Frage von Schlappohr2,

Abschied vom Hund - wann ist der richtige Zeitpunkt?

Unser Beagle-Rüde, Jahrgang 1998, hat in den letzten Tagen stark abgebaut. Nach der Operation im Februar 2009 (da wurden 37 Blasensteine sowie ein Blasentumor entfernt) lebte er erstmal wieder auf, er bekam dann ein Spezialfutter. In diesem Frühjahr ging es ihm derart schlecht, dass wir schon dachten, es geht zu Ende. Es stellte sich dann heraus, dass er durch das Futter komplett übersäuert war und wir haben es dann abgesetzt, dafür hatte er nun Leberprobleme, die mit Mariendistel therapiert wurden. Das Ganze fing vor 5 Jahren an, als unser fröhlicher, abenteuerlustiger Hund, der immer gesund und auf jeden offen zugegangen war, von einem Alleingang zurückkam und mit eingekniffener Rute schnurstracks nach Hause lief. Danach konnte er keine Knallgeräusche mehr aushalten.

Jetzt lässt er sich fallen, wo er gerade steht, er ist wohl zu schwach. Fressen ist aber immer noch seine größte Leidenschaft! Er ist auch immer noch gern bei allem dabei. Ich kann es noch nicht wirklich fassen, wir haben soviel miteinander erlebt, durch und mit ihm habe ich meinen Mann kennengelernt und er hat sein Rudel stets wie ein Löwe verteidigt. Klar weiß man, dass irgendwann der Tag kommt, aber er hat schon so viel ausgehalten und nie gejammert und ist immer wieder aufgestanden. Er war Alleinunterhalter, Kinderfreund, Beschützer, Heiratsvermittler, Erzieher, Jagdhelfer, Kumpel und Seelentröster. Es fällt so schwer... Kann mir jemand einen Rat geben, wie man ihm großes Leid erspart? Es ist mein erster Hund gewesen. Vielen Dank!

Hilfreichste Antwort von Acoma,
19 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Liebes Schlaappohr! erstmalindenArmnehmunddrück

Wann genau die richtige Zeit gekommen ist, kann ich dir nicht sagen. Kurz bevor bei meinem Hund der Zeitpunkt des Abschiedes gekommen war, las ich einem Buch, folgende Satz:

Laß deinen Freund in Würde sterben

Irgendwie haben sich diese Worte in mein Gehirn gehämmert und sind nie wieder verschwunden....

Dann kam der Tag, vor dem ich genauso viel Angst hatte wie du jetzt. Wir fuhren zum TA, sie bot uns noch stärkere Medikamente an. Ich muß dazu sagen, das er schon eine ganze Weile sehr starke Medikamente verabreicht bekam, durch die er nicht mehr wirklich der alte war. Teilweise kam er mir vor als würde er nicht mehr alles richtig mitbekommen...

SOFORT schoß mir in der Praxis wieder der obenerwähnte Staz in den Kopf.

NEIN! Das wollte ich nicht. Ich wollte nicht egoistisch sein. Ich wollte sein leid nicht mehr verlängern, nur damit ich ihn noch ein paar Tage bei ihm haben kann....

Ich bin mir sicher, wenn die Zeit gekommen ist Abschied zu nehmen, wenn er sich quält, große Schmerzen hat, wirst du es fühlen...und dann kannst du ihm den letzten großen Dienst erweisen.....

Leider wußte ich damals nicht, das ein TA auch nach Hause kommt um den Hund zu erlösen. Die Fahrt dorthin, wo Herrchen und Frauchen nur geheult haben hätte ich ihm gern erspart....

Und nun noch eine bitte von mir...bleib bei ihm, bis zum letzten Atemzug, das würde auch er sich von seinem sicherlich überalles geliebten Frauchen/Herrchen wünschen. Sag bitte nicht ich kann das nicht, oder ich möchte das nicht sehen...Laß ihn in deinen Armen einschlafen..so schwer es auch ist

Ich wünsche dir ganz viel Kraft diese schwierige Zeit zu überstehn!

Es grüßt dich ganz herzlich und lieb Acoma

Kommentar von Birgitwunder,

schnüff, Tränewegwisch !

Kommentar von engill,

da kann ich dir nur zustimmen! Als unsere Katze starb, durften wir sie auch noch mal streicheln und dann kam die Spritze. Und so schlief die Katze friedlich ein. Für immer. Ich habe damals noch den ganzen Abend lang geweint, denn ich war gerade mal 8 Jahre alt. Wir haben die Katze dann in unserem Garten vergraben und haben da jetzt ein hübsches Grab mit Rosen.

Kommentar von Schlappohr2,

Vielen lieben Dank, ich werde ihn auf jeden Fall bis zur letzten Sekunde begleiten, das hat er verdient! Das sind sehr gute Gedanken, die du mir da mitteilst, ich werde das beherzigen. Und Danke für deinMitgefühl und deinen guten Rat!

Kommentar von Acoma,

Nichts zu danken! Ich wünschte, das ich mehr für dich tun könnte....

Danke für´s Sternlein!

Wünsche nochmals alles Liebe und Gute!!!!

Antwort von Biggi1963,
14 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Liebes Schlappohr2,

ich kann dich soooo gut verstehen und finde es ganz toll, was doch für ein Hundeherz in dir schlägt. Und darum möchte ich dir eine kleine Geschichte erzählen:

Mein erster Hund - Schäferhundrüde - war ein Schatz von einem Hund. Völlig auf mich fixiert. Als er drei Jahre alt war, donnerte ein betrunkener Autofahrer auf dem Bürgersteig in uns hinein. Mein Hund war schwerst verletzt und ich habe - obwohl mir alle abrieten - noch 1000 DM für Operationen und Therapien bezahlt, weil ich die Hoffnung nicht aufgeben wollte. Aber er konnte einfach nur noch unter Schmerzen laufen. Ich wollte es nicht wahrhaben - er war doch erst 3 Jahre alt. Aber ich habe es irgendwann eingesehen und stimmte zu, ihn zu erlösen. Viel zu spät, denn ich hätte ihm viel Leid ersparen können. Es hat mich große Überwindung gekostet, aber ich bin bis zum endgültigen Schluß bei ihm geblieben.

Meine jetzige Hündin ist nun auch schon fast 13 Jahre alt, zeigt schon durchaus ihre Altersgebrechen und ich weiß, dass irgendwann auch hier ein Abschied kommt. Aber so leiden lassen wie meinen Schäferhund werde ich sie nicht. Acoma hat das sehr schön benannt - ein Tierarzt kommt auch nach Hause. Und eines weiß ich sicher: Auch sie wird in meinen Armen und vor allem - zuhause - einschlafen.

Der richtige Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn man das Leid des Tieres erkennt und es nur noch verlängern will, weil man selber Angst vor dem Abschied hat. Dein Hund vertraut dir und wird auch auf seinem letzten Weg an dich glauben, dass du das Richtige tust. Lass ihn in Würde und nicht schmerzerfüllt gehen. Das ist sein Wunsch an dich und dafür liebt er dich. Wenn du ihn begleitest, wird er keine Angst haben.

Du machst das Richtige, das weiß ich. Alles Liebe und ganz viel Kraft für dich. LG

Kommentar von Schlappohr2,

Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort und dein Vertrauen in mich. Ich werde dasalles berücksichtigen. Die Entscheidung für einen Hund und speziell für diesen Hund habe ich jedenfalls noch keine Sekunde bereut! Herzlichen Dank auch für dein Mitgefühl und LG

Antwort von vollimleben,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Bin ich einst gebrechlich und unendlich schwach, nur quälende Pein hält mich dann noch wach. Was Du dann vielleicht tun musst - tu's für mich allein, denn diese letzte Schlacht wird dann verloren sein.

Dass Du sehr traurig bist, verstehe ich wohl, aber vor Kummer Dein Herz nicht zögern soll. An diesem Tag - mehr als jemals zuvor geschehen, muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten in Jahren voller Vertrauen und Glück, drum gibt es dann auch für Dich kein Zurück. Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei, drum gib mich bitte - wenn die Zeit kommt - frei!

Begleite mich dahin, wo ich hingehen muss, und bleib bitte bei mir - bis ganz zum Schluss. Dann halt mich ganz fest und red mir gut zu, bis meine Augen kommen zur Ruh.

Ich fühle mit der Zeit wirst Du dann auch wissen, die größte Liebe hast Du mir an diesem Tag erwiesen. Ein vertrauendes Bellen - ein letztes Mal, dann bin ich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, weil Du es bist, der Richter dieser schweren Entscheidung ist. Wir waren doch beide so innig vereint, es soll nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

Irgendwann wirst auch Du einmal über diese Brücke geh'n , ich werd auf dich warten - wir werden uns wiederseh'n !

Kommentar von costacalida,

Deine Zeilen haben mich zu Tränen gerührt !

Kommentar von engill,

oh Gott! Ich weine auch schon wieder :,(

Kommentar von Schlappohr2,

Jetzt muß ich auch weinen - aber vielen Dank, es ist genauso wie in deinem Gedicht. Dem ist nichts hinzuzufügen und so wird es wohl sein. LG

Antwort von inicio,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

das ist pauschal immer sehr schwer zu sagen -aber man merkt doch gerade wnn man lange mit dem hund zusammen war, ob er sich noch freuen kann, an seiner umwelt interesse hat und eben auch noch gerne frisst etc...

ich wuerde erst die einschlaeferung beschliessen, wenn

der hund keine lebensqualitaet mehr hat kein interesse an irgend etwas starke schmerzen...

also deshalb, seh ich bei euch da noch eine kurze gemeinsame zeit! vielleicht kannst du ihn mit kleinen mengen frischem futter verwoehnen (www.barfers.de) -also frischem rindehack oder huehnerfleisch- kann sein, dass er das besser vertraegt.

ich habe meine erste huendin mit 14 jahren einschlaefern muessen -sie war dann ueber 2 jahre schwer herzkrank und hatte dann durch einen lungentumor kaum mehr luft bekommen...

ganz liebe gruesse

Kommentar von Schlappohr2,

Das tut mir sehr leid, vielen Dank für deine Zeilen und dir alles Gute!

Kommentar von inicio,

das sit schon lange her -seitdem lebe ich mit den anderen 2 hunden zusammen.

den letzten tag mit meiner alten maus haben wir an unserem lieblingsplatz verlbt...wir sind da noch mal hingefahren, an eine kleine bucht an einem bach -da ging es ihr auch immer etwas besser mit der atmung...wir haben viel geschmust und gekuschelt, ein kleiner picknick gemacht und am abend kam die tieraerztin zu uns nach hause...dann ist sie friedlich in meinen armen eingeschlafen...

unser ruede war dann auch so ungluecklich als einsamer hund, dass wir uns nach 6 monaten ein neues hundemaedchen ins haus holten...

Antwort von YarlungTsangpo,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Solange dein Hund noch gerne frisst und gerne noch überall dabei sein möchte ist der Zeitpunkt - auch wenn er schwach ist - noch nicht gekommen.

Es ist - verzeih wenn ich das so sage - wie bei alten Menschen. Man wird im Alter schwach, kann nicht mehr alles und benötigt eventuell Medikamente um die Organe in Funktion zu halten. Solange aber noch Freude da ist - Freude am Leben um einen herum, Freude am Essen und Freude beisammen zu sein, solange ist die Zeit nicht gekommen.

Glaub mir - Dein Hund wird es dich deutlich erkennen lassen wenn er soweit ist, dass er sein Leben nicht mehr geniessen kann. Das Loslassen des Hundes muss aber immer auch das Loslassen durch den Menschen bedeuten.

Kommentar von Schlappohr2,

Da hast du Recht, ich bin gerade dabei und ich danke dir für deinen Beitrag! So bleibt uns noch etwas Zeit, Zeit zum Verabschieden, zum Loslassen, zum Reflektieren und unsere Libe und Zuneigung spüren zu lassen am Ende. Vielen Dank für deinen Beitrag und deine Anteilnahme!

Kommentar von YarlungTsangpo,

Ja du solltest dir kommende Zeit so intensiv als möglich mit deinem Hund verbringen. Das ist sehr wichtig für Euch Beide. Wenn der Zeitpunkt kommt hast du mit deinem Tierarzt schon besprochen - dass dieser zu Euch nach Hause kommt. Aber denk dran - er lebt und Leben ist etwas kostbar schönes. Lass ihn diese Lebenszeit geniessen!

Das ist das schönste Geschenk das du ihm machen kannst.

Kommentar von Schlappohr2,

Ich danke Dir.

Antwort von costacalida,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es tut mir so leid, ich leide mit Dir, während ich Deine Zeilen nun schon zum dritten Male lese !

Ich hatte mein Leben lang Hunde, von vier Tieren mußte ich mich im Laufe der Jahre verabschieden, habe sie alle geliebt, um jeden getrauert und auf meinem Grundstück begraben........

Sie alle sind sehr alt geworden, zum Schluss dann krank, und ich mußte eben diese Entscheidung treffen. Es war immer so, daß ich es ihnen angemerkt habe, wenn sie keine Kraft mehr hatten, wenn der " Zeitpunkt " gekommen war ........

Und auch Du wirst es merken, wenn die Stunde des Abschieds gekommen ist, wirst Deinen treuen Wegbegleiter nicht leiden lassen ............

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft !

Kommentar von Schlappohr2,

Ich danke dir herzlich für dein Mitgefühl! Natürlich möchte ich nicht, dass der Hund leidet, ein bißchen hab ich auch Angst vor dem Zeitpunkt. Die Anteilnahme gibt aber auch Kraft,nochmals vielen Dank!

Antwort von Minischweinchen,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo,

ich kann Dich so gut verstehen das glaubst Du gar nicht! Man fragt sich immer wann ist der richtige Zeitpunkt und hat Angst ihn zu übersehen, aber wenn es dann wirklich so weit ist, wirst Du es wissen, Du brauchst Deinen Hund nur anzuschauen und Du wirst es merken´, glaub mir, es ist so. So ein Abschied ist furchtbar und alleine bei Deiner Beschreibung bekomme ich einen Kloss im Hals. Aber vergiss nie, was ihr für schöne Zeiten hattet, er Dich so geliebt hat und Du ihn, was ihr alles gemacht habt, das alles bleibt Dir in Erinnerung. Er ist Dein Freund und ist darauf angewiesen, daß Du ihn erlöst, damit es ihm wieder besser geht dort wo er hinkommt! Er ist Dein erster Hund und Du hast durch ihn Deinen Mann kennengelernt, das macht es nicht leichter, aber nimm Dir jetzt die Zeit, setz Dich zusammen mit Deinem Hund auf den Boden oder die Couch, streichel ihn und schau ihn an. Du wirst dann wissen, die Zeit ist da! Erinnere Dich an lustige Sachen, weil der Hund natürlich merkt , wenn Du traurig bist.

Ganz liebe Grüßle und denk nur an Deinen Hund nicht an Deinen eigenen Schmerz!

Kommentar von Schlappohr2,

Ja, das werde ich versuchen, vielen lieben Dank! Auch für deine Anteilnahme und die ausführliche Antwort!

Kommentar von Minischweinchen,

Gern geschehen!

Antwort von vollimleben,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich stehe vor der gleichen Situation mit einer meiner Katzen.(13) Jahre alt,noch hält sie sich tapfer,der TA meint,sobald sie nicht mehr frisst und säuft,in der Ecke rum liegt,Blut im Stuhl oder urin hat,ist es soweit,mir bangt auch schon vor dem Tag,ist das zweite Tier eas ich dann erlösen muss.Viel Kraft für Dich,Lg Bea

Antwort von Portbatus,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Diese schwere Frage muss jeder für sich entscheiden.

Ich würde diese Entscheidung in Absprache mit dem Veterinär meines Vertrauens gemeinsam treffen.

Es gehört auch viel Respekt vor dem gemeinsamem, erlebten Leben dazu, wie auch dem, was möglicherweise vor ihm liegt. Im Gegensatz zum Menschen dürfen wir diese Entscheidung für den Hund treffen, so schwer sie auch immer sein mag. Da darf ich nicht an mich denken, sondern für den Hund, so schwer es sein mag.

Ich nehme für mich in Anspruch, dass ich keine lebensverlängernden Maßnahmen will und so würde ich es auch für den Hund tun und ihn schmerzfrei sterben lassen.

Kommentar von Schlappohr2,

Ja, vielen Dank, das werde ich auch so machen. Gerade nach der schwierigen OP 2009, die uns allen noch 2 1/2 gemeinsame wundervolle Jahre geschenkt hat, haben wir beschlossen, keine weiteren operative Eingriffe zuzulassen, die uns voneinander trennen. Danke für deine Fürsorge!

Antwort von ThorsMama,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo... Mein Hund musste mit 15 Jahren eingeschläfert werden, weil er so starke Hüftprobleme hatte und kaum noch hoch kam... Wenn sie nur noch Schmerzen haben, dann sollte man ihnen das Leid ersparen... So schwer es auch ist. Ich habe meinen Hund damals zum 3. Geburtstag bekommen. Er ist mit mir aufgewachsen und war überall dabei. Kann mir vorstellen wie du dich fühlst, denn ein Hund ist ja schließlich auch ein Familienmitglied. Wenn er sich irgentwann nur noch vor Schmerzen quält, dann erlöse ihn...

Kommentar von Schlappohr2,

Ja, das werde ich tun. Vielen Dank! Und fühl' dich gedrückt!

Kommentar von ThorsMama,

:)

Antwort von HAKINOM,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wann der richtige Zeitpunkt ist, mußt Du leider selbst erkennen. Ich stand auch schon ein paarmal vor dieser schweren Entscheidung. Ich habe mich dann gefragt, ob das Leben für das Tier noch lebenswert ist. Hat er Schmerzen? Denke daran, daß ein Tier was so lange bei Euch lebt nicht immer wirklich zeigt wie es ihm geht. Er will Euch nicht beunruhigen. Darum spielt er manchmal noch den tapferen. Erkennen mußt Du wann Du ihn gehen lassen willst. Ich weiß es tut verdammt weh. Ich wünsche Euch Stärke und alles Gute.

Kommentar von Schlappohr2,

Vielen Dank! Ja, das wird sehr weh tun, aber danke für deine Hinweise, das hilft mir weiter.

Antwort von allora,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich kann diese Situation sehr gut nachvollziehen, letztes Jahr haben wir uns von unserem Schäferhund trennen müssen, immerhin wurde er 15 Jahre alt, was für diese Rasse schon sehr viel ist. Sein Leidensweg ist mir noch sehr gut in Erinnerung, seine Bewegungen wurden immer weniger von Tag zu Tag, sein Hinterteil drückte ihn zu Boden, seine Beine waren beim Gehen wie Gummi, er setzte sich einfach hin und brauchte in diesem Augenblick eine Ruhepause. Wann der Augenblick der richtige ist? Für dich niemals, der er ist dein Freund fürs Leben. Bei uns war der richtige Zeitpunkt, als wir den Tierarzt nach Hause geholt haben, um ihn zu erlösen der: Unser geliebter Hund konnte selber nicht mehr aufstehen, er hat Kaka gemacht und blieb darin sitzen. Das war der Zeitpunkt, der uns richtig erschien, ihn von dieser Situation zu erlösen. Ich wünsche euch ganz viel Kraft und alles Gute!

Kommentar von Schlappohr2,

Vielen Dank! Das ist ja ein schönes Alter, aber schmerzen tut es wohl immer... Euch auch alles Liebe!

Antwort von ReaLee,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

so wie er immer für euch da war müsst ihr jetz für ihn da sein - es ist eure pflicht ihm ein schmerzfreies und stressfreies lebensende zu schenken statt ihn aus purer angst vor der konsequenz und egoismus länger hier zu halten und leiden zu lassen als er es verdient hat.

sprecht mit eurem tierarzt - bittet ihn um einen hausbesuch; lasst den hund zuhause untersuchen - danach besprecht euch mit dem arzt und fordert von diesem eine klare aussage wie er die lebensqualität des hundes einschätzt.

und dann ist es zeit eine entsprechende entscheidung zu treffen - zum wohle des hundes.

Kommentar von Schlappohr2,

Nein, Egoismus ist uns fremd, es ging nur alles so schnell bergab...Du hast vollkommen recht, das sind gute Tips - und klare Worte. Vielen Dank!

Antwort von Weimaranerandy,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wir waren vor knapp 3 Jahren in genau derselben Situation. Wir haben damals unserer Tierärztin gesagt,sie möge uns sagen,wenn es für das Tier Quälerei wird. Genau das hat sie dann auch getan,sie kam fast täglich vorbei. Und da wir wußten,dass der Zeitpunkt in nicht allzu weiter Ferne liegt,konnten wir uns dann schon im voraus "langsam verabschieden". Und nach ca 2 Wochen kam der Tag ...

Kommentar von Schlappohr2,

Tut mir leid! Vielen Dank für deine hilfreiche Antwort!

Antwort von wunderbreed,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Oh je das hört sich echt traurig an. Aber nimm Abschied von ihm, zeig ihm nochmal wie sehr du ihn liebst, und erlöse ihn von seinem bestimmt sehr schön gewesenem Leben. Lass ihn einschläfern, so ersparst du ihm vielleicht Schmerzen etc. Ich wünsche dir Viel Glück beim Verarbeiten und allem drum und dran. :)

Kommentar von Schlappohr2,

Ich danke dir! Ja er hat sein Leben in vollen Zügen genossen. Und obwohl man ihm Schlimmes angetan hat, war er immer freundlich, zu jedem. Er wird mir sehr fehlen... Vielen lieben Dank!

Kommentar von wunderbreed,

Gern geschehen :)

Antwort von engill,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn er leidet und keine Freude mehr am Leben hat, sollte man ihn von seinem Leid erlösen und ihn auf die Regenbogenbrücke lassen. Ich weiß das es schwer für dich ist und ich spreche aus erfahrung, ich musste auch schon mal ein geliebtes Tier verlassen. Aber so ist das Leben. Und lies dir das mal durch:

Die Regenbogenbrücke (Paul C. Dahm - The Rainbow Bridge)

Irgendwo auf dieser Seite des Himmels gibt es einen wunderschönen Platz, den man Rainbow Bridge nennt. Wenn ein Tier stirbt, das hier auf der Erde einem Menschen ganz nah war, dann geht dieses Tier zur Rainbow Bridge. Dort sind Wiesen und Hügel für alle unsere besonderen Tiere, und dort können sie laufen und zusammen spielen. Sie finden dort viel Futter und Wasser und Sonnenschein, und sie fühlen sich dort sehr wohl. Die Tiere, die krank oder alt waren, sind wieder völlig gesund und voller Energie; die verletzt oder verstümmelt waren, sind wieder heil und stark, so wie wir uns an sie erinnern in unseren Träumen von vergangenen Tagen und Zeiten. Sie fühlen keinen Schmerz und kein Leid, nur Wohlbefinden. Die Tiere sind glücklich und zufrieden bis auf eine Kleinigkeit: Sie vermissen jemand ganz Besonderen, nämlich ihren Menschen, den sie zurücklassen mussten und den sie so geliebt haben. Sie alle laufen und spielen zusammen, aber der Tag wird kommen, an dem eines plötzlich stehen bleibt und in die Ferne schaut. Die klaren Augen sind aufmerksam, der gespannte Körper zittert. Plötzlich läuft es von der Gruppe weg, fliegt über das grüne Gras, seine Beine tragen es schneller und schneller. Es hat Dich entdeckt, und wenn Du und Dein besonderer Freund endlich zusammentreffen, haltet ihr Euch in freudiger Wiedersehensfeier aneinander fest, um nie wieder getrennt zu werden. Glückliche Küsse regnen auf Dein Gesicht herab; Deine Hände streicheln endlich wieder den geliebten Kopf; und Du schaust wieder in die treuen Augen Deines Freundes, der vor so langer Zeit schmerzvoll aus Deinem Leben gegangen ist, aber nie aus Deinem Herzen. Und dann geht Ihr gemeinsam über die Rainbow Bridge.... um für immer zusammen in Frieden und Freude und Liebe zu leben. (Übersetzung: Doris Seitz)

.......wann immer Du einen Regenbogen siehst, weißt Du das Dein Freund in Deiner Nähe ist.

Kommentar von Schlappohr2,

Das ist eine sehr schöne und hoffnungsvolle Geschichte! Vielen lieben Dank! Und eine schöne Vorstellung vom ewigen Leben mit dem treuesten Freund. Herzlichen Dank für deinen ausführlichen Beitrag!

Antwort von FrageHolerin,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

wenn ich das so lese bekomme ich gänsehaut. naja irgendwann muss man loslassen das kann man nicht ändern. auch wenn jetzt die zeit gekommen ist abschied zu nehmen: denk positiv. er hatte ein wundervolles leben, ihr habt viel erlebt und er wird in deinem herzen immer weiter leben. er wird von allem erlöst sein und muss nicht mehr leiden. zeit heilt wunden und durch die vielen abenteuer die ihr erlebt habt wirst du immer ein lachen auf den lippen haben wenn du an ihn denkst. mein beileid und gute besserung

Kommentar von Schlappohr2,

Ja, das stimmt, es gibt sehr viel zu lachen und schmunzeln in meiner Erinnerung! Aber vorher kommt der Schmerz des Abschieds, besonders weh tut mir auch, was man ihm angetan hat. Er hat ja nie Böses getan! Vielen lieben Dank für deine Antwort und LG, Schlappohr2

Antwort von babyos,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

sprich mit dem tierarzt, was er dazu sagt, ich kann dich aber verstehen, vielleicht hilft es euch, sicher auch dem hund, wenn der tierarzt zu euch kommt, wenn es soweit ist

Kommentar von Schlappohr2,

Danke! LG von einem traurigen Schlappohr2

Antwort von spaceflug,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn die Schmerzen kommen und er sich nur noch dahin schleppt, dann ist der ZEitpunkt gekommen die Verantwortung zu tragen.

Kommentar von Schlappohr2,

Das sehe ich genauso, vielen Dank!

Antwort von freddy950,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Bring ihn zum Tierarzt und lass ihn einschläfern.. Besser, als dass er Schmerzen ertragen muss ect..

Antwort von RikeMindless,

Als ich deine 'Frage' gelesen habe war ich den Tränen echt nahe. Ich habe auch einen Hund -Dackelmischling- und sie ist jetzt 12 Jahre alt. Ihr Alter zeigt sich auch schon sehr deutlich, sie hat dünnes Fell und ein paar kahle Stellen. Langsam im Laufen ist sie auch geworden und an ihrem Brustkorb hat sie eine komische Beule wodurch sich ihr Atem wie schnarchen anhört. Ich bin 13 Jahre alt und da ich sehr an unserer Hündin hänge habe ich meiner Mutter schon öfters vorgeschlagen zum Tierarzt zu gehen. Da wie gesagt mein Hund auch schon ins gewisse Alter gekommen ist findet meine Mutter es nicht unbedingt gut. Sie sagt wenn unsere Hündin zu sehr leidet werden wir sie nicht noch mit Medikamten vollstopfen dann werden wir sie auch erlösen damit sie sich nicht quält. Denn ein Tier kann auch Schmerzen fühlen einige Menschen denken nie daran,und wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist wirst du es merken. Es ist schön zu lesen was du für eine tolle Bindung zu deinem Hund hast und ich wünsche dir trotz allem noch eine schöne Zeit mit deinem Liebling.

Kommentar von Schlappohr2,

Vielen Dank für deine liebe Antwort, für 13 Jahre bist du ja schon sehr erwachsen! Ich finde es bemerkenswert, welche Gedanken du dir schon um euren Hund machst, da habt ihr beiden sicher auch eien innige Beziehung! Einerseits hat deine Mutter sicher recht, aber wissen wollte ich ja vielleicht schon, was los ist... Wir haben nach der letzten OP, bei der er eine Woche statioär in der Tierklinik war, beschlossen, ihn nicht wieder diesem Stress auszusetzen. Er hatte da wahrscheinlich schon gedacht, dass er uns nie wiedersieht! Obwohl er medizinisch 1A betreut wurde, nur die psychische Seite, der Gedanke, dass er sein Frauchen und Herrchen vermißt, wurde dort überhaupt nicht beachtet. Ich hoffe für dich, dass ihr auch zu einer guten Lösung findet und danke dir nochmal herzlich für deine tröstenden Worte! GLG vom Schlappohr

Kommentar von RikeMindless,

Nichts zu danken :) Heißt das dein Hund lebt nun nicht mehr? Jaa ich werde wahrscheinlich meinte Mutter noch einmal darauf ansprechen zum Tierarzt zu gehen, nur um halt zu wissen was sie da an ihrem Brustkorb hat. Findest du das erwachsen? Wie ein kleines Kompliment ist das für mich :) Naja ich versuche halt mich ordentlich auszudrücken nicht wie einige andere aber das denkst du dir ja sicher ;) tut mir soo leid für dich aber du/ihr schafft das :) GLG zurück RikeMindless

Kommentar von Schlappohr2,

Er lebt noch (wir gehen aber gleich zum Tierarzt, mal sehen, was er sagt), genau wie unsere fast 14jährige Vizsla- Hündin, es sind halt jetzt alte Hunde, die auf unsere Fürsorge und Pflege angewiesen sind, es ist wie bei alten Menschen, auch sehr anstrengend, deshalb erst jetzt meine Antwort, sorry. Ja ich finde, du bist sehr reif für dein Alter, dass du an deinem Hund hängst, ist mehr als verständlich, du hast ja wohl fast dein ganzes Leben mit ihm verbracht! Ihr solltet schonmal einen Tierarzt aufsuchen, nur um zu wissen, was das für eine "Beule" ist, ob der Hund Schmerzen dadurch hat und wie man ihm evtl. helfen kann. Du kannst das jedenfalls getrost als Kompliment sehen, jedenfalls vielen lieben Dank für deine Anteilnahme!

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