Abtreibung (Abortion) als Eurocom Thema?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Auch wenn das Thema wichtig ist, würde ich vom Bauchgefühl eher davon abraten.


Grund ist, dass die meisten Menschen dazu eine stark emotionalisierte Meinung haben; das kann dann auch bei sauberster inhaltlicher Ausarbeitung leicht einem Korrektor gegen den Strich gehen.


Ferner haben sehr, sehr viele einerseits die Vorstellung, sie wüssten einiges darüber und haben andererseits eklatante Wissenslücken.


Z.b. ist in Deutschland Abtreibung nach Beratungsregelung rechtswidrig, aber straffrei, z.b. haben ungeborene das Recht auf Leben nach oberster deutscher Rechtssprechung; alleine diese beiden absolut wahren und unbestreitbaren Tatsachen sind bestimmt der Hälfte aller Leute nicht bekannt; und die Hälfte davon leugnet das sogar noch weiter, wenn man ihnen unmittelbar die betreffenden Passagen aus dem betreffenden Urteil des Bundesverfassungsgericht zitiert.

Z.b. gehen eine Vielzahl Leute davon aus, dass ungeborene nicht lebende Exemplare der Spezies Mensch seien; da kann man dann biologische Definitionen von "lebend", "Organismus", "Exemplar", "Spezies" und "Mensch" zitieren bis die Finger wund sind, das interessiert alles nicht, die sind trotzdem der Überzeugung man sei ein Fanatiker, der eine abstruse persönliche Meinung verbreitet, wenn man feststellt, dass ungeborene eben tatsächlich lebende Exemplar der Spezies Mensch sind (und meinen dann sogar sie hätten was intelligentes erwiedert, in dem sie sagen, dass bis zur ca. 24.SSW das ungeborene doch nicht selbstständig lebensfähig sei; nur sind halt "lebend" und "selbstständig lebensfähig" zwei verschiedene Dinge, womit der Einwand völlig daneben geht).


Das heißt, es kann ganz leicht passieren, dass man etwas schreibt, was sachlich absolut richtig ist, aber intelliegente und gebildete Menschen halten einen für einen Fanatiker, der unwissenschaftlichen Schwachsinn behauptet, weil sie selbst zu emotionalisiert sind, um einfach Texte und Definitionen tatsächlich zu lesen.


Und sowas ist natürlich in einer Prüfungsarbeit relativ lästig, denn wenn der Korrektor da in so eine Denkfalls hineinläuft und nicht kapiert, dass da eigentlich objektive Tatsachen stehen und er nur durch seine Emotionen in die Iree geführt wird, wird das auf jeden Fall nichts mehr mit der 1.


Aber noch der Vollständigkeit halber als Material:

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

"
1.
Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch das
ungeborene, zu schützen. Diese Schutzpflicht hat ihren Grund in Art. 1
Abs. 1 GG; ihr Gegenstand und - von ihm her - ihr Maß werden durch Art. 2
Abs. 2 GG näher bestimmt. Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen
menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen
Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts
des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch
die Annahme seitens der Mutter begründet.





2. Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschliches Leben allgemein.





3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner Mutter.


"

(Und selbstverständlich lohnt es sich das Urteil weiterzulesen, wenn man verstehen will, warum trotz Lebensrecht des ungeborenen die heutige Beratungsregelung zulässig ist.)


Es wäre vielleicht gut, sich mit Lehrern darüber zu unterhalten, ob die das für ein sinnvolles Thema halten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Debatte wird in Deutschland schon sehr lange geführt und die Gesetzeslage hat sich zuletzt vor über 20 Jahren nennenswert geändert. Das Thema ist zwar ohne Frage aktuell, aber die Argumente beider Seiten liegen bereits seit einigen Jahren offen auf dem Tisch. Kannst du da etwas wirklich neues beisteuern oder kaust du das Thema einfach nochmal durch? Das wäre die Gefahr dabei, denn das mögen meiner Erfahrung nach die wenigsten Lehrer.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

    Hallo,

    warum nicht Abortion? Die Frage, welches das beste Thema wäre, lässt sich eh nicht beantworten. Da hat jeder andere Vorlieben.

    Auszug aus Zentrale Maßstäbe für die Eurocom

    (kultusportal-bw.de/servlet/PB/show/1371097/eurokom2013a.pdf)

    Bei der Präsentation des Schwerpunktthemas sollen die Schülerinnen und Schüler

    zeigen, dass sie ein selbstständig vorbereitetes Thema strukturiert, verständlich und

    anschaulich darstellen und erläutern können. Das Thema wird von der
Schülerin / dem Schüler gewählt und mit der Fachlehrkraft abgestimmt. Es
soll den

    Anforderungen der Inhalte und Kompetenzen des Bildungsplans auf dem
Niveau der Klassenstufe 10 entsprechen.

    Die Präsentation erfolgt in zusammenhängender und freier Rede
(Stichworte als Gedankenstütze sind erlaubt). Im Anschluss an die
Präsentation sind kurze

    themenbezogene Rückfragen möglich.

    Bei offensichtlich auswendig gelernter Wiedergabe bzw. beim Ablesen
eines vorformulierten Textes kann die Präsentation unterbrochen werden.
Bei der

    Präsentation ist darauf zu achten, dass die verwendeten Medien
möglichst wenig Text enthalten.

    Tipps + Wendungen zu engl. Präsentationen: ego4u.de/de/cram-up/writing/presentation

    Viel Glück für die Eurocom!

    :-) AstridDerPu

PS: Du könntest deine Präsentation aus der Sicht des ungeborenen Kindes schreiben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ist ein pikantes Thema und da gibt es viele Meinungen! Denn es wird ja schließlich über Leben und Tod entschieden! Dazu würde ich viele Gründe für und gegen eine Abtreibung einbringen und natürlich zum Schluss deine eigene Meinung hinzufügen. Es ist auch ein endloses Thema, also viel Glück und dass du eine gute Note bekommst! ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?