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Absolventen: wie viel Bewerbungen schreibt ihr?

Frage von biene444 biene444

Frage an alle Hochschulabsolventen:

Wie lang seid ihr schon auf der Jobsuche? Wie viele Bewerbungen habt ihr bereits geschrieben? Wo sucht ihr nach Stellenanzeigen bzw. Adresse (welche Jobbörsen usw.)? Welche Mittel nutzt ihr sonst noch? Und vor allem: was macht ihr um nicht die Krise zu kriegen??? ;-)

Ich suche schon fast 1 1/2 Jahren und habe schon über 200 Bewerbungen geschrieben :-(

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Antworten (12)

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    Antwort von DKW2009 DKW2009

    Hallo Biene!

    Hast du mittlerweile was gefunden? Ich bin auch Kuwi, und ich kann es niemanden empfehlen "Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien" zu studieren.

    Meine Freundin hat dieselben Probleme wie ich: Kuwis können alles ein bisschen, aber nichts richtig. Hab mittlerweile um die 20 Bewerbungen geschrieben, aber es läuft auch absolut nicht.

    würd mich freuen von dir zu hören, Lg, eine Leidensgenossin aus Passau

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    Antwort von biene444 biene444

    Ich danke euch allen die bisher einen Beitrag geschrieben haben, vor allem für die ermutigenden Worte. Manchmal habe ich einfach keinen Bock mehr und überlege mir sehr genau ob ich mich auf eine Stelle bewerbe oder nicht, besonders wenn man das Gefühl hat die Chance genommen zu werden sei eh gering. Manchmal ist die Verzweiflung schon sehr groß, aber Aufgeben nutzt ja auch nichts!

    Zur Info: Aus den etwa 200 Bewerbungen sind 10 VGs resultiert.

    An meinem Lebenslauf kanns nicht liegen, das habe ich schon desöfteren gehört, aber vielleicht ist das Anschreiben nicht individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten. Ich habe in den nächsten Tagen einen sogenannten Bewerbungscheck, mal sehen, werde dann berichten :-) Laut Statistik (Absolvent sucht 1-3 Jahre) habe ich die Hälfte ja schon überstanden ;-)

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    Antwort von Udo49 Udo49

    Wichtig ist nicht die Anzahl der Bewerbungen sondern deren Aussagefähigkeit und Qualität. Mit Deiner Bewerbungsmappe erzeugst Du beim Empfänger einen ersten Eindruck - und für den ersten Eindruck gibt es nunmal keine zweite Chance. Übrigens: 1.200,-- netto sind durchaus für einen Berufsanfänger nicht übel; das sind bei Lohnsteuerklasse 1 (ich unterstelle mal dass das auf Dich zutrifft) ca. 2.000,-- brutto. Das verdient eine Verkäuferin nach 10 Jahren nicht! Im Übrigen wäre interessant, ob Du auf Deine Bewerbungen wenigstens genügend Einladungen zu Vorstellungsgeprächen bekommst. Das wäre ein Indiz für eine gute Mappe. Wenn die Absagen erst nach dem Gespräch kommen, solltest Du überlegen was Du im Gespräch falsch gemacht hast. Sind etwa die Einkommenserwartungen unrealistisch? Hat man Frust erkennen können? Ist Deine Bewerbungsmotivation überzeugend? etc.

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    Antwort von dorotheeunger dorotheeunger

    Oft scheitern Bewerbungen leider am richtigen "Look".Sind deine Bewerbungen auch wirklich alle auf dem neusten Stand? Schau doch mal in die Bücher von "Hesse und Schrader" die geben einem gute Tipps zur Gestaltung der Bewerbung. Hast du auch ein professionelles Foto usw?

    Schau mal bei www.bund.de dort gibt es Stellen im öffentlichen Dienst für alle Bereiche, vielleicht ist das was für dich dabei?

    Und: deine Geduld zahlt sich bestimmt aus. Es braucht oft länger einen guten Job zu finden, aber dann hast du auch wirklich etwas, was dich weiter bringt! Ich drücke dir ganz, ganz fest die Daumen. Kopf hoch.

