Frage von Harzer123,

Abschreibung Immobilie (Wohnhaus)

In meinem Bekanntenkreis befindet sich der Eigentümer eines Wohnhauses (vermietet). Er macht seine Steuererklärung selbst. Da ist jetzt in Bezug auf 2012 eine Frage aufgetaucht. Das Haus wurde 1961 gebaut. Herstellungskosten von Wohngebäuden können jährlich mit 2 % abgeschrieben werden. Logischer Weise beträgt damit die Abschreibungsdauer 50 Jahre. Das Haus wurde 1961 gebaut. Heißt das, dass er eigentlich ab 2012 keine Abschreibungen mehr ansetzen kann?

Antwort von Teresamaria,
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Die Frage ist hier, hat er das Haus 1961 gebaut. Wenn ja, dann hat er keine AfA mehr. Hat er das Haus. z.B. 1991 gekauft, dann hat er noch einige Jahre die Möglichkeit eine Abschreibung vorzunehmen. Bei der Abschreibung kommt es nicht auf das Baudatum sondern auf das Anschaffungsdatum an. Übrigens 1961. Glaube da war die Abschreibung noch auf 1%. Weiß aber jetzt nicht genau wie lange. Hat sich irgendwann dann auf 2% erhöht.

Kommentar von Harzer123,

Das Haus wurde vor ca. 5 Jahren von seinem Vater auf ihn überschrieben. Daher dürfte es jetzt wohl mit der Afa vorbei sein - 2 % vorausgesetzt.

Kommentar von Teresamaria,

Bis 1965 ware die Abschreibung 1%. Es ist also noch was übrig. Wenn ich richtig rechne 5%. Würde also in meiner Steuererklärung die nächsten Jahre nochmal die 2% angeben. Das Finanzamt rechnet da genau mit. Die melden sich wenn er zuviel abschreibt.

Antwort von StfA81,

Das Gebäude ist mit dem Tag der Auflassung in das Vermögen deines Bekannten übergegangen. Sofern ihm für den Erwerb des Hauses Kosten entstanden sind (Anschaffungskosten des Hauses, Notarkosten, Grundbuchkosten) werden diese als Anschaffungskosten zusammengefasst und können jährlich mit 2 % abgeschrieben werden. Dem Finanzamt sind alle Belege für die Ermittlung der Anschaffungskosten des Hauses vorzulegen!

Kommentar von Harzer123,

Er hat das Haus unentgeltlich bekommen (Geschenk). Hat nur die Notar- und Grundbuchkosten tragen müssen. Aufwand hielt sich daher in Grenzen.

Kommentar von StfA81,

Dann hat er keine Kosten, die er dafür absetzen kann. Vorsicht! Beim Geschenk des Hauses kann durchaus das Finanzamt Schenkungssteuer erheben auch noch nachträglich.

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