Momentan beschäftigt und fasziniert mich gleichzeitig eine Thematik, bei der ich nicht sicher bin welche Bedeutung sie hat. Hat von euch jemand versucht sich absichtlich in eine Trauerstimmung zu versetzen? Um Missverständnisse vorzubeugen, ich meine jetzt nicht eine trauernde Gemütslage aus einem bestimmten Kontext heraus - beispielsweise weil man ein trauriges Buch, traurigen Film etc. gelsen bzw. gesehen hat und diese Geschichte jetzt nachempfinden kann. Ich selber hab diese Erfahrung schon mehrmals erlebt. Dabei denke ich mir eine traurige imaginäre Situation aus, versteife und vertiefe mich in Dieser und das ganze endet soweit das ich Tränen bekomme - sprich in diesem Moment eine tiefe Trauer empfinde.
Damit kein falscher Verdacht entsteht, ich bin weder manisch Depressiv (jedenfalls fühle ich mich nicht so) noch suizidal gefährdet, oder sonst was ähnliches. Gut ich geb zu ich bin bei Leibe nicht der Sympathisant der "Ich -Muss-Jeden-Tag-Fröhlich -Und-Gut-Gelaut-Sein-Partei". Ich bin ein Gefühlsmensch, je nach dem, welche Situation mich erfährt, ändert sich meine Gemütslage - eigentlich ganz normal.
Um das ganze in eine sarkastische Art und Weise auszudrücken; mancher/manche Schauspieler/Schauspielerin wäre froh, wenn er/sie diese "Fähigkeit" besäße. Mich würde Interessieren ob jemand die gleiche Erfahrung gesammelt hat.

Nö, wenn überhaupt, versuche ich mich in eine positive Stimmung zu versetzen. Ich sehe keinen Grund absichtlich traurig zu sein.
Wenn Du es schaffst Dich in weitere "Stimmungslagen" zu versetzen und Du obendrein auch noch Textsicher bist, würde ich Dir eine Schauspielschule empfehlen.
DaSu81 am 13. Dezember 2008 01:12 Das ist wohl eher eine Frage, die ins Forum gehört.
Ich denke, jeder Mensch hat ab einem gewissen Alter verschiedene traurige Erlebnisse hinter sich, die bei einem Erinneren an die Situation Tränen hervorrufen..aber ich bezweifle, dass jemand sowas extra macht..ausser Schauspieler die aufgrund der Rolle sowas abrufen um zu weinen. Für mich selbst würde ich das nicht machen..Traurigkeit ist ein Empfinden, das nicht schön ist und deshalb möchte ich das nicht bewusst herbeiführen!
Ja,habe ich allerdings nicht bei mir,sondern bei meiner frau.Sie redet sich seit jahren ein,daß ich sie nicht brauche,nicht mehr mag usw. Der erfolg ist,daß sie eben diese oben erwähnte trauermiene aufsetzt,daß es manchmal schon beängstigend ist.Auch auf meine hinweisen,daß sie in dieser beziehung keinerlei besorgnis haben muß,ändert sich an ihrem verhalten nichts.Sie redet sich immer mehr ein,und immer mehr verfinstert sich ihre miene.Ich muß noch dazu sagen,daß ich ihr noch nie einen grund zu dieser annahme gegeben habe,aber es ist ihr einfach nicht auszureden.
@Angelflight: Danke!
Muss zugeben normal ist das nicht. Und das es kein Sinn macht, außer einen Schauspielerischen, gebe ich auch zu.
Mich fasziniert einfach nur die Tatsache dass sowas durchaus möglich ist.

ganz einfach: wenn du ein emotionaler, sensibler mensch bist, dann fällt es dir leicht, dich in eine situation zu versetzten, in der du todtraurig bist und auch weinen kannst. eigentlich kann das jeder mensch, jedoch sind viele so abgestumpft, dass sie nicht in der lage sind, ihre phantasie dazu zu bewegen, sich solche momente vorstellen zu können. wenn du das kannst, dann ist das eigentlich nur ein zeichen von emotionalität und sensibilität. ja, das würden sich manche schauspieler wünschen (auch hirn, ganz nebenbei...). ich selber mache solche gedankenspiele gerne, einfach um auszutesten, was der menschliche geist so alles kann. lass dich halt nur nicht in diese stimmung zu weit reinziehen... man verfällt gerne diesen düsteren gefühlen. gruß an einen gefühlsbetonten, intelligenten mitmenschen!

HA! Genau! Das war ganz und gar nicht sarkastisch, genau so ist es! Aber selbst dafür muss man eine Begabung haben, sonst klappt es nicht, selbst bei allen Studien. Gut betrachtet!