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    Antwort von jesaja jesaja

    Hallo, ja die Schnelligkeit der Jobfindung hängt zum großen Teil vom Studium ab. Auch Ingenieure haben es bsp.w. schwer. Ich war 1 1/4 Jahr arbeitssuchend und total verzweifelt. Hatte eine super Bewerbungsmappe (wurde mir oftmals bestätigt), guten Notenschnitt und noch Preise ect.. Pro Monat habe ich ca. 10-20 Bewerbungen geschrieben. Bei 175 Bewerbungen kamen grad mal 4 Vorstellungsgespräche bei raus. Das letzte ist es dann geworden. Meine absolute Traumstelle. Geregeltes hohes Gehalt, in der Branche wo ich hin wollte ect. Was ich damit sagen will ist, halte durch und vielleicht muss man auf super Stellen einfach super lange warten. Lass Dir nicht von anderen einreden, dass es ja an Dir liegen muss, dass habe ich auch durch, aber wenn Sie nur mal die neuesten Statistiken lesen würden, dann würden sie sehen, dass man heutzutage als Absolvent ca. 1-3 Jahre sucht.

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    Antwort von biene444 biene444

    Ich habe Kulturwirtschaft studiert, d.h. eine Mix aus Wirtschaft + Sprachen + diversen Geisteswissenschaften. Ist natürlich schwer da man in diesem Studium keinen richtigen Schwerpukt hat. Regional bin ich sehr flexibel, eigentlich weltweit mobil, das wäre kein Hindernis.

    Was verstehst du (ihr) unter "nahezu ganz unten anfangen zu müssen"??? Dass nur wenige das Zeug und auch das Glück haben reicht weit oben einzusteigen ist mir klar. Und auch angesichts der wirtschaftlichen Lage habe ich meine Ansprüche schon sehr nach unten geschraubt. Aber irgendwo sollte man doch eine Grenze ziehen, oder!? Oder findet ihr es okay als Sachbearbeiter mit 1200 netto nach Hause zu gehen und das vielleicht noch in einer teuren Stadt, wie z.B. München???

    Kommentar von WetWilly WetWillyWetWilly

    Nun ja, 1200 Netto sind nicht die Welt. Aber Du würdest Dich erstmal aus einer Stelle heraus bewerben. Und 1200 Euro Netto sind doch besser als nix, oder? Sind immerhin ca. 22.000 €/Jahr brutto.

    Und da Dich dein Studium (sorry, nichts persönliches) erstmal nicht für einen bestimmten Job qualifiziert, musst Du sehen, dass Du nachweisbare Berufserfahrung sammelst und in dieser Zeit Kontakte knüpfst...

    Kommentar von WetWilly WetWillyWetWilly

    Ich habe einen Bekannten, der ist Diplom-Übersetzer. Der arbeitet freiberuflich und ist froh, wenn er auf 18,- Euro / Stunde kommt. Dafür ist er aber nicht krankenversichert, hat noch keine Steuern gezahlt, bekommt keine Lohnfortzahlung und kann sich freuen, wenn er im Monat auf 80 vergütete Stunden kommt.

    Insofern sind die 1200,- Euro netto vielleicht gar nicht soooo schlecht für den Anfang. Und Du bewirbst Dich dann aus einer Anstellung heraus, kannst Kontakte knüpfen usw....

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    Antwort von Pumuckl70 Pumuckl70

    Was hast Du denn studiert? Bist Du bereit, Dich regional zu verändern? Such Dir Unternehmen, die Dich interessieren und richte Dich darauf ein, nahezu ganz unten anfangen zu müssen. Vielleicht erwartest Du einfach zu viel von Deinem Job oder denkst, dass Du mit dem Studienabschluss viel mehr drauf hast, als Leute, die das Ganze von der Picke auf gelernt haben. In der Arbeitswelt heißen diese Leute "Fachidioten" - in der Theorie ist ihnen alles klar, nur die Umsetzung klappt nicht. Wenn Du bei Deinen Bewerbungen betonst, dass Du natürlich weißt, dass Dir die praktische Erfahrung fehlt und Du aus diesem Grund gern zur Probe arbeiten würdest und Dich noch hocharbeiten möchtest, machst Du sicher einen besseren Eindruck, als wenn Du gleich als Abteilungsleiter, Chef oder sowas anfangen willst. Zeig Dich für alles offen!

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    Antwort von WetWilly WetWilly

    200 Bewerbungen... ui, mein Mitgefühl. Ohne Dir aber zu nahe treten zu wollen: vielleicht verfolgst Du die falsche Bewerbungsstrategie? Vielleicht bewirbst Du Dich auf die falschen Stellen...

    Was hast Du studiert und in welche Richtung bewirbst Du Dich?

    (Ich selbst habe damals nach dem Studium keine einzige Bewerbung geschrieben und habe Kontakte genutzt, die ich während der Studienzeit geknüpft habe - Ich hatte nur 4 persönliche Gespräche und habe mir dann das für mich optimale ausgesucht - und das bei einem eher mässigen Studienabschluss und überdurchschnittlicher Dauer des Studiums).

