Eigentlich hätte man das viel früher machen können. Das imho beste Alter dafür ist mit ca. 5/6 Jahren - also kurz vor der Einschulung - da verhindert man auch die Gefahr, das für das Kind später "Mobbing-Situationen" entstehen können.
Dafür gibt es unterschiedliche Verfahren (manchmal genügt das Einnähen einer Ohrenfalte, manchmal muß am Knorpel "gerarbeitet/gesägt" werden) - da wir hier nicht wissen, was bei dir infrage kommt, kann man nur pauschal antworten.
Die OP findet unter Vollnarkose statt - ein paar Tage Klinikaufenthalt musst du einplanen.
Danach brauchst du noch für mehrere Wochen ein spezielles (elastisches) Band, das rund um den Kopf geht und dem Zweck dient, die Ohren anzudrücken. Vor allem nachts ist das wichtig.
Optisch ist das nicht so dramatisch - da die heutige Mode es ja durchaus zulässt, dass du über dieses Band einfach ein modisches Stirnband drüberbindest.
Wenn du die Möglichkeit hast, mach es im Winter, weil die Hitze kann dir in der Zeit danach wegen des Verbandes ein bißchen Probleme machen - du schwitzt sehr und es kann auch "jucken" (ähnlich wie unter einem Gips).
Was die Kasse angeht: Da kann ich nur was zu den gesetzlichen Kassen sagen - aber ich halte es für möglich, dass die privaten Kassen zumindest die gleichen Kriterien für Kostenübernahme haben (musst du nachfragen).
Die wären:
- Du bist hörbeeinträchtig (ab einem bestimmten Winkel des Abstehens ist das der Fall). Das stellt ein HNO-Facharzt fest.
- Du bist seelisch/psychisch beeinträchtigt oder bedroht davon. Dafür benötigst du ein Psychiater-Gutachen.
Und für die Eltern:
Natürlich ist jede OP unter Vollnarkose ein Risiko, das man abwägen muss.
Wenn aber ein Kind unter den abstehenden Ohren psychisch sehr leidet, sollte man eine OP in Erwägung ziehen (wenn keine anderen medizinischen Probleme gegen eine OP sprechen).
Denn ein seelischer Schaden eines Kindes kann so schlimm werden, dass man ihn später nicht mehr "heilen" kann.
Hänseleien und Mobbing untergraben das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, macht das Opfer zum Außenseiter - daraus können vielfältige Folgen entstehen, an dem ein Kind/Jugendlicher noch lange leidet.