Frage von CurlDiePie, 32

Abschlusswort zum Buddhismus referat?

Hay ich muss ein Referat über den Buddhismus halten und ich habe schon alle Informationen, nur weiß ich nicht was ich zum abschluss sagen kann. Könntet ihr mir Helfen?

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 11

Ich bin Buddhist und helfe dir gerne weiter.

Hier nur einmal drei mögliche Herangehensweisen - natürlich gibt es noch weitere.

Erste Möglichkeit: Standardfloskel mit Einladung zur Frage

Damit bin ich nun am Ende meines Referats zum Thema "Buddhismus - Geschichte und Gegenwart einer Weltreligion" angekommen. Ich hoffe, einige Irrtümer und Missverständnisse ausgeräumt zu haben. Für Fragen stehe ich in Folge natürlich zur Verfügung. Vielen Dank.

Zweite Möglichkeit: Abschluss mit einem Zitat und Bezug zur Gegenwart

Meinen heutigen Vortrag zum Thema "Buddhismus - Lehre und Lebensweg" möchte ich  mit einem gekürzten Zitat aus dem Kalama Sutta, Anguttara Nikaya 3.66 beenden, das die Haltung des Buddha zu blindem Glauben und Gehorsam verdeutlicht.

Gerade in Zeiten, in denen Gewalt nur allzu oft mit Religion gerechtfertigt wird, ist dies ein wichtiges Thema. Der Buddha sagte demnach:

»Aus diesem Grunde eben, Kālâmer, haben wir es gesagt: Geht, Kālāmer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters!

Wenn ihr aber, Kâlâmer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt,und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden', dann, o Kālāmer, möget ihr sie aufgeben.

[...]

Wenn ihr aber, Kālâmer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von den Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl', dann, o Kālāmer, möget ihr sie euch zu eigen machen.

Vielen Dank fürs Zuhören.

Oder aber

Dritte Möglichkeit: Abschluss durch Gegenüberstellung

Nach all diesen Ausführungen dürfte deutlich geworden sein, dass zwischen der Romantik des Räucherstäbchen-Buddhismus und der Unverbindlichkeit eines Wellness-Buddhismus auf der einen, und den traditionellen Lehren, sowie deren moderner Interpretation auf der anderen Seite, ein deutlicher Unterschied besteht und wir uns in der Regel mit stark vereinfachten Erklärungen zufrieden geben.

Auch wenn ich natürlich nicht in vollem Umfang auf alle Aspekte des Buddhismus eingehen konnte, hoffe ich, einige der größten Missverständnisse ausgeräumt zu haben. Vielen Dank.

Das sind jetzt nur drei Möglichkeiten, die man natürlich auch kombinieren kann. Du wirst sicher etwas passendes finden.

Antwort
von ThomasJNewton, 4

So sehr ich die Antworten von Enzylexikon schätze, und so sehr ich seinen Glauben respektiere, wenn ich ihn auch nicht teile.

So sehr hast du wohl eher ein ganz irdisches Problem.
Und da weiß ich nicht recht, ob die die heutige Jugend beneiden oder bemitleiden soll.

Zu meiner Zeit musste man eher lernen, und den Rest habe ich gehasst. Hängt sicher auch mit meiner Person zusammen, habe da schon eine attestierte Störung.

Aber heutzutage sieht man Wissen nicht mehr so isoliert, als Selbstzweck. Man webt es in einen Gedanken ein, wozu das Wissen gut ist. Das sind dann Leitgedanken oder so, Kernfragen, Leitfragen und Schlussworte.

Auch meine Berührungen mit dem Buddhismus sind sehr sporadisch. Rein fachlich habe ich wohl nicht so wenig Wissen, hatte halt Jahrzehnte, das eine oder andere aufzuschnappen.

Und Fragen kann man erst dann stellen, wenn man schon einiges weiß. Also sollte die Frage nach der Schlussfrage die letzte sein. Für eine Schlussaussage gilt das selbe.

Was ich nach einigen Erfahrungen feststelle ist die Toleranz. Noch nie hat mich ein Buddhist gefragt, ob ich gläubig bin, oder Anstoß daran genommen, dass ich es nicht bin. Oder auf irgendeine Art auch nur angedeutet, dass der Buddhismus was erstrebenswertes wäre. Oder zumindest nichts, was man anderen als Ziel vorschreiben sollte.

Also wäre meine Frage, warum der Buddhismus auf so viele Arten anders ist als unsere westlichen Religionen. Oder meine Feststellung, dass er es ist.

Aber wenn du dich informierst, sollten deine Gedanken den Leitfaden bilden, die Einleitung und den Schluss.
Denn du hältst ein Referat, und das wird eben so sein, wie nur du es halten kannst.

Deshalb werden Vorträge nicht von Robotern gehalten, weil dann zwar alles richtig wäre (hüstl ;-), es aber keinen vom Hocker risse.
Du gehst zur Schule, und da sollst du Themen lernen und Fähigkeiten erwerben.
Genau deine Sichtweise darzustellen, ist auch eine Fähigkeit. Ein guter Lehrer wird da auch Individualität werten. Ist aber nicht garantiert.

Aber es gibt auch ein Leben nach der Schule, und auch da sind die Bewertungen nicht immer gerecht, aber irgendwann geht's einem sonstwo vorbei.

Antwort
von kokomi, 21

dazu müsste man das referat kennen

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