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    Antwort von Phantom12 Phantom12

    Also ich hatte etwas Glück! Ich hatte schon nach 2,5 Monaten und 10-15 Bewerbungen was gefunden. Allerdings habe ich auch Kommolitonen, die weit über ein Jahr brauchten oder heute noch nichts richtiges gefunden haben. Ja, welche Mittel? Auf jeden Fall die Örtlichen Zeitungen, bei den überregionelen Blättern denke ich, dass die Auftraggeber der Anzeigen so zugeschmissen werde, dass man kaum Chancen hat. Dazu natürlich Internet, Jobscout usw., aber ach einfach mal auf die Seiten der von Dir präferierten Firmen gehen und gucken ...

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    Antwort von Himbaerli Himbaerli

    Hast du bei der Agentur für Arbeit schonmal deine Bewerbungsmappe checken lassen? Falls nicht, mach das unbedingt.

    Darüber hinauskann ich dir nur raten: Schreib nicht nur Bewerbungen, ruf lieber direkt bei den Firmen an und stell dich nett vor. Schick erst dann deine Unterlagen. Oder falls es sih anbietet: Geh direkt vorbei. Dadurch zeigst du, dass dir viel an dem Job liegt.

    Ich war selber lange Zeit auf Jobsuche und fand immer nur Aushilfstätigkeiten, irgendwann hat es dann aber geklappt. Die Suche ist nervig, aber verlier nicht den Mut. Nutz die Zeit so gut es geht für andere Dinge, vielleicht findest du ein Praktikum oder kannst dich ehrenamtlich engagieren. Das macht sich auch in einer Bewerbung gut.

    Viel Erfolg.

    Kommentar von biene444 biene444biene444

    Vielen Dank für deine Antwort und die netten Worte. Mit Praktikum hast du natürlich recht, nur denke ich auch - ohne dass das arrogant klingen soll - dass man irgendwann als Hochschulabsolvent zu gut für sowas ist. Ausserdem hab ich während meines Studiums schon etliche Praktika absolviert, habe inzwsichen schon 8 Stück.

    Bewerbungsmappe checken lassen hab ich vor. es gibt eine veranstaltung von Kolping, das werd ich mal in Anspruch nehmen. Wenn ich zur Agentur für Arbeit bzw. zu meiner Betreuerin gehe muss ich mich nur wieder aufregen, die hat nicht wirklich viel Ahnung. Die schafft es nicht mal meine Daten innerhalb 2 Monate RICHTIG in der Datenbank zu vermerken :-(

    Kommentar von Himbaerli HimbaerliHimbaerli

    Mit den Praktika gebe ich dir einerseits recht, aber genau über solch eines bin ich an den Job gekommen, den ich heute mache. Eine Kollegin wurde schwanger und dann hat man sich an mich erinnert und mich angerufen.

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    Antwort von ProPhiL ProPhiL

    ich fass es ja nicht.. 200 stück? Also ich hab 3 geschrieben und hatte zwei vorstellungen.. bei einem schnitt von 2,1 was ja jetzt nicht super ist.

    Ich denk du solltest es mal mit Vitamin-B versuchen. Deine Eltern haben bestimmt viele bekannte, die haben bekannte.. oder deine freunde haben eltern mit bekannten.. irgendwo muss doch da ne freie Stelle sein auf die du dich direkt bewerben kannst..

    machst du blindbewerbungen? Das ist grundsätzlich falschh. Erst anrufen und mal fragen und so. Da hilft dir das Arbeitsamt weiter, also "wie" man sich richtig bewirbt, denn 200 stück ist nicht normal.

    Kommentar von biene444 biene444biene444

    Bin schon am Verzweifeln und die Motivation wird auch immer weniger :-( Arbeitsamt...ich muss sagen da hatte ich bisher nicht wirklich gute Erfahrung gemacht, die haben recht wenig Ahnung.

    Kommentar von Himbaerli HimbaerliHimbaerli

    Ich hab eine Freundin, die ebenfalls schon über 200 Bewerbungen geschrieben hat. Sie hat einen guten Abschluss, aber die Branche gibt nicht viel her.

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    Antwort von berlinews berlinews

    Hast du ggf. mal ein Bewerbungstraining mitgemacht? Neben anonymen Bewerbungen ist es wichtig, Kontakte aufzubauen...z.B. über Seiten wie XING.de

    Kommentar von ProPhiL ProPhiLProPhiL

    anonyme Bewerbungen?

    Kommentar von biene444 biene444biene444

    Möchte jetzt mal einen sogenannten Bewerbungscheck machen, Unterlagen durchsehen und überarbeiten. Hast du sowas schon gemacht? Wo?

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