Bei einer BWA (mit Datev) gibt es auf der zweiten Seite die Punkte Privateinlage und Privatentnahmen. Wir hatten eine PrivatEINLAGE von 10000 Euro. Auf der BWA steht nun bei Privateinlage 0,00 und bei Privatentnahmen -10000 Euro. Hat unser Steuerberater da sich vertan? Oder bedeutet das durch das Minus das wir eingelegt und nicht entnommen haben? Das lässt mir keine Ruhe, wäre nett wenn das jemand erklären könnte.
absoluter Laie hat Frage zur BWA
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bibumeierbibumeier
Scheinbar steht eure Einlage wirklich nicht auf dem richtigen Konto. Auf den Gewinn wirkt sich das nicht aus, nur später auf den Ausweis der Kapitalentwicklung in der Bilanz. Ist also so eine Art Formfehler. Wenn das öfter passiert, oder bei größeren Summen kann das die Beurteilung der Bilanzzahlen schon trüben. Lass dir das einfach mal von deinem Steuerberater erklären. Ich vermute zunächst eine einfache Fehlbuchung, die aber, wie schon gesagt, keine Auswirkung auf dein Ergebnis hat.
Für DATEV-BWAs gibts Lesehilfen. Das ist so eine kleine Schablone, die dir die wichtigsten Zahlen hervorhebt und erklärt. Z. B. auch, wo du dein Ergebnis findest. Frag den Berater doch mal danach.
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GullupGullup
Zu Datev-BWA´s kann man sich so blind selten äußern, ich jedenfalls hab da aufgrund der unterschiedlichen Schlüsselmöglichkeiten nie wirkliche Lust dazu... Zu Deinem Problem: Hoffentlich hast Du auch die Summen- und Saldenliste!? Da sind die einzelnen Konten aufgelistet, auch wie im laufenden Monat und im gesamten Jahr angesprochen wurden. Such da mal die Konten Privatentnahmen und Privateinlagen. Entnahmen "sollten" in der Soll-Spalte stehen und Einlagen in der Haben-Spalte. Ggf. gibt es auf dem Weg in die BWA Saldierungen, also es wurde vielleicht was "verrechnet". Hoffe konnte Dir ein paar Tipps geben... Wenn Du dann immer noch nicht auf Deine Einlage kommst - Dann von Deiner Buchhaltungskraft (also die Dich beim Berater betreut) informieren lassen. LG
Aha, also bei Privatentnahmen steht beim Soll 500 und beim Haben 10000. Das heisst also wir haben 500 raus und 10000 rein? Das beruhigt mich schonmal. Vielen Dank für die Hilfe. Eine kleine Frage noch.....wie nennt sich denn die Position wo ich ich im Endeffekt sehe, wieviel Gewinn gemacht wurde?
vorläufiges Ergebnis... Lass Dich mal von Deinem Steuerberater beraten und die BWA erklären.
Es ist also kein Geld verschwunden, hätte mich auch gewundert: Nur ist es natürlich nicht nur peinlich, wenn eine Privateinlage auf Privatentnahme steht. Es kann durchaus auch ein schlechtes Licht auf das Unternehmen werfen. Denn: Es gibt ein Saldierungsverbot. Es darf in der Buchhaltung nicht verrechnet werden. Wenn ich mir vorstelle mit so einer BWA zur Bank zu müssen, dann wäre mir unwohl. Schließlich haben bei der Kundenbewertung auch verschiedene Kriterien Auswirkungen. UND man sieht hier, dass der Unternehmer sich nicht kompetent beraten lässt. Ich würde wie folgt vorgehen: Den Berater auf den Fehler hinweisen. Wenn er schon Azubis arbeiten lässt, dann ist natürlich auch eine entsprechende Kontrolle nötig. Dann soll er das mit Generalumkehr berichtigen lassen. Dann steht in der nächsten Auswertung der Betrag nicht mehr im Haben bei den Privatentnahmen. Ansonsten gilt natürlich immer: Zahlen sind Chefsache! Nur ein informierter Unternehmer kann Entscheidungen treffen, dass kann Dein Mann weder auf Dich noch auf den Berater schieben. Keine Zeit gilt nicht, dass rächt sich.
Das Saldierungsverbot betrifft aber nicht den privaten Bereich, da es handelsrechtlich und auch ertragssteuerlich keine Auswirkungen hat, ferner handelt es sich hier wohl um eine Ermittlung gem. § 4 Abs. 3 EStG. Warum das so gebucht wurde, ist mir momentan auch schleierhaft, aber vielleicht hat der Berater seinen Grund gehabt, da muß nicht gleich unterstellt werden, daß das ein Azubi gebucht hat. Ich denke auch das dem Banker bekannt ist, daß 10 T€ eingelegt wurden. Ansonsten ist Deine Antwort mal wieder total in Ordnung :-)
Erstmal danke für das nette Kompliment! Natürlich sind Aufzeichnungen keine Buchhaltung, nur ist das für mich wie ein Zimmermann der ein Fachwerkhaus verzapft und dann beim Vorbau auf einmal Nägel verwendet. Als Fachmann sollte man sich durchweg Regelkonform verhandeln, schließlich kann die Entscheidung zur Bilanzierung jeder Zeit fallen. Und tut mir Leid, da wurde gepfuscht. Deshalb der Hinweis auf die Generalumkehr um die Vergleichszahlen nicht kaputt zu machen. Außerdem finde ich es nicht schlimm wenn Buchhaltungen von Azubis gemacht werden, hab schließlich auch so angefangen. Finde es nur schlimm, wenn dann Fehler nicht besprochen und nicht berichtigt werden.
Das sehe ich eigentlich genauso, man sollte sich gleich daran gewöhnen (auch Stichwort GoB). Leider sind bei vielen Steuerberatern die Lehrlinge nur billige Arbeitskräfte, die genau solche kleinen Buchhaltungen bearbeiten und die dafür zuständig sind, das zu überprüfen, sind auch pickepacke voll mit Buchführungen...