Frage von BenniXYZ, 83

Abschied von Oma?

Oma von 2.5jähriger Enkelin ist unheilbar erkrankt, dem Tod sehr nahe und möchte sich von ihr verabschieden. Die Beiden haben sich regelmäßig gesehen, zusammen gespielt und viel erlebt. Wie bekommt man das hin?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von cub3bola, 29

Gar nicht.

Die Oma kann und sollte sich verabschieden aber das Kind kann den Tod noch nicht verstehen.

Der Versuch es dem Kind begreiflich zu machen ist nur Ausdruck der eigenen Suche nach Mitleid, diese sollte von anderen Familienmitgliedern gegeben werden ... nicht einem so kleinem Kind, das dies eh nicht begreift, aufgezwungen werden.

Sie sollten zusammen spielen und es ist ok wenn die Oma sich jedesmal innig verbaschiedet, es ist unendlich traurig wenn das Kind dann die Oma fragt warum sie weint und sie nur sagt das sie sich so gefreut hat das Kind zu sehen.

Das Kind versteht das erstmal eh nicht ... diese Bürde bleibt dem Kinderherzen erstmals erspart und wird von altersher von den Alten getragen. So ist es Brauch.

Antwort
von Pudelwohl3, 34

Schaffe den Rahmen für eine schöne Begegnung. Über Abschied besser nicht reden. Ein schönes Treffen. Back mit der Enkelin einen Kuchen für die Oma und Oma möge sich möglichst unbeschwert darüber freuen. Haben die beiden öfters irgend etwas gemeinsam gemacht? Ist das noch möglich? Dann wär es eine gute Idee, das noch mal zu wiederholen.

Die Enkelin sollte nichts erfahren von dem, was bevorsteht. Das wäre außerhalb des Verstehbaren. Das Beste ist, wenn sie noch ein paar schöne Momente gemeinsam erleben könnten. Hat Oma manchmal Märchen vorgelesen, kann sie das noch?

Ja, und eine tröstliche Geschichte für die Enkelin über das Sterben, das Vorgehen, das immer da sein, das Aufpassen als Stern am Himmel oder so, wenn es denn passiert ist - das wär eine gute Idee.

Ich wünsche Euch in dieser traurigen Situation viel Kraft. Das Leben ist ganz schön herausfordernd ... 

Antwort
von Rosalielife, 20

So kleine Kinder gehen mit schwer kranken Menschen unbefangen um. Lass das zu, gib dem Ganzen einen Rahmen mit Blumen, einem leckeren Mitbringsl für Oma und Enkelin, lass die beiden ein Buch anschauen, erzählen, Fotos berachten, und gemeinsame Zeit verbringen.

Du könntest durch deine eigene Sorge und deinen kummer die Lage verschärfen, denn dein Kind spürt das genau und transportiert es weiter, so musst du schauspielern und eine fröhliche Frau sein wie es dein Kind kennt und dich einordnet.

wenn die Oma verstorben ist, nimm das Kind mit, wenn du es aushältst, denn es wird Fragen stellen und du musst wiederum für dein Kind Kraft aufbringen, die du nicht hast, weil du selber traurig und getroffen bist.

Es gibt geeignete Bücher, aber der Gang zum Friedhof, das Grab richten, Blümchen hinstellen, von Oma sprechen und sich vorstellen, dass sie dort oben herunterschaut ist natürlicher und unbefangener.

Dem Tod die Schwere nehmen ist jetzt das Richtige.

Antwort
von tachyonbaby, 26

Sag's wie es ist! Der Tod gehört nun mal zum Leben. Alles wird geboren, strebt seinem Höhepunkt zu, um dann wieder niederzugehen.

Seien wir dankbar für die Zeit, die wir mit einem Menschen verbringen durften und die Bereicherung, die dieser Mensch in unser Leben brachte.

In jedem Kennenlernen ist der Abschied nun mal bereits enthalten. DAS ist Leben: Ein ewiges Stirb und Werde.

Kinder begreifen das intuitiv oft viel besser als wir Erwachsene. Trau der Enkelin ruhig etwas zu!

Antwort
von Romy1909, 5

Besorg dir mal das Kinderbuch : Oma, liebe Oma..

Antwort
von WhiteX6Panda, 27

In deinem kleinen Haus brennt nie wieder Licht 
Worte könn' nicht ausdrücken wie ich dich vermiss' 
Ich war so ein Bengel 
Oma war ein Engel 
Nur das Allerbeste gut genug für ihren Enkel 
Kannst du dich erinnern an den Tag, als ich mir Ohrlöcher stechen ließ 
Du hast geweint vor Enttäuschung, das vergess' ich nie 
Hab' mich so sehr dafür geschämt, dass ich den Blick senkte 
Kein Tag mehr vergeht, an dem ich nicht an dich denke 
Eine starke Frau, stolz und immer gerade aus
Wolltest, dass man mich auf den Namen deines Vaters tauft 
Oma brachte mir bedingunglose Liebe bei 
Oma stand um drei nachts auf und machte Spiegelei 
Denn für dich gab es nie was wichtigeres 
Und ich hab immer gebetet, dass du mich nie verlässt 
Hab mich weinend in mein' Zimmer eingesperrt als du gings' 
Und ich wünscht' ich könnt' noch einmal hören wie sehr du mich liebst
Ich danke dir für jeden Rat, danke dir für die Musik 
Ich hoffe meine Worte kommen an im Paradies' 
Hör' so oft noch deine Stimme, wie du sagst ich solle aufpassen 
Wie du sagst du liebst mich mehr, als deinen Augapfel 
Oma schuftete sich früher auf den Tabakfeldern ab 
Und hat die wundervollste Frau für mich zur Welt gebracht 
Oma's Weisheiten sind mehr wert, als alle Schätze dieser Erde 
'Ne ganze Bücherei kann nicht ersetzen, was ich lernte 
Leider wirst du meine Hochzeit nicht erleben
Meine Kinder nicht erleben 
Kanns' noch immer nicht verstehn' 
Aber, ich glaub' der Himmel brauchte seinen Engel wieder 
Und sollt' ich je 'ne Tochter haben nenn' ich sie Sophia 
Und manchmal muss ich weinen, wenn ich an dich denk' 
Und manchmal muss ich lachen, wenn ich an dich denk' 
Und manchmal wenn ich abends draußen sitz' und rauch' 
Fehlt das Licht aus deinem Haus, denn es ist aus.
Nur noch einmal bei dir reinschaun', fragen wies' dir geht 
Noch ein letzter Kuss bevor dein Herz nicht mehr schlägt 
Ein allerletztes Mal streift deine sanfte Hand durch mein Haar 
Und ich sage gute Nacht zum letzten Mal

Antwort
von Killuminilli, 46

Ihr sagen das Oma für etwas längere Zeit an einen besseren Ort geht... Macht mich traurig sowas zu lesen...

Antwort
von nocheinnutzer, 38

gib den beiden einfach die zeit zu zweit. In dem alter ist der Tod noch nicht greifbar, du solltest dir eine schöne Geschichte für danach zurecht legen.

Ich wünsche dir viel Kraft ...mein Beileid

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