
von BarbaraAndree, 87

Wenn ich deine Schilderungen so lese, so klingt daraus eher, dass du dich schon entschieden hast: Alles spircht gegen ein Kind: die Arbeitsstelle (wieso verlierst du deine Stelle, weil du schwanger bist?), die grauselinge Schwiegermutter, Geldsorgen, Zusammenziehen und evtl. Heirat mit deinem Partner, der Potenzprobleme hat.  Kein einziger positiver Aspekt, dass du dich für dieses Kind entscheidest, das in deinem Bauch heranwächst! Es gibt für alles eine Lösung, man muss nur wollen und man muss miteinaner reden! Ich habe meinen Sohn auch mit 37 Jahren geboren und einige waren erstaunt, dass wir uns jetzt noch mit einem Säugling "abstrampeln". Für mich hat ein Für oder Wider niemals im Raum gestanden, ich habe mich jeden Tag auf mein Kind gefreut und er ist das Beste, was ich je im Leben geschafft habe. Überlege es dir gut: Eine Abtreibung ist auch für dich ein schwerer Eingriff und auch die Psyche muss das verarbeiten.

Kommentar von cinderellasuse ,

Danke für deine Antwort. Genau das ist ja auch ein, wenn nicht der große Unterschied. Ich habe mir jetzt über 3 Wochen Gedanken gemacht und habe Alles miteinander abgewogen und rein rational käme ein Kind jetzt überhaut nicht in Frage. Ja ich weiß, dass dieser schwere Eingriff nicht leicht ist. Ich hatte bereits mit 14 J. schon einen Abbruch und es war vom Schmerzempfinden die Hölle, nur bereut habe ich es nie.

Genau irgendwie kann ich auch keinen positiven Aspekt für das Kind finden, wenn ich es aus rationaler Sicht sehe. Als ich das Herz schlagen gesehen habe, habe ich schon für einen kurzen Moment gespürt, dass ich mich irgendwie freue. Jedenfalls fühlte es sich gut an.

Präventiv habe ich für nächste Woche auch einen Termin vereinbart. Bei der Beratungsstelle war ich jetzt schon dreimal. Wobei ich mich dort nicht wohl und verstanden fühle, da sie sich absolut für das Kind aussprach und all meine Argumente überhaupt nicht ernst nahm. Ich trage sehr viele Ängste in mir denke ich. Deshalb auch meine ambivalenten Aussagen. Ich habe mir Cremes, Tee und Femibion für Schwangere besorgt, ja sogar Umstandsmode und dann kommen meine Ängste wieder extrem zum Vorschein.


Kommentar von BarbaraAndree ,

Es ist ganz normal, dass die Beratungsstellen in deinem Fall sich nur für das Kind entscheiden, weil eben kein sozialer Notstand zu sehen ist oder sonstwie Gründe, die gegen ein Kind sprechen. Du wirst auch vermutlich niemanden finden, auch nicht in deiner näheren Umgebung, der dich in deiner jetzigen Entscheidung unterstützt, du bist ganz allein, das weißt du hoffentlich. Du musst auch danach  alles allein verarbeiten. Seinerzeit mit 14 Jahren waren es sicher andere Gründe und deine Familie stand hinter dir. Aber jetzt . . .

Ich wünsche dir alles Gute.

Antwort
von DundF, 57

Arbeiten kannst Du noch lang und viel und die Kinderpause kann auch sehr kurz sein. Du warst bei Deinem Sohn alleinerziehend, da hast Du sicher schon viele Erfahrungen gesammelt, die Dir jetzt weiterhelfen können. wie Beziehungen geregelt werden, wenn ein Kind da ist,  ist sicher eine Herausforderung. Aber eine Abtreibung kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich über Jahre hinweg körperlich und psychisch belasten können. Für ein Kind mußt Du sicher manches aufgeben, aber wenn Du dieses Kind in den Armen hälst, dann weißt Du für wen Du dies getan hast. Und dies läßt alles in einem anderen Licht erscheinen.

Antwort
von comhb3mpqy, 57

Ich finde es gut, dass du andere um Rat fragst und nicht einfach allein darüber entscheidest, dein Partner geht das Thema schließlich auch etwas an.

Ich bin kein Fan von Abtreibung, ich finde ein kleines Kind zu töten grausam. Aber denke doch an deinen Partner, wie er für das Kind kämpft. Ich denke, er liebt es jetzt schon. Vielleicht kommt Eure Beziehung doch wieder zu stande, wenn ihr beide ein Kind bekommt.

Wegen deiner Arbeit. Ich verstehe, dass du sie ungerne aufgibst, aber was ist denn besser? Ein Kind aufzugeben, oder eine Stelle, die nur befristet ist.

Dein Sohn hast du doch auch lieb, stell dir vor, es würe ihn nicht geben.

Wegen dem finanziellen: Ich kenne mich damit nicht aus, aber bekommst du dann nicht Unterhalt?

Dies sind einige meiner Gedanken dazu, ob du der gleichen Meinung bist weiß ich nicht.

Antwort
von SebiMasterN7, 98

Diese Wahl kannst nur du treffen. Unterhalte dich offen mit den Menschen die dir etwas bedeuten und überlege dir gut deine nächsten Schritte. 

Antwort
von armeskaenguru, 64

Hallo

Ist die Schwangerschaft denn durch einen Frauenarzt bestätigt? Wenn ja, mach doch mal einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia ab.

Man merkt, dass Dir die Entscheidung nicht leicht fällt. Du studierst seit 3 Wochen, wie es weiter gehen soll. Du führst etliche Dinge auf, die dagegen sprechen. Denn mit dem Ex möchtest Du eigentlich nicht mehr zusammenkommen, finanzielle Bedenken etc.

Ich wünsche Dir, dass Du eine Entscheidung treffen kannst, die für Dich stimmt.

Alles Gute Dir.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von cinderellasuse, 41

Hallo ihr Lieben, vielen, vielen Dank für Eure Meinungen und Ratschläge. Ich habe mich für mein Baby entschieden. Dank meiner extremen Hormonschwankungen bzw. auch Umstellung (Denn wie wir ja wissen steuern das Verhalten :-D ), die sich derweil normalisiert haben, sind meine Ängste ,wirklich von heute auf morgen, wie weggeblasen. Sehr merkwürdig. Aber ich bin froh, dass sich Alles zum Guten gewendet hat. Ich hätte es wohl sehr bereut.

Antwort
von Babylon1988, 43

Das ist ganz allein DEINE EIGENDE Entscheidung ! Dein KIND dein LEBEN ! 

Antwort
von rosacanina45, 86

Du bist schwanger. Du wolltest wieder schwanger sein. Nun bist du es. Deine Schwangerschaft und dein Kind in dir sind nicht von deinem Partner abhängig. Wenn du das Leben in dir willst, dann erfreue dich über deinen wachsenden Bauch und über dein Leben mit deinen Kindern. Die Entscheidung liegt allein bei dir. Du musst mit dir leben. Niemand sonst.

Kommentar von rosacanina45 ,

Weißt du, cinderella.. meine Oma sagte immer: Immer wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. -Du bist nicht schwach. Du bist einfach nur nicht mehr allein.

Kommentar von cinderellasuse ,

Ja da gebe ich dir recht. Eigentlich dachte ich immer er sei die Liebe meines Lebens, dabei war ich für ihn lediglich zur Gewohnheit geworden. Nur was ist die Alternative, dass das Kind seinen Vater alle 14 Tage sieht und ich (wieder) mit Allem dastehe? Das habe ich schon durch. Er würde sogar mit mir zu einer Paartherapie gehen, um unserer Beziehung wieder eine Chance zu geben. Und genau das weiß ich eben nicht, ob ich es das Kind möchte, weil ich wieder von vorne anfangen würde und ich eigentlich jetzt erst richtig anfangen kann auch zu leben, da mein Sohn aus dem Gröbsten raus ist und auf dem Weg ist erwachsen zu werden.

Ja im Moment bin ich nicht mehr allein, obwohl das Alleinsein ja auch so seine Vorteile hat. Vielleicht trage ich einfach sehr viele Ängste in mir.

Kommentar von rosacanina45 ,

Ich verstehe deine Bedenken.

Das Kind in dir darf nicht zum Spielball werden. Es ist DEIN Kind. Wenn du es ablehnst, weil du dich nicht stark genug fühlst, dann ist das nicht verwerflich. Wenn du es entfernst, weil es nicht in die "Lebensplanung" mit deinem Partner passt, dann sehe ich das wirklich als Problem. Kannst du eine Beziehung mit der Entscheidung Abtreibung halten? Das muss dir klar sein. Und ob es sich lohnt auf das Kind zu verzichten ebenso.

Kommentar von cinderellasuse ,

Na ja es passt halt auch nicht in meine Lebensplanung, weil ich meine Kinderplanung abgeschlossen hatte und hätte ich gewusst, dass das jetzt passiert und mein (Ex) partner doch zeugungsfähig ist, hätte ich auch verhütet. Hmmm stark dafür fühle ich mich schon. Da bin ich ganz bei dir, dass meine Beziehung, wenn es denn überhaupt noch eine ist, dann wohl komplett beendet sein wird. Eigentlich war ich auch von ihm getrennt als ich es erfuhr. Nur seit dem ich es ihm unterbreitet habe tut er wirklich Alles dafür,um noch eine Chance zu bekommen. Nun auf einmal ist er komischer Weise bereit an unsere Beziehung zu arbeiten, warum denn nicht schon vorher? Ich habe ihn soooooo oft angesprochen, was unsere Probleme betreffen. Das macht mich unsagbar wütend. Wieso spiele das Ungeborene solch eine gravierende Rolle? Na ja noch ist es noch kein Kind. Da gehen aber auch die Meinungen völlig auseinander, wo Leben anfängt.


Antwort
von martinax33, 37

ich freu mich sehr für dich, dass du dich für das baby entschieden hast:) ganz viel glück noch und eine schöne schwangerschaft:)

Kommentar von cinderellasuse ,

Danke. Ich bin froh, dass meine Stimmungsschwankungen, die durch das SSW-Hormon ausgelöst werden, (noch rechtzeitig)  sich ihn Luft aufgelöst haben. Dieses Hormon kann auch dafür sorgen, dass sich Ängste intensivieren. Meine Ängste waren von einem Tag auf den Anderen verschwunden. Gott sei Dank habe ich mir so lange Zeit für meine Entscheidung genommen.

Kommentar von saramaria ,

Hallo Cinderella,

schreib’ dir jetzt hier, weil ich nicht weiß, ob du meine pN bekommen bzw. gesehen hast?

Ja, Gott sei Dank, dass du soviel Standfestigkeit bewiesen hast,um abzuwarten und zu ringen ... du dir trotz Angst die Zeit genommen hast, bis du sicher deine Entscheidung jetzt treffen konntest.

Wie schön, dass die Ängste plötzlich weg sind und dir jetzt ganz klar ist, was du wirklich willst.

Ich wünsch’ dir und deiner Familie alles Gute für die Zukunft, eine schöne Schwangerschaft und viel Freude mit eurem kleinen Zwerg!

LG Saramaria

Antwort
von Waldfrosch4, 40

Wir sollten vor Abtreibung ganz klar realisieren das dieses Kind nach der Abtreibung unwiederbringlich verloren sein wird, es wird kein Zurück nach diesem Eingriff geben...es ist eine Endgültige Entscheidung .

Die Gefühle die dich bei ungewollter SS überschwemmen solltest du unbedingt mit jemandem Klären der wirklich an deinem Wohl interessiert ist ...der mit dir zusammen heraus finden bereit ist was du wirklich willst hinter all den Gefühlen die auf dich einstürmen ....,in all dem Sturm der unser klares Denken aussetzten kann.... deine wahren Befindlichkeiten herauszufinden

Gehe zu Pro femina dort bekommst du Hilfe zum Leben hin für alle beteiligten .

Ich glaube du und dein Kind haben etwas sehr viel besseres als eine Abtreibung verdient .

https://vorabtreibung.net/content/ungewollt-schwanger-0

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Antwort
von martinax33, 75

nicht abtreiben du wirst das irgendwann bereuen und unter den folgen viel mehr leiden als wenn du's bekommst :/

Kommentar von cinderellasuse ,

Ich hatte mt 14 bereits eine Abtreibung und es auch bis heute nicht bereut. Einen Termin für den Abbruch habe ich auch schon für nächsten Donnerstag präventiv vereinbart. Ich weiß auch einfach nicht, ob ich vielleicht nicht nur meinem (Ex?)partner zuliebe noch ein Kind wollte. Denn ich möchte schon ganz gern meine Freiheit genießen und seit den letzten zwei Jahren hatte ich für mich die Kinderplanung abgeschlossen. Ich meine Sohn ist 17 und wäre dann sogar 18. So würde ich komplett nochmal von vorne anfangen. Hmm obwohl ich mir Tee, Creme und Fembion speziell für Schwangere gekauft habe und sogar Umstandskleidung. Das ist Alles schon sehr verwirrend. Zumal ich auch jetzt schon 5 kg mehr auf den Hüften habe und ich es wirklich nicht mehr als Essen, sondern eher als Fressen bezeichnen kann. :-(  -Auf Koffein verzichte ich weitestgehend auch. Das Rauchen habe ich halbiert auf 10. Hmm hätte ich wirklich den Wunsch nach einem Kind, dann würde ich doch komplett darauf verzichten oder sehe ich das falsch?

Kommentar von martinax33 ,

tust du doch eigentlich? ich meine du hast sogar schon tee,klamotten usw. für die schwangerschaft gekauft:)

Kommentar von martinax33 ,

ich meine du kannst das kind zur not immer noch in eine adoptiv oder pflegefamilie geben:) damit würdest du dann auch noch den leuten die keine kinder bekommen können n großen gefallen zu tun:)

Kommentar von cinderellasuse ,

Ja da hast du schon recht. Warum sollte ich denn sonst derartige kaufen? Das stimmt mich nachdenklich.

Eine Adoption käme für mich NIE in Frage. Entweder entscheide ich mich dafür, dass Kind zu bekommen und auch großzuziehen oder lasse einen Abbruch vornehmen. Das könnte ich niemals mit meinem Gewissen vereinbaren.

Kommentar von Waldfrosch4 ,
  • Ja... ein Adoption wäre auch eine Entscheidung wozu es viel Liebe bräuchte ..
  • Aber eine Tötung deines Kindes bereitet deinem Gewissen keine Schwierigkeiten ? 

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