Absehen einer Strafe bei Verkehrunfall?

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9 Antworten

Nicht Strafrecht mit Zivilrecht mischen .

Strafrechtlich :

Das absehen von Bestrafung wird dann angewendet , wenn der Täter durch seine Tat schon Nachteile erlitten hat , die wie eine Strafe wirken .

Durch seine schweren Verletzungen hat er sich schon selbst bestraft .

Grobes Beispiel :

Er verliert bei diesem Unfall ein Bein (was ich niemanden wünsche ) , was willst du ihn dann noch eine Geldstrafe reindrücken , er ist ja schon bestraft .

Zivilrechtlich wird da evtl. schon noch was kommen .

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Das sind zwei verschieden paar Schuhe und werden auch so behandelt.

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Sieh es mal von dieser Seite: hätte er sich nicht ans Steuer gestzt, hätte er die Verletzungen nicht erlitten.

Also bitte nicht den Bock zum Gärtner machen!

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Ich verstehe die Frage nicht. 

Wer ohne Fahrerlaubnis fährt, begeht zumindest eine Ordnungswidrigkeit, weil er gegen ein Gesetz verstößt - und dafür soll er auch noch belohnt werden? Die Strafe ist doch unabhängig von einer Verletzung. 

Außerdem: Wer einen Verkehrsunfall "baut", ist umgangssprachlich doch eher der Verursacher/Schuldige, alle anderen werden eher darin "verwickelt". 

Das sollte aber ein GF-User mit "Jura" im Nicknamen wissen - oder interpretiere ich da etwas falsch? 

Als Laie sage ich also: NEIN, es wird nicht von einer Strafe abgesehen; im Gegenteil, sie sollte meiner Auffassung nach noch möglichst hoch ausfallen. 

Vielleicht kann man von einer Strafe absehen, wenn eine liebevolle Krankenschwester/ein Pfleger dem Schwerverletzten nachts ein Federkissen auf Mund und Nase drückt (nein, das ist nur etwas für Verschwörungstheoretiker ;-) 

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Kommentar von JuraKeks1990
04.11.2016, 11:02

Danke erstmal für die kompetente Antwort. Vielleicht hätte ich erwähnen sollen, dass das unser Fahrer ohne Erlaubnis das Opfer in diesem Fall ist. Der Täter nahm ihm die Vorfahrt, sodass das Motorrad in ihm reinfuhr und wie schon beschrieben schwere Verletzungen von sich trug. 

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Nein, dieser Tatbestand greift hier nicht. Der Autofahrer ohne Fahrerlaubnis wird in diesem Fall ja nicht von seiner eigenen Tat gegroffen sondern von dem Verschulden eines Anderen.

Seine eigene Tat bleibt davon vollkommen unberührt. Es könnte natürlich sein, dass das Gericht hier Milde walten lässt. Aber gänzlich von einer Strafe abzusehen, das kann ich mir hier nicht vorstellen.

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Auch wenn er schwer verletzt wird, bleibt es Fahren ohne Fahrerlaubnis und das ist eine Straftat. Warum sollte ihm dann die Strafe erlassen werden?

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Warum sollte ? 

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Glaube ich nicht. Allein durch die fehlende Fahrerlaubnis wird die gegnerische Versicherung sofort auf Mitschuld plädieren.

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Wenn man keinen Führerschein hat, darf man nicht Auto fahren. Egal ob man einen Unfall hatte oder nicht